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Mo, 8. Juni 2009, 22:28

Software::Systemverwaltung

USB 3.0-Treiber für Linux angekündigt

Bereits im September soll der Linux-Kernel eine vollständige Unterstützung von USB 3.0 spendiert bekommen - damit dürfte Linux das erste verfügbare Betriebssystem sein, das die neue Spezifikation offiziell unterstützt.

USB 3.0 wird die Geschwindigkeit der Geräte erhöhen. Die theoretische Leistung wird dabei bei ca. 5 GBit/s liegen, was allerdings in der Praxis unter anderem durch Protokoll-Overhead nicht erreichbar sein dürfte. Darüber wird die von Intel maßgeblich entwickelte neue Spezifikation eine stärkere Stromversorgung der angeschlossenen Geräte und bessere Energieverwaltung bieten. Erreicht wird es unter anderem durch das Wegfallen von Polling. Ferner wird es unter USB 3.0 ein neues Hub-Konzept geben. Hubs bestehen aus zwei Unter-Hubs. Der eine ist speziell für den neuen Super-Speed-Modus zuständig, der zweite für die bisherigen Geschwindigkeitsmodi (Low-Speed, Full-Speed, High-Speed).

Nach eineinhalb Jahren Arbeit steht nun mit xHCI ein erster Treiber für die neue Spezifikation zum Test bereit. Wie die Intel-Entwicklerin Sarah Sharp in ihrem Blog bekannt gab, sei der neuer Treiber ab sofort auch für die Allgemeinheit zugänglich und kann direkt aus dem GIT-Repositorium heruntergeladen werden. Die Entwicklerin bittet alle Anwender, die im Besitz von Prototypen sind, die neue Funktionalität zu testen.

Eine offizielle Aufnahme in den Kernel soll laut Sharp in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Geht es nach dem Willen des Kernelentwicklers Greg Kroah-Hartman, wird der neue Treiber seine Premiere im Kernel 2.6.31 feiern. In Anbetracht des momentanen Freigabezyklus würde damit Linux im September als erstes Betriebssystem offiziell die im November 2008 verabschiedete Spezifikation unterstützen. Zeitgleich sollen auch alle wichtigen Distributionen die Neuentwicklung in ihre Produkte aufnehmen.

Bereits am 17. November 2008 demonstrierte Sharp in einem Video den Prototypen des neuen Treibers. Dieser erreichte in Verbindung mit Prototypen von USB-3.0-Massenspeichergeräten die 3,5-fache Geschwindigkeit von USB 2.0. Dass die Geschwindigkeit hinter den theoretischen Werten zurückblieb, führte die Intel-Mitarbeiterin auf den Prototyp-Status der Hardware sowie Pausen und Debug-Ausgaben im Treiber zurück. Wenn die Geschwindigkeit optimiert ist, werden Anwendungen eine Bandbreite von etwa 400 MByte/s (3,2 Gbit/s) nutzen können. Die Geschwindigkeit von USB 2.0-Geräten liegt bei ca. 60 MByte/s.

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