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Thema: Keine Beschwerde gegen Microsoft-Vergabe im Kanton Bern

33 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Wolfgang am Mo, 15. Juni 2009 um 13:49 #
An sich ist doch die Frage, warum die Schweizer Verwaltung nicht schon lange Open Source macht? Hätte man vor zehn Jahren angefangen, wären die Abhängigkeiten der Verwaltung nun fort. Wenn die Verwaltung aber erst 15 Jahre später in die Strümpfe kommt, ist es vielleicht schon zu spät und die Rechnungen sind zu begleichen.

Die Behörden trifft hier die Verantwortung. Sie haben die Interessen des Bürger aus der Schweiz an Digitaler Unabhängigkeit ignoriert und mit dem Informatikkonzernen aus den USA fraternisiert. Mithin, ein Ausverkauf der Schweiz, die sich hier übertölpeln hat lassen.

Gerade die Deutschen sind hier schon viel weiter sich unabhängig zu machen. Beispiel: KBST broschüre 91
http://kurzer-url.ch/0uy930

Score: 3 Von Großmaul am Mo, 15. Juni 2009 um 13:59 #
Man benutzt in der Verwaltung Windows-Only-Programme. Und man kann weder kurz- noch mittelfristig auf eine Linux-Lösung umsteigen (weil es keine gibt). Also selbst wenn sie wollten: Sie können nicht, es sei denn, es gibt brauchbare Verwaltungsprogramme, z.B. für Bauämter, Führerscheinstellen, Personalämter, etc.
Und selbst wenn es all diese Programme von heute auf morgen gäbe, müssten Word-Vorlagen und -Dokumente auf OOo umgestellt werden, irgendwelche Schulungen durchgeführt werden, weil irgendwelche Tippsen Weinkrämpfe bei OOo bekommen (nur weil sie es nicht kennen und deswegen aus irgendeinem Grund Angst davor haben)...

brb, lerne mich mal kurz in GTK+ ein...

  • Score: 3 Von micha6270 am Mo, 15. Juni 2009 um 14:23 #
    Nimm lieber Qt - das läuft sowohl auf Windows, Linux, KDE, Gnome und Mac... ,-)
    Score: 3 Von Michael am Mo, 15. Juni 2009 um 16:16 #
    brb, lerne mich mal kurz in GTK+ ein...

    Ich würde an deiner Stelle Qt lernen. Die Dokumentation ist deutlich besser als bei gtk, Qt ist nicht nur ein GUI Toolkit, sondern bietet eine komplette Klassenbibliothek mit Klassen für Netzwerk/Datenbanken/Multimedia usw. Außerdem gibts mit Qt Creator eine recht anständige IDE. Ansonsten ist Java sicher auch eine gute Alternative.

    • Score: 3 Von Michael am Mo, 15. Juni 2009 um 16:49 #
      Warum ist die Dokumentation besser? Ich finde die Qt Dokumentation mittelmäßig. Bibliotheken für Netzwerk und Co gibt es auch bei GTK+ Partnern. Da braucht es kein Qt. Bei GTK+ kannst du auswählen wlche Bibliotheken du bündelst, bei Qt ist dir der Moloch an Bibliotheken vorgeschrieben.

      IDEs gibt es zudem ebenfalls.


      Die Entscheidung für oder gegen Qt/GTK ist rein subjektiv. Technisch gibt es dafür keine Argumente, höchstens Vorurteile.

      • Score: 3 Von norbo am Mo, 15. Juni 2009 um 17:57 #
        Bei GTK+ kannst du auswählen wlche Bibliotheken du bündelst, bei Qt ist dir der Moloch an Bibliotheken vorgeschrieben.

        Das ist falsch. Qt ist in Module aufgeteilt, z.B. QtCore, QtGui, QtNetwork, QtXml, QtSvg uvm. Auf Linux ist natürlich in der Regel alles einmal installiert (bei GTK auch), aber statisch gelinkt wird nur gegen die Module, die wirklich verwendet werden. Bei dynamisch gelinkten Bundles werden auf OS X und Windows ebenfalls nur die benötigten Module ausgeliefert.

        Score: 3 Von Michael am Mo, 15. Juni 2009 um 17:59 #
        Warum ist die Dokumentation besser? Ich finde die Qt Dokumentation mittelmäßig.

        Ich persönlich finde die Qt Dokumentation excellent. Kenne nichts besseres.

        Bibliotheken für Netzwerk und Co gibt es auch bei GTK+ Partnern.

        Qt bietet halt eine konsistente API für GUI, Netzwerk, Datenbankzugriff usw. Mit gtk muß man halt andere Bibliotheken verwenden, die nicht zwangsweise eine mit gtk konsistente API haben. Ich persönlich empfinde das als Vorteil.

        Bei GTK+ kannst du auswählen wlche Bibliotheken du bündelst, bei Qt ist dir der Moloch an Bibliotheken vorgeschrieben.

        Qt 4 ist auch modular. Aber ich sehe es eben nicht als Vorteil, Bibliothek xyz mit gtk benutzen zu können, weil es meiner Meinung der Vorteil überwiegt, konsistente APIs zu haben.

        IDEs gibt es zudem ebenfalls.

        Persönlich finde ich Qt Creator schon sehr gelungen und kenne nichts vergleichbares für gtk.

        Die Entscheidung für oder gegen Qt/GTK ist rein subjektiv. Technisch gibt es dafür keine Argumente, höchstens Vorurteile.

        Also ich persönlich finde bessere Dokumentation, einheitliche APIs, eine gute IDE usw. nicht rein subjektiv. Ich hab mir schon größere Teile des Gimp-Quellcodes durchgelesen und ich bin Software-Entwickler. Ich würde kein neues Projekt in C/gtk anfangen. Entweder C++/Qt oder Java/Scala. Meiner Meinung nach ist man damit deutlich produktiver.

      Score: 3 Von Christopher Roy Bratusek am Mo, 15. Juni 2009 um 21:59 #
      >> Die Dokumentation ist deutlich besser als bei gtk

      Ich finde die C-API-Reference von GTK+2 sehr intuitiv (ich nutze die C Referenz um in Python-GTK zu programmieren oder meine GTKRC zu modifizieren (ja, ich weiß, dass es auch eine Python-GTK Referenz gibt))

    Score: 3 Von Martin am Mo, 15. Juni 2009 um 16:53 #
    Im Artikel redet niemand von Linux. Es es geht hier wieder einmal um OSS und das kann auch auf Windowsanwendungen zutreffen. Ideal wäre natürlich plattformunabhängige OSS die mit freien Formaten wie etwa ODF arbeiten.

    Die Fachanwendungen sind, so nehme ich an, wohl häufig Eigenetwicklungen welche vom Staat voll bezahlt wurden. Diese nun als OSS freizugeben um damit Portierungen zu erhalten wäre kein grosser Schritt. Auch wenn die Portierung etwas kostet....

    • Score: 3 Von N0Body am Mo, 15. Juni 2009 um 18:17 #
      Es geht nicht darum, welches Programm durch den fehlenden Einsatz von Windows nicht mehr verfügbar ist. Wäre dies der Fall, wäre die Entscheidung klar für Lizenzen von Microsoft gefallen.
      Vielmehr geht es hier darum, dass die Lizenzen ohne Berücksichtungen von alternativen Lösungen geordert/verlängert wurden. Ob es ein vergleichbares Programm unter Linux oder sonstwas gibt, wurde nicht kontrolliert, sondern einfach blind weitere Lizenzen von Windows gekauft.
      Und genau das ist gegen das Schweizerische Gesetzt, denn nach diesem müssen Alternativen, hier zu Windows, falls welche existieren, geprüft werden. Hier wäre dann, unter Umständen, auch aufgefallen, dass nicht alle benötigten Anwendungen auf einem anderen System auffindbar sind.
      Folglich, wenn dies erkannt worden wäre, wäre es völlig legitim gewesen, weitere Windows-Lizenzen zu erwerben. Jedoch ist genau dies nicht geschehen.
      Es geht nicht darum, was warum wo und wie 'besser' ist.
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