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Do, 18. Juni 2009, 10:35

Software::Virtualisierung

Betaversionen der Virtualisierungs-Produkte von Red Hat

Der Linux-Distributor Red Hat hat Betaversionen seiner Virtualisierungs-Produkte bereitgestellt.

Im Februar dieses Jahres hatte Red Hat seine Virtualisierungs-Strategie vorgestellt. Diese soll auf dem im Linux-Kernel enthaltenen Hypervisor KVM beruhen. Red Hat hatte die Firma Qumranet, die KVM und die zugehörigen Produkte SolidICE, Spice und Verwaltungssoftware entwickelt hat, im September 2008 gekauft.

Der Vorteil von KVM gegenüber Xen liegt dem Distributor zufolge darin, dass es bereits seit zwei Jahren in den Linux-Kernel integriert ist. Xen soll noch unterstützt werden, solange Red Hat Support für Red Hat Enterprise Linux 5.x gewährt, also noch einige Jahre. Zugleich will Red Hat aber Tools entwickeln, die die Migration von Xen nach KVM ermöglichen sollen.

Jetzt hat Red Hat nach eigenen Angaben Betaversionen der ersten Produkte fertiggestellt. Eine Downloadmöglichkeit wurde nicht angegeben, so dass die Betaversionen wohl nur an Kunden verteilt werden. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Produkte in der offiziellen Version erscheinen. Insgesamt ist die Virtualisierungs-Strategie auf 18 Monate ausgelegt. Am Ende dieses Zeitraums sollen alle Produkte fertiggestellt sein.

Welche Produkte jetzt bereits verfügbar sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Zur Verwaltung der Virtualisierung hatte Red Hat die Produkte »Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Server« und »Red Hat Enterprise Virtualization Manager für Desktops« angekündigt. Ersterer soll virtuelle Maschinen, Live-Migration, Hochverfügbarkeit, Images, Snapshots und Softwareverteilung verwalten und Funktionen zum Überwachen der Systeme und Berichtsfunktionen enthalten. Letzterer soll auf der Virtualisierungs-Schnittstelle VDI beruhen und damit eine Desktop-Virtualisierung ermöglichen. Dabei werden die Qumranet-Technologien SolidICE und SPICE zum Einsatz kommen, die es auch ermöglichen, das Display virtueller Maschinen, die auf einem Server laufen, auf den Desktop zu holen.

Ein weiteres Produkt von Red Hat wird der »Enterprise Virtualization Hypervisor« (RHEV-H) sein. Dieser ist ein Hypervisor, der unabhängig laufen und von Kunden als einheitliche und schlanke Basis für virtuelle Maschinen genutzt werden kann. Es sich dabei um einen auf die notwendigen Komponenten reduzierten Red Hat Enterprise Server mit KVM und libvirt, der vom Netz oder Flash gestartet werden kann und keine Installation benötigt.

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