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Di, 30. Juni 2009, 12:08

Software::Entwicklung

Richard Stallman gegen Mono und C#

Richard Stallman, Gründer der Free Software Foundation, sieht ein großes Risiko darin, sich von Mono oder C# abhängig zu machen.

Aus gegebenem Anlass erläutert Richard Stallman, Gründer und Präsident der Free Software Foundation (FSF), warum aus seiner Sicht freie Software nicht von Mono oder C# abhängen sollte. Der Anlass ist, das die Debian-Distribution plant, Mono in die Standardinstallation aufzunehmen, damit Tomboy, ein in C# implementiertes Notizzettel-Programm, benutzt werden kann.

Für Stallman ist das eine risikoreiche Richtung für die Gemeinschaft. Es sei gefährlich, von C# abzuhängen, daher sollte seine Verwendung nicht gefördert werden. Das Problem sei nicht spezifisch für Mono, sondern würde jede freie C#-Implementierung betreffen, auch die GNU-eigene Implementierung Portable.NET.

Das Problem an C# ist laut Stallman, dass Microsoft Softwarepatente in diesem Bereich hält, die benutzt werden könnten, um alle freien C#-Implementierungen zu vernichten. Diese Gefahr sei ernst und nur Dummköpfe könnten sie ignorieren. Es müssten daher Vorkehrungen für den Tag getroffen werden, an dem dies eintritt, insbesondere müsse man planmäßig dafür sorgen, dass es so wenig Abhängigkeit von den freien C#-Implementierungen wie möglich gebe. Sie sollten nicht zur Standardinstallation von GNU/Linux-Distributionen gehören, und Alternativen zu C#-Programmen sollten bevorzugt werden.

Stallman verdammt freie C#-Implementierungen nicht grundsätzlich, da sie es den Anwendern erlauben, ihre C#-Anwendungen auf freien Plattformen laufen zu lassen. Man müsse sich nur darüber klar sein, dass in dem Fall, dass die freien C#-Implementierungen ausradiert werden, auch die Anwendungen für die Benutzer freier Systeme verloren gehen.

Mono, die freie.NET-Implementierung, war genau wegen dieser Patentproblematik von Anfang an umstritten. Das Patentversprechen, das Microsoft einigen Linux-Distributoren gegenüber gegeben hat, gilt bestenfalls als fragwürdig und gibt den meisten Anwendern keine Sicherheit. Das Fedora-Projekt wird daher voraussichtlich in Fedora 12 Mono aus der Standardinstallation entfernen, erste Schritte wurden bereits unternommen. Umso mehr verwundert die entgegengesetzte Richtung, in die Debian geht. Beeinflusst könnte diese Entscheidung von Ubuntu sein, das in der Auslieferung von Mono in der Standardinstallation seit Version 6.10 keine Probleme sieht.

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Kommentare (Insgesamt: 150 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Recht hat der Mann (Kukuk, Mo, 11. Januar 2010)
From Microsoft: C# and CLI under the Community Pro (dave, Di, 7. Juli 2009)
Benötige Möglichkeit für .Net auf Linux (WolfgangP, Do, 2. Juli 2009)
Re[7]: FUD (asdf, Mi, 1. Juli 2009)
Re: Recht hat der Mann (lala, Mi, 1. Juli 2009)
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