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Mo, 13. Juli 2009, 16:02

Software::Desktop::Gnome

Jahresbericht 2008 der GNOME Foundation

Die GNOME Foundation hat ihren Bericht über die Aktivitäten und Entwicklungen bei GNOME 2008 vorgelegt.

Der fast 19 MB große Bericht im PDF-Format ist nicht so nüchtern wie viele andere Berichte geschrieben. Er beginnt mit einem Vorwort der Geschäftsführerin der GNOME Foundation, Stormy Peters, die seit Mitte 2008 dieses Amt bekleidet. Der sich anschließende Bericht »GNOME in 2008« lässt die Veröffentlichung von GNOME 2.22 und 2.24 Revue passieren. Letztere brachte erstmals GNOME Mobile auf den Plan, dem ein eigener Artikel gewidmet wird. Erste Planungen zu GNOME 3.0 fanden statt, während die aktuelle Version weiter aufgeräumt und bereinigt wurde.

Die Infrastruktur von GNOME wurde weiter ausgebaut. Das Bugzilla-System zeigte einige Lastprobleme, die dieses Jahr mit einem Update behoben werden sollen. Kontinuierliche Generierung aus dem aktuellsten Quellcode-Stand wurde implementiert. Der Wechsel auf ein verteiltes Versionsverwaltungssystem wurde diskutiert und dieses Jahr vollzogen. Die Übersetzer finden nun Unterstützung durch das Statistik-Werkzeug »damned-lies« und das Programm »vertimus« zur Verbesserung der Zusammenarbeit.

Die laut der Foundation bereits hervorragende Barrierefreiheit von GNOME wurde weiter verbessert. Der Screenreader Orca wurde zusammen mit Mozilla an Firefox angepasst. Die wichtige Komponente AT-SPI soll von CORBA zu DBus wechseln. Außerdem gab es ein »GNOME Outreach«-Programm zum Thema Barrierefreiheit.

Zahlreiche Veranstaltungen brachten Entwickler und Benutzer zusammen. Vier Hackfests zu bestimmten Themen intensivierten die Zusammenarbeit der Entwickler. Weitere wichtige Veranstaltungen waren FOSDEM, GUADEC, Boston Summit und GNOME.Asia. Neben dem Vorstand und dem technischen Beirat der Foundation wurde auch ein Gremium für GNOME Mobile gegründet. Neue Mitglieder kamen zur GNOME Foundation hinzu, und zahlreiche Projekte wurden im Rahmen des Google Summer of Code und Highly Open Participation Contest durchgeführt.

GNOME Mobile feierte seinen Einstand und wurde die Basis der Spezifikation der LiMo-Plattform R2. Moblin, Ubuntu Mobile und Ubuntu Netbook Remix verwendeten ebenfalls GNOME Mobile. Auch die OLPC-Oberfläche Sugar baut auf GNOME auf. Die Bibliothek Clutter, mit der grafische Oberflächen mit OpenGL und OpenGL ES auf einfache Weise entwickelt werden können, erlebte einen Aufstieg, der weiter anhält. Der Datei-Indexer Tracker machte einen Reifeprozess durch.

Zum Thema Barrierefreiheit enthält der Bericht ein Interview mit Willie Walker, dem Projektleiter von GNOME Accessibility. Ein weiterer Artikel gibt eine Übersicht über GNOME-Aktivitäten in aller Welt.

Die Foundation erzielte 2008 Einnahmen von 290.000 US-Dollar, die zu 90% von Unternehmen gespendet wurden. Google war mit 30.000 US-Dollar der größte Sponsor vor Canonical mit 20.000 USD. In diesem Jahr ist geplant, auch Privatpersonen die Förderung von GNOME zu erleichtern, nachdem das »Friends of GNOME«-Programm angelaufen ist, dem man für 10 US-Dollar pro Monat beitreten kann. Das Geld wurde überwiegend für Personalkosten sowie für das Zusammenbringen von Entwicklern auf Konferenzen ausgegeben. Es blieb ein Überschuss, der zusammen mit den erhofften deutlich höheren Einnahmen 2009 zur Ausweitung der Aktivitäten genutzt werden soll.

Der Jahresbericht kann von der Webseite der GNOME Foundation heruntergeladen werden.

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