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Thema: Ubuntu 8.04.3 LTS

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Gunni am Fr, 17. Juli 2009 um 09:47 #
Und ich habs das update genau andersrum gemacht.
Trotzdem blöder Trollversuch.
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    Von ooooooh am Fr, 17. Juli 2009 um 09:52 #
    Ich habe das Update von Linux auf BSD unternommen, hat sich noch mehr gelohnt. Linux kann man nicht mehr für voll nehmen, zumindest einen Teil der Community verblödet immer mehr.
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      Von suvi am Fr, 17. Juli 2009 um 10:00 #
      ich hab von linux auf windows95 geupdated. Seither läuft mein computer viel schnell und stürzt auch schneller
      ab. ...Nein stimmt gar nicht benutze fedora 10. Ubunutu ist aber auch toll. Ich empfehle sogar anderen ubuntu
      nich fedora. Weils für anfänger einfacher ist.

      Mal ne fragen. Gibt es eine Distro, welche länger fristig update von programmen unterstüzt?
      Bekommt man bie ubutntu 8.4 LTS auch openoffice 3.1 firefox 3.5 rein?

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        Von Marc am Fr, 17. Juli 2009 um 10:17 #
        Du meinst sowas wie Gentoo oder Archlinux?
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        Von ATR am Fr, 17. Juli 2009 um 15:37 #
        Das würde mit Fedora gehen, da wird dann immer die aktuellste Version benutzt -- mit allen Konsequenzen, manchmal integriert Fedora auch Beta-Programmversionen wie in Fedora 11: Thunderbird 3.0-2.3.beta2.fc11

        Gentoo wäre sicher für ein solches vorhaben am geeignetsten(man sucht sich die Version aus, die man will, unabhängig von allen anderen Programmen), ist aber nicht so einfach wie mit Ubuntu/Fedora/OpenSUSE/Debian

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      Von DerAndere am Fr, 17. Juli 2009 um 10:01 #
      Ich bin von Win zu Linux und dann zu OSX gewechselt, jeder Schritt war ein großer Schritt nach vorne!
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    Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 10:16 #
    Und ich habs das update genau andersrum gemacht.

    Tja, wenn es Dir egal ist, daß Canonical sich bei anderen bedient, aber kaum was an die Community zurückgibt:
    http://www.kroah.com/log/linux/lpc_2008_keynote.html

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      Von Marc am Fr, 17. Juli 2009 um 10:21 #
      Sie geben der Community eine großartige Distribution und haben damit Linux auf dem Desktop ein ganzes Stück weiter gebracht. Ausserdem sind sie die einzige (mir bekannte) Enterprise-Distri (langer Support!), die es vollkommen kostenlos gibt.

      Ich kann dieses Gejammer echt nicht mehr hören, das grenzt schon an dummes Getrolle.

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        Von Jens Kuehnel am Fr, 17. Juli 2009 um 10:30 #
        Dann schau dir mal Centos an.
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        Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 10:35 #
        Sie geben der Community eine großartige Distribution und haben damit Linux auf dem Desktop ein ganzes Stück weiter gebracht

        Ich benutze seit Suse 5.2 Linux auf dem Desktop. Für was genau muß ich Canonical denn dankbar sein?

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          Von LH am Fr, 17. Juli 2009 um 10:44 #
          "Ich benutze seit Suse 5.2 Linux auf dem Desktop. Für was genau muß ich Canonical denn dankbar sein?"

          Das der Linux Desktop wieder ein Thema ist, und nicht unter "Produkt aus der 3. Reihe" wie bei Red Hat und SuSE/Novell ist.
          Zumindest ich habe mein Vertrauen in diese beiden Firmen verloren als ihre Desktop-Distries (Fedora und OpenSuSE) entstanden, die nur noch als Spielplatz für ihre echten Ziele dient.

          Canonical weiss zudem wie man Werbung macht. Sein wir ehrlich: Vor Ubuntu war das Thema Linux Desktop auf einem Tiefpunkt angekommen. Ich bin sicher nicht der einzige der vor dem Ubuntu Hype dem Linux Desktop nicht mehr durchgehend die Treue gehalten hat.

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            Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 11:04 #
            Das der Linux Desktop wieder ein Thema ist, und nicht unter "Produkt aus der 3. Reihe" wie bei Red Hat und SuSE/Novell ist.

            Ich arbeite im Raumfahrtbereich und habe hier noch nie was anderes als SLES gesehen. Bei uns an der Uni wurde SUSE / Debian verwendet. Bei Saturn / Mediamarkt hab ich noch nie einen Computer mit Ubuntu drauf gesehen. Sorry, aber Linux auf dem Desktop ist immer noch ein Nischenprodukt und da hat auch Canonical nicht viel dran geändert.

            Zumindest ich habe mein Vertrauen in diese beiden Firmen verloren als ihre Desktop-Distries (Fedora und OpenSuSE) entstanden, die nur noch als Spielplatz für ihre echten Ziele dient.

            Die wollen halt Geld verdienen und machen das, was die Kunden wollen. Kann man ihnen auch nicht wirklich vorwerfen. Abgesehen davon hat Novell XGL entwickelt und RedHat AIGLX. Soweit ich weiß sind Kernel Mode Settings hauptsächlich von RedHat. Novell und RedHat tun deutlich mehr für X als Canonical und X ist für den Linux-Desktop nicht komplett unrelevant.

            Canonical weiss zudem wie man Werbung macht. Sein wir ehrlich: Vor Ubuntu war das Thema Linux Desktop auf einem Tiefpunkt angekommen. Ich bin sicher nicht der einzige der vor dem Ubuntu Hype dem Linux Desktop nicht mehr durchgehend die Treue gehalten hat.

            Sorry, aber das ist meiner Meinung nach einfach Unsinn. Um Linux auf dem Desktop zu nutzen, braucht es erstmal vernünftige Anwendungen. Und Firefox, OO.org und Co. werden nicht von Canonical entwickelt. Welche Gnome-Anwendungen benutzt der durchschnittliche Ubuntu-User eigentlich? Evolution? Das wird aber auch hauptsächlich von Novell entwickelt. Gibt es überhaupt irgendeine Anwendung, die hauptsächlich von Canonical entwickelt wird?

            Ich denke, daß Linux auf dem Desktop ohne Ubuntu nicht viel anders dastehen würde als jetzt. Vielleicht würde es ein paar weniger Linux-User geben, so what? Die Infrastruktur, die es für einen Linux-Desktop braucht, wird eh nicht von Canonical entwickelt, die Anwendungen werden auch nicht von Canonical entwickelt, DEB gabs auch schon vorher.

            Es ist trotzdem o.k. daß es Ubuntu gibt und wenn die Leute es gerne benutzen, ist das ja o.k. Aber ich halte es einfach für eine ähr, daß der Linux-Desktop ohne Ubuntu komplett bedeutungslos wäre, schon deshalb weil er das realistisch gesehen auch mit Ubuntu ist.

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              Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 11:07 #
              ähr -> Mär
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              Von Herr wirf Hirn... am Fr, 17. Juli 2009 um 11:16 #
              Die wollen halt Geld verdienen und machen das, was die Kunden wollen. Kann man ihnen auch nicht wirklich vorwerfen.

              Stimmt, das darf man nur Canonical vorwerfen.

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                Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 11:21 #
                Stimmt, das darf man nur Canonical vorwerfen.

                Tue ich ja gar nicht. Ich glaube nur nicht, daß Ubuntu Linux auf dem Desktop wirklich weiter gebracht hat und daß andere Firmen mehr tun, um die nötigen Technologien für Linux auf dem Desktop zu entwickeln.

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                  Von canonical-futter am Fr, 17. Juli 2009 um 11:34 #
                  Andere Firmen sind auch größer als Canonical (RedHat 2800 Mitarbeiter vs. Canonical 200 Mitarbeiter) und machen im Gegensatz zu Canonical Gewinn. Desweiteren sponsort Canonical z.B. mit 20.000 USD das GNOME Projekt (zweitgrößter Sponsor nach Google), wie wir hier kürzlich gelesen haben. Canonical verbessert Open-Source-Software für den Endnutzer wie z.B. mit dem 100 Paper Cuts Projekt und entwickelt eigene Software wie Bazaar oder Upstart und veröffentlicht diese als Open Source. Im Übrigen ist Canonical zu gar nichts verpflichtet, solange sie sich an die GPL halten.
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                    Von Linguisa am Fr, 17. Juli 2009 um 11:37 #
                    Andere Firmen sind auch größer als Canonical (RedHat 2800 Mitarbeiter vs. Canonical 200 Mitarbeiter) und machen im Gegensatz zu Canonical Gewinn.

                    Eine Tatsache, die gerne mal "übersehen" wird.

                    Desweiteren sponsort Canonical z.B. mit 20.000 USD das GNOME Projekt (zweitgrößter Sponsor nach Google), wie wir hier kürzlich gelesen haben. Canonical verbessert Open-Source-Software für den Endnutzer wie z.B. mit dem 100 Paper Cuts Projekt und entwickelt eigene Software wie Bazaar oder Upstart und veröffentlicht diese als Open Source.

                    Dieses Engagement zählt ja nicht, wie wir staunend von Kroah-Hartman lernen durften.

                    Im Übrigen ist Canonical zu gar nichts verpflichtet, solange sie sich an die GPL halten.

                    Einer der ganz zentralen Punkte überhaupt. Aber an der GPL wird natürlich nichts kritisiert.

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                      Von pinky am Fr, 17. Juli 2009 um 12:52 #
                      >Einer der ganz zentralen Punkte überhaupt. Aber an der GPL wird natürlich nichts kritisiert.

                      Weil es an der GPL (wie allen anderen Freien Software Lizenzen), im Bezug auf das Thema, auch nichts zu kritisieren gibt... Genausowenig wie es diesbezüglich übrigens was bei Ubuntu zu kritisieren gibt.

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                    Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 13:39 #
                    Andere Firmen sind auch größer als Canonical (RedHat 2800 Mitarbeiter vs. Canonical 200 Mitarbeiter) und machen im Gegensatz zu Canonical Gewinn.
                    Red Hat hat 2200 Mitarbeiter, Canonical über 200. Also ist Red Hat ca. 10 mal so groß, aber Canonical steuert nicht mal ein Zehntel dessen bei, was Red Hat leistet. Auch kein 20stel, eher ein Hunderstel.

                    Desweiteren sponsort Canonical z.B. mit 20.000 USD das GNOME Projekt (zweitgrößter Sponsor nach Google), wie wir hier kürzlich gelesen haben.
                    Red Hat hat in Raleigh 37 Entwickler Vollzeit nur an Gnome arbeiten und deren Code allen Distributionen zugute kommt. Was ist wohl teurer? 37 Entwickler zu bezahlen oder einmal 20.000 USD spenden? Aber hey, mit der Spende kann man bessere PR machen. ;)

                    Canonical verbessert Open-Source-Software für den Endnutzer wie z.B. mit dem 100 Paper Cuts Projekt
                    Laut https://wiki.ubuntu.com/PaperCut ist der Sinn von 100 Paper Cuts "to improve user experience in Ubuntu". In Ubuntu, nicht in anderen Distributionen! Schau Dir mal den Bug an, der auf der Seite verlinkt wird. Lösung: "This bug was fixed in the package compiz - 1:0.8.2-0ubuntu14". Aha, in Ubuntus Paket, aber nicht in Compiz upstream. Und da die Lösung nur darin bestand, eine Funktion zu deaktivieren, ist es fraglich, ob das seinen Weg nach upstream finden wird.

                    und entwickelt eigene Software wie Bazaar oder Upstart und veröffentlicht diese als Open Source.
                    Bazaar wird nicht entwickelt, sondern nur gesponsort. Upstart ist in der Tat Open Source, aber steht in keinem Vergleich zu dem, was Canonical in seine Closed Source Projekte wie Ubuntu One, Landscape oder Soyouz steckt. Und leider findet die Entwicklung von Upstart weitgehend hinter verschlossenen Türen statt. So hat vor einiger Zeit der Hauptentwickler Kritik von anderen Entwicklern doch tatsächlich mit dem "Argument" gekontert, er hätte schon eine Lösung für das Problem, sogar eine umwerfende, über die alle staunen würden. Nur leider könne er darüber noch nichts erzählen, das sei geheim. Geheimniskrämerei und Open Source sind 2 Dinge, die nicht zusammenpassen.

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                      Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 13:46 #
                      Danke. Endlich mal jemand, der sich mal mit der Materie beschäftigt hat.
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                      Von Christoph am Di, 21. Juli 2009 um 12:01 #
                      Jetzt korrigiere ich mich mal selbst: Launchpad wurde offengelegt und zwar mit soyuz. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet und ich bin erfreut. Aber die Begründung klingt etwas befremdlich für mich: "Mark Shuttleworth really deserves a lot of praise for this bold and brave move, open sourcing not only the code, but all it’s history. It’s a fantastic day today. Update: yes, fully means including soyuz and codehosting, Mark has decided to release everything." Shuttleworth entscheidet das alleine? Haben die Autoren da nichts mehr mitzureden? Oder die Community? Anscheinend nicht, aber hey, nicht vergessen: Preist König Mark! Auf die Knie mit Euch ihr Bauern, erstarrt in Demut!

                      Sorry, aber so wichtig ist der Mann nun auch nicht.

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              Von LH am Fr, 17. Juli 2009 um 11:54 #
              "Ich arbeite im Raumfahrtbereich und habe hier noch nie was anderes als SLES gesehen. Bei uns an der Uni wurde SUSE / Debian verwendet. Bei Saturn / Mediamarkt hab ich noch nie einen Computer mit Ubuntu drauf gesehen. Sorry, aber Linux auf dem Desktop ist immer noch ein Nischenprodukt und da hat auch Canonical nicht viel dran geändert."

              Das heisst also Ubuntu hat nichts für Linux gebracht, weil dein Tellerrand so hoch ist?

              Tut mir leid, aber was soll dieser Abschnitt sagen? Du hast es nicht gesehen, also hat es nichts gebrachts? Natürlich ist Linux auf dem Desktop ein Nieschenprodukt, aber Canonical ist auch zu klein um es alleine komplett ändern zu können. Aber Canonical hat Ubuntu wieder mehr in die Öffentlichkeit gebracht, und sie haben eine sehr gut nutzbare Distribution verteilt.

              Ein Beispiel? Dell und Ubuntu. Das war ein geschickter Marketingzug, auch wenn es leider am Ende zu wenig PCs wurden die man damit kaufen kann. Aber alleine das Dell Ubuntu Desktop-PCs anbietet ist ein riesen Erfolg, anders als andere Anbieter und Distries die sich immer nur um Serverauslieferungen kümmern, oder Firmen-Großkunden.

              "Die wollen halt Geld verdienen und machen das, was die Kunden wollen. Kann man ihnen auch nicht wirklich vorwerfen."

              Ich war auch ein SuSE Kunde auf dem Desktop. Aber irgendwann hat man sich als Boxkäufer nicht mehr ernst genommen gefühlt. Zumindest ich nicht.

              "Abgesehen davon hat Novell XGL entwickelt und RedHat AIGLX. Soweit ich weiß sind Kernel Mode Settings hauptsächlich von RedHat. Novell und RedHat tun deutlich mehr für X als Canonical und X ist für den Linux-Desktop nicht komplett unrelevant."

              Ich habe nicht behauptet sie tun garnichts in diese Richtung. Novell hat ebenso wie Red Hat immernoch viele Desktop Entwickler. Das ist auch gut so. Ändert aber nicht viel daran das OpenSuSE und Fedora eher Spielplätze für die Firmenversionen sind. Leider. Mir sind weder Red Hat noch Novell absolut unsympatisch, aber ihre Vorstellung das nur der Firmendesktop ein lohnendes ziel ist, damit kann ich mich nicht anfreunden. Zumal es dem Linux Desktop schadet wenn der Erstkontakt vieler dann nur mit Distries 2. Wahl erfolgt. Da bin ich Canonical eben dankbar das dort jemand das ganze noch ernst nimmt (wenn auch nicht bugfrei hinbekommt :/ )

              "Sorry, aber das ist meiner Meinung nach einfach Unsinn."

              Dann ist deine Meinugn Unsinn. So what? Alleine deine Aufzählung der Anwendungen ist Unsinn. Auch Red Hat oder SuSE hat nicht alle diese Anwendungen entwickelt. Eigentlich sogar garkeine davon. Warum glauben alle das eine Distrie alles leisten muss? Das tut keine einzige.
              Canonical leistet Arbeit in dem sie eine Distrie bauen, das ist was eine Distrie tun sollte. Unix Prinzip. Tue eine Sache, und tue sie gut! Und das tun sie, und damit helfen sie Linux, und dafür sollte man ihnen dankbar sein. Den mit diesem Einfachen Ansazt haben sie einen Hype ausgelöst, der Linux auf dem Desktop geholfen hat. Du kannst das bestreiten, das steht dir frei, aber dann bin ich ehrlich der Meinung das du den Linux Desktop falsch einschätzt. Auch das kannst du anders sehen, aber das muss mich nicht stören;)

              "Ich denke, daß Linux auf dem Desktop ohne Ubuntu nicht viel anders dastehen würde als jetzt. Vielleicht würde es ein paar weniger Linux-User geben, so what?"

              Die Anzahl der User ist wichtig, ebenso deren Motivation, den das ist der Pool aus dem sich neue Entwickler finden lassen. Die Anzahl Entwickler aus neuen Usern sinkt natürlich je mehr User es sind, aber mehr User heisst dennoch das man eher neue Entwickler dazugewinnt, als wenn wir immer im eigenen Saft schmoren.

              Und mal am Rande: "DEB gabs auch schon vorher." -> Was ist der Sinn solcher Aussagen? Hätte es jemanden geholfen wenn wenn Ubuntu einen eigenen Packetmanager gehabt hätte? Wohl kaum. Was bringt es also solche Sätze fallen zu lassen? Hat man nur eine gute Distrie gebaut wenn man behaupten kann man war so toll und macht alles anders? Was nützt es den RPM Distries das dort z.B. jeder ein eigenes Frontend für RPM gebaut hat? Nichts! Also, was soll so ein Satz?

              "schon deshalb weil er das realistisch gesehen auch mit Ubuntu ist."

              Das der Linux Desktop nicht am Ziel sein kann, das ist wohl absolut klar. Aber ich bin der festen Meinung das es noch schlimmer wäre ohne Ubuntu.

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                Von elas am Fr, 17. Juli 2009 um 12:34 #
                Habe wegen Chrome OS von Ubuntu gehört und mir gleich bestellt.
                Erwarte heute die Postsendung und bin gespannt was die zu bieten haben.
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                Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 13:48 #
                Dell und Ubuntu. Das war ein geschickter Marketingzug, auch wenn es leider am Ende zu wenig PCs wurden die man damit kaufen kann.
                Richtig, mehr als Marketing war es im Endeffekt nicht. Andere Firmen hätten das Gleiche machen können, aber ihnen war bewusst, dass sie damit kein Geld machen würden, weil der Support einfach zu teuer ist.

                Ändert aber nicht viel daran das OpenSuSE und Fedora eher Spielplätze für die Firmenversionen sind.
                Bei Ubuntu sind auch die LTS Release Spielplatz. Ist das etwa besser? Warum hat Canonical dann so wenig zahlende LTS-Kunden?

                Mir sind weder Red Hat noch Novell absolut unsympatisch, aber ihre Vorstellung das nur der Firmendesktop ein lohnendes ziel ist, damit kann ich mich nicht anfreunden. Zumal es dem Linux Desktop schadet wenn der Erstkontakt vieler dann nur mit Distries 2. Wahl erfolgt. Da bin ich Canonical eben dankbar das dort jemand das ganze noch ernst nimmt (wenn auch nicht bugfrei hinbekommt :/ )
                Was ist denn eine "Distri 2. Wahl"? Die Enterprise Desktops von SUSE oder Red Hat sind mit Sicherheit nicht 2. Wahl, wenngleich sie nicht das Hauptprodukt der Firmen sind. Aber lieber ein funktionierender Desktop ohne viel BlingBling als einer, der wie Du selbst sagt, alles andere als bugfrei ist. Auch und grade für den Erstkontakt mit Linux.

                Alleine deine Aufzählung der Anwendungen ist Unsinn. Auch Red Hat oder SuSE hat nicht alle diese Anwendungen entwickelt. Eigentlich sogar garkeine davon.
                Michael hatte von Firefox und OpenOffice gesprochen. Bei Red Hat arbeiten einige Hauptentwickler von Firefox, bei Novell einige von OpenOffice (oder jetzt Go-OO). Bei Firefox hat Red Hat immerhin die GTK+ and GTK+2 toolkits, den Pango support und die Gnome Integration gemacht, bei OpenOffice das Headless-Plugin, das email-mailmerge Backend, den Word 2.0 Filter, den Support für xdg-user-dirs und fontconfig. Außerdem hat man die Java-Abhängigkeiten auf die freie libgcj gemacht und OO auf PPC64 portiert. So ganz sinnlos war Michaels Aufzählung also doch nicht.

                Die Anzahl der User ist wichtig, ebenso deren Motivation, den das ist der Pool aus dem sich neue Entwickler finden lassen.
                Da stimme ich Dir zu, aber die Anzahl der reinen Konsumenten ist bei Ubunutu höher als bei anderen Distributionen. Das oberste Ziel Benutzerfreundlichkeit zieht vielleicht Fanboys an, aber nicht unbedingt Leute, die sich ernsthaft mit ihrem System auseinandersetzen und bereit sind, was zu machen.

                Was nützt es den RPM Distries das dort z.B. jeder ein eigenes Frontend für RPM gebaut hat? Nichts!
                Gegenfrage: Was nützt es, wenn Ubuntu einen eigenes Frontend für apt baut, das dann noch den hochtrabenden Namen "gnome-app-install" hat, aber nur unter Ubuntu und eventuell Debian funktioniert? Sollen sie es doch gleich "ubuntu-app-install" nennen, das wäre ehrlich. Mit PackageKit haben wir zum ersten mal eine wirklich formatübergreifende Paketverwaltung für apt, rpm, smart, urpmi, zypp, conary, box, PiSi, pkcon, ipkg. Und von wem ging diese Initiative aus und wer schreibt das Frontend: Ein Red Hat Entwickler.

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                  Von tim am Fr, 17. Juli 2009 um 14:59 #
                  IMHO war z.B. OpenSuse 11.1 zum Veröffentlichungstermin im Dezember 2008 für Desktopnutzer eine Distri 2. Wahl, was wohl daher rührt, dass OpenSuse 11.1 - die Grundlage von SLES11 und SLED11 - unbedingt schon 6 Monate nach der Veröffentlichung von OpenSuse 11.0 herauskatapultiert werden mußte.
                  Bis heute wurde durch Updates allerdings das meiste korrigiert. Insofern knüpft OpenSuse an die alte S.u.S.E.-Tradition an: Wenn schon Mist gebaut wird, werden garantiert die erforderlichen Updates nachgeschoben.
                  Es ist nur fraglich, ob die Nutzer die ganzen zwischenzeitlich "empfohlenen" und zum Teil gefährlichen Workarounds (u.a. Nutzer der Gruppe "disk" hinzufügen) auch wieder rückgängig gemacht haben.
                  Hinzu kommen kleinere Übersetzungsfehler u.a. in KDE3. So spricht der zweituntere Teil des klassischen KDE-Menüs in KDE3 immer Englisch, unabhängig davon, welches Sprachpaket (z.B. Deutsch) eigentlich installiert ist.
                  Solche Fehlerchen findet man zuhauf (was natürlich nicht zwangsläufig heisst, dass das andere Distros besser hinbekommen).
                  Dramatisch ist das allerdings alles nicht: Man benutzt einfach OpenSuse 11.0 weiter, sie läuft hier klaglos und ist das, was man gemeinhin "rock-solid" nennt.
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                    Von me am Fr, 17. Juli 2009 um 15:41 #
                    ist bei ubuntu natürlich so viel anders...hardy heron war das größte bug release in der ubuntu geschichte, und sowas nennt sich lts....8.10 war auch nicht viel besser, erst jetzt ist ubuntu wieder ok(pulseaudio ...)
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                    Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 15:53 #
                    IMHO war z.B. OpenSuse 11.1 zum Veröffentlichungstermin im Dezember 2008 für Desktopnutzer eine Distri 2. Wahl, was wohl daher rührt, dass OpenSuse 11.1 - die Grundlage von SLES11 und SLED11 - unbedingt schon 6 Monate nach der Veröffentlichung von OpenSuse 11.0 herauskatapultiert werden mußte.
                    Der Veröffentlichungstermin von 11.1 hatte nichts mit der Qualität von 11.0 zu tun, sondern ist schlicht und einfach dem vorgegeben Release Schedule gefolgt.
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                  Von fuffy am Sa, 18. Juli 2009 um 19:54 #
                  Einer deiner Kritikpunkte lautete, dass Canonical nichts an Upstream weiterreicht (Compiz).

                  > bei Novell einige von OpenOffice (oder jetzt Go-OO)
                  Was davon findet den Weg nach Upstream? Die Novell-Entwickler wollen das SCA ja nicht unterzeichnen.

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                Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 15:07 #
                Tut mir leid, aber was soll dieser Abschnitt sagen? Du hast es nicht gesehen, also hat es nichts gebrachts?

                Das Novell/RedHat/Debian auf dem Unternehmensdesktop zumindest was meine Erfahrung angeht, deutlich verbreiteter ist.

                Ich habe nicht behauptet sie tun garnichts in diese Richtung. Novell hat ebenso wie Red Hat immernoch viele Desktop Entwickler.

                Ja und zwar deutlich mehr als Canonical. Und sie entwickeln Dinge, die allen zugutekommen. Das mag zwar dem durchschnittlichen Ubuntu-User egal sein, aber derGrundlegende Gedanke hinter Open SOurce ist numnal, daß alle von den Entwicklungen profitieren können.

                Den mit diesem Einfachen Ansazt haben sie einen Hype ausgelöst, der Linux auf dem Desktop geholfen hat.

                Meiner Ansicht nach ist dieser Hype eher schlecht. Wenn ich eine DVD bei eingeschlatetem Compositing anschaue, stürzt mein Rechner gnadenlos ab (naja ATI halt). Was denkst du wohl, was passiert wenn jemand Ubuntu installiert, weil es so gehypt wird, eine DVD anschauen will und sein Rechner abstürzt? Bevor Linux sich auf dem Desktop durchsetzt, muß erstmal alles, was der durchschnittliche Windows-User macht, auch unter Linux problemlos funktionieren. Tut es aber nicht. RedHat und Novell arbeiten daran, diese Dinge zu verbessern. Canonical nicht. Deshalb sind mir RedHat und Novell deutlich lieber als Canonical, auch wenn ich speziell bei Novell auch nicht alles gut finde.

                Das der Linux Desktop nicht am Ziel sein kann, das ist wohl absolut klar. Aber ich bin der festen Meinung das es noch schlimmer wäre ohne Ubuntu.

                Ich bin der festen Meinung daß Linux auf dem Desktop immer noch keine Chance hat, weil zu viele Dinge einfach immer noch nicht funktionieren oder nur mit viel rumgebastel funktionieren. Und das liegt nicht dran, daß es keine hübsche Oberfläche gibt, um irgendwas zu konfigurieren, sondern weil die Infrastruktur teilweise einfach noch nicht gut genug ist. Ein großes Problem ist immer noch Grafik. Kernel Mode Settings und DRI2 werden hier langfristig sicher Fortschritte bringen. Auch Btrfs könnte Linux auf dem Desktop noch ein ganzes Stück vorwärts bringen, wenn man nämlich ein dist-upfrade wirklich einfach rückgängig machen kann und sowas wie Timemachine wäre auch nicht schlecht. Aber das sind alles Entwicklungen an denen sich Canonical nicht beteiligt. Ein paar Usability-Verbesserungen für Gnome mögen nett sein, aber die lösen meiner Meinung nach nicht die Probleme die Linux als Desktop hat.

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              Von QBrick am Fr, 17. Juli 2009 um 17:50 #
              "Ich arbeite im Raumfahrtbereich [...]"

              Ich nutze Linux für ganz alltägliche Aufgaben, wie zum Beispiel Emails an meine Schnuckimaus verschicken, auf somethingawful.com rumsurfen oder schwule Coldplay-Songs anhören, und ich muß sagen, daß Ubuntu meine Linux-Nutzung der letzten zwei Jahre entscheidend mitgeprägt hat. Hätte auch eine andere Distro nutzen können, aber Ubuntu ließ sich am unproblematischsten auf meiner Kiste installieren.
              Dann ist da noch das Toshiba-Netbook für draußen - es trägt einen auffälligen "Ubuntu-Certified"-Sticker und ist mit eben diesem Ubuntu ausgeliefert worden. Ich habe gehört, da gibt es einen großen und bekannten Kistenschieber in den USA, der zahlreiche Systeme mit Ubuntu im Programm hat. Naja.
              Inzwischen bin ich zu einem kleinen Ubuntu-Ableger umgeschwenkt und noch zufriedener - auch daran hat Ubuntu einen Anteil (und das obwohl nicht mal "ubuntu im Namen auftaucht).
              Sämtliche Nörgeleien über einzelne Distros, wie über einzelne Projekte sind völlig fehl am Platze: Alles ist OSS, jeder hat Zugriff auf alles.
              Entschuldigt den dümmlich-naiven Tonfall.
              Soviel Überheblichkeit und Mißgunst, wie hier anzutreffen ist, macht mich betroffen.

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            Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 12:29 #
            Das der Linux Desktop wieder ein Thema ist, und nicht unter "Produkt aus der 3. Reihe" wie bei Red Hat und SuSE/Novell ist.
            Ist er ja gar nicht. Red Hat leistet mehr für den Desktop als Ubuntu, schau Dir mal bitte meine Aufzählung oben an.
            Fast immer Ubuntu was anfängt, ist es ein Ubuntu-only Ding: Wenn man Glück hat, kann man es unter Debian benutzen, aber portabel ist es nicht.

            Zumindest ich habe mein Vertrauen in diese beiden Firmen verloren als ihre Desktop-Distries (Fedora und OpenSuSE) entstanden, die nur noch als Spielplatz für ihre echten Ziele dient.
            Fedora und OpenSUSE sind keine Desktop-Distries, es sind Entwicklungsdistries. Für den Desktop gibt es den Red Hat Enterprise Desktop bzw. Suse Enterprise Desktop.
            Bei Canonical sind auch die LTS-Releases Spielplätze, die Gekniffenen sind dann die Unternehmenskunden, die eine solide, erprobte Plattform wollen. Die Trennung zwischen Entwicklugsdistribution und Enterprise ist immerhin ein funktionierendes Geschäftsmodell, mit den SUSE und Red Hat Geld machen - im Gegensatz zu Canonical.

            Canonical weiss zudem wie man Werbung macht.
            Zugegeben, das können sie. Aber wenn sie stattdessen mal mehr Geld für guten Code als für Marketing ausgeben würden, würden alle davon profitieren und nicht nur Ubuntu.

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              Von fuffy am Sa, 18. Juli 2009 um 20:11 #
              > Fedora und OpenSUSE sind keine Desktop-Distries, es sind Entwicklungsdistries. Für den Desktop gibt es den Red Hat Enterprise Desktop bzw. Suse Enterprise Desktop.

              Eben. Und wer einen Root-Server betreiben will, muss halt monatlich nochmal 30 Euro für das Betriebssystem ausgeben.

              > Die Trennung zwischen Entwicklugsdistribution und Enterprise ist immerhin ein funktionierendes Geschäftsmodell, mit den SUSE und Red Hat Geld machen - im Gegensatz zu Canonical.

              Was zur Folge hat, dass man als Privatnutzer mit Frickeleien und häufigen Upgrades leben muss. Es sei denn, man wechselt zur proprietären Konkurrenz. Da sind die Desktoplizenzen günstiger und OpenOffice.org gibts eh kostenlos.

              • 0
                Von Christoph am Mo, 20. Juli 2009 um 13:55 #
                Und wer einen Root-Server betreiben will, muss halt monatlich nochmal 30 Euro für das Betriebssystem ausgeben.
                Falsch: Wer Support haben will und ein bestimmtes Servicelevel garantiert haben möchte, muss dafür Geld bezahlen. Wer das nicht braucht, nimmt CentOS.

                Was zur Folge hat, dass man als Privatnutzer mit Frickeleien und häufigen Upgrades leben muss.
                Dir ist schon klar, dass man sein System so einstellen kann, dass nur Sicherheitsupdates, Bugfixes und Enhancements installiert werden? Und zwar vollautomatisch? Was für Frickeleinen? Auf keinen Fall mehr als bei Ubuntu.

                Das einzige was bleibt ist das häufigere Upgrade von Release zu Release. Aber einen Release zu pflegen und Backports zu machen benötigt halt eine Menge Manpower - und deshalb kostet es Geld. Und weil Canonical die nötige Manpower nicht hat, gibt es das nicht mal für die zahlenden LTS-Kunden.

                Es sei denn, man wechselt zur proprietären Konkurrenz. Da sind die Desktoplizenzen günstiger und OpenOffice.org gibts eh kostenlos.
                Nochmal: Die Lizenzen der proprietären Konkurrenz beinhalten aber auch keinen Supportvertrag. Du hast das Geschäftsmodell von SUSE oder Red Hat nicht begriffen: Die Verdienen am Service.
                Gibt es für die proprietäre Konkurrenz auch automatische Updates von OpenOffice?

            0
            Von Andre am Fr, 17. Juli 2009 um 12:42 #
            >>Sein wir ehrlich: Vor Ubuntu war das Thema Linux Desktop auf einem Tiefpunkt angekommen.

            Das liegt im an verschiedenen Dingen:
            * 1000 inkompatible Distros, alle mit irgentwelchen Problemen, keine die out-of-box gleich auf dem Desktop funktioniert...
            * Gnome war bis 2.20 imho zusehr eingeschraenkt
            * KDE2/3 war zwar funktional - aber wirklich grafisch ansprechend war es nicht.
            * Ueber lange Jahre viele kleinere und groessere Bugs in den Desktop-Envroiments (KDE2/3/Gnome).

            >>Canonical weiss zudem wie man Werbung macht.
            Ja das ist durchaus wichtig... Aber auch das Designen einer "schoenen" Distro mit der man gerne Arbeitet... im Prinzip kann man bei Firefox sehen wie mans richtig macht.

            Ich hoffe jetzt nur das KDE4 viele viele Jahre sich evolutionaer weiter entwickelt, ohne das in 3-4 Jahren wieder alles neu gemacht wird...

            Andre

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          Von frevler am Fr, 17. Juli 2009 um 11:56 #
          Die Frage an dieser Stelle sollte sein:

          Wenn du mit Canonical/Ubuntu nichts zu schaffen hast, was genau nehmen sie dir denn dann weg (ohne zurückzugeben und sowas)?

        0
        Von Linguisa am Fr, 17. Juli 2009 um 11:19 #
        Ich kann dieses Gejammer echt nicht mehr hören, das grenzt schon an dummes Getrolle.

        Dieser Gedanke kann einem nicht nur kommen, er drängt sich förmlich auf.

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        Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 12:16 #
        Sie geben der Community eine großartige Distribution und haben damit Linux auf dem Desktop ein ganzes Stück weiter gebracht.
        Wirklich? Was außer upstart oder oder notify-osd hat Ubuntu denn schon geschaffen? Wir machen mal einen einfachen Test und entfernen alle Ubuntu-Erfindungen aus einem aktuellen Fedora: upstart durch init-ng ersetzen und fertig. Und nun die Gegenprobe: Alle Fedora/Red Hat-Errungenschaften aus Ubuntu entfernen: cairo, pango, metacity, gnome-session, gnome-keyring, gnome-control-center, vte, gconf, dbus, evince, NetworkManager, PulseAudio, PolicyKit, system-config-printer, AIGLX, ext3, u.v.a.m. nur auf dem Desktop, von Dingen wie Kernel und X.org will ich hier gar nicht reden. Da bleibt wohl kaum ein funktionierendes System übrig.

        Ausserdem sind sie die einzige (mir bekannte) Enterprise-Distri (langer Support!), die es vollkommen kostenlos gibt.
        Nein, CentOS gibt es auch für lau, Whitebox ebenfalls, Scientific Linux auch. Und bietet der Support von Ubuntu denn? Neue Hardware-Unterstützung? Nein. Sicherheitsupdates: Nur für das "main" Repo, nicht für multiverse oder universe. Solange aber essentielle Pakete wie console-data oder mc in universe sind, bringt das wenig.

        Ich kann dieses Gejammer echt nicht mehr hören, das grenzt schon an dummes Getrolle.
        Dieses "Getrolle" kommt aber von fast allen Seiten, sei es nun Debian, SUSE, Red Hat, u.v.a.m. Selbst wenn Leute wie Greg Kroah-Hartman mit Zahlen belegen, wird es von Seiten Ubuntus und seiner Anhänger immer nur als Getrolle und Neid abgetan. Damit machen sie es sich zu einfach.

        • 0
          Von Linguisa am Fr, 17. Juli 2009 um 13:00 #
          Selbst wenn Leute wie Greg Kroah-Hartman mit Zahlen belegen,[...]

          Wer diese billigen Zahlenbelege nicht durchschaut, kann einem echt Leid tun. Aber vielleicht will man sie ja auch gar nicht durchschauen.

          • 0
            Von Joachim Saamdar am Fr, 17. Juli 2009 um 15:21 #
            Meinst du damit, der hat das nur gesagt, weil er nicht für Canonical arbeitet und seine Firma in ein etwas besseres Licht rücken wollte?
            0
            Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 15:27 #
            Wer diese billigen Zahlenbelege nicht durchschaut, kann einem echt Leid tun. Aber vielleicht will man sie ja auch gar nicht durchschauen.

            Greg Kroah-Hartman hat die Anzahl der Commits pro Firma / Distri zu verschiedenen Projekten wie dem Linux-Kernel, X und gcc genannt. Selbst wenn man die Zahlen durch die Anzahl der Mitarbeiter teilt ist Canonical noch immer recht weit hinten. Wie man diese Zahlen nun bewertet sei jedem freigestellt, aber wenn mir der Open-Source Gedanke gleichgültig ist, dann kann ich auch gleich MacOS verwenden.

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      Von argus am Fr, 17. Juli 2009 um 10:31 #
      Der soll halt nicht an einem GPL-Projekt mitarbeiten, wenn ihn das stört.
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      Von neversfelde am Fr, 17. Juli 2009 um 10:57 #
      Himmel! Auf diesen Link habe ich gewartet...

      Hast du dir mal überlegt, dass der gute Mann möglicherweise nicht die Objektivität in Person ist? Es ist ziemlich schach sich auf eine Quelle zu stützen, die zudem noch Bezug zu einem direkten Konkurrenten von Canonical hat.

      • 0
        Von Linguisa am Fr, 17. Juli 2009 um 11:13 #
        Wer sich ein bisschen ernsthaft mit diesen "Ubuntu ist ein Parasit"-Vorwürfen beschäftigt, wird sie als billige Stimmungsmache erkennen. Wer sie danach immer noch für bare Münze nimmt und weiter verbreitet, ist entweder ein - pardon - Idiot, oder hat andere Gründe für sein Verhalten, z. Bsp. ideologisch-religös angehauchte oder, wie Kroah-Hartman, ganz einfach kommerzielle, bei denen der Konkurrent mit unsauberen Mitteln diffamiert werden soll.
        • 0
          Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 14:19 #
          @Lingusia:
          Kroah hat Zahlen vorgelegt, ich habe viele Beispiele genannt. Es steht Dir frei, Kroah-Hartman oder mich mit Tatsachen zu wiederlegen, aber bitte hör mit Deinen Vorwürfen nach dem Motto "absolut lächerlich", "billige Stimmungsmache" oder "Konkurrent mit unsauberen Mitteln diffamieren" auf. Wenn es nur kommerzielle Motive wären, warum kommt die Kritik dann auch von Debian - die haben doch keine kommerziellen Interessen.

          Also nochmal: Bring bitte handfeste Tatsachen statt Vorwürfen. TIA!

          • 0
            Von Feuerfrei am Fr, 17. Juli 2009 um 14:40 #
            Ja er hat Zahlen vorgelegt, die aber derart schwach waren (z.B. wurden Patches nicht gezählt, die nicht von einer canoncal Emailadresse kamen, obwohl canoncal den Entwickler zu der Zeit längst angetsellt hat) dass es einfach nur peinlich ist, die irgendwo anzuführen. Es sei denn das Thema ist polemisches aufwiegeln freier Softwaregemeinschaften gegeneinenader um sie insgesamt zu schwächen.
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              Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 15:30 #
              z.B. wurden Patches nicht gezählt, die nicht von einer canoncal Emailadresse kamen, obwohl canoncal den Entwickler zu der Zeit längst angetsellt hat
              Dazu hatte ich ja schon was geschrieben: Warum sieht man dann deutlich mehr Beiträge Debian oder Gentoo, obwohl bei diesen freien Projekten längst nicht jeder eine debian.org oder gentoo.org Adresse hat?

              Außerdem hatte Kroah-Hartman von Anfang an auf dieses Problem hingwiesen und gesagt, dass seine Zahlen deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Damit dürfte der Kritikpunkt dann ausgeräumt sein. Sonst noch irgendwas an seinem Vorgehen auszusetzen?

        0
        Von Michael am Fr, 17. Juli 2009 um 11:23 #
        Was genau ist an der Anzahl der Kernel Patches / X Patches / gcc Patches pro Firma / Distribution nicht objektiv? Kannst du bitte belegen, was daran nicht objektiv ist oder behauptest du das nur, ohne irgendein Argument zu haben.
        • 0
          Von Linguisa am Fr, 17. Juli 2009 um 11:27 #
          Die Niederlande zahlen viel weniger in die EU ein als Frankreich! Die Niederländer sind also Schmarotzer. Na, fällt dir was auf?

          Ganz zu schweigen davon, dass Kroah-Hartman mal eben einen Hauptätigkeitsbereich von Canonical ausgeklammert hat, weil er "irhendwie eine Grenze ziehen musste".

          Absolut lächerlich.

          • 0
            Von Joachim Saamdar am Fr, 17. Juli 2009 um 15:23 #
            Das liegt vielleicht daran, dass Frankreich sehr viel größer ist. Daher kannst du das gar nicht vergleichen. Dass die Niederländer Schmarotzer seien, ist somit schon sehr weit hergeholt.
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              Von Linguisa am Fr, 17. Juli 2009 um 16:56 #
              Ja, nicht wahr?
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                Von Flöte am Sa, 18. Juli 2009 um 10:47 #
                > Ja, nicht wahr?

                Aus was Falschen kann wie in der Logik alles gefolgert werden. Dann ist ein "Ja, nicht wahr?" nicht der Beweis für die Wahrheit.

                • 0
                  Von spare am Sa, 18. Juli 2009 um 11:31 #
                  Ich glaub du verstehst ihn nicht. Das sollte ein beispiel sein für die falsche lesart der anderen zahlen.
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                    Von Flöte am So, 19. Juli 2009 um 13:26 #
                    Ich glaube du verstehst meine Aussage nicht. Nur weil ein Zusammenhang scheinbar richtig auf grund der Größe ist, heißt das noch lange nicht, dass dies jeder andere (mit selber Beziehung: größer) auch ist. Und deswegen beweist ein schön gesagtes "Ja, nicht wahr?" überhaupt nichts, auch wenn der Autor es gerne so hätte.
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            Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 15:35 #
            Die Niederlande zahlen viel weniger in die EU ein als Frankreich! Die Niederländer sind also Schmarotzer. Na, fällt dir was auf?
            Die Niederländer sind mit Sicherheit keine Schmarotzer, da sie bezogen auf ihr Bruttoinlandsprodukt mehr zahlen als jedes andere Land in der EU. Canonical auf der anderen Seite hat längst nicht so einen geringen Umsatz wie sie es gemessen an ihren wenigen Beiträgen haben müssten.

            Ganz zu schweigen davon, dass Kroah-Hartman mal eben einen Hauptätigkeitsbereich von Canonical ausgeklammert hat, weil er "irhendwie eine Grenze ziehen musste".
            Wenn der Desktop ein Haupttätigkeitsbereicht von Canonical ist, warum werden sie selbst in ihrer Paradedistziplin von anderen haushoch geschlagen?

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              Von Linguisa am Fr, 17. Juli 2009 um 17:13 #
              Die Niederländer sind mit Sicherheit keine Schmarotzer, da sie bezogen auf ihr Bruttoinlandsprodukt mehr zahlen als jedes andere Land in der EU.

              Aha, und wie sieht es bezogen auf die Fläche aus? Oder bezogen auf die Bevölkerungszahl? Oder bezogen auf was auch immer? Mit Zahlen ist das eben so eine Sache. Mit ein bisschen Kreativität kann doch jeder mit denselben Zahlen praktisch alles belegen, was er will, das weißt du doch ganz genau. Und der Ansatz von Kroah-Hartman war nun mal ein besonders plumper Versuch, eine junge Firma, die wesentlich kleiner ist und noch rote Zahlen schreibt mit Branchenschwergewichten in einen Topf zu werfen und so zu diskreditieren. Das ganze mit der Logik, dass z. Bsp. Projekte wie KDE, GNOME oder GIMP ja nichts zur Linuxwelt beitragen - was für ein Schwachsinn! Deine Zahlen sind jedenfalls auch nicht mehr Wert als die von Kroah-Hartman oder sonst wem. Es geht hier um etwas Grundsätzliches: Canonical hat das gemacht, was die GPL ihnen erlaubt und ist damit erfolgreich, sowas wird eben nicht so leicht verziehen.

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                Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 20:04 #
                Aha, und wie sieht es bezogen auf die Fläche aus? Oder bezogen auf die Bevölkerungszahl?
                Du selbst hattest vom Geld gesprochen. Was haben Fläche oder Bevölkerungszahl mit

                Und der Ansatz von Kroah-Hartman war nun mal ein besonders plumper Versuch, eine junge Firma, die wesentlich kleiner ist und noch rote Zahlen schreibt mit Branchenschwergewichten in einen Topf zu werfen und so zu diskreditieren.
                Ich hatte Dich gebeten, sachlich zu argumentieren und nicht mit "plumper Versuch" oder "diskreditieren". Nenn doch mal ein paar Fakten, tolle Errungenschaften von Ubuntu z. B., die allen zu gute kommen und Linux als Ganzes wirklich voran bringen.

                Du meinst also, man könne Canonical nicht mit ein Branchenschwergewicht vergleichen. Ein 1:1 Vergleich ist sicherlich ungerecht, aber auch wenn man die Zahlen auf Patches pro Mitarbeiter oder USD Umsatz umrechnet, bleibt es peinlich für Canonical. Und dass Ubuntu rote Zahlen schreibt kann keine Rechtfertigung sein, denn das ist einzig und alleine ihrem nicht funktionierenden Geschäftsmodell zuzuschreiben.
                Wenn es wirklich was mit den Finanzen zu tun hätte, warum sind dann Projekte wie Debian oder Gentoo weit vor Canonical? Die haben noch weniger Geld.

                Und nochmal was zu dem Einwand mit den Email-Adressen: Warum soll der nur Canonical-Mitarbeiter treffen? Ich kenne genügend Red Hat Entwickler, die Patches unter einer fedoraproject.org Adresse veröffentlichen, also von Kroah-Hartman auch nicht mitgezählt wurden.

                Das ganze mit der Logik, dass z. Bsp. Projekte wie KDE, GNOME oder GIMP ja nichts zur Linuxwelt beitragen - was für ein Schwachsinn!
                Naja, immerhin sind diese Projekte nicht Linux-spezifisch, da hat Kroah-Hartman schon recht. Ich sehe das anders, also beziehen wir mal den Desktop mit ein. Ich hatte ja schon einiges aufgezählt, was Red Hat im Desktop-Bereich geleistet hat. Wo bleibt Deine Aufzählung mit den Canonical-Verdiensten? Na los, ist doch Ubuntus Paradedisziplin, kann doch nicht so schwer sein.

                Deine Zahlen sind jedenfalls auch nicht mehr Wert als die von Kroah-Hartman oder sonst wem.
                Wo habe ich Zahlen genannt?

                Canonical hat das gemacht, was die GPL ihnen erlaubt und ist damit erfolgreich, sowas wird eben nicht so leicht verziehen.
                An wie vielen FOSS-Projekten hast du schon mitgearbeitet? Wenn Du schon mal was gemacht hast, solltest Du wissen, dass es nicht darum geht, was erlaubt ist, sondern um Kooperation der Projekte untereinander. Leider stellt sich Ubuntu dabei so ungeschickt und kaltschnäuzig an, wie keine andere Distribution. Schau Dir mal die Release Notes von 8.04.3 an, sind ja oben verlinkt. Wie viele der aufgezählten Bugfixes kamen von Upstream und wie viele von Ubuntu? Und von denen, die von Ubuntu kamen, wie viele wurden da an die Upstream-Entwickler wieder zurückgegeben? Dämmerts?

                • 0
                  Von fuffy am Sa, 18. Juli 2009 um 20:51 #
                  > Ein 1:1 Vergleich ist sicherlich ungerecht, aber auch wenn man die Zahlen auf Patches pro Mitarbeiter oder USD Umsatz umrechnet, bleibt es peinlich für Canonical.

                  Wie wäre es mit Patches pro USD Gewinn? ;)

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                    Von Christoph am So, 19. Juli 2009 um 01:32 #
                    Wie wäre es mit Patches pro USD Gewinn?;)
                    Dazu hatte ich doch im nächsten Satz schon was geschrieben, warum liest Du nicht einfach weiter? Dass Canonical kein Gewinn abwirft, liegt an ihrem Geschäftsmodell. Ich bin der Überzeugung, dass sie schon längst gewinne einfahren könnten, wenn sie sich vernünftig anstellen würden. Das sie es nicht tun kann man wohl kaum den anderen Distributionen vorwerfen - und deshalb ist das bei einem Vergleich auch irrelevant.
          0
          Von LH am Fr, 17. Juli 2009 um 12:07 #
          Die Diskussion ist nicht objektiv das

          1. Nicht jeder als Firmenmitarbeiter oder bezahlter Mitarbeiter zu erkennen ist
          2. Die Linuxwelt nicht auf Kernel X und GCC besteht
          3. Die Zahlen teilweise sehr diskutabel waren die so rumschwirten.

          • 0
            Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 14:29 #
            Die Diskussion ist nicht objektiv das

            1. Nicht jeder als Firmenmitarbeiter oder bezahlter Mitarbeiter zu erkennen ist


            Wieso das denn nicht? Die Leute nutzen i. d. R. ihre Canonical Adressen. Oder anders gefragt: Warum sieht man deutlich mehr Debian oder Gentoo Contributors, obwohl bei diesen freien Projekten längst nicht jeder eine debian.org oder gentoo.org Adresse hat?

            2. Die Linuxwelt nicht auf Kernel X und GCC besteht
            Du kannst es auch auf grafischen Programme ausweiten, wenn es Dir gefällt, das Verhältnis ändert sich nur unwesentlich. Schau Dir nur mal meine Aufzählung von Gnome-Geschichten an.

            3. Die Zahlen teilweise sehr diskutabel waren die so rumschwirten.
            Warum waren die Zahlen diskutabel? Einfach nur sagen, sie wären fragwürdig hat in etwa so viel Gehalt, wie es einfach als Neid oder Getrolle abzutun.

        0
        Von frevler am Fr, 17. Juli 2009 um 12:02 #
        Schon die Passage mit den Debian-Beiträgen zum Kernel ist ein Genuss. Kann es nicht genau sagen, schätzt aber mal 238.
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        Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 14:09 #
        Hast du dir mal überlegt, dass der gute Mann möglicherweise nicht die Objektivität in Person ist? Es ist ziemlich schach sich auf eine Quelle zu stützen, die zudem noch Bezug zu einem direkten Konkurrenten von Canonical hat.
        Wenn eine Quelle sachlich fundiert ist, ist es egal, von wem sie kommt. Und das mit dem direkten Konkurrenten stimmt nicht. Ubuntu LTS ist aufgrund seines Geschäftsmodells keine (ernstzunehmende) Konkurrenz für SLES oder RHEL.
        • 0
          Von Affenkopp am Fr, 17. Juli 2009 um 16:10 #
          »Wenn eine Quelle sachlich fundiert ist, ist es egal, von wem sie kommt.«

          DAS tut schon weh… Aua.

          • 0
            Von Christoph am Fr, 17. Juli 2009 um 20:10 #
            DAS tut schon weh… Aua.
            Wieso das? Wenn eine Quelle sich sachlich belegen lässt, ist es völlig egal von wem sie stammt, die Fakten ändern sich nicht.

            Anstatt also zu sagen, dass es weh tue, solltest Du bitte sagen, was an dieser Aussage falsch ist. Besser noch Du wiederlegst Kroah-Hartman oder mich mit noch stichhaltigeren Zahlen. Danke!

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              Von Idiotenpfleger am Fr, 17. Juli 2009 um 21:53 #
              also, @alle, die immer wieder "Ubuntu ist ein Parasit" brüllen:

              ihr beschwert euch also im Endeffekt darüber, dass in Ubuntu Programme und Anwendungen zu finden sind, die auch in anderen Distries vorher vorhanden waren und die von anderen (also nicht Ubuntu) entwickelt wurden.

              Nun ein kleines Gedankenspiel:
              was wäre denn, wenn Ubuntu sich politisch korrekt verhalten hätte und

              - ein eigenes Dateisystem
              - ein eigenes Paketformat
              - einen eigenen Packagemanager
              - ein eigenes E-mail Programm
              - einen eigenen Browser
              - eigene Textverarbeitung
              ...

              alles selbst gebastelt hätte. Denn das ist es ja, was der Mob verlangt: "hängt die Ubuntu's!! Hängt sie höher! Die haben das E-mail Programm von Novell benutzt!"

              Tja, dann würde der selbe Mob rumbrüllen:
              "Die Ubuntu's, diese Idioten! Die denken wohl, die sind was besseres! Machen einfach ihren eigenen Kram, wo wir doch so geiles Zeug haben... " und jeder von denen, die sich jetzt darüber beschweren, dass Ubuntu freie Software auch benutzt, wie jeder andere, würde abkotzen, dass "U-Mail" mehr User hat, als Evolution.
              Und dass zwischen Ubuntu und dem Rest nix kompatibel ist...

              Und nochmal was zu "ja, in Distri xy haben sie das und das entwickelt, und die Ubuntu benutzen es nur... und haben es nicht selbst entwickelt"
              häh?
              Soll der Shuttleworth durch die "About"-Listen gehen und jeden Entwickler anrufen "ey, Alter, Dein Job ist beendet. Wir wollen Dein Programm nutzen und müssen es deshalb selbst weiter entwickeln, weil wir sonst vom Mob eine auf den Sack kriegen".

              manchmal denke ich, dass ziemlich viele im Linux-Universum ein gewaltiges Rad abhaben.

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                Von Christoph am Sa, 18. Juli 2009 um 01:48 #
                ihr beschwert euch also im Endeffekt darüber, dass in Ubuntu Programme und Anwendungen zu finden sind, die auch in anderen Distries vorher vorhanden waren und die von anderen (also nicht Ubuntu) entwickelt wurden.
                Nein. Du hast offensichtlich das Problem nicht verstanden. Wir beklagen uns darüber, wie die Zusammenarbeit mit Canonical aussieht bzw. dass man de facto nicht von einer Zusammenarbeit sprechen kann, weil sie meist nur in eine Richtung läuft.

                Welche Distri hat schon einen eigenen Browser, Email-Client oder eine eigene Textverarbeitung? Keine, und es macht auch niemand jemand einen Vorwurf daraus. Red Hat macht auch niemandem einen Vorwurf, wenn er rpm als Paketformat nutzt, SUSE/Novell niemandem dafür, dass er Evolution nutzt. An Evolution führt sowieso kein Weg vorbei, so eng wie es mit Gnome verwoben ist.

                Red Hat hat Mozilla nicht geschrieben, aber bei Red Hat arbeiten Leute an Mozilla. Ihre Arbeit fließt direkt an mozilla.org zurück. Gibt es was ähnliches bei Canonical?

                Mal ein Beispiel, hoffentlich verstehst Du es dann: Der Autor von gnome-power-manager sitzt bei Red Hat. Damit der power-manager funktioniert, muss er die Besonderheiten (Quirks) eines Laptops kennen. Diese werden in einer Tabelle gesammelt, dem Quirks Table. Das ist eine Heidenarbeit, da niemand alle Laptops kennen kann. Als Entwickler ist man ist also auf die Hilfe der User und der Distributionen angewiesen.
                Jetzt passiert es aber immer wieder, dass Leute sich bei Red Hat beklagen, dass der power-manager in Fedora oder RHEL mit diesem oder jenem Laptop nicht richtig funktioniert, manchmal mit dem Zusatz: "Unter Ubuntu geht das aber". In Ubuntu hatte einer schon das gleiche Problem und sein Laptop wurde in den Quirks Table aufgenommen. Nur hat der zuständige Maintainer bei Ubuntu es versäumt, den Patch an den Autoren des Programms zu schicken. Das ist aber seine Aufgabe, das ist offene Zusammenarbeit, das ist quasi der Preis, den Ubuntu für die Verwendung von gnome-power-manager zu zahlen hat.

                Was kollaboratives Bugtracking anbelangt ist Launchpad ein wirklich gutes Tool. Man kann Referenzen zu anderen Bugtrackern herstellen und den Status der Bugs dort überwachen lassen. Warum kriegen es dann trotzdem viele Ubuntu-Maintainer nicht gebacken, ihre Änderungen wieder an die Entwickler zurückzugeben?

                Gleiches gilt für die Übersetzungen: Rosetta ist eigentlich ein gutes Tool und weil es so einfach ist, übersetzen eine Menge Leute damit. Nur leider kommen diese Übersetzungen nicht bei Upstream und damit auch bei anderen Distributionen an. Es hat schon eine Menge Leute gegeben, die das verbessern wollten, es gibt 2 oder 3 verschiedene Brainstorms dazu, aber bisher haben es alle Leute entnervt aufgegeben, weil ihre Vorschläge von den Launchpad-Entwicklern nicht umgesetzt wurden. Offenbar misst man dem Thema bei Canonical keine Bedeutung zu. Das ist auch der Grund, warum der Koordinator der dt. Gnome-Übersetzung Ubuntu verlassen hat und jetzt bei einer anderen Distribution arbeitet.

                Soll der Shuttleworth durch die "About"-Listen gehen und jeden Entwickler anrufen "ey, Alter, Dein Job ist beendet. Wir wollen Dein Programm nutzen und müssen es deshalb selbst weiter entwickeln, weil wir sonst vom Mob eine auf den Sack kriegen".
                Nein, Shuttleworth sollte sagen: "Tolles Programm was Du da hast. Wir würden es gerne nutzen und möchten dich deshalb unterstützen. Hier ist ein Patch, der Dein Programm noch besser macht." SO funktioniert Open Source!

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                  Von Idiotenpfleger am Sa, 18. Juli 2009 um 15:05 #
                  okay, das liest sich ja wenigstens mal ordentlich und beinhaltet nicht nur dummes Geschrei.

                  Ich habe open source und GPL usw. immer so verstanden:
                  jemand entwickelt ein Programm, z.B. den Gnome Power Manager. Er stellt das programm unter die GPL. Das heißt, jeder kann es nutzen und auch den Quellcode lesen. Einzige Bedingung: wenn er was für sich daran ändert, muss er das Endergebnis auch unter der GPL zur Verfügung stellen.
                  Das heißt also:
                  Ein Ubuntu-Maintainer nimmt den Gnome Power Manager und ändert da was dran. Und dann frickelt er das in die Distri "Ubuntu", die unter der GPL lizensiert ist. Das bedeutet, dass das Endergebnis der Änderungen am Gnome Power Manager allen zugänglich ist.

                  Habe ich das falsch verstanden?
                  Ist es vielleicht wie folgt eher richtig?
                  Der Ubuntu-Maintainer nimmt den Gnome Power Manager, ändert da was dran, baut es ins Ubuntu ein und dann geht er los und versucht, seine Änderungen dem Herrn xy aus irgendwo zu präsentieren und ihm noch dreimal Zucker um den Mund zu schmieren, damit der Original-Entwickler die Änderung dann für sich auch aufnimmt.
                  Und das, obwohl der Original-Entwickler ohne weiteres auch so Zugriff auf die Änderung hätte, weil ja das Endprodukt (Gnome Power Manager mit Ubuntu-Änderung) auch frei verfügbar ist... der Ubuntu-Maintainer ist also 1 Woche mit der technischen Änderung beschäftigt und vielleicht 4 Wochen damit, die Original-Entwickler zu erreichen, einen Termin zu bekommen, an dem er denen sein Endergebnis präsentieren kann... usw. und vielleicht interessiert es auch keinen, was der Ubuntu-Mensch da gemacht hat...

                  ???

                  Richtig? Klingt für mich eher komisch. So umständlich und a la "ich bin der King, weil ich da mal was entwickelt habe und alle die was ändern, müssen zu mir kommen" arbeiten ja nicht mal proprietäre Firmen.

                  Bzgl: ""Tolles Programm was Du da hast. Wir würden es gerne nutzen und möchten dich deshalb unterstützen. Hier ist ein Patch, der Dein Programm noch besser macht." SO funktioniert Open Source!""

                  und wenn das Programm keinen Patch benötigt, es also (mal angenommen) 100% tip top in Ordnung ist, oder Shuttleworth es gern so übernehmen würde, wie es ist?
                  MUSS dann auf Biegen und Brechen ein Patch, eine Änderung etc. gemacht werden, die dann natürlich der Shuttleworth in Demut-Haltung dem Original-Entwickler zukommen lassen muss, weil der Original-Entwickler es nicht nötig hat, sich das dann einfach zu nehmen?

                  Warum ist das eigentlich bei Ubuntu so? Dass Ubuntu sich die Sachen nehmen muss und nicht präsentiert bekommt, während die Änderungen von Ubuntu den anderen Distri's, Firmen und Entwicklern immer auf dem Präsentierteller dargereicht werden müssen?

                  Unter vernünftiger Zusammenarbeit verstehe ich: "das Zeug ist da, nimm es dir wenn du es haben willst oder brauchen kannst" und nicht: "also ich will dieses und jenes haben - machen sie mal ne Präsentation, mal sehen ob ich das dann nehme... also wenn ich keine Präsentation kriege, nehme ich es mir auch nicht einfach... aber ich mache mal deswegen ein Fass auf"

                  Was ist dann eigentlich mit dem ganzen Upstart und den Sachen in Gnome? Lässt Ubuntu da auch niemanden ran?

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                    Von norbo am Sa, 18. Juli 2009 um 18:49 #
                    Die Sache ist doch eigentlich ganz einfach. Was Ubuntu tut, ist rechtlich gesehen kein Problem, es widerspricht aber den allgemein üblichen Gepflogenheiten in der OSS-Szene. Der Entwickler des Programms XYZ kann ja nicht jedes Binärpaket aller Distributionen auf Änderungen überprüfen. Wenn also eine Distribution an XYZ etwas ändert, die Patches aber nicht an Upstream weitergibt, sind die Änderungen für den Entwickler nicht existent. Die Ubuntu-Version entspricht somit einem Fork der Originalversion. Das hilft Ubuntu, sich von der Konkurrenz abzusetzen, aber sonst niemandem. Deshalb wird es ausserhalb der glücklichen Ubuntu-Familie nicht gerne gesehen.
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                      Von Idiotenpfleger am Sa, 18. Juli 2009 um 20:34 #
                      Ich meine, ich bin zwar kein Softwareentwickler, aber wenn ich von meinem Job auf die Softwareentwicklung schließe ist es so, dass man "Zeichnung" (in meinem Job sozusagen der Quellcode) mit "Quellcode" übersetzen kann.
                      Wenn jemand ein Teil, das ich entwickelt habe, nimmt und was daran für seine Zwecke ändert, und mir dann die Zeichnung gibt, muss ich sie mir auch erstmal ausdrucken, aus der Datenbank holen und sie ansehen ob das, was der Kollege da gemacht hat, auch für mich von Nutzen ist. Ich würde niemals eine Zeichnung unbesehen nehmen und danach Teile fertigen (= kompilieren auf "software-isch").

                      Genau so ist es doch auch in Sachen Software: der Entwickler muss doch sowieso die Änderungen ansehen, ob es überhaupt einen Sinn für ihn ergibt, oder ob der Patch evtl. sogar noch ne Sicherheitslücke macht.

                      Also muss der Upstream-Entwickler sich eh immer um die Änderungen von Distri xyz kümmern. ER muss sich kümmern.

                      Außerdem: es gibt auch Distri's (Mint, Gnewsense, Crunchbang... etc), die auf Ubuntu basieren. Wenn Ubuntu nichts weitergibt: wie können diese Distris dann existieren? Und: warum werden die nicht kritisiert? Oder machen die genug Kernel und anderweitige Entwicklung? Dann könnte man ja sagen, dass Ubuntu auf den o.g. auch mit basiert - und nicht umgekehrt...?

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                        Von norbo am Sa, 18. Juli 2009 um 21:19 #
                        Wenn jemand ein Teil, das ich entwickelt habe, nimmt und was daran für seine Zwecke ändert, und mir dann die Zeichnung gibt, muss ich sie mir auch erstmal ausdrucken,

                        Siehst du, genau darum geht es. Normalerweise werden Patches mit einer Beschreibung an den Entwickler gesandt. Dieser entscheidet, ob der Patch akzeptiert wird. Insofern hast du Recht. Aber genau das tut Ubuntu ja nicht. Stell dir vor, jede Distribution würde etwas am Quellcode rumpatchen, was das Programm verbessert und eigentlich in die Originalversion gehört. Dann müsste der Entwickler die Source-Pakete jeder Distribution analysieren, herausfinden was verändert wurde, und was die Änderung genau bewirkt. Und das nicht nur von Ubuntu, sondern auch von Mandriva, Fedora, OpenSuse, Debian, Slackware, Arch, Gentoo, und die 100en von Ein-Mann-Distris. Das ist schlicht nicht realisierbar. Deshalb schrieb ich, dass eine Änderung, die dem Upstream-Entwickler nicht als Patch mit Beschreibung mitgeteilt wird, für diesen nicht existiert.

                        Mir ist die ganze Sache übrigens ziemlich egal. Ich rechne sowieso damit, dass sich die grossen Distributionen (RedHat, Novell, Ubuntu) irgendwann mit allen Mitteln bekriegen, sobald sich mit Linux so richtig Kohle scheffeln lässt. Und was glaubst du wohl, was mit Ubuntu passiert, wenn RedHat und Novell ihre Beiträge plötzlich nicht mehr Upstream, sondern nur noch in ihre Distributionen einbringen um sich einen Vorteil zu sichern? Dann sind Ubuntu plötzlich diejenigen, die Source-Pakete von Kernel, X11, Gnome, KDE etc. nach Änderungen durchforsten müssen und den "wirklich grossen" jeweils um mindestens einen Entwicklungszyklus hinterher hinken. Ob sie das überhaupt überleben würden? Oder hofft man weiterhin auf Debian?

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                          Von Idiotenpfleger am Sa, 18. Juli 2009 um 22:05 #
                          "und mir dann die Zeichnung gibt" heißt in meiner Welt "die Zeichnung zur Verfügung stellt", weil Zeichnungen immer in einer Datenbank abgelegt werden. Genau so wie Software...

                          Ich kann mir sowieso nicht vorstellen, wie man als Entwickler all diese Änderungen analysieren soll. Um nochmal auf das Beispiel mit der Zeichnung zurück zu kommen: Wenn mir einer, der was geändert hat, sagen würde "also ich habe da mal den Winkel 123 um xy mm in z verschoben und das Loch abc um 0,2mm größer gemacht" - auch dann würde ich mir die Zeichnung ansehen.
                          Das was der Typ gesagt hat, ist die Beschreibung zum Patch.

                          Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Entwickler einfach nur die Beschreibung liest und sich das nicht im Kontext der Original-Entwicklung ansieht, welche Auswirkungen das hat.
                          Das wäre ja dann genau so wie bei Microsoft, wo es das Gerücht gibt, dass es im Quellcode von Win XP Stellen gibt wo als Kommentar davor steht: "nicht entfernen! wir wissen zwar nicht was es bewirkt aber ohne diese Zeile wird das System unbenutzbar"

                          Ich dachte immer, dass der Entwickler sich das jeweilige Endergebnis ansieht und dann entscheidet, ob das okay für ihn ist.

                          ... wieder was dazu gelernt.

                          Apropos Red Hat und Novell: was ist denn mit denen? Die sind Konkurrenten... und beliefern die sich schön einträchtig mit dem, was Ubuntu nicht tut?

                          Und wenn es so kommt, wie Du voraussagst, ist doch alles in Butter. Dann schaufelt sich Ubuntu eben sein eigenes Grab (wenn es denn so sein sollte, dass da nichts zurückkommt). Warum regt sich dann jeder immer wieder darüber auf, anstatt sich einfach ruhig ins Fäustchen zu lachen und abzuwarten? Vielleicht weil es doch nur eine Mär ist und vielleicht in ein paar Fällen zutrifft aber im Großen und Ganzen eben doch nicht?
                          Oder: wenn es generell so ist, dass überhaupt nichts von Ubuntu zurückkommt: warum gibt es dann keine Diskussion unter den Bossen? Warum tritt dann nicht der Boss von Red Hat (die ja laut einigen Beiträgen hier am meisten leisten und dementsprechend am meisten von Ubuntu ausgenutzt werden) an den Shuttleworth heran und sagt: "hör mal zu Junge, wenn du nichts leistest und nur absahnst, kriegste mal ne Rechnung bzw. sprechen wir uns mal vor der Linux Foundation/ Free Software Foundation"??

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                            Von Christoph am So, 19. Juli 2009 um 02:11 #
                            "und mir dann die Zeichnung gibt" heißt in meiner Welt "die Zeichnung zur Verfügung stellt", weil Zeichnungen immer in einer Datenbank abgelegt werden. Genau so wie Software...
                            Und nun stell Dir das ganze mal in der freien Softwareentwicklung vor, wo es nicht nur eine Datenbank gibt, sondern viele, weil jede Distribution ihre eigene hat. Wie willst Du da Deine Zeichnungen wiederfinden, wenn Du unter Umständen nicht mal weißt, dass diese oder jene Datenbank existiert? Dämmerts?

                            Ich kann mir sowieso nicht vorstellen, wie man als Entwickler all diese Änderungen analysieren soll. Um nochmal auf das Beispiel mit der Zeichnung zurück zu kommen: Wenn mir einer, der was geändert hat, sagen würde "also ich habe da mal den Winkel 123 um xy mm in z verschoben und das Loch abc um 0,2mm größer gemacht" - auch dann würde ich mir die Zeichnung ansehen.
                            So langsam begreifst Du es ja: Es reicht also nicht aus, die Änderungen irgendwie mehr oder weniger versteckt zugänglich zu machen, sondern man braucht eine Erklärung, was dieser Patch eigentlich soll. Genau das passiert auf den Mailinglisten oder in den Bugtrackern. Man schreibt eine Mail: "Wir hatten bei uns in Distribution XY dieses Problem, und das habe ich so gelöst. Schau Dir das bitte mal an."

                            Apropos Red Hat und Novell: was ist denn mit denen? Die sind Konkurrenten... und beliefern die sich schön einträchtig mit dem, was Ubuntu nicht tut?
                            Ja, das tun sie. Ein Beispiel: Es wird manchmal behauptet, Ubuntu habe die beste Druckerunterstützung. Sie nutzen aber nur system-config-printer von Red Hat und haben ein paar unfreie Treiber hinzugefügt. Keine Leistung. In der neusten Version von system-config-printer finden sich nun auch Teile, die von Novell entwickelt wurden, also können beide doch ganz gut miteinander, obwohl sie Konkurrenten sind.

                            Warum tritt dann nicht der Boss von Red Hat (die ja laut einigen Beiträgen hier am meisten leisten und dementsprechend am meisten von Ubuntu ausgenutzt werden) an den Shuttleworth heran und sagt: "hör mal zu Junge, wenn du nichts leistest und nur absahnst, kriegste mal ne Rechnung bzw. sprechen wir uns mal vor der Linux Foundation/ Free Software Foundation"??
                            Weil es dafür keine rechtliche Grundlage gibt und weil es wenig Sinn macht, etwas rechtlich einzufordern, was einem schon der gesunde Menschenverstand sagt.

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                              Von Idiotenpfleger am So, 19. Juli 2009 um 08:27 #
                              okay, jede Distri hat also ihre eigene Datenbank. Wie ist das denn dann mit (ich bleibe mal bei den zwei großen) Red Hat und Novell? Haben die auch ihre eigene Datenbank?

                              Suchen die für jedes Schnippselchen Software, das sie in ihre Distri bauen, heraus, wie der Entwickler es gern hätte:

                              - der eine hat einen Account bei Sourceforge und will Patches dorthin geliefert haben
                              - der andere will es bitte per Mail (Mailadresse? naja, vielleicht steht sie im "About")
                              - ein anderer hat eine eigene Datenbank, die im "About" steht
                              - der nächste hat eine eigene Datenbank, die er aber nirgends stehen hat
                              - der übernächste hat einen Account bei Launchpad
                              ...

                              usw.

                              Ist es also so, dass Red Hat und Novell alle, wirklich alle individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Entwicklers berücksichtigen und Patches immer jeweils nach dem Gusto des Entwicklers versenden?
                              Novell und Red Hat könnten es sich ja auch einfach machen und für Patches ihre Datenbanken benutzen, eben so was wie http://patches.ubuntu.com/ oder http://kernel.ubuntu.com/git

                              Es ist also doch so, wie ich am Anfang geschrieben habe?

                              - der Entwickler entwickelt was und setzt sich dann ins stille Kämmerlein und erwartet, dass die Patches exakt so wie er es will ihm vor die Nase flattern. Er fühlt sich also nicht verantwortlich für das, wo er mal die initiale Entwicklung gestartet hat. Sondern die Distributionen sind seiner Ansicht nach für sein Programm verantwortlich.

                              Und Red Hat und Novell betreiben diesen Aufwand? Weil das so zum guten Ton gehört?

                              Irgendwo weiter unten habe ich gelesen "Kommunikation gehört also in deinen Augen nicht zur Zusammenarbeit?"... ja eigentlich schon... und Zusammenarbeit heißt für mich auch Kooperation. Dass also JEDER seinen Beitrag leistet. Das heißt auch, dass der Entwickler sich bewegen muss.
                              Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand dasitzt und den ganzen Tag auf die Mail-Inbox starrt und erwartet, dass obiger Satz "Wir hatten bei uns in Distribution XY dieses Problem, und das habe ich so gelöst. Schau Dir das bitte mal an." auftaucht. Und erst dann tut er was.
                              In meiner Welt würde es so nicht funktionieren. Wenn ich weiß, dass mein Produkt in Ubuntu, Fedora, OpenSuse und Debian verwendet wird (z.B.) und in Fedora und Ubuntu funzt es besser/ hat mehr Features als in den anderen, dann gehe ich doch in deren Datenbank und sehe mir das an, was die geändert haben. Generell würde ich das so machen. Ich würde in die Datenbanken der Distri's gehen, deren Änderungen mich interessieren und mir das ansehen. Das sagt mir der gesunde Menschenverstand. Denn das sortiert das aus, was mich interessiert und vermeidet, dass ich von Mails und sinnlosem Patch-angucken und beurteilen weich in der Birne werde.

                              "Weil es dafür keine rechtliche Grundlage gibt und weil es wenig Sinn macht, etwas rechtlich einzufordern, was einem schon der gesunde Menschenverstand sagt."

                              wieso nicht? Natürlich kann man was einfordern, was einem schon der gesunde Menschenverstand sagt. Oder machst Du auch einen auf Duckmäuser, wenn sich vor Deinen Augen jemand so daneben benimmt, dass es Dich selbst auch betrifft?
                              Wenn das parasitäre Verhalten von Ubuntu so ein großes Problem ist, ist das doch die beste Möglichkeit, die Typen auf den richtigen Weg zu bringen bzw. deren Verhalten anzuprangern. Man muss es ja nicht rechtlich einfordern. Sondern einfach nur zur Linux Foundation/ Free Software Foundation gehen und sagen "sagt mal Leute, macht mal einen Spruch. Ist das so in Ordnung, was die Ubuntu's da machen? Wir finden es unfair, was die tun und deshalb würden wir es gern sehen, wenn ihr als höher gestellte Institutionen denen mal auf die Finger klopft" Und das könnten sie doch. Ganz einfach, einen offenen Brief von der Linux Foundation/ Free Software Foundation an den Shuttleworth, so dass es jeder mitbekommt...
                              Warum passiert das nicht?

                              Vielleicht weil die Patch-Geschichte schon so alt ist, dass ihr Bart bis nach Australien reicht?

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                                Von norbo am So, 19. Juli 2009 um 09:45 #
                                Erst mal vorneweg: Du solltest die Sache nicht ins Lächerliche ziehen. Immerhin versuchen inzwischen 3 Leute (Christoph, fuffy und ich) dir mit Engelsgeduld zu erklären, wo das Problem genau liegt.

                                Suchen die für jedes Schnippselchen Software, das sie in ihre Distri bauen, heraus, wie der Entwickler es gern hätte:

                                Nein, natürlich nur für die Projekte, an denen sie regelmässig etwas ändern. Einmalige Änderungen (schwere Fehler, Sicherheitslöcher) schickt man in der Regel als Patch mit Beschreibung per e-Mail an das Projekt (z.B. den Projektleiter). Wichtig dabei ist weniger, wie die Änderungen an das Projekt zurückgegeben werde, als dass es überhaupt gemacht wird. Und die Initiative dazu muss von Ubuntu, bzw. demjenigen, der die Änderung vorgenommen hat, kommen. Alles andere ist nicht realistisch. Bei dem Projekt, an dem ich mitarbeite, kann man zum Beispiel e-Mails an die Entwickler-Mailingliste, an einen der Entwickler persönlich schicken, oder einen Beitrag im Forum schreiben. Git-Zugang bekommen nur Leute die regelmässig beitragen und die wir als vertrauenswürdig einstufen. Was wir aber nicht tun, ist Quellpakete von Distributionen auf Änderungen untersuchen.

                                Novell und Red Hat könnten es sich ja auch einfach machen und für Patches ihre Datenbanken benutzen, eben so was wie http://patches.ubuntu.com/ oder http://kernel.ubuntu.com/git

                                Noch ein letztes Mal: Nein. Das wären ja schon drei. Mit Mandriva, Debian und Slackware schon 6. Und vielleicht sind die Änderungen inkompatibel, so dass man sich zwischen RedHat und Novell entscheiden muss. Dann wäre das Chaos perfekt. Ubuntu kann sich das nur leisten, weil sie die einzigen sind, die es tun.

                                der Entwickler entwickelt was und setzt sich dann ins stille Kämmerlein und erwartet, dass die Patches exakt so wie er es will ihm vor die Nase flattern. Er fühlt sich also nicht verantwortlich für das, wo er mal die initiale Entwicklung gestartet hat. Sondern die Distributionen sind seiner Ansicht nach für sein Programm verantwortlich.

                                Das meinte ich eingangs mit ins Lächerliche ziehen. Die Kernel-Entwickler sitzen doch nicht im stillen Kämmerlein und warten, oder? Die Entwicklung geht weiter. Wenn die Distribution den Kernel aufbohrt, kaputt-frickelt, oder sonst wie verändert, ist sie selbst dafür verantwortlich, soweit korrekt. Aber darum geht es überhaupt nicht. Es geht darum, dass wenn jemand eine Verbesserung einbringt, diese allen zugänglich gemacht wird, und zwar nach den Spielregeln des Projektes. Ubuntu hat den Kernel ja nicht selber geschrieben. Ihre Verbesserung brauchte vielleicht 0.001% der Manpower der gesamten Kernelentwicklung, und ohne Kernel wären sie ziemlich aufgeschmissen. Sie provitieren also massiv von den restlichen 99.999% der Arbeit anderer. So gesehen kann man also schon erwarten, dass nicht sie die Spielregeln vorgeben, sondern sich an die Spielregeln des Projektes halten.

                                Und Red Hat und Novell betreiben diesen Aufwand? Weil das so zum guten Ton gehört?

                                Ja.

                                Das heißt auch, dass der Entwickler sich bewegen muss.

                                Nein. Der Entwickler hat keine Hol-Schuld. Er spielt schon nach den Spielregeln, und seine Änderungen finden sich automatisch im offiziellen Quellcode des Projektes wieder. Mehr wird von niemandem verlangt.

                                Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand dasitzt und den ganzen Tag auf die Mail-Inbox starrt und erwartet, dass obiger Satz "[...]" auftaucht. Und erst dann tut er was.

                                Soweit ich weiss, muss jeder Kernel-Patch von Linus persönlich abgesegnet werden. Insofern könnte Linus' Alltag tatsächlich so ähnlich aussehen. Aber ich nehme jetzt mal ganz naiv an, dass er in der Zwischenzeit auch selber ein bisschen programmiert, meinst du nicht? Ubuntu liefert ja nicht die wesentlichen Weiterentwicklungen an Kernel, X11, Gnome, KDE etc. Das tun nach wie vor die Projektmitarbeiter.

                                Wenn ich weiß, dass mein Produkt in Ubuntu, Fedora, OpenSuse und Debian verwendet wird (z.B.) und in Fedora und Ubuntu funzt es besser/ hat mehr Features als in den anderen, dann gehe ich doch in deren Datenbank und sehe mir das an, was die geändert haben.

                                Wäre interessant zu sehen, wie lange es dauert bis dir das zu blöd wird. Vor allem wenn du auf inkompatible Änderungen stösst und du keine Zeit mehr für die eigentliche Weiterentwicklung hast. Oder wenn du mangels Beschreibung keine Ahnung hast, was eine Änderung bewirkt.

                                Wenn das parasitäre Verhalten von Ubuntu so ein großes Problem ist, ist das doch die beste Möglichkeit, die Typen auf den richtigen Weg zu bringen bzw. deren Verhalten anzuprangern.

                                Wie gesagt, rechtlich kann man nichts machen. Was die moralische Seite betrifft, äussert sich ja die Gemeinschaft ausserhalb Ubuntus regelmässig dazu. Auch Greg Kroah-Hartmann hat sich geäussert (wenn auch etwas unglücklich), und allen anderen ist es offensichtlich nicht wichtig genug. Ubuntu hat dadurch auch Mehraufwand. Sie müssen den Patch jedesmal neu einspielen und möglicherweise an die neuste Version des Programms anpassen. Und manchmal schiessen sie sich auch selber in den Fuss, wie mit dem verhuntzten Kubuntu, da wären sie mit der Originalversion wohl besser gefahren als mit ihren verstümmelten "Alleinstellungsmerkmalen".

                                Warum passiert das nicht?

                                Jamnern bringt selten etwas. Ich erwarte eher eine Gegenreaktion: Dass plötzlich Änderungen erst in SLES und RHEL auftauchen, bevor sie im offiziellen Kernel-, X11, Gnome-Quellcode auftauchen und Ubuntu dann jeweils mit dem Schnee von gestern aufwarten darf. Wäre schade für die OSS-Gemeinde, aber Ubuntu würde ich es gönnen wenn sie die eigene Medizin schlucken müssten.

                                So, ich hoffe, du hast jetzt das grundlegende Problem verstanden. Sonst muss jemand anders weitermachen. Ich bin nämlich mit meinen didaktischen Fähigkeiten am Ende.

                                • 0
                                  Von Idiotenpfleger am Di, 21. Juli 2009 um 20:34 #
                                  so einigermaßen habe ich es verstanden.

                                  Nur mal so zum generellen Verständnis: ich will keinen Streit und auch keine "Ubuntu-Verteidigung" betreiben. Ich arbeite selber in der Autoindustrie und deshalb ist mir Zusammenarbeit über Kontinente hinweg nicht unbekannt. Natürlich ist das nicht vergleichbar mit Softwareentwicklung - gerade deshalb will ich es verstehen.
                                  In der Autoindustrie ist es so, wie ich es beschrieben habe: wenn viele Leute was ändern, sehe ich mir nur die Änderungen an, die mich interessieren. Weil es sonst einfach zu viel wäre. Das heißt eben auch, dass uninteressante Änderungen ignoriert werden. Daher kommt auch mein Unverständnis. Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass man den Überblick behält, wenn man alles per Mail hingeknallt bekommt. Denn wir arbeiten gerade deshalb immer mit Datenbanken. Aber wie gesagt: es ist keine Softwareentwicklung und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das mit Mails usw. funktioniert - kann ich mir ehrlich gesagt jetzt immer noch nicht...

                                  Eines aber noch: Ubuntu ist also die einzige Distri, die eine solche Datenbank (patches.ubuntu.com) betreibt? Und DAS ist das eigentliche "Fehlverhalten", dass sie es sich sozusagen einfach machen, indem sie ihre Patches in diese Datenbank legen, sich zurücklehnen und sagen "Entwickler, wenn du unsere Patches willst, musst du in unsere Datenbank"?

                                  Ich habe auch mal bei Ubuntu nachgefragt und der zuständige Mensch für die Patches sagt, dass Ubuntu bemüht sei, alle Patches allen zur Verfügung zu stellen und wenn das in einzelnen Fällen nicht so sein sollte, solle man sich per Mail bei ihm ( jorge (at) ubuntu.com ) melden.
                                  Weitere Aussage war, dass es in der Vergangenheit wirklich Probleme gab, wo Ubuntu vieles eben nicht an die Community weitergereicht hat. Das ist ihnen auch bewußt und gerade deshalb sind sie jetzt bemüht alles richtig zurück zu geben, was sie an Patches haben.

                                  Dass die Initiative zum Zurückgeben von Patches von Ubuntu kommen muss, ist mir auch klar. Das war auch nicht die Frage. Für mich ging es eben wie gesagt um das, was ich oben geschrieben habe und ich dachte (und denke) dass Datenbanken usw. besser sind und wenn eine Distri ihren Patch in eine Datenbank stellt, sie ihrer Pflicht genüge getan hat.
                                  Das kann falsch sein - dann ist es falsch. Davon ist das Verhalten von Ubuntu noch lange nicht okay. Und evtl. der Vorwurf, dass sie Parasiten sind, immer noch unfair.
                                  Die Zeit wird es zeigen. Wie Du sagst: wenn sie dann eben hintendran sind, ist es ihre Schuld.

                                  • 0
                                    Von Christoph am Mi, 22. Juli 2009 um 10:34 #
                                    Eines aber noch: Ubuntu ist also die einzige Distri, die eine solche Datenbank (patches.ubuntu.com) betreibt?
                                    Nein, Debian hat das zum Beispiel auch: http://patch-tracking.debian.net/

                                    Und DAS ist das eigentliche "Fehlverhalten", dass sie es sich sozusagen einfach machen, indem sie ihre Patches in diese Datenbank legen, sich zurücklehnen und sagen "Entwickler, wenn du unsere Patches willst, musst du in unsere Datenbank"?
                                    patches.ubuntu.com wurde nur nach Beschwerden von außen eingerichtet und das Fehlverhalten vieler Ubunutu Maintainer besteht darin, dass sie meinen, sie hätten ihrer Pflicht genüge getan und brauchen sich um nichts mehr zu kümmern, da die Patches ja automatisch auf patches.ubuntu.com landen. Ob ein Code-Review stattfindet und sie tatsächlich upstream landen ist eine andere Frage.

                    0
                    Von fuffy am Sa, 18. Juli 2009 um 21:12 #
                    > Unter vernünftiger Zusammenarbeit verstehe ich: "das Zeug ist da, nimm es dir wenn du es haben willst oder brauchen kannst" und nicht: "also ich will dieses und jenes haben - machen sie mal ne Präsentation, mal sehen ob ich das dann nehme... also wenn ich keine Präsentation kriege, nehme ich es mir auch nicht einfach... aber ich mache mal deswegen ein Fass auf"

                    Für dich gehört zu vernünftiger Zusammenarbeit also keine Kommunikation? Soll der ursprüngliche Entwickler jetzt ständig sämtliche Patches von >100 Distributionen darauf untersuchen, ob da was interessantes bei ist?

                    0
                    Von Christoph am So, 19. Juli 2009 um 01:52 #
                    okay, das liest sich ja wenigstens mal ordentlich und beinhaltet nicht nur dummes Geschrei.
                    Entschuldige, aber ich denke, dass Michael und ich unsere Ansichten gut begründet haben. Das mit dem dummen Geschrei sagst Du besser denen, die nur von "diffamieren", "einfach nur peinlich" und "billiger Stimmungsmache" reden, ohne das zu begründen.

                    Ein Ubuntu-Maintainer nimmt den Gnome Power Manager und ändert da was dran. Und dann frickelt er das in die Distri "Ubuntu", die unter der GPL lizensiert ist. Das bedeutet, dass das Endergebnis der Änderungen am Gnome Power Manager allen zugänglich ist.
                    Ubtuntu ist doch nicht GPL-lizensiert, weißt Du überhaupt, wovon Du redest? Und wie sieht es mit der Zugänglichkeit der Änderungen denn in der Realität aus? Soll der Entwickler etwa alle Linuxdistributionen abklappern und deren VCS durchsuchen, ob da eventuell Patches für seine Software sind? Dann käme er vor lauter Suchen nicht mehr zum Entwickeln.
                    Es ist Aufgabe der Maintainer, Patches an die Entwickler zurückzugeben und sie profitieren sogar davon: Wenn der Patch von Upstream aufgenommen wird, braucht der Maintainer beim nächsten Update nicht mehr zu patchen - ganz einfach.

                    Der Ubuntu-Maintainer nimmt den Gnome Power Manager, ändert da was dran, baut es ins Ubuntu ein und dann geht er los und versucht, seine Änderungen dem Herrn xy aus irgendwo zu präsentieren und ihm noch dreimal Zucker um den Mund zu schmieren, damit der Original-Entwickler die Änderung dann für sich auch aufnimmt.
                    Entwickler sind für Bugfixes dankbar, warum sollte man ihnen da noch Honig um den Bart schmieren müssen? Es verbessert doch ihr Programm, sie haben einen Vorteil davon, also braucht man sie nicht zu beknien.

                    und wenn das Programm keinen Patch benötigt, es also (mal angenommen) 100% tip top in Ordnung ist
                    Ein Programm ist niemals perfekt und vorallem niemals fertig. Was Du hier beschreibst, gibt es einfach nicht und es zeigt, dass Du von kollaborativer Software-Entwicklung recht wenig Ahnung hast.

                    Warum ist das eigentlich bei Ubuntu so? Dass Ubuntu sich die Sachen nehmen muss und nicht präsentiert bekommt, während die Änderungen von Ubuntu den anderen Distri's, Firmen und Entwicklern immer auf dem Präsentierteller dargereicht werden müssen?
                    Nochmal: Genauso ist es ja grade NICHT. In der Regel geben alle ihre Änderungen zurück, ohne dass man da groß drüber diskutieren muss. Eine Mail an die Mailingliste, fertig. Dass einer eine Präsentation machen muss, habe ich in all den Jahren noch nie erlebt. In welchem Film bist Du?

                    Was ist dann eigentlich mit dem ganzen Upstart und den Sachen in Gnome? Lässt Ubuntu da auch niemanden ran?
                    Zu beidem hatte ich schon was geschrieben: Lies bitte, was ich oben zu Upstart und und zu Canoicals Verdiensten um Gnome geschrieben hatte.

                    • 0
                      Von Idiotenpfleger am So, 19. Juli 2009 um 08:56 #
                      "Entschuldige, aber ich denke, dass Michael und ich unsere Ansichten gut begründet haben. Das mit dem dummen Geschrei sagst Du besser denen, die nur von "diffamieren", "einfach nur peinlich" und "billiger Stimmungsmache" reden, ohne das zu begründen."

                      dann lies Dir den Satz nochmal durch. Wenn ich schreibe: DAS LIEST SICH JA MAL ORDENTLICH, OHNE DUMMES GESCHREI - na was wird das wohl bedeuten? Vielleicht exakt das, was Du auch meinst?

                      "Ubtuntu ist doch nicht GPL-lizensiert, weißt Du überhaupt, wovon Du redest? Und wie sieht es mit der Zugänglichkeit der Änderungen denn in der Realität aus? Soll der Entwickler etwa alle Linuxdistributionen abklappern und deren VCS durchsuchen, ob da eventuell Patches für seine Software sind? Dann käme er vor lauter Suchen nicht mehr zum Entwickeln.
                      Es ist Aufgabe der Maintainer, Patches an die Entwickler zurückzugeben und sie profitieren sogar davon: Wenn der Patch von Upstream aufgenommen wird, braucht der Maintainer beim nächsten Update nicht mehr zu patchen - ganz einfach."

                      okay, und wie ist es lizensiert? Warum schreibst Du das nicht auch in Deine Antwort, damit sie ein bißchen mehr Substanz und Hintergrund erhält? Und nicht doch so erscheint wie dummes Geschrei?
                      Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Entwickler sich jeden Patch ansieht, den er per Mail oder Brieftaube bekommt, ohne blöd zu werden. Die Entwickler müssen doch selbst aussortieren können, was sie interessiert oder nicht? Also gehen die in die Datenbank der Distri, deren Änderung sie interessiert und sehen sich das dort an.
                      Es ist also kein Ubuntu-Mensch in irgendeiner Entwickler-Mailingliste eingetragen? Aber von Red Hat und Novell sind die Leute bei jedem einzelnen Schnippselchen in den Mailinglisten aktiv?
                      Das mit den Mailinglisten interessiert mich:
                      bei mir im Job gibt es auch so etwas. Dort ist es unerwünscht, Zeichnungen, CAD-Daten usw. an die Mailingliste zu schicken. Man stellt diese Daten einfach in die Datenbank des einzelnen Projekts. Das heißt (z.B): ich arbeite für das Projekt ABC und Kollege 0815 arbeitet für XYZ. Wenn der was braucht geht er in die Datenbank von ABC und holt es sich. Die Änderung stellt er dann in die Datenbank XYZ. Weil: wenn er seine Änderung einfach wieder in die Datenbank von ABC stellen würde, irgendwann mal das blanke Chaos ausbrechen würde und ich nicht mehr so einfach unterscheiden kann, welches nun von mir ist und was von Kollege 0815.
                      Das ist strukturiertes Arbeiten. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das in der FOSS-Welt anders ist. Wozu gibt es denn dann die ganzen Datenbanken wie Sourceforge und Launchpad usw? Wozu gibt es die Bugtracker? Wenn alles über Mailinglisten läuft?

                      "Ein Programm ist niemals perfekt und vorallem niemals fertig. Was Du hier beschreibst, gibt es einfach nicht und es zeigt, dass Du von kollaborativer Software-Entwicklung recht wenig Ahnung hast."

                      Habe ich auch nicht. Wolltest Du mich mit dem Spruch etwa treffen/runtermachen? Tja, tut mir leid...hat nicht geklappt. Was denkst Du warum ich frage? Etwa, weil ich alles weiß? Oder vielleicht weil ich keine Ahnung habe?

                      "Zu beidem hatte ich schon was geschrieben: Lies bitte, was ich oben zu Upstart und und zu Canoicals Verdiensten um Gnome geschrieben hatte."

                      Du hast sinngemäß geschrieben, dass man das Zeug vergessen kann und wenn man es rauslöscht, etwas anderes den selben Job machen kann. Okay, die Arbeit von Ubuntu ist also für'n Ofen. So what.
                      Meine Frage hat aber eher darauf abgezielt, ob Ubuntu den ganzen Kram ebenfalls vor der FOSS-Welt versteckt, wie seine Patches?

                      • 0
                        Von Christoph am So, 19. Juli 2009 um 21:06 #
                        Wenn ich schreibe: DAS LIEST SICH JA MAL ORDENTLICH, OHNE DUMMES GESCHREI - na was wird das wohl bedeuten?
                        Die Worte "ja mal ordentlich bedeuten, dass es das vorher nicht war.

                        Ubuntu steht unter keiner einheitlichen Lizenz, die einzelnen Programme stehen unter einer Vielzahl von Lizenzen: GPL, LGPL, BSD, MIT, CC-BY-SA, CPL, ASL, u.v.a.m. Wenn man Universe und Multiverse noch dazu zählt, kommen sogar noch unfreie Lizenzen dazu - spätestens hier hättest Du merken müssen, dass Ubuntu nicht GPL sein kann.

                        Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Entwickler sich jeden Patch ansieht, den er per Mail oder Brieftaube bekommt, ohne blöd zu werden. Die Entwickler müssen doch selbst aussortieren können, was sie interessiert oder nicht? Also gehen die in die Datenbank der Distri, deren Änderung sie interessiert und sehen sich das dort an.
                        Natürlich sortieren sie Entwickler Patches aus, aber wie sollen sie welche aussortieren, von deren Existenz sie nichts wissen? Wie sollen sie in eine Datenbank schauen, die sie unter Umständen nicht mal kennen? Deshalb muss man sich per Mailingliste oder Bugtracker an die Entwickler wenden, wenn man einen Patch unterbringen will. Ist ja im Interesse aller, nicht zuletzt im eigenen (weniger Arbeit).

                        Du sagst, bei Euch sei es unerwünscht, CAD Zeichnungen an die Mailingliste zu senden. Hängt wahrscheinlich mit der Größe zusammen. Also legt ihr sie in einer Datenbank ab. Aber wie erfährst Du, dass Du in die Datenbank schauen musst? Vermutlich in dem Dir jemand eine Mail schickt, richtig? Hättest Du sonst noch den Überblick, wenn Du jeden Tag auf Verdacht in 100 verschiedene Bugtracker und Versionskontrollsysteme gucken müsstest? Kämst Du dann noch zum Arbeiten?

                        Das mit den Bugtrackern hast Du schon richtig erkannt, die gibt es, damit man Fehler und Verbesserungsvorschläge meldet, und nicht, damit man sie ignoriert: Hier mal wieder ein schönes Beispiel aus den Gnome Bugzilla, über das ich vorhin beim Hacken gestolpert bin: http://bugzilla.gnome.org/show_bug.cgi?id=578444
                        "This patch is based on Ubuntu's patch to support touchpads.
                        They never upstreamed it. Boo. So we had to do the work,
                        in particular, Peter Hutterer."

                        Es ist ja nicht so, dass die Entwickler bei Canonical nichts tun würden, nur leider bekommt die Entwicklergemeinde davon wenig mit. Hätten sich in diesem Fall nicht zwei Red Hat Mitarbeiter dem Patch angenommen, wäre der Patch in der Versenkung verschwunden. Er wäre nur in Ubuntu gewesen. Ubuntu hätte einen Vorteil gegenüber anderen, aber die, die die eigentliche Arbeit erledigen, hätten nichts davon.

                        Und nein, ich hatte nicht geschrieben, dass Upstart schlecht ist, aber ich hatte das Entwicklungsmodell kritisiert. Wenn jemand sagt, er habe für Problem X eine Lösung, aber könnte sie nicht präsentieren, weil es "geheim" sei, dann muss man sich fragen, ob das OpenSource ist, selbst wenn es unter einer freien Lizenz veröffentlicht wird. Wie soll man so jemandem helfen oder ihm alternative Vorschläge machen? Wie soll man sich selbst beteiligen, wenn man nicht weiß, wohin die Reise geht?

                        Gleiches gilt auch für die Gnome-Sachen wie notify-osd oder den netbook-launcher. Notify-OSD wurde von Shuttleworth in seinem Blog angekündigt, aber erstmal im stillen Kämmerlein entwickelt. Warum nicht von Anfang an mit allen konstruktiv diskutieren und Ideen sammeln? Und der netbook-launcher ist voller Ubuntu-Refernzen, die anderen das leben schwer machen. An allen Ecken und enden ist "ununtu" im Quelltext hardcoded, ganz so, als wollte man es anderen absichtlich schwer machen, das Teil für ihre Distri zu übernehmen.

                        P.S.: Nein, ich wollte Dich nicht runtermachen, das war nur eine Feststellung. Du kennst Dich nicht mit freier Softwareentwicklung aus, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Abonnier eine Mailingliste, lies Dich ein, beteilige Dich an der Diskussion. Ich schätze, dass Du dann auch bald verstehst, was wir hier kritisieren.

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                  Von fuffy am Sa, 18. Juli 2009 um 20:58 #
                  > Red Hat macht auch niemandem einen Vorwurf, wenn er rpm als Paketformat nutzt

                  Aber Debian macht Ubuntu den Vorwurf, DEB als Paketformat zu nutzen. Denn es darf ja nicht sein, dass Pakete zum Original inkompatibel sind, wo doch DEB so toll ist, dass distributionsübergreifende Kompatibilitätsprobleme wie bei RPM völlig unmöglich wären.

                  • 0
                    Von Christoph am So, 19. Juli 2009 um 18:41 #
                    Sorry, aber das ist Unfug. Bei den Vorwürfen geht es nicht um deb als Paketformat, sondern um die Pakete selbst.

                    rpm wird von vielen Distributionen benutzt, die alle unterschiedlich aktuell sind und auch unterschiedliche rpm-Versionen nutzen. Da ist es klar, dass es zu Inkompatibilitäten kommen kann. Bei Ubuntu sieht die Sache anders aus: Ubuntu basiert auf Debian und nach jedem Release werden die Pakete wieder gegen Debian unstable rebased. Also sollte es ein leichtes sein, kompatibel zu bleiben - wenn man es denn versucht. Schau Dir CentOS an, die bleiben auch immer kompatibel zu RHEL.

            0
            Von Flöte am Sa, 18. Juli 2009 um 10:50 #
            Kommt noch was, oder wars das mal wieder?
      0
      Von jan-heiner am Fr, 17. Juli 2009 um 11:11 #
      ^vielen dank geiler link
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