Login


 
Newsletter
Werbung

Thema: Ubuntu 8.04.3 LTS

3 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von Christoph am So, 19. Juli 2009 um 01:52 #
okay, das liest sich ja wenigstens mal ordentlich und beinhaltet nicht nur dummes Geschrei.
Entschuldige, aber ich denke, dass Michael und ich unsere Ansichten gut begründet haben. Das mit dem dummen Geschrei sagst Du besser denen, die nur von "diffamieren", "einfach nur peinlich" und "billiger Stimmungsmache" reden, ohne das zu begründen.

Ein Ubuntu-Maintainer nimmt den Gnome Power Manager und ändert da was dran. Und dann frickelt er das in die Distri "Ubuntu", die unter der GPL lizensiert ist. Das bedeutet, dass das Endergebnis der Änderungen am Gnome Power Manager allen zugänglich ist.
Ubtuntu ist doch nicht GPL-lizensiert, weißt Du überhaupt, wovon Du redest? Und wie sieht es mit der Zugänglichkeit der Änderungen denn in der Realität aus? Soll der Entwickler etwa alle Linuxdistributionen abklappern und deren VCS durchsuchen, ob da eventuell Patches für seine Software sind? Dann käme er vor lauter Suchen nicht mehr zum Entwickeln.
Es ist Aufgabe der Maintainer, Patches an die Entwickler zurückzugeben und sie profitieren sogar davon: Wenn der Patch von Upstream aufgenommen wird, braucht der Maintainer beim nächsten Update nicht mehr zu patchen - ganz einfach.

Der Ubuntu-Maintainer nimmt den Gnome Power Manager, ändert da was dran, baut es ins Ubuntu ein und dann geht er los und versucht, seine Änderungen dem Herrn xy aus irgendwo zu präsentieren und ihm noch dreimal Zucker um den Mund zu schmieren, damit der Original-Entwickler die Änderung dann für sich auch aufnimmt.
Entwickler sind für Bugfixes dankbar, warum sollte man ihnen da noch Honig um den Bart schmieren müssen? Es verbessert doch ihr Programm, sie haben einen Vorteil davon, also braucht man sie nicht zu beknien.

und wenn das Programm keinen Patch benötigt, es also (mal angenommen) 100% tip top in Ordnung ist
Ein Programm ist niemals perfekt und vorallem niemals fertig. Was Du hier beschreibst, gibt es einfach nicht und es zeigt, dass Du von kollaborativer Software-Entwicklung recht wenig Ahnung hast.

Warum ist das eigentlich bei Ubuntu so? Dass Ubuntu sich die Sachen nehmen muss und nicht präsentiert bekommt, während die Änderungen von Ubuntu den anderen Distri's, Firmen und Entwicklern immer auf dem Präsentierteller dargereicht werden müssen?
Nochmal: Genauso ist es ja grade NICHT. In der Regel geben alle ihre Änderungen zurück, ohne dass man da groß drüber diskutieren muss. Eine Mail an die Mailingliste, fertig. Dass einer eine Präsentation machen muss, habe ich in all den Jahren noch nie erlebt. In welchem Film bist Du?

Was ist dann eigentlich mit dem ganzen Upstart und den Sachen in Gnome? Lässt Ubuntu da auch niemanden ran?
Zu beidem hatte ich schon was geschrieben: Lies bitte, was ich oben zu Upstart und und zu Canoicals Verdiensten um Gnome geschrieben hatte.

  • 0
    Von Idiotenpfleger am So, 19. Juli 2009 um 08:56 #
    "Entschuldige, aber ich denke, dass Michael und ich unsere Ansichten gut begründet haben. Das mit dem dummen Geschrei sagst Du besser denen, die nur von "diffamieren", "einfach nur peinlich" und "billiger Stimmungsmache" reden, ohne das zu begründen."

    dann lies Dir den Satz nochmal durch. Wenn ich schreibe: DAS LIEST SICH JA MAL ORDENTLICH, OHNE DUMMES GESCHREI - na was wird das wohl bedeuten? Vielleicht exakt das, was Du auch meinst?

    "Ubtuntu ist doch nicht GPL-lizensiert, weißt Du überhaupt, wovon Du redest? Und wie sieht es mit der Zugänglichkeit der Änderungen denn in der Realität aus? Soll der Entwickler etwa alle Linuxdistributionen abklappern und deren VCS durchsuchen, ob da eventuell Patches für seine Software sind? Dann käme er vor lauter Suchen nicht mehr zum Entwickeln.
    Es ist Aufgabe der Maintainer, Patches an die Entwickler zurückzugeben und sie profitieren sogar davon: Wenn der Patch von Upstream aufgenommen wird, braucht der Maintainer beim nächsten Update nicht mehr zu patchen - ganz einfach."

    okay, und wie ist es lizensiert? Warum schreibst Du das nicht auch in Deine Antwort, damit sie ein bißchen mehr Substanz und Hintergrund erhält? Und nicht doch so erscheint wie dummes Geschrei?
    Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Entwickler sich jeden Patch ansieht, den er per Mail oder Brieftaube bekommt, ohne blöd zu werden. Die Entwickler müssen doch selbst aussortieren können, was sie interessiert oder nicht? Also gehen die in die Datenbank der Distri, deren Änderung sie interessiert und sehen sich das dort an.
    Es ist also kein Ubuntu-Mensch in irgendeiner Entwickler-Mailingliste eingetragen? Aber von Red Hat und Novell sind die Leute bei jedem einzelnen Schnippselchen in den Mailinglisten aktiv?
    Das mit den Mailinglisten interessiert mich:
    bei mir im Job gibt es auch so etwas. Dort ist es unerwünscht, Zeichnungen, CAD-Daten usw. an die Mailingliste zu schicken. Man stellt diese Daten einfach in die Datenbank des einzelnen Projekts. Das heißt (z.B): ich arbeite für das Projekt ABC und Kollege 0815 arbeitet für XYZ. Wenn der was braucht geht er in die Datenbank von ABC und holt es sich. Die Änderung stellt er dann in die Datenbank XYZ. Weil: wenn er seine Änderung einfach wieder in die Datenbank von ABC stellen würde, irgendwann mal das blanke Chaos ausbrechen würde und ich nicht mehr so einfach unterscheiden kann, welches nun von mir ist und was von Kollege 0815.
    Das ist strukturiertes Arbeiten. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das in der FOSS-Welt anders ist. Wozu gibt es denn dann die ganzen Datenbanken wie Sourceforge und Launchpad usw? Wozu gibt es die Bugtracker? Wenn alles über Mailinglisten läuft?

    "Ein Programm ist niemals perfekt und vorallem niemals fertig. Was Du hier beschreibst, gibt es einfach nicht und es zeigt, dass Du von kollaborativer Software-Entwicklung recht wenig Ahnung hast."

    Habe ich auch nicht. Wolltest Du mich mit dem Spruch etwa treffen/runtermachen? Tja, tut mir leid...hat nicht geklappt. Was denkst Du warum ich frage? Etwa, weil ich alles weiß? Oder vielleicht weil ich keine Ahnung habe?

    "Zu beidem hatte ich schon was geschrieben: Lies bitte, was ich oben zu Upstart und und zu Canoicals Verdiensten um Gnome geschrieben hatte."

    Du hast sinngemäß geschrieben, dass man das Zeug vergessen kann und wenn man es rauslöscht, etwas anderes den selben Job machen kann. Okay, die Arbeit von Ubuntu ist also für'n Ofen. So what.
    Meine Frage hat aber eher darauf abgezielt, ob Ubuntu den ganzen Kram ebenfalls vor der FOSS-Welt versteckt, wie seine Patches?

    • 0
      Von Christoph am So, 19. Juli 2009 um 21:06 #
      Wenn ich schreibe: DAS LIEST SICH JA MAL ORDENTLICH, OHNE DUMMES GESCHREI - na was wird das wohl bedeuten?
      Die Worte "ja mal ordentlich bedeuten, dass es das vorher nicht war.

      Ubuntu steht unter keiner einheitlichen Lizenz, die einzelnen Programme stehen unter einer Vielzahl von Lizenzen: GPL, LGPL, BSD, MIT, CC-BY-SA, CPL, ASL, u.v.a.m. Wenn man Universe und Multiverse noch dazu zählt, kommen sogar noch unfreie Lizenzen dazu - spätestens hier hättest Du merken müssen, dass Ubuntu nicht GPL sein kann.

      Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Entwickler sich jeden Patch ansieht, den er per Mail oder Brieftaube bekommt, ohne blöd zu werden. Die Entwickler müssen doch selbst aussortieren können, was sie interessiert oder nicht? Also gehen die in die Datenbank der Distri, deren Änderung sie interessiert und sehen sich das dort an.
      Natürlich sortieren sie Entwickler Patches aus, aber wie sollen sie welche aussortieren, von deren Existenz sie nichts wissen? Wie sollen sie in eine Datenbank schauen, die sie unter Umständen nicht mal kennen? Deshalb muss man sich per Mailingliste oder Bugtracker an die Entwickler wenden, wenn man einen Patch unterbringen will. Ist ja im Interesse aller, nicht zuletzt im eigenen (weniger Arbeit).

      Du sagst, bei Euch sei es unerwünscht, CAD Zeichnungen an die Mailingliste zu senden. Hängt wahrscheinlich mit der Größe zusammen. Also legt ihr sie in einer Datenbank ab. Aber wie erfährst Du, dass Du in die Datenbank schauen musst? Vermutlich in dem Dir jemand eine Mail schickt, richtig? Hättest Du sonst noch den Überblick, wenn Du jeden Tag auf Verdacht in 100 verschiedene Bugtracker und Versionskontrollsysteme gucken müsstest? Kämst Du dann noch zum Arbeiten?

      Das mit den Bugtrackern hast Du schon richtig erkannt, die gibt es, damit man Fehler und Verbesserungsvorschläge meldet, und nicht, damit man sie ignoriert: Hier mal wieder ein schönes Beispiel aus den Gnome Bugzilla, über das ich vorhin beim Hacken gestolpert bin: http://bugzilla.gnome.org/show_bug.cgi?id=578444
      "This patch is based on Ubuntu's patch to support touchpads.
      They never upstreamed it. Boo. So we had to do the work,
      in particular, Peter Hutterer."

      Es ist ja nicht so, dass die Entwickler bei Canonical nichts tun würden, nur leider bekommt die Entwicklergemeinde davon wenig mit. Hätten sich in diesem Fall nicht zwei Red Hat Mitarbeiter dem Patch angenommen, wäre der Patch in der Versenkung verschwunden. Er wäre nur in Ubuntu gewesen. Ubuntu hätte einen Vorteil gegenüber anderen, aber die, die die eigentliche Arbeit erledigen, hätten nichts davon.

      Und nein, ich hatte nicht geschrieben, dass Upstart schlecht ist, aber ich hatte das Entwicklungsmodell kritisiert. Wenn jemand sagt, er habe für Problem X eine Lösung, aber könnte sie nicht präsentieren, weil es "geheim" sei, dann muss man sich fragen, ob das OpenSource ist, selbst wenn es unter einer freien Lizenz veröffentlicht wird. Wie soll man so jemandem helfen oder ihm alternative Vorschläge machen? Wie soll man sich selbst beteiligen, wenn man nicht weiß, wohin die Reise geht?

      Gleiches gilt auch für die Gnome-Sachen wie notify-osd oder den netbook-launcher. Notify-OSD wurde von Shuttleworth in seinem Blog angekündigt, aber erstmal im stillen Kämmerlein entwickelt. Warum nicht von Anfang an mit allen konstruktiv diskutieren und Ideen sammeln? Und der netbook-launcher ist voller Ubuntu-Refernzen, die anderen das leben schwer machen. An allen Ecken und enden ist "ununtu" im Quelltext hardcoded, ganz so, als wollte man es anderen absichtlich schwer machen, das Teil für ihre Distri zu übernehmen.

      P.S.: Nein, ich wollte Dich nicht runtermachen, das war nur eine Feststellung. Du kennst Dich nicht mit freier Softwareentwicklung aus, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Abonnier eine Mailingliste, lies Dich ein, beteilige Dich an der Diskussion. Ich schätze, dass Du dann auch bald verstehst, was wir hier kritisieren.

Pro-Linux
Pro-Linux @Twitter
Neue Nachrichten
Werbung