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Di, 21. Juli 2009, 13:20

Software

Weitere id Software-Titel für Linux ungewiss

Der einstige Top-Unterstützer für Spiele unter Linux, id Software, plant Medienberichten zufolge, keine künftigen Titel mehr für Linux zu erstellen.

id Software-Titel »Enemy Territory: Quake Wars«

enemyterritory.com

id Software-Titel »Enemy Territory: Quake Wars«

Die Spieleschmiede id Software galt bereits seit geraumer Zeit als treuer Unterstützer von Linux und Open Source. Während viele andere Hersteller eher abwartend auf den Markt der Spiele unter dem freien Betriebssystem reagierten, engagierte sich id Software recht früh für Linux und brachte oftmals zeitgleich mit einer Windows- und Mac OS-Version auch eine Linux-Variante heraus. Nun wird sich aller Voraussicht nach die Einstellung des Unternehmens ändern.

Wie John Carmack, Chefprogrammierer des kürzlich von ZeniMax gekauften Entwicklerstudios gegenüber LinuxGames bekannt gab, gilt es als ausgeschlossen, dass der von Raven entwickelte und von Activision vertriebene Titel »Wolfenstein« auch in der neuen Version für Linux verfügbar gemacht wird. Das Unternehmen habe zudem momentan keine Pläne, auch die kommenden Titel für Linux freizugeben. Damit stehen Ports von Rage oder des noch nicht näher betitelten Projektes aus dem Doom-Universum für Linux faktisch vor dem Aus.

Laut Carmack sei es zwar noch nicht endgültig beschlossen, Linux künftig nicht mehr zu unterstützen, doch die Vorzeichen stehen eher schlecht. Das Unternehmen denke zwar, dass eine Portierung der neuen »id tech 5«-Engine für Nvidia-Karten durchaus in einem machbaren Bereich liegen würde, doch eine Anpassung an andere Karten würde den Aufwand übersteigen, den id Software in eine Portierung zu investieren gewillt ist. Ob id Software den ohnehin schon recht kleinen Markt der Linux-Spiele noch weiter durch eine Limitierung auf nVidia verengen wird, ist deshalb eher unwahrscheinlich.

Mit »id Software« wird sich nun aller Voraussicht nach einer der ersten Unterstützer von Linux-Spielen aus dem Markt verabschieden. Inwiefern das Unternehmen der langen Tradition folgen und auch die künftigen Entwicklungen den Open-Source-Programmierern zugänglich machen wird, steht ebenfalls noch in den Sternen.

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