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Di, 28. Juli 2009, 11:40

Software

Free Software Foundation möchte Kindle-Software befreien

Vor knapp zwei Wochen sorgte Amazon für Unmut unter den Kindle-Kunden.

Amazon Kindle soll freie Software bekommen

amazon.com

Amazon Kindle soll freie Software bekommen

Der Online-Buchhändler hatte über sein »Whispernet« ohne deren Wissen E-Books, Orwells »Animal Farm« und »1984«, von den E-Book-Readern entfernt und den Kaufpreis zurück erstattet. Die beiden Orwell-Bücher waren vom Anbieter MobileReference in Amazons Marketplace eingestellt worden, ohne dass MobileReference die entsprechenden Rechte besessen hatte. Nach Einschreiten des Rechteinhabers löschte Amazon die betroffenen Bücher nicht nur in seinem Kindle-Store, sondern auch von den E-Book-Readern der Kunden.

Mit dem Kauf eines Kindles räumen Kunden Amazon durch die Anerkennung der Lizenzbedingungen das Recht ein, dubiose Inhalte zu entfernen, ohne darüber zu informieren. Doch der einsetzenden Aufregung zufolge haben sich viele die Lizenzbedingungen nicht verinnerlicht und empfanden die Löschung als Eingriff in ihre Privatsphäre, Amazon-CEO Jeff Bezos sah sich zu einer Entschuldigung genötigt. Zudem gab Bezos an, dass Amazon in zukünftigen Fällen dieser Art anders vorgehen wolle.

Die Free Software Foundation (FSF) will nun, dass die Kindle Software frei wird, um Amazon an derartigen Zugriffen auf die Lesegeräte zu hindern. »Diese Angelegenheit erfordert mehr, als nur die internen Richtlinien zu ändern«, so der FSF-Vorsitzende Peter Brown. »Das Problem ist, dass Amazon DRM und proprietäre Software verwendet. Damit haben sie eine unakzeptable Macht über Anwender. Der Respekt vor den Anwendern erfordert mehr als eine Enschuldigung - eine Abkehr von DRM und dass die Kindle-Software als freie Software veröffentlicht wird.«

Die Löschung der Orwell-Bücher war nicht der erste Eingriff von Amazon in die Geräte der Nutzer. Im Juni wurden bereits Bücher von Ayn Rand via Fernzugriff gelöscht, davor die Vorlesefunktion für bestimmte Titel deaktiviert. »Solange Amazon das Gerät kontrolliert, besteht es die Möglichkeit, Bücher zu entfernen, und Amazon könnte in Versuchung geraten, davon Gebrauch zu machen,« so FSF-Kampagnen-Manager Holmes Wilson gegenüber der New York Times. Die FSF will Amazon eine von Bibliothekaren, Verlagen und Autoren unterschriebene Petition überreichen und Amazon bitten, die Kindle-Software freizugeben, auf die Kontrolle über auf E-Book-Readern befindliche Bücher zu verzichten und den DRM-Einsatz zu überdenken.

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