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Mi, 5. August 2009, 12:07

Gesellschaft::Politik/Recht

FSF startet Petition »Freedom to Read«

Die Free Software Foundation hat eine Petition gestartet, die sich gegen den Einsatz von digitaler Rechteverwaltung in den E-Book-Readern von Amazon richtet.

Schon vor einer Woche hatte die Free Software Foundation entsprechende Schritte angekündigt. Stein des Anstoßes war ein Vorfall, bei dem Amazon über sein »Whispernet« ohne Wissen der Anwender E-Books, und zwar Orwells »Animal Farm« und »1984«, von den E-Book-Readern entfernt und den Kaufpreis zurückerstattet hatte. Die beiden Orwell-Bücher waren vom Anbieter MobileReference in Amazons Marketplace eingestellt worden, ohne dass MobileReference die entsprechenden Rechte besessen hatte. Nach Einschreiten des Rechteinhabers löschte Amazon die betroffenen Bücher nicht nur in seinem Kindle-Store, sondern auch von den E-Book-Readern der Kunden.

Zwar war dieser Schritt aufgrund der Lizenzbedingungen legitim, ungehaltene Kunden brachten Amazon-CEO Jeff Bezos dennoch dazu, eine Entschuldigung und eine Erklärung abzugeben, künftig nicht mehr so vorzugehen.

Die Free Software Foundation (FSF) kündigte daraufhin an, Amazon eine von Bibliothekaren, Verlagen und Autoren unterschriebene Petition zu überreichen und Amazon zu bitten, die Kindle-Software freizugeben, auf die Kontrolle über auf E-Book-Readern befindliche Bücher zu verzichten und den Einsatz von digitaler Rechteverwaltung (DRM) zu überdenken. DRM und proprietäre Software gäben dem Unternehmen eine unakzeptable Macht über die Anwender. Die von der FSF schon 2006 gestartete Kampagne gegen DRM, »Defective by Design« hat nun eine Petition veröffentlicht, an der sich jeder beteiligen kann. »Wir glauben an den freien Austausch von Ideen, wobei Bücher eine zentrale Rolle spielen«, erläutert das Projekt.

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