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Mi, 12. August 2009, 11:00

Software::Entwicklung

Aus Qt Software wird Qt Development Frameworks

Um die Bedeutung des zugekauften Qt-GUI-Toolkits für den mobilen Markt besser zur Geltung zu bringen, hat Nokia den Namen der Bibliothek von Ursprünglich »Qt Software« auf »Qt Development Frameworks« geändert.

Nachdem Nokia nach der Übernahme von Trolltech die Klassenbibliothek unter die Bedingungen der LGPL gestellt hatte und das Toolkit weiter öffnete, hat das Unternehmen nun eine Namensänderung bekannt gegeben. Das zuvor unter dem Namen »Qt Software« bekannte GUI-Toolkit wird ab sofort »Qt Development Frameworks« heißen. Damit will Nokia nach eigenen Angaben die Bedeutung der Bibliothek für den mobilen Markt hervorheben. »Die Fortschritte von Qt für S60 und unserer künftiges Engagement in Maemo sind Beispiele, wie Qt neben Desktop- und Web-Entwicklern auch Entwickler von mobilen Geräten anspricht«, so Daniel Kihlberg, Director of Global Sales, Markeing und Services bei Nokia.

Damit ändert Nokia bereits zum zweiten Mal den Namen des ursprünglich unter »Trolltech« bekannten Herstellers. Letzten Herbst hatte das Unternehmen die Änderung in Qt Software bekannt gegeben.

Die Anpassung von Qt auch an den mobilen Markt kommt nicht von ungefähr, denn Qt spielt zunehmend eine stärkere Rolle bei Nokia. Zu sehen ist das unter anderem bei der von Nokia vorangetriebenen Maemo-Plattform. So kündigte Nokia bereits kurz nach der Übernahme von Trolltech an, in Zukunft Qt mit Maemo mitliefern zu wollen, um Anwendungen auf Basis von Qt zu unterstützen. Anfang Juni dieses Jahres erklärte das Unternehmen, schlussendlich komplett von Gtk+ auf Qt wechseln zu wollen. Als Gründe nannte der Hersteller vor allem die Stärken von Qt als GUI-Framework und die Portabilität zwischen verschiedenen Betriebssystemen sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Geräten.

Qt ist ein objektorientiertes C++-Framework, um graphische Anwendungen zu entwickeln. Die Klassenbibliothek wurde ursprünglich von dem norwegischen Unternehmen Trolltech entwickelt und ist für zahlreiche Betriebssysteme verfügbar. Unter Unix- und Linux-Systemen erlangte Qt vor allem große Bekanntheit, als das KDE-Projekt sich für die Nutzung des Frameworks entschied. Aber die Lizenz führte unter Anwendern und Entwicklern zu Kontroversen. Mit einer Änderung der Lizenz unter Linux im Jahr 2000 und der Gründung der »KDE Free Qt Foundation«, die verhindern sollte, dass Qt im Falle einer Insolvenz oder Übernahme von Trolltech unter eine restriktivere Lizenz fallen kann, klärte sich die Lage. Mittlerweile wird Qt unter den Bedingungen der LGPL vertrieben.

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Kommentare (Insgesamt: 30 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: Als ob man vorher Qt Software gesagt hätte (ds, Do, 10. September 2009)
Re[5]: Moblin (Karlchen, Do, 13. August 2009)
Re: Logischer Name (Freiheitsliebender, Mi, 12. August 2009)
Re: Versteh ich nicht... (Kevin Krammer, Mi, 12. August 2009)
Re[3]: Nokia (koolrabi, Mi, 12. August 2009)
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