Von Lydia Pintscher am Mo, 17. August 2009 um 19:37 #
Es ist mit Google Docs erstellt weil ich damit viel arbeite, es einfacher ist andere Leute kommentieren zu lassen, die ich um Korrekturen bitte, und ich problemlos an verschiedenen Computern daran arbeiten kann (absolutes Muss für mich). Der Inhalt sollte in dem Fall im Vordergrund stehen. Und jeder der sich mit social media abgibt muss sich früher oder später eingestehen, dass da auch (noch) ein sehr großer Teil der Seiten nicht frei ist. Nein, mir gefällt das auch nicht. Ja, ich unterstütze freie Versionen der Seiten (identi.ca zB) sehr.
(Und ja ich kann sowohl mit LaTeX als auch OOo sehr gut umgehen )
> warum hat sie es nicht mit LaTeX oder zumindest OOo gemacht.
Eine typisch religiös motivierte Frage. Und absolut sachundienlich. Ein denkender Mensch, der eine Aufgabe bewältigen will, wird das für ihn bestgeeignete Werkzeug wählen. Wer da anders rangeht, ist ein ideologischer Spinner.
Nein, es ist durchaus eine sachliche Frage, die ja auch bereits beantwortet wurde. Die Nutzung freier Software im Umfeld freier Software sollte die normale Situation sein, und ein anderes Vorgehen ist durchaus eine Nachfrage wert.
> Die Nutzung freier Software im Umfeld freier Software sollte > die normale Situation sein
Warum?
> und ein anderes Vorgehen ist durchaus eine Nachfrage wert.
Es ist reine Ideologie darauf zu pochen, sogenannte "freie" Software zu verwenden. Mit Sachlichkeit hat das rein gar nichts zu tun. Das sähe vielleicht etwas anders aus, wenn es _eine_ klare Definition für "freie" Software gäbe, aber genau da gehen die Meinungen je nach Ideologie weit auseinander, Stcihwort GPL vs. BSD-Lizenz.
> wenn es _eine_ klare Definition für "freie" Software gäbe, aber genau da gehen die Meinungen je nach Ideologie weit auseinander, Stcihwort GPL vs. BSD-Lizenz.
BSD-Lizenz und GPL sind lediglich zwei Freie Software Lizenzen, welche beide die Freie Software Difinition erfüllen.
> welche beide die Freie Software Difinition erfüllen.
Ja, die Definition der FSF. Nur muss man diese Definition ja nicht akzeptieren. Schließlich handelt es sich hier nicht um die Beschreibung eines Naturgesetzes.
> BSD-Lizenz und GPL sind lediglich zwei Freie Software Lizenzen
Mit völlig anderen Konsequenzen für Entwickler, die auf die Quelltexte dieser "freien" Software zurückgreifen:
GPL: [ ] Ich habe die _Freiheit_, den Quelltext in meinen eigenen Produkten zu verwenden, ohne andern meinen Quelltext zugänglich machen zu müssen.
BSD: [X] Ich habe die _Freiheit_, den Quelltext in meinen eigenen Produkten zu verwenden, ohne andern meinen Quelltext zugänglich machen zu müssen.
Von Christopher Roy Bratusek am Di, 18. August 2009 um 13:23 #
>> Ja, die Definition der FSF. Nur muss man diese Definition ja nicht akzeptieren. >> Schließlich handelt es sich hier nicht um die Beschreibung eines Naturgesetzes.
Natürlich nicht. Aber die FSF steht als Institution hinter FreeSoftware und von daher präferiere ich deren Definition über irgendwelche Homebrew-Definitionen.
> Ja, die Definition der FSF. Nur muss man diese Definition ja nicht akzeptieren. Schließlich handelt es sich hier nicht um die Beschreibung eines Naturgesetzes.
Klar, man muss keine Definition akzeptieren. Verschiedene Menschen haben sicher auch (leicht) verschiedene Vorstellungen was eine Demokratie ist, was für eine freie Gesellschaft essentiell ist (sieht man ja aktuell ganz gut an den verschiedenen Meinungen zu den Anti-Terror-Maßnahmen) usw.
Eigentlich keine Definition ist ein Naturgesetzt. Trotzdem gibt es sowas wie ein "common sense" der sich zu bestimmten Themen mit der Zeit bildet. So kannst du z.B. alle bekannten "Institute" im Bereich Freie Software danach befragen ob Lizenz X eine Freie Software Lizenz ist und du wirst zu 99% die gleiche Antwort bekommen, egal ob du eine FSF, die OSI, Debian, RedHat legal,... befragst.
> Mit völlig anderen Konsequenzen für Entwickler, die auf die Quelltexte dieser "freien" Software zurückgreifen
Das bestreite ich nicht, hätten die beiden Lizenzen die exakt gleichen Auswirkungen, dann wären es die gleichen Lizenzen. Das ändert aber nichts daran, dass es beides Freie Software Lizenzen sind und das wird, wie ich versucht habe zu erklären, auch niemand ernsthaft bestreiten.
Der Inhalt sollte in dem Fall im Vordergrund stehen. Und jeder der sich mit social media abgibt muss sich früher oder später eingestehen, dass da auch (noch) ein sehr großer Teil der Seiten nicht frei ist. Nein, mir gefällt das auch nicht. Ja, ich unterstütze freie Versionen der Seiten (identi.ca zB) sehr.
(Und ja ich kann sowohl mit LaTeX als auch OOo sehr gut umgehen
)
Eine typisch religiös motivierte Frage. Und absolut sachundienlich.
Ein denkender Mensch, der eine Aufgabe bewältigen will, wird das für ihn bestgeeignete Werkzeug wählen. Wer da anders rangeht, ist ein ideologischer Spinner.
Nein, es ist durchaus eine sachliche Frage, die ja auch bereits beantwortet wurde.
Die Nutzung freier Software im Umfeld freier Software sollte die normale Situation sein, und ein anderes Vorgehen ist durchaus eine Nachfrage wert.
> die normale Situation sein
Warum?
> und ein anderes Vorgehen ist durchaus eine Nachfrage wert.
Es ist reine Ideologie darauf zu pochen, sogenannte "freie" Software zu verwenden. Mit Sachlichkeit hat das rein gar nichts zu tun.
Das sähe vielleicht etwas anders aus, wenn es _eine_ klare Definition für "freie" Software gäbe, aber genau da gehen die Meinungen je nach Ideologie weit auseinander, Stcihwort GPL vs. BSD-Lizenz.
BSD-Lizenz und GPL sind lediglich zwei Freie Software Lizenzen, welche beide die Freie Software Difinition erfüllen.
Ja, die Definition der FSF. Nur muss man diese Definition ja nicht akzeptieren. Schließlich handelt es sich hier nicht um die Beschreibung eines Naturgesetzes.
> BSD-Lizenz und GPL sind lediglich zwei Freie Software Lizenzen
Mit völlig anderen Konsequenzen für Entwickler, die auf die Quelltexte dieser "freien" Software zurückgreifen:
GPL:
[ ] Ich habe die _Freiheit_, den Quelltext in meinen eigenen Produkten zu verwenden, ohne andern meinen Quelltext zugänglich machen zu müssen.
BSD:
[X] Ich habe die _Freiheit_, den Quelltext in meinen eigenen Produkten zu verwenden, ohne andern meinen Quelltext zugänglich machen zu müssen.
Jaja, alles eine Frage des Standpunktes.
>> Schließlich handelt es sich hier nicht um die Beschreibung eines Naturgesetzes.
Natürlich nicht. Aber die FSF steht als Institution hinter FreeSoftware und von daher präferiere ich deren Definition über irgendwelche Homebrew-Definitionen.
Klar, man muss keine Definition akzeptieren. Verschiedene Menschen haben sicher auch (leicht) verschiedene Vorstellungen was eine Demokratie ist, was für eine freie Gesellschaft essentiell ist (sieht man ja aktuell ganz gut an den verschiedenen Meinungen zu den Anti-Terror-Maßnahmen) usw.
Eigentlich keine Definition ist ein Naturgesetzt. Trotzdem gibt es sowas wie ein "common sense" der sich zu bestimmten Themen mit der Zeit bildet. So kannst du z.B. alle bekannten "Institute" im Bereich Freie Software danach befragen ob Lizenz X eine Freie Software Lizenz ist und du wirst zu 99% die gleiche Antwort bekommen, egal ob du eine FSF, die OSI, Debian, RedHat legal,... befragst.
> Mit völlig anderen Konsequenzen für Entwickler, die auf die Quelltexte dieser "freien" Software zurückgreifen
Das bestreite ich nicht, hätten die beiden Lizenzen die exakt gleichen Auswirkungen, dann wären es die gleichen Lizenzen. Das ändert aber nichts daran, dass es beides Freie Software Lizenzen sind und das wird, wie ich versucht habe zu erklären, auch niemand ernsthaft bestreiten.