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Do, 20. August 2009, 13:57

Software::Entwicklung

Linux-Entwicklungsstatistik aktualisiert

Die Linux Foundation hat eine neue Version der Analyse veröffentlicht, wieviele Entwickler wieviel Code in den letzten Monaten zum Linux-Kernel beigetragen haben.

Vor mehr als einem Jahr, am 1. April 2008, hatte die Linux Foundation die erste Version des Dokumentes herausgebracht, wie in Linux-Entwicklung statistisch gesehen gemeldet. Jetzt liegt eine Aktualisierung vor, wiederum von den Kernel-Entwicklern Jonathan Corbet und Greg Kroah-Hartman sowie von Amanda McPherson, Vizepräsidentin der Foundation für Marketing und Entwicklerprogramme, verfasst. Das Papier steht als 17-seitige PDF-Datei zum freien Download zur Verfügung.

Die Analyse zeigt, wie groß und vielfältig die Entwicklergemeinschaft des Linux-Kernels ist. Der Kernel ist nach Auffassung der Foundation eine gemeinsame Ressource, die von Firmen massiv unterstützt wird, die hier kooperieren, ansonsten aber Konkurrenten sind. Sie machen den Kernel zum größten verteilten Software-Entwicklungsprojekt der Welt.

Seit April 2008 stieg die durchschnittliche Zahl der Entwickler, die etwas zum Kernel beisteuerten, um zehn Prozent. 2,7 Mio. Codezeilen kamen hinzu. Die Zahl der Patches, die im Durchschnitt pro Stunde in den Kernel integriert wurden, stieg um 42 Prozent auf 5,45. Die Autoren führen diese Steigerung sowohl auf die erhöhte Nachfrage nach Linux in aufstrebenden Märkten als auch auf technisch-organisatorische Maßnahmen, wie die Einführung des Linux-next-Kernelzweiges, zurück.

Die Studie der Linux Foundation wertet Kenngrößen wie die Größe des Kernel-Quellcodes (Dateien und Zeilen), die Zeit zwischen den Versionen, die Zahl der Änderungen zwischen den Versionen und die Zahl der hinzugefügten, gelöschten oder geänderten Codezeilen aus und betrachtet ihre Entwicklung über die Zeit. Darüber hinaus wurde ermittelt, wieviele Personen Beiträge zum Kernel leisteten und woher diese kommen.

So waren an der Kernel-Entwicklung seit Version 2.6.11 insgesamt 532 Firmen beteiligt. Bei Kernel 2.6.30 allein war es die Rekordzahl von 240. Auch diese Zahl stieg stetig an. Bei den individuellen Entwicklern rangierten David Miller, Ingo Molnar, Al Viro, Adrian Bunk und Takashi Iwai vorne, gefolgt von dutzenden weiteren mit hunderten von einzelnen Änderungen. Den größten Anteil an der Entwicklung haben mit 18,2% Entwickler, die nach dem Stand der Erkenntnisse keinem Unternehmen angehören. Bei weiteren 7,6% der Entwickler ist nichts über ihre Firmenangehörigkeit bekannt. Unter den Firmen, die zum Kernel beitragen, ragen Red Hat (12,3%), IBM (7,6%), Novell (7,6%) und Intel (5,3%) heraus. Berücksichtigt man jedoch nur die Kernel seit 2.6.24, hat Intel etwas aufgeholt, IBM und Novell hatten etwas weniger Anteil. Firmen wie Oracle, Parallels und Fujitsu haben jedoch ihre Mitarbeit verstärkt, und Firmen wie Atheros tauchen zum ersten Mal auf den oberen Plätzen auf.

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