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Mo, 24. August 2009, 12:45

Hardware::Systeme

Chromium für 64-Bit-Linux-Systeme offiziell angekündigt

Wie der Chrome-Manager Dean McNamee auf der Liste des Chromium-Projektes schreibt, arbeitet Google an einer Version des Browsers, die 64-Bit-Linux-Systeme unterstützt.

Selten hat die Freigabe eines Browsers so viele Wellen geschlagen wie die Ankündigung von Google, einen eigenen Browser zu entwickeln. Dementsprechend groß war auch das Interesse der Allgemeinheit an dem Projekt, als es veröffentlicht wurde, und dementsprechend auch groß der Frust, als anfänglich nur Windows unterstützt wurde. Nun könnte bei den Google-Entwicklern erstmals Linux noch vor Windows den Vorzug erhalten.

Demnach wird die 64-Bit-Variante von Chromium, der quelloffenen Basis von Chrome, zuerst nur für Linux und Mac OS X freigegeben werden. Das Unternehmen arbeitete bereits seit geraumer Zeit daran und präsentierte am Wochenende offiziell die ersten Resultate dieser Arbeit. Auf der Mailingliste des Projektes schreibt Chrome-Manager Dean McNamee: »Das v8-Team hat in diesem Quartal hervorragende Arbeit an der 64-Bit-Portierung geleistet. Nach diversen Änderungen an Chromium lässt sich Chromium für Linux seit ein paar Wochen unter 64 Bit kompilieren«.

Offizielle Pakete von Chromium für 64-Bit-Systeme gibt es noch nicht. Die Entwickler stellten allerdings vor ein paar Tagen eine Anleitung ins Netz, wie eine native 64-Bit-Version unter Linux erstellt werden kann. Ferner stellt das launchpad.net-Repositorium bereits für 64-Bit-Systeme angepasste Versionen von Chromium zum Download bereit.

Zwar gibt es die meisten größeren Betriebssysteme auch in 64-Bit-Varianten, doch vor allem Hersteller von großen Applikationen scheuen immer noch den Aufwand, eine native Version ihrer Anwendungen zu veröffentlichen. So bietet beispielsweise das Mozilla-Projekt bereits seit geraumer Zeit eine 64-Bit-Version des Firefox-Browsers in Form von »nightly builds« zum Download an, eine offizielle Freigabe erhielt die Applikation allerdings immer noch nicht. Die Entwickler erklären des Fehlen durch die Tatsache, dass die Mehrzahl der bekannten Plugins nur für x86-Systeme verfügbar sei. Darüber hinaus funktionieren die für i686 optimierten Varianten in jeder x86-64 Linux-Distribution, weshalb keine Ressourcen in die Portierung und Optimierung gesteckt wurden und eine native 64-Bit-Version langsamer als ihr x86-Pendant läuft.

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