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Mi, 26. August 2009, 12:22

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

Dritte Betaversion von FreeBSD 8.0

Die dritte Betaversion von FreeBSD 8.0 steht zum Herunterladen und Testen bereit.

Mit der neuen Betaversion sind alle geplanten Features implementiert, und bis zur Freigabe der offiziellen Version werden nur noch Fehler korrigiert. Die offizielle Version soll nun, nach zwei Veröffentlichungskandidaten, in der dritten Septemberwoche kommen.

Zwischen der zweiten und der dritten Betaversion wurden die Versionsnummern der dynamischen Bibliotheken erhöht. Benutzer, die ein älteres System aktualisieren wollen, sollten laut der Ankündigung alle Anwendungen, besonders die aus dem Ports-Verzeichnis, mit den neuen Bibliotheken neu compilieren.

Zu den Verbesserungen von FreeBSD 8.0 gegenüber 7.x gehört der neu eingeführte USB-Stack, der zeitgleiche Transfers ermöglicht und bei den notwendigen Sperren nicht mehr alle CPUs sperrt. Darüber hinaus flossen die von der FreeBSD Foundation gesponserten Patches ein, mit denen der Kernel keine Panic erzeugt, wenn auf ein eingehängtes USB-Gerät zugegriffen wird, dieses aber nicht mehr eingesteckt ist.

Der in FreeBSD 7.1 eingeführte ULE-Scheduler erhielt weitere Verbesserungen, mit denen man CPU-Kerne einzelnen Jails zuweisen kann. Im Netzwerkbereich gibt es nun Unterstützung für NFSv4, das beispielsweise über ACLs und Authentifizierung verfügt und kompatibel mit NFSv3 ist. Komplexere Netzwerkumgebungen können jetzt mit mehreren Routingtabellen abgebildet werden. Die Ports-Infrastruktur ist nun in der Lage, bei der Compilierung alle CPUs einzusetzen und damit die benötigte Zeit entsprechend zu reduzieren. Weiterhin wurde in das System das von Sun entwickelte DTrace eingebunden, ein umfassendes Werkzeug, um am laufenden System Ereignisse aufzuzeichnen und später auszuwerten.

Jails wurden auf Version 2 gebracht und unterstützen nun mehrere Netzwerkadressen, IPv6 und einiges mehr. Das System kann als DomU unter Xen laufen, was in Version 8.0 jedoch noch als experimentell gilt. Die TTY-Schicht wurde zu einer reinen Abstraktionsschicht umgebaut, die vollständig mehrprozessorfähig ist und somit den globalen Kernel-Lock nicht mehr benötigt. Das soll viele Latenz-Probleme beheben.

Das bisherige Limit von 2 GB Kernel-Speicher für AMD64 wurde auf 512 GB angehoben. Ferner kann das System große Speicherseiten nutzen, was die Speicherverwaltung und die Nutzung der TLB-Puffer effizienter macht. Weitere Details zu den neuen Features in FreeBSD 8.0 hat Ivan Voras in seinem Blog zusammengefasst.

Die ISO- und IMG-Abbilder können von den Spiegel-Servern des FreeBSD-Projekts heruntergeladen werden. Neben den ISO-Dateien stehen auch Installations-Abbilder zum Kopieren auf USB-Geräte für die Architekturen i386 und amd64 zur Verfügung. Somit können auch Besitzer von Netbooks und anderen Geräten ohne optisches Laufwerk problemlos die neuen Funktionen testen. Die DVD-Medien enthalten einige zusätzliche Binärpakete, deren Zusammenstellung sich aber voraussichtlich nochmals ändern wird.

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