Brüller des Tages... schreib doch gleich Windows ME.
Die Produkte sind zu vielfältig um grob in besser oder schlechter zu unterscheiden.
Was den Support und das ROI bzw die TCO angeht bin ich bei RHEL bisher besser gefahren als bei den SLES Lösungen. Weswegen auch immer mehr Solaris und SLES Umgebungen durch RHEL ersetzt werden. Bei Solaris mag es durch den Kauf von Oracle beschleunigt worden sein, aber auch vorher war RHEL ein großer Abnehmer ehemaliger Solaris Kunden.
Solaris ist als UNIX schliesslich deutlich näher an Linux, als an Windows.
Den Support von Red Hat kannst du behalten. Die haben bisher nicht ein einziges Problem richtig lösen können, oder bzw. erst Wochen(!!!) später nachdem wir das Problem bereits selbst gelöst hatten. Selten solche Pfeifen im Support erlebt.
der Redhat-Support schien mir bisher stets sehr gut. Wir haben keine schlechten Erfahrungen gemacht, dafür aber einige besonders gute. Den Standard von Solaris kenne ich allerdings nicht, vielleicht ist das dagegen wirklich schlecht.
Aus meiner Sicht spricht gegen Solaris (darfst mich gerne korrigieren, ich erwarte nicht, dass ich das alles korrekt weiss):
a) Wer Solaris nimmt, muss aufpassen, dass er die Hardware sorgfältig auswählt, sonst geht sie nicht. Wir mögen es schon die Uralt-Schrott PCs oder was der Kunde halt so hat, einsetzen zu können. Zwei Systeme, ein echtes, und eines welches auf jedem Schrott läuft, empfinde ich als doof. Die Zeiten wo wir Tru64 für echte System und Linux für alles andere hatten, sind zum Glück abgelöst durch Zeiten, wo wir RHEL für echte Systeme und z.B. Debian für andere haben, was sich wesentlich angenehmer darstellt. b) Kompatibel zur Ur-ksh, Ur-tar, ich will GNU und nur GNU. Mit OSOL gibt es das vielleicht, aber die kommerziellen Solaris haben das nicht so einfach, oder? Ich will z.B. "ls dirname -l" schreiben. Dass mich Tru64 dafür gehasst hat, war verständlich, aber war inzwischen von GNU verwöhnt. Von Solaris will ich im wesentlich nur den Kernel und die Tools, wenn überhaupt. c) Zertifizierungen sind heute für RHEL zu haben. Für Solaris gibt es auch ein paar. Vielleicht sogar mehr als für Ubuntu? Das ist keine Basis mehr. Ich weiss, dass war mal anders. Zug verpasst, Sun. d) Bei allem Respekt für Solaris, dürfte doch klar sein, dass es eben kein Linux ist. Wenn Du hergelaufenes Volk von der Uni einstellst, kennt das heute immer öfter Linux. Solaris hat es schonmal gehört, aber als veraltet eingestuft. e) Der Standard heisst heute Linux und nicht mehr UNIX. Schön, dass Solaris wie alle grossen UNIXe jetzt auch Linux kompatibel ist. Aber es ist nicht das Original. f) Bei Linux könnte es passieren, dass RHEL irgendwie nicht mehr so gut ist, oder dass unsere Schwerpunkte sich verändern. Dann wechseln wir den Support. Bei Solaris wird das nicht gehen. g) Die Zukunft von Produkten ist nach einer Übernahme immer etwas unsicherer. Wie sicher ist man, dass Solaris für Oracle genauso wichtig wie Java ist? Bei dem grossen Investment von Oracle in Linux, siehe etwa btrfs, könnte Solaris einfach die Luft ausgehen. Das kann Linux nicht passieren, da entscheidet nicht nur Oracle wie es weitergeht. Sollte sich Oracle auf Solaris konzentrieren, würde ich das kaum merken. Sollte sich Oracle auf Linux konzentrieren, wird Solaris kommerziell uninteressant.
Selbst wenn der Support von RHEL gegen den von Oracle nichts reissen würde. Echt, selbst wenn Solaris besser als Linux wäre. Ich könnte Niemandem empfehlen nicht zumindest mittelfristig auf Linux zu setzen. Und da würde ich Debian oder RHEL empfehlen.
Von M wie Meikel am Fr, 4. September 2009 um 16:22 #
> Die Zeiten wo wir Tru64 für echte System und Linux für alles andere hatten, sind zum Glück abgelöst durch Zeiten, wo wir RHEL für echte Systeme und z.B. Debian für andere haben, was sich wesentlich angenehmer darstellt.
Was ist denn daran wesentlich angenehmer? Die Admin-Tools und Konzepte sind nach wie vor unterschiedlich (dpkg vs. rpm, /etc/network/interfaces vs. /etc/sysconfig/networking-scripts, ...), ob jeder Hersteller nun seine eigenen Geschmacksrichtung von CDE oder von KDE/Gnome bringt, ist auch kein wirklicher Fortschritt.
> ich will GNU und nur GNU.
Schön für dich. Manche wollen Windows, andere wollen GNU. Wieder andere sind da etwas flexibler.
Schön das es bei euch klappt. Aber ich rufe beim Red Hat Support eigentlich nur an, wenn es wirklich brennt. und da muß ich sagen, war der Support bisher eine Frechheit. Bei Sun habe ich im Regelfall noch amselben Tag eine Antwort, oder einen Tag später. ABER das ich hintertelefonieren muß, habe ich bei Sun noch nie erlebt.
a) Mit Solaris auf x86 habe ich nicht so die Erfahrung. Aber auf x86 würde auch eher zu Linux tendieren. Das die Hardwareunterstützung von Solaris schlechter ist, kann ich mir durchaus vorstellen. Aber Solaris gehört eigentlich auf eine Sparc-Architektur, da entfaltet es seine volle Kraft. Du könntest z.B. auch Debian auf einer Sparc-Maschine installieren. Macht aber eigentlich nicht viel Sinn, da läuft Solaris einfach besser.
b) Sagt dir die Companion-CD was? Darauf findest du unter anderem auch die ganzen GNU Sachen. Anonsten gibt es noch http://www.sunfreeware.com und http://www.blastwave.org, wo du auch sehr viel Zeugs findest. Bei uns gibt es z.B. ein Team, das die Tools für alle möglichen Platformen selber baut.
c) Schaust dir mal die Seite an: https://www.suntrainingcatalogue.com
d) Also bei mir gab es noch Solaris an der UNI. Gut ist aber auch schon paar Jahre her
e) Was bitte verstehst du den unter Original? Solaris gibt es schon etwas länger als Linux. Die x86 Portierung ist halt in den letzten Jahren hinzugekommen.
f) Sun bietet sogar Support für RHEL an. Du kannst auch bei anderen Anbietern (am besten von Sun zertifiziert) einkaufen. Auch das geht.
g) Das bleibt erstmal abzuwarten, was da passiert. Ansonsten gibt es immer noch ein paar Sachen, die Solaris einfach besser löst, und wovon Linux immer noch lernen kann.
Es kommt darauf an, was du machst. Generell Solaris oder Linux zu empfehlen macht keinen Sinn.
Wieso von der CD installieren? Wofür gibt es Repos? Ansonsten kannst du dennoch die Quellen der CD als Rpo einrichten, schwachsinnig aber so war ja auch deine Frage.
SLES kostest nur Support (100$/Jahr), egal wieviel Server da laufen. Wenn man Support bracht, aber der ist schnell und qualitativ hochwertig und außerdem in deutsch.
Und was im Yast funktioniert (nicht lachen), z.B. iSCSI-Anbindung, weiß man die Annehmlichkeit zu schätzen.
"Kernelaktualität" ist ja wohl im Serverumfeld ein Antifeature. Da will ich moeglichst lange eine Kernelversion einsetzen, die regelmaessig mit Sicherheitsupdates versehen wird und nicht staendig neue Kernelversionen mit neuen Schnittstellen vorgesetzt bekommen auf die Gefahr hin, dass dann evtl. wichtige Software nicht mehr laeuft.
also ich kenne sowohl RHEL als auch SLES. Ich habe mit beiden sowohl sehr gute Erfahrungen als auch sehr schlechte Erfahrungen machen dürfen. Insbesondere beim Support kann man Glück haben oder einfach nur noch Pech erleben, je nachdem wie der Support-Mitarbeiter so drauf ist. Ich präferiere, wenn ich es mir aussuchen dürfte, SLES. Halte ich z. Z. einfach für einen Tick stimmiger und runder.
Von Felix Schwarz am Do, 3. September 2009 um 22:18 #
Also ich bin mit SLES 9 mal übel reingefallen, da SLES9 bei mir nicht mehrere Kernelversion installierte, sondern nur den aktuellen. Nach einem Update funktionierte der Treiber des Drittherstellers nicht mehr und ich konnte nicht auf eine funktionierende Kernelversion zurückwechseln.
Ansonsten spricht für Red Hat: - Es gibt kostenfreie Klone (CentOS, Scientific Linux, Startcom, ...), die zum Ausprobieren bzw. für Low Budget-Dinge sehr gut sind. - Vielleicht nur Präferenz, aber die Art der Paketierung/SRPMs schien mir bei Red Hat geschickter zu sein.
Die Produkte sind zu vielfältig um grob in besser oder schlechter zu unterscheiden.
Was den Support und das ROI bzw die TCO angeht bin ich bei RHEL bisher besser gefahren als bei den SLES Lösungen. Weswegen auch immer mehr Solaris und SLES Umgebungen durch RHEL ersetzt werden. Bei Solaris mag es durch den Kauf von Oracle beschleunigt worden sein, aber auch vorher war RHEL ein großer Abnehmer ehemaliger Solaris Kunden.
Solaris ist als UNIX schliesslich deutlich näher an Linux, als an Windows.
Den Support von Red Hat kannst du behalten. Die haben bisher nicht ein einziges Problem richtig lösen können, oder bzw. erst Wochen(!!!) später nachdem wir das Problem bereits selbst gelöst hatten. Selten solche Pfeifen im Support erlebt.
der Redhat-Support schien mir bisher stets sehr gut. Wir haben keine schlechten Erfahrungen gemacht, dafür aber einige besonders gute. Den Standard von Solaris kenne ich allerdings nicht, vielleicht ist das dagegen wirklich schlecht.
Aus meiner Sicht spricht gegen Solaris (darfst mich gerne korrigieren, ich erwarte nicht, dass ich das alles korrekt weiss):
a) Wer Solaris nimmt, muss aufpassen, dass er die Hardware sorgfältig auswählt, sonst geht sie nicht. Wir mögen es schon die Uralt-Schrott PCs oder was der Kunde halt so hat, einsetzen zu können. Zwei Systeme, ein echtes, und eines welches auf jedem Schrott läuft, empfinde ich als doof. Die Zeiten wo wir Tru64 für echte System und Linux für alles andere hatten, sind zum Glück abgelöst durch Zeiten, wo wir RHEL für echte Systeme und z.B. Debian für andere haben, was sich wesentlich angenehmer darstellt.
b) Kompatibel zur Ur-ksh, Ur-tar, ich will GNU und nur GNU. Mit OSOL gibt es das vielleicht, aber die kommerziellen Solaris haben das nicht so einfach, oder? Ich will z.B. "ls dirname -l" schreiben. Dass mich Tru64 dafür gehasst hat, war verständlich, aber war inzwischen von GNU verwöhnt. Von Solaris will ich im wesentlich nur den Kernel und die Tools, wenn überhaupt.
c) Zertifizierungen sind heute für RHEL zu haben. Für Solaris gibt es auch ein paar. Vielleicht sogar mehr als für Ubuntu? Das ist keine Basis mehr. Ich weiss, dass war mal anders. Zug verpasst, Sun.
d) Bei allem Respekt für Solaris, dürfte doch klar sein, dass es eben kein Linux ist. Wenn Du hergelaufenes Volk von der Uni einstellst, kennt das heute immer öfter Linux. Solaris hat es schonmal gehört, aber als veraltet eingestuft.
e) Der Standard heisst heute Linux und nicht mehr UNIX. Schön, dass Solaris wie alle grossen UNIXe jetzt auch Linux kompatibel ist. Aber es ist nicht das Original.
f) Bei Linux könnte es passieren, dass RHEL irgendwie nicht mehr so gut ist, oder dass unsere Schwerpunkte sich verändern. Dann wechseln wir den Support. Bei Solaris wird das nicht gehen.
g) Die Zukunft von Produkten ist nach einer Übernahme immer etwas unsicherer. Wie sicher ist man, dass Solaris für Oracle genauso wichtig wie Java ist? Bei dem grossen Investment von Oracle in Linux, siehe etwa btrfs, könnte Solaris einfach die Luft ausgehen. Das kann Linux nicht passieren, da entscheidet nicht nur Oracle wie es weitergeht. Sollte sich Oracle auf Solaris konzentrieren, würde ich das kaum merken. Sollte sich Oracle auf Linux konzentrieren, wird Solaris kommerziell uninteressant.
Selbst wenn der Support von RHEL gegen den von Oracle nichts reissen würde. Echt, selbst wenn Solaris besser als Linux wäre. Ich könnte Niemandem empfehlen nicht zumindest mittelfristig auf Linux zu setzen. Und da würde ich Debian oder RHEL empfehlen.
Gruss,
Kay
Was ist denn daran wesentlich angenehmer? Die Admin-Tools und Konzepte sind nach wie vor unterschiedlich (dpkg vs. rpm, /etc/network/interfaces vs. /etc/sysconfig/networking-scripts, ...), ob jeder Hersteller nun seine eigenen Geschmacksrichtung von CDE oder von KDE/Gnome bringt, ist auch kein wirklicher Fortschritt.
> ich will GNU und nur GNU.
Schön für dich. Manche wollen Windows, andere wollen GNU. Wieder andere sind da etwas flexibler.
a) Mit Solaris auf x86 habe ich nicht so die Erfahrung. Aber auf x86 würde auch eher zu Linux tendieren. Das die Hardwareunterstützung von Solaris schlechter ist, kann ich mir durchaus vorstellen. Aber Solaris gehört eigentlich auf eine Sparc-Architektur, da entfaltet es seine volle Kraft. Du könntest z.B. auch Debian auf einer Sparc-Maschine installieren. Macht aber eigentlich nicht viel Sinn, da läuft Solaris einfach besser.
b) Sagt dir die Companion-CD was? Darauf findest du unter anderem auch die ganzen GNU Sachen. Anonsten gibt es noch http://www.sunfreeware.com und http://www.blastwave.org, wo du auch sehr viel Zeugs findest. Bei uns gibt es z.B. ein Team, das die Tools für alle möglichen Platformen selber baut.
c) Schaust dir mal die Seite an: https://www.suntrainingcatalogue.com
d) Also bei mir gab es noch Solaris an der UNI. Gut ist aber auch schon paar Jahre her
e) Was bitte verstehst du den unter Original? Solaris gibt es schon etwas länger als Linux. Die x86 Portierung ist halt in den letzten Jahren hinzugekommen.
f) Sun bietet sogar Support für RHEL an. Du kannst auch bei anderen Anbietern (am besten von Sun zertifiziert) einkaufen. Auch das geht.
g) Das bleibt erstmal abzuwarten, was da passiert. Ansonsten gibt es immer noch ein paar Sachen, die Solaris einfach besser löst, und wovon Linux immer noch lernen kann.
Es kommt darauf an, was du machst. Generell Solaris oder Linux zu empfehlen macht keinen Sinn.
Furgas - Magister Technicus
Wenn ich die Wahl habe, dann wird es in den meisten Fällen Solaris.
Z.B. mal nach einer Minimalinstallation Gnome nachziehen. Viel Spaß
SLES9 war eine Katastrophe sonder Gleichen, mit SLES10 kommt Novell, sowenig ich die Firma mag, aber auf einen grünen Zweig. 11 kenne ich noch nicht
Dank yum reduziert sich das Vorhaben auf einen Aufruf in der Shell...
Und Kernelaktualität
SLES kostest nur Support (100$/Jahr), egal wieviel Server da laufen. Wenn man Support bracht, aber der ist schnell und qualitativ hochwertig und außerdem in deutsch.
Und was im Yast funktioniert (nicht lachen), z.B. iSCSI-Anbindung, weiß man die Annehmlichkeit zu schätzen.
bye
sumsi
Laut Novell kostet das Abo ab 290 EUR pro Jahr und Server.
Siehe http://www.novell.com/de-de/products/server/pricing_euro.html
mfg
SUB
"Mengenrabatt anfragen".
Es steht doch da.
Ansonsten spricht für Red Hat:
- Es gibt kostenfreie Klone (CentOS, Scientific Linux, Startcom, ...), die zum Ausprobieren bzw. für Low Budget-Dinge sehr gut sind.
- Vielleicht nur Präferenz, aber die Art der Paketierung/SRPMs schien mir bei Red Hat geschickter zu sein.
bei wikipedia steht anfang 2010 ist das noch aktuell?
Es ist schön wenn ein OS genau das tut.