Ein Monopol kauft man nicht mal ebenso. Wenn es damals Konkurrenzprodukte gegeben hätte oder die anderen Firmen, bzw. Organisationen frühzeitig gehandelt hätten wäre es auch nicht soweit gekommen.
Außerdem hat Microsoft keine wirkliche Monopolstellung, da es neben Apple noch zig Linux-Distris zur Auswahl gibt. Sie sind lediglich Marktführer mit einem nicht unerheblichen Vorsprung und versuchen logischerweise ihre Position zu verteidigen.
- MSFT hat eine Quasimonpolstellung weil du nicht einfach von einer Plattform zur anderen wechseln kannst.
- Fruehzeitig (aber immer noch viel zu spaet) gab es Ende der 90iger ein Kartellrechtsverfahren gegen MSFT was eingestellt wurde nachdem Bush Praesident wurde. MSFT drohte in dem Verfahren die Zerschlagung.
Oder es lag eben doch vor allem daran das MS im Vergleich zu allen anderen Firmen im Markt sich an keinen Hardwarehersteller gefunden hat, und gleichzeitig den Consumermarkt bedienen wollte.
Microsoft hat sich einfach durchgesetzt, da es Mitte der 90er Jahre neben IBM OS2 das beste OS auf dem Markt war. Der entscheidende Faktor war jedoch das es für Windows wesentlich mehr Software gab als für andere Betriebssysteme. Ein Faktor der auch Heute noch eine entscheidende Rolle bei der Wahl und der Migration von Betriebssystemen ist.
Von lililiiii am Fr, 11. September 2009 um 15:27 #
Im Prinzip war es genau ein Programm welches den Ausschlag in der Schlacht zwischen OS/2 und Windows und gegeben haben düfte: Excel. Den anderen Krempel für Windows wollte am Anfang keiner haben. Das wurde alles sehr lange noch unter MS DOS abgehandelt.
Darüber kann man streiten. Marktführer war damals Lotus 1-2-3 bzw. die Lotus SmartSuite aber Microsoft hat damals MS Office sehr aggressiv vertrieben. Unter anderem kein Kopierschutz, starke Vermarktung und Verbreitung über und durch Universitäten etc.
Inzwischen fristet Lotus SmartSuite ein Schattendasein und selbst IBM hat lange Zeit intern auf MS Office gesetzt. Erst jetzt migriert IBM intern zu Lotus Symphony. Mal schauen ob langsam im Office-Markt mehr Bewegung entsteht. Konkurrenz belebt das Geschäft und mit Symphony ist ein weiteres Produkt auf dem Markt welches man OS-unabhängig bzw Plattformübergreifend (Windows, Linux, OS X) einsetzen kann.
Die DOS-Versionen. Excel hatte aber auf Windows unbestreitbar einige Vorteile gegenüber den DOS Programmen die letztendlich den Ausschlag gegeben haben. Die Windowsprogramme von Lotus und den anderen Konkurrenten kamen nach dem Überaschungsschlag von Microsoft erst viel später und dann hat Microsoft ja mit Updates und mit dem M$ Officepaket für Windows bekanntlichermassen Systemdateien ausgetauscht so dass die Konkurrenzprogramme alle relativ instabil liefen und noch mehr zu Abstürzen neigten als das M$ Office Paket (und das wollte schon was heissen). Ich war von 1988 bis 1997 mit WordPefect unterwegs und musste leider den Niedergang des weit besseren mitansehen. Eine Zeitlang so 97 bis Anfang der 2000er Jahre waren alle ausser M$ Office so gut wie nicht mehr im professionellen Bereich brauchbar. Dann hat sich so nach und nach in den letzten Jahren durch StarOffice reloaded ala OpenOffice.org geändert auch wenn mir so manches wie die geniale Steuerzeichenfunktion von WordPerfect immer noch fehlen.
Von Crass Spektakel am Sa, 12. September 2009 um 03:23 #
Ihr denkt viel zu kompliziert.
Es gab 1995 genau einen einzigen Grund warum Windows gewonnen hat: Kosten.
Windows95 kam mit 4MB RAM aus während OS/2 und *nices mindestens 8MB wünschten. Das waren damals ca. 400DM Preisunterschied. Dazu kam daß damals OS/2 ca. 300DM und Windows95 ca. 150DM kostete. Noch ein riesiger Unterschied. Unices waren noch teurer, da kostete ein Unix ohne IP-Stack auf drei User limitiert und ohne X schnell mal 300DM, mit X, IP und zehn Usern auch schnell mal 2000DM.
Also stellte sich damals die Frage "486dx2-66/8MB-RAM/OS2 für 3000DM" oder "386dx40/4MB-RAM/Win95 für 1500DM"... kein Wunder daß Windows sich durchgesetzt hat.
Windows95 hatte damals mitnichten "mehr" Software als Unix oder OS/2 denn damals hatte Unix noch den größten Softwarepool (wenngleich fein säuberlich in tausend Dialekte zerhackt) und OS/2 konnte auf den grossen OS/2-Pool UND Win16-Software UND DOS-Softwaer zugreifen.
Das Rennen war schon weit vor Win95 gelaufen. Es war 1992 und es hieß win3.0/3.1 versus OS/2. Unix spielte keine Rolle weil teuer und das was es für PC gab nicht wirklich für einen Endnutzer geeignet und schweineteuer war (nicht umsonst hat Linus in der Zeit angefangen Linux zu programmieren) und Windows hatte genau 1 Programm welches den Ausschlag gab das Excel hieß. Daneben kam eben noch die halbherzige Vermarktung von OS/2 durch IBM im Gegensatz zu der Aggressivität und Knebelung der Händler durch M$ die manchmal auch Gesetze nicht so ganz eingehalten hat und dass OS/2 eben etwas später dran war als Windows.
Von irgendwer am So, 13. September 2009 um 15:12 #
> Microsoft hat sich einfach durchgesetzt, da es Mitte der 90er Jahre neben IBM OS2 das beste OS auf dem Markt war.
Windows NT war ein sehr gutes OS und mit OS/2 vergleichbar, da nah verwandt. Was aber den Durchbruch für Windows brachte, nämlich Windows 95 (bzw. davor auch schon Win3.x), war nun wirklich keine Glanzleistung. Es hat sich schlicht nicht das bessere durchgesetzt, sondern das einfachere, billigere. Und nicht zuletzt das, was am meisten als Schwarzkopie verfügbar war.
> Der entscheidende Faktor war jedoch das es für Windows wesentlich mehr Software gab als für andere Betriebssysteme.
Die schon vorhandene DOS- und Windows-Software lief doch auch auf OS/2. Erst als sich mit Win95 endgültig Windows am Privat-PC durchgesetzt hat, gab es wirklich mehr Windows-Software als Software für andere Plattformen. Da war die Sache aber schon gegessen.
> Die schon vorhandene DOS- und Windows-Software lief doch auch auf OS/2
Erst nach dem Erscheinen des sogenannten Windows Kompatibility Pack und da war das Rennen schon lange gelaufen.
Was Du mit NT an der Stelle möchtest weiss ich auch nicht das kam ja noch viel später als OS/2 schon lange keine Rolle mehr spielte. In der Zeit von NT hat Linux angefangen auf dem Server interessant zu werden und mit den ersten Versionen von KDE/Gnome fing es dann auch an auf dem Desktop interessant zu werden.
Welche meinst du? Die großen UNIX-Hersteller hatten kein Interesse an PCs. Atari, Apple und Co. hatten Betriebssystem und PC-Hardware ebenfalls fest gekoppelt. Da gabs quasi nur Monopole. Digital Research mit CP/M hätte statt DOS das Monopol für IBM-PCs haben können. Ob das unbedingt besser gewesen wäre, kann niemand sagen. IBM ist an der Situation jedenfalls nicht ganz unschuldig.
Ja die Kinderchen die in der Wikipedia stöberten ... Tatsache ist aber auch, dass niemand eben diese Konkurrenz gerne an ähnlicher Stelle gesehen hätte. Und eine weitere Tatsache ist eben, dass Microsoft in den 80ern und Anfang der 90ern noch nicht wirklich die Marktmacht inne hatte wie ca. Mitte der 90er. Eine Tendenz war natürlich erkennbar, Microsoft handelte nicht anders als jene "Opensource-Freunde" und den Grosskonzernen heute. Warum? Nun das ist eben big business.
Alle grossen Konzerne die Linux "supporten" tun dies ob geschäftlichem Kalkül. Wer anderes glaubt oder gar verbreitet wuchs wohl auf Barbies Ponyhof auf.
Ich würde doch sagen dass M$ deutlich anders als andere gehandelt an der Stelle als man Händler mit massiven Drohungen unter Druck gesetzt hat sobald andere Software als Windows oder M$ DOS mit den Rechnern angeboten wurde.
Von Anonymous am Fr, 11. September 2009 um 17:06 #
Microsoft hat sich sein Monopol nicht erkauft, sondern es sich von IBM schenken lassen.
Beim ersten Mal, als IBM dringend dem PC- Trend hinterherhecheln mußte, kein eigenes OS hatte und bei Bill Gates ein OS kaufte, das diesem nicht mal selber gehörte (QDos), das zweite Mal, als Microsoft aus dem OS/2- Joint- Venture mit IBM ausstieg.
Es gibt zum einen noch andere sammeltöpfe, zudem ist es nicht die Anzahl der Patente die zählt. Schon mit einem Patent kann man eine Firma in den Ruin treiben oder extrem schädigen (leider)
eine Gefahr für Microsoft Windows sein könnten. Immerhin haben beide Unternehmen sehr lange zusammen gearbeitet und Ende der 80er, Anfang der 90er gemeinsam OS/2 entwickelt. Das gesamte NT3.x Projekt ist aus OS/2 hervorgegangen, da stellt sich schon die Frage wer von beiden Unternehmen bei Patentklagen ggf. am längeren Hebel sitzen würde.
Du hast nicht verstanden: Microsoft verkauft die Patente an TuNichtse, die mit Sicherheit keine Patente verletzen, ihre gekauften Patente aber vergolden können. Und das genau weil sie nicht selbst agieren könnten, aber weil agiert werden soll!
Das OIN hat einen anderen Zweck. WENN Microsoft die eigenen Patente gegen Linux einsetzt setzt das OIN die Patente gegen Microsoft ein. Das es nach Umsatzen geht wären die Schadensersatzforderungen gegen Microsoft weit weit im Milliardenbereich.
Das was OIN macht ist nichts anderes als kalter Krieg. So viele Atombomben (Patente) sammeln bis der Gegner erkennt, dass bei einem Erstschlag zu viele Gegenschläge folgen würden.
Einen anderen Schutz vor Patenten gibt es nicht. Das Projekt der Patentbuster ist dafür einfach viel zu langsam weil viel zu aufwändig. Aber derzeit sind die Patente in den USA ja eh gestoppt.
Außerdem hat Microsoft keine wirkliche Monopolstellung, da es neben Apple noch zig Linux-Distris zur Auswahl gibt. Sie sind lediglich Marktführer mit einem nicht unerheblichen Vorsprung und versuchen logischerweise ihre Position zu verteidigen.
- MSFT hat eine Quasimonpolstellung weil du nicht einfach
von einer Plattform zur anderen wechseln kannst.
- Fruehzeitig (aber immer noch viel zu spaet) gab es
Ende der 90iger ein Kartellrechtsverfahren gegen MSFT
was eingestellt wurde nachdem Bush Praesident wurde.
MSFT drohte in dem Verfahren die Zerschlagung.
Der Omega13.
Richtig und es wurde kräftig Schmiergeld gezahlt, damit Windows Vorreiter auf den PCs wird.
Inzwischen fristet Lotus SmartSuite ein Schattendasein und selbst IBM hat lange Zeit intern auf MS Office gesetzt. Erst jetzt migriert IBM intern zu Lotus Symphony. Mal schauen ob langsam im Office-Markt mehr Bewegung entsteht. Konkurrenz belebt das Geschäft und mit Symphony ist ein weiteres Produkt auf dem Markt welches man OS-unabhängig bzw Plattformübergreifend (Windows, Linux, OS X) einsetzen kann.
Und was ist daran schlecht?!? Das waer genauso zu behaupten Linux waer schlecht weil es kostenlos vertrieben wird...
Nicht umsonst gibt es das "Developer-Developer-Developer" Video
Gruss,
Andre
Es gab 1995 genau einen einzigen Grund warum Windows gewonnen hat: Kosten.
Windows95 kam mit 4MB RAM aus während OS/2 und *nices mindestens 8MB wünschten. Das waren damals ca. 400DM Preisunterschied. Dazu kam daß damals OS/2 ca. 300DM und Windows95 ca. 150DM kostete. Noch ein riesiger Unterschied. Unices waren noch teurer, da kostete ein Unix ohne IP-Stack auf drei User limitiert und ohne X schnell mal 300DM, mit X, IP und zehn Usern auch schnell mal 2000DM.
Also stellte sich damals die Frage "486dx2-66/8MB-RAM/OS2 für 3000DM" oder "386dx40/4MB-RAM/Win95 für 1500DM"... kein Wunder daß Windows sich durchgesetzt hat.
Windows95 hatte damals mitnichten "mehr" Software als Unix oder OS/2 denn damals hatte Unix noch den größten Softwarepool (wenngleich fein säuberlich in tausend Dialekte zerhackt) und OS/2 konnte auf den grossen OS/2-Pool UND Win16-Software UND DOS-Softwaer zugreifen.
Windows NT war ein sehr gutes OS und mit OS/2 vergleichbar, da nah verwandt. Was aber den Durchbruch für Windows brachte, nämlich Windows 95 (bzw. davor auch schon Win3.x), war nun wirklich keine Glanzleistung. Es hat sich schlicht nicht das bessere durchgesetzt, sondern das einfachere, billigere. Und nicht zuletzt das, was am meisten als Schwarzkopie verfügbar war.
> Der entscheidende Faktor war jedoch das es für Windows wesentlich mehr Software gab als für andere Betriebssysteme.
Die schon vorhandene DOS- und Windows-Software lief doch auch auf OS/2. Erst als sich mit Win95 endgültig Windows am Privat-PC durchgesetzt hat, gab es wirklich mehr Windows-Software als Software für andere Plattformen. Da war die Sache aber schon gegessen.
Erst nach dem Erscheinen des sogenannten Windows Kompatibility Pack und da war das Rennen schon lange gelaufen.
Was Du mit NT an der Stelle möchtest weiss ich auch nicht das kam ja noch viel später als OS/2 schon lange keine Rolle mehr spielte. In der Zeit von NT hat Linux angefangen auf dem Server interessant zu werden und mit den ersten Versionen von KDE/Gnome fing es dann auch an auf dem Desktop interessant zu werden.
http://www.geocities.com/SiliconValley/Vista/6148/gem.html
DR und xeros , na, wer hat erfunden?
Welche meinst du? Die großen UNIX-Hersteller hatten kein Interesse an PCs. Atari, Apple und Co. hatten Betriebssystem und PC-Hardware ebenfalls fest gekoppelt. Da gabs quasi nur Monopole.
Digital Research mit CP/M hätte statt DOS das Monopol für IBM-PCs haben können. Ob das unbedingt besser gewesen wäre, kann niemand sagen. IBM ist an der Situation jedenfalls nicht ganz unschuldig.
Alle grossen Konzerne die Linux "supporten" tun dies ob geschäftlichem Kalkül. Wer anderes glaubt oder gar verbreitet wuchs wohl auf Barbies Ponyhof auf.
Beim ersten Mal, als IBM dringend dem PC- Trend hinterherhecheln mußte, kein eigenes OS hatte und bei Bill Gates ein OS kaufte, das diesem nicht mal selber gehörte (QDos), das zweite Mal, als Microsoft aus dem OS/2- Joint- Venture mit IBM ausstieg.
Weiß wer wo?
Hier ist sie auch verlinkt
http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Invention_Network.
TsTsTs.
8-()
Warum nicht, nicht jeder leidet, so wie Du, unter Paranoia.
*lachschlapp* 22 Patente verglichen mit 30000 geschätzten Patenten bei MS.
Schon mit einem Patent kann man eine Firma in den Ruin treiben oder extrem schädigen (leider)
Siehe das beinahe Verkaufsverbot von Word.
Gruss,
Kay
Das OIN hat einen anderen Zweck. WENN Microsoft die eigenen Patente gegen Linux einsetzt setzt das OIN die Patente gegen Microsoft ein. Das es nach Umsatzen geht wären die Schadensersatzforderungen gegen Microsoft weit weit im Milliardenbereich.
Das was OIN macht ist nichts anderes als kalter Krieg. So viele Atombomben (Patente) sammeln bis der Gegner erkennt, dass bei einem Erstschlag zu viele Gegenschläge folgen würden.
Einen anderen Schutz vor Patenten gibt es nicht. Das Projekt der Patentbuster ist dafür einfach viel zu langsam weil viel zu aufwändig. Aber derzeit sind die Patente in den USA ja eh gestoppt.