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Thema: BeOS-Nachfolger Haiku in einer ersten Alpha-Version veröffentlicht

27 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von LeLuga am Di, 15. September 2009 um 10:28 #
gut für ne alpha.
Score: 3 Von furanku am Di, 15. September 2009 um 14:10 #
Spielen Betreibssysteme in Zeiten von Google, Virtualisierung, Net Applications, Ajax, Air, ... überhaupt noch eine so große Rolle?

Natürlich muß auf der Hardware eine Schicht laufen, die die (virtuelle?) Hardware kontrolliert, Anwendungen startet und Files verwaltet. Aber wer das macht wird doch in letzter Zeit eher unwichtig und die Entwicklung geht, wenn dann doch zu kleineren, modulareren und leicht zu portierenden Betriebssystemen. Handys, NetBooks und deren Zwischenlösungen zeigen doch eher wohin die Reise geht, während ein herkömmlicher aktueller Desktop mit Quad-Core-Prozessor schon genug Rechenleistung bietet um mehrere Betriebssysteme parallel laufen zu lassen, so daß auch da der Hypervisor so langsam mit der Rolle des traditionellen OS konkurriert, und die eigentlichen OS in eine Zwischenposition zwischen OS und lediglich einer API rutschen.

Und gerade da ist Linux mit den viele Portierungen, der feinen Granularität und der frühzeitigen Berücksichtigung von Virtualisierungen sowohl als Guest, Host oder Hypervisor doch gut positioniert.

Insofern wird Haiku wohl heutzutage eher in einem VMware, Virtualbox, ... Fenster laufen, und das sind dann Firefox 2 und Co nicht sonderlich interessant. Ich fürchte das BeOS Konzept eines schwach vernetzten, aber auf alter Hardware schnellen Multimedia-Einzelabeitsplatz-PCs stammt noch aus dem letzten Jahrtausend und ist mittlerweile durch andere Anforderungen ersetzt worden.

Schade, ich mochte BeOS damals durchaus, aber die IT-Welt hat sich doch in den letzten 10 Jahren verändert.

  • Score: 3 Von phorkyas am Di, 15. September 2009 um 15:00 #
    Ich weißt jetzt leider nicht, welche Prozessorarchitekturen das OS alles unterstützt (nur x86?), aber im Bereich Netbooks stelle ich so etwas vielleicht ganz nett vor...
    • Score: 3 Von nico am Di, 15. September 2009 um 16:33 #
      auf meinem netbook kann ich mir das auch gut vorstellen.
      Score: 3 Von furanku am Mi, 16. September 2009 um 11:37 #
      Aus dem FAQ:
      The main target for Haiku R1 is the x86 (Intel, AMD, and compatible) platform. There are ports to other platforms underway, such as PowerPC, MIPS and ARM. However, it is not clear whether these will be supported or not. What platforms we support in the future will heavily depend on the availability of resources to support their development.
    Score: 3 Von netsrac am Di, 15. September 2009 um 16:24 #
    Hi !

    Insofern wird Haiku wohl heutzutage eher in einem VMware, Virtualbox, ... Fenster laufen, und das sind dann Firefox 2 und Co nicht sonderlich interessant.

    Hmmm, also für mich ist genau das interessant. Ich nutze auf meinem Privat-PC VMware, u.a. um mittels einer virtuellen Maschine ins Internet zu gehen. Zur Zeit läuft die VM unter FreeBSD, ich bin ständig dabei, mir verschiedene Linux-Distris anzuschauen, aber bisher habe ich nichts gefunden, was wirklich auf meine Bedürfnisse paßt. Ich brauche ja kein Feature-Monster, sondern nur ein System mit Browser (wobei mir Opera lieber wäre als Firefox) und idealerweise einer bash. Schön wäre es, wenn ich auch Videos anschauen und Musik hören könnte. Vor allem aber sollte das System a) leicht administrierbar sein (halt nicht so wie FreeBSD oder Linux ;-)) und b) schnell einsatzbereit sein (sieht unter FreeBSD und Linux auch nicht so toll aus, wenn man dazu einen richtigen Desktop haben möchte). Eigentlich würde ich ja gerne BeOS einsetzen, aber das läuft unter VMware nicht brauchbar. Von daher freue ich mich sehr, daß Haiku so langsam "fertig wird".

    Gruß,
    Carsten

    • Score: 3 Von Ringo am Di, 15. September 2009 um 18:45 #
      Kauf dir doch nen Mac.
      Score: 3 Von Amanda am Mi, 16. September 2009 um 10:17 #
      "...um mittels einer virtuellen Maschine ins Internet zu gehen."

      Paranoia kann man nicht kaufen.

      Ich selbst habe jede einzelne Anwendung in einer VM laufen. Das ganze habe ich hinter 12 verschiedenen Firewalls sitzen und ich verbinde mich nur mittels VPN nach draussen. Das ganze dann natürlich niemals im eigentlichen Netz, sondern nur vollkommen 100% anonym. Die VMs sind natürlich alle Verschlüsselt. Gleichzeitig mit verschiedensten Verfahren, damit es aber auch keiner schafft da rein zu kommen. Und zu guter letzt habe ich meinen PC mit einer Selbstzerstörung ausgestattet, wenn man nicht innerhalb von 3 Sekunden das richtige Passwort eintippt, welches natürlich mind. 20 Zeichen lang ist und wöchentlich geändert wird.

      Mensch Leute.. man kann Paranoia auch übertreiben!!!!

    Score: 3 Von as am Di, 15. September 2009 um 17:23 #
    >Spielen Betreibssysteme in Zeiten von Google, Virtualisierung, Net Applications, Ajax, Air, ... überhaupt noch eine so große Rolle?

    Nein das BIOS reicht vollkommen aus! Eine Festplatte is auch nicht mehr notwendig, auch kein SD Card oder sowas. MS-Windows wird immer kleiner, es braucht zu Installation nur noch 1MB und kann bequem in den BIOS Chip geflasht werden. Einziger hinweis auf MS is der Startscreen wo der Speicher hochzählt und ein MS Logo erscheint.

    Treiber für deine USB/PCI und was weis ich Devices brauchste nimmer. Scheduling, Scheduling Strategien/Arten, Speichervirtualisierung, Swapping etc.pp. alles Schnee von gestern.
    Hat irgend jemand schon mal was von Scheduling usw. auf I-Phone gehört? Muhahhahahha ....

    Auch reichen neurdings 1MHz CPUs, da die Rechenleistung virtualisiert ist ....

    • Score: 3 Von klm am Di, 15. September 2009 um 17:33 #
      "Auch reichen neurdings 1MHz CPUs"

      Mein Apple IIe hatte so eine 1MHz-CPU.
      Konnte man mit diesem Rechner "alles" machen (damals Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger Jahre)?
      Ja, fast alles, außer Internetsurfen. :-)

      • Score: 3 Von furanku am Di, 15. September 2009 um 22:07 #
        Siehe

        http://www.sics.se/contiki/perspective/
        browsing-the-web-from-an-apple-ii-with-contiki.html


        Ich hatte übrigens auch einen Apple ][e.

Score: 3 Von Catonga am Mi, 16. September 2009 um 02:23 #
Sowohl was die Funktionalität als auch Usability betrifft, ist die GUI von Haiku leider nicht mehr zeitgemäß und wenn sich da nichts ändert, dann bleibt Haiku noch sehr viele weitere Jahre ein Nischenbetriebssystem.

Und der nächste Problempunkt ist die fehlende Multiuserfähigkeit, aber das war auch schon zu BeOS Zeiten ein Mangel von BeOS.

Zum Schluß wäre dann noch die Debatte wegen 32 Bit vs. 64 Bit.
Ich kann es ja verstehen, wenn man zu BeOS 100 % kompatibel sein will und auch alte Maschinen unterstützen will,
aber später, falls es neue closed Source Anwendungen geben sollte, ist das eher ein unnötiger Ballast wenn man, weil sie jetzt noch auf 32 Bit setzten auch
32 Bit Biblitheken immer mitliefern muß.
Wenn es nach mir ginge, dann würde ich die 100% ige Kompatibiltät zu BeOS erst gar nicht anstreben, sondern BeOS User mit alter Software darauf verweisen doch besser das Original zu verwenden und für Haiku einen reinen 64 Bit Weg zu fahren, später dürfte sich dies dann auszahlen.

  • Score: 3 Von BeFree am Mi, 16. September 2009 um 10:17 #
    GUI Nicht mehr zeitgemäss?

    Die Betriebssysteme Linux, MacOSX und Windows sind nicht mehr zeitgemäss. Minix ist es hingegen (Microkernelarchitektur). Da sollte man sich keine Sorgen um die GUI machen, an die kann man sich gewöhnen wie an einen neuen Fenstermanager unter X11.

    Multiuserfähigkeit ist manchmal ein Problem, wenn man ein geiles Spiel spielen möchte und ein anderer User per SSH eine größere Datenbankabfrage startet. Da sollte es dann auch gute Single-User-Systeme geben.

    • Score: 3 Von Catonga am Mi, 16. September 2009 um 13:57 #
      > Da sollte man sich keine Sorgen um die GUI machen, an die kann man sich gewöhnen wie an einen neuen Fenstermanager unter X11.

      Die GUI von Be bzw. Haiku ist umständlich in der Bedienung, die Entwicklern von Haiku habe ich deswegen sogar mal in einem Chat auf die einzelnen Probleme, GUI-Funktionsmängel, Umständlichkeiten usw. hingewiesen, aber die haben wohl zu wenig Manpower um das zu fixen.
      Der andere Grund war, daß sie es alles so wie in BeOS haben wollten, der Nostalgie zu liebe quasi, aber BeOS ist kein gutes Vorbild wenn es um die GUI geht.

      Die Haikuentwickler sollten sich daher mal Gnome, KDE und Mac OS X anschauen.
      Selbst Windows XP ist in mancher Hinsicht besser.

      • Score: 3 Von --- am Do, 17. September 2009 um 17:11 #
        "Die Haikuentwickler sollten sich daher mal Gnome, KDE und Mac OS X anschauen."

        Bloß nicht. Dafür gibt es die besagten GUIs ja schon.
        Die Haiku-GUI ist nicht umständlich in der Bedienung, Du bist den Haiku-Weg nur nicht gewohnt.

        • Score: 3 Von Catonga am Do, 17. September 2009 um 17:31 #
          Doch, ist sie, denn die von mir beanstandeten Usabilitykritikpunkte haben nichts mit dem Haiku-Weg zu tun.
          • Score: 3 Von --- am Do, 17. September 2009 um 22:08 #
            Hast Du da vielleicht einen Link zu Deiner Diskussion mit den Haikuentwicklern?
            Im übrigen solltest Du bedenken, dass Haiku R1 in allem möglichst so sein soll wie das alte BeOS R5.
            Erst danach werden neue Wege beschritten werden.
            Siehe z.B. hier:
            http://haiku-gazette.blogspot.com/2008/11/darkwyrms-r2-vorschlge.html
            • Score: 3 Von Catonga am So, 4. Oktober 2009 um 01:38 #
              > Hast Du da vielleicht einen Link zu Deiner Diskussion mit den Haikuentwicklern?

              Die Diskussion fand im IRC Chat statt, keine Ahnung ob das protokolliert wurde und selbst wenn, dürfte es sehr zeitaufwendig sein, die passende
              Stelle wieder zu finden, weil ich mir einen anderen Nick für die Diskussion ausgedacht habe.

            Score: 3 Von netsrac am Fr, 18. September 2009 um 16:07 #
            Doch, ist sie, denn die von mir beanstandeten Usabilitykritikpunkte haben nichts mit dem Haiku-Weg zu tun.

            Sicher gibt es einiges, was man noch verbessern (oder sagen wir besser neutraler: ändern) kann - so wie bei jedem anderen GUI auch. Insgesamt gefällt mir die BeOS-/Haiku-Oberfläche aber deutlich besser als z.B. Gnome oder KDE. Damit mein ich nicht nur die Optik, sondern vor allem die Bedienung. Man kann einfach richtig flüssig damit arbeiten, ohne immer mal wieder auf irgendwas warten zu müssen. Von Hause aus ist das BeOS-GUI zwar recht sparsam mit Funktionalität ausgestattet, aber die läßt sich häufig durch Add-Ons nachrüsten - dieser Weg ist mir lieber als z.B. bei KDE, wo aller möglicher Quatsch (Achtung: meine Meinung !) drin ist und ich das im Zweifel erst mal deaktivieren muß (sofern ich den entsprechenden Dialog dafür finde).

    Score: 3 Von geos_one am Mi, 16. September 2009 um 16:49 #
    Also die 100% BeOS R5 Kompatibilität ist nur für die Haiku R1 version gedacht
    mit R2 ist dann alles möglich x86_64 cpu und andere Archs ... , LLVM als compiler um archtektur unabhängigie binaries zu haben , multiuser (ist bereits in R1 rudimentär vorhanden aber deaktiviert) , aber das wird alles noch diskutiert..
Score: 3 Von BeFanBoy am Mi, 16. September 2009 um 10:10 #
hg zur ersten Alpha! Es ist noch ein langer Weg bis alles läuft, aber es sieht schon verflixt gut aus und verhält sich gut. Ich habe ein image ausprobiert und bin BeGeistert :-)
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