... so dass solche Aktionen mit dieser Software untersagt werden. Ein Hebel könnte effektiv die "Rufschädigung" sein. Man kann auch grundsätzlich mal einen Denkzettel verpassen (das sorgt auch für mehr negative Publicity), denn der Quelltext wird von jenen nicht mitgeliefert (GPL-violations?).
Was Florian Effenberger im Linux-Magazin schreibt, stimmt nur teilweise. Es liegt eine Täuschung vor, und genau hier kann man schon ansetzen. Man kann sozusagen die Erlaubnis zum Verkauf an die Einhaltung der gesetzgeberischen einwandfreien Bedingungen für einen Kaufvertrag binden. Bin kein Jursit, aber ich denke, da liesse sich schon etwas machen.
Von André Schnabel am Di, 15. September 2009 um 14:50 #
Eine Lizenz-Anpassung ist leider keine Lösung (außer man wechselt zu einer proprietren Lizenz).
Den Quelltext mitzuliefern kostet die Abzocker ein müdes Lächeln (sie "Verkaufen" ja nur einen Download - als müssen sie auch die Quellen nur zum Download anbieten). Selbst, wenn eine Lizenzverletzung vorliegen würde, ist es extrem schwer, diese einzuklagen, denn diese Firmen sind schwieriger zu greifen, als ein Aal im Ölbad.
Last not least - ob eine Täuschung im rechtlichen Sinne vorliegt oder nicht, steht uns nicht zu, zu beurteilen. Ich habe dazu eine private Meinung, eine Tatsachenfestellung kann aber nur ein Gericht vornehmen. Und bis das passiert wird fröhlich weiter abgezockt.
Diese Leute sind auffindbar, man muß nur lange genug recherchieren. Am Besten wäre wohl ein entsprechender TV-Beitrag in einem TV-Magazin mit großer Reichweite. Da gibt es verantwortliche und kühl vorgehende Leute, die sich kein Stück scheuen, bei solchen Typen auch einmal unangemeldet aufzukreuzen und die Bude zu "stürmen". Da sich bestimmt genügend abgezockte Leute bei Euch melden, dürfte es auch kein Problem sein, einen oder mehrere Protagonisten zu finden. Ihr müßt IMHO alles tun, dass dieser Sachverhalt rund um die Abzocke mit OpenOffice einem Massenpublikum bekannt wird, also auch Leuten, die gar nicht wissen, was Linux oder prolinux.de ist.
Von André Schnabel am Di, 15. September 2009 um 15:45 #
> Am Besten wäre wohl ein entsprechender TV-Beitrag
Deren gab es schon so einige. RTL (Akte 09 ...), ZDF, WDR .. hatten alle schon entsprechende Beiträge und standen vor Briefkästen, leeren Wohnungen und Büros oder auf dem Flughafen nach Dubai.
Aber auf einen, gegen den ermittelt wird, kommen drei, die Ihr tun weiter betreiben (und auch fleißig im Internet werben).
Ein Teilerfolg war immerhin, dass einige PC-Magazine auf das Thema hinweisen und in Ihren Online-Angeboten entsprechende Werbelinks unterdrücken. Beschwerden bei Google haben bisher nur zu sehr bescheidenem Erfolg geführt.
> Ihr müßt IMHO alles tun,
OpenOffice.org ist ein freies Projekt - und jeder, der erkannt hat, dass etwas getan werden muss, darf sich auch gerne beteiligen und etwas tun.
Von Flying Circus am Mi, 16. September 2009 um 17:28 #
Diese reflexartige Bemerkung finde ich in diesem konkreten Zusammenhang völlig deplaziert.
Dein Anspruchsdenken finde ich in diesem Zusammenhang völlig deplaziert.
Die OOo-Jungs sind Softwareentwickler, keine Anwälte.
Woher Du die Denke nimmst, sie hätten auch noch Typen, die ein schmieriges Geschäft betreiben, das Handwerk zu legen, ist mir ein Rätsel. Mach doch selbst.
Ich bin ebenfalls kein Softwareentwickler und ich bin auch kein Anwalt. Sollen nun aber Privatpersonen wie ich z.B. www.openoffice.de kaufen, damit zukünftigen OpenOffice-Nutzern weniger passiert? OpenOffice kann hier (hoffentlich) ganz konkret etwas tun, etwas, was ich in diesem konkreten Zusammenhang nicht vermag. Zurück zu www.openoffice.de: Die Domain gehörte vor kurzem noch anscheinend dem Autoren des Debiananwenderhandbuches und ist demzufolge vor kurzem (wahrscheinlich direkt an die DENIC) abgegeben worden. Das Ganze geht mich insofern natürlich nichts an, es sind aber nicht meine Fehler (wenn es im Hinblick auf diese Domain denn überhaupt welche gibt) bzw. nicht mein Pech und die oben von mir als "reflexartig" titulierte Bemerkung thematisierte in diesem konkreten Zusammenhang den Freien Software-Gedanken und das war meiner persönlichen Meinung nach deplaziert. Meine Mitarbeit könnte die Abzocke z.B. über openoffice.de nicht verhindern. Dafür müßte man eine Stange Geld ausgeben, vielleicht ganzseitige Anzeigen in Tageszeitungen schalten und eben auf der Hand liegende Domains aufkaufen. Nur: Wer soll das bezahlen? Das OpenOffice-Team tut natürlich Einiges, dafür haben sie meine vollste Anerkennung. Die zwei Kumpels, die in meinem Bekanntenkreis als letzte Verbliebene noch Windows benutzen, kennen das Problem mittlerweile auch. Mehr kann ich nicht tun. Die ganze Kampagne, so wichtig und gut sie ist, verliert stark an Wert, wenn solche auf der Hand liegende Domains wie www.openoffice.de in der Hand von Leuten sind, die dort offensichtlich Links auf Abzockerseiten zum Anklicken anbieten. Das ist wirklich ein Riesenpech für OpenOffice.org.
Ihr habt aber auch viel Pech: Wenn ich - so wie ich das bei einem unbedarften Nutzer erwarten würde - www.openoffice.de eingeben, lande ich leider nicht bei http://de.openoffice.org, sondern auf einer anderen, etwas merkwürdigen (?) Seite. Wurde openoffice.de bis vor kurzem nicht von dem Autoren des Debiananwenderhandbuches mitbenutzt? Auf dessen openoffice.de-Seite gab es jedenfalls immer einen Link auf Euer echtes OpenOffice.de-Angebot und eine Abzockerwarnung.
Von André Schnabel am Di, 15. September 2009 um 16:54 #
> Wurde openoffice.de bis vor kurzem nicht von dem Autoren des Debiananwenderhandbuches mitbenutzt?
Ja, war bisher so. Und wir kennen auch die (ehemaligen?) Inhaber. Dass die Domain an einen anderen Inhaber gewechselt ist, war mir neu - aber ich versuch mich, drum zu kümmern.
das mit dem Quellcode ist ja erst mal dazu da, Geld von den Betrügern abzufischen. Bis dahin sollte das andere auf dem Wege sein. Bei aller Lückenhaftigkeit der deutschenGesetzgebng sollte es für eine Verurteilung dennoch reichen. Hinter den ganzen Untaten steckt angeblich kein Vorsatz (???): - verstecken des Preises - Verzicht auf Widerruf im Häckchen zur Akzeptanz der AGBs - Verstecktes Impressum - Drohungen - offenbar z.T. auch Erstellung einer "Anmeldung" durch den Betreiber selbst aufgrund recherchierbarer Daten.
Wenn man denen nicht einem nach dem anderen den Prozess machen kann, liegt das nicht am nicht können sondern am nicht wollen. Beim einem kürzlichen Versuch hat das Strafgericht offenbar kläglich versagt: Es habe sich so eingebürgert mit Verstecken und Verschleierung Personen über den Tisch zu ziehen. Damit liege das Verhalten im üblichen und der Anwender müsse sich sonst ja auch zruechtfinden.
Ich habe es jetzt etwas lax ausgedrückt, aber das Urteil ist nicht weit davon entfernt.
Es müsste nur noch so Strafanzeigen hageln, dann käme man auch irgendwann durch, denn die Gerichte könnten das dann nicht mehr ignorieren. Bequemlichkeit gibt auch dort vielen Dingen die Bahn vor.
"Eine Lizenz-Anpassung ist leider keine Lösung (außer man wechselt zu einer proprietren Lizenz)."
Wäre denn nicht ein Zusatz zur Lizenz erlaubt, der besagen würde, dass im Rahmen eines wie auch immer gestalteten Download-Angebotes der Downloadlink der OpenOffice-Hauptseite (insofern vorhanden) klar und deutlich lesbar angegeben werden muß? Chip.de z.B. gibt hier im Rahmen seiner kostenlosen Downloads ein gutes, freiwilliges Beispiel: http://www.chip.de/downloads/OpenOffice_13004346.html (Werbelinks habe ich jetzt nicht gecheckt.)
Wie sieht es denn mit dem Markenrecht aus? Vielleicht ließe sich ja auf diese Weise eine Seite wie www.openoffice.de aus dem Verkehr ziehen oder übernehmen.
Von André Schnabel am Mi, 16. September 2009 um 14:37 #
> Wäre denn nicht ein Zusatz zur Lizenz erlaubt, der besagen würde, dass im Rahmen eines wie auch immer > gestalteten Download-Angebotes der Downloadlink der OpenOffice-Hauptseite (insofern vorhanden) klar und > deutlich lesbar angegeben werden muß?
Nein - die (L)GPL lässt solche Einschränkungen der Rechte nicht zu.
> Wie sieht es denn mit dem Markenrecht aus? Vielleicht ließe sich ja auf diese Weise eine > Seite wie www.openoffice.de aus dem Verkehr ziehen oder übernehmen
Das Markenrecht wäre eine Möglichkeit - und daran wird auch gearbeitet. Aber auch das hat ein paar Haken:
konkret www.openoffice.de hat uns bis vor kurzem nicht gestört. Die Inhaber hatten die Domain schon zu Zeiten, da war OOo im deutschen Raum eher unbekannt, sie haben uns keinen Schaden zugefügt, sie haben auf unserer Seiten weitergeleitet. Auf Markenrechte pochen wäre da eher kontraproduktiv gewesen. (Wie das jetzt aussieht, prüfen wir gerade.)
Wenn man genau hinschaut benutzen die dubiosen Anbieter die Marke "OpenOffice.org" nicht. Wir versuchen zwar trotzdem gegene "Open Office" vorzugehen .. ist aber schwierig. (Werbung bei google mit der Marke "OpenOffice.org" ist im Übrigen nichtmer zugelassen - bzw. muss von uns genehmigt werden)
Eine zu restriktive Markenpolitik ist sehr heikel, da diese sehr leicht den Ideen freier Software entgegenläuft. Portable Apps und auch Debian bekommen das z.B. für alle Mozilla Applikationen zu spüren. Es wäre nicht wirklichin unserem Sinne, wenn Debian demnächst kein "OpenOffice.org" mitliefert.
Unabhängig davon ist der Zeitraum, der zwischen der Feststellung eines Markenrechtsverstoßes, einleiten der entpsrechenden Schritte und wirksam werden dieser recht lang - in der Zwischenzeit wurden einige 1000 Anwender abgezockt und ein par 100.000 EUR "verdient".
Wirklich helfen kann sich nur jeder selbst - aber dazu muss man sich der Gefahr bewußt sein (und deshalb die Aktion).
Von Feuerfrei am Di, 15. September 2009 um 14:37 #
Glaub ich nicht, siehe SPAM. Schon allein in Deutschland, dessen Bevölkerung im weltweiten Vergleich im Bereich Bildung zumindest im Mittelfeld ist, stehen jeden Morgen zu viele Deppen auf, als dass die Idee funktionieren würde.
Am besten man trägt dort die privaten Adressen von Schäuble, Zensursula, Merkel, usw. ein. Dann sind die Abofallensteller nach kurzer Zeit auf der geheimen Sperrliste.
Von meckermeckermecker am Di, 15. September 2009 um 14:43 #
Ganz bestimmt wird Google ihre Suchmaschine anpassen um zu helfen, dass der Ruf von Openoffice nicht geschädigt wird, da Google ja auch keine eigenen Officeprodukte anbietet...
Das glaub ich eher weniger, denn wenn es um den Ruf geht, ist Google üblicherweise leicht zu "überreden". So ist zum Beispiel auch das DataLiberation-Projekt nicht zuletzt eine Image-Sache, denke ich.
Von shzsrt@sdfdhgd.de am Di, 15. September 2009 um 15:59 #
Es ist Zeit für einen totalen Klickkrieg. Alle sollten jeden Tag auf die Bezahllinks solcher Anbieter klicken bis diese pleite gehen oder deren Addkonten gesperrt werden. Vielleicht schreibt mal jemand ein Firefox Plugin, was das automatisch macht.
Nö, ich gehe über einen Proxy. Aber ich denke, da interessiert die IP sehr wenig. Solche Firmen wollen Kohle und gehen den sogenannten Kunden solange auf den Sack bis die Zahlen oder es einfach dem Verbraucherschutz melden. Wer starke Nerven hat, unternimmt nichts. Die IP spielt da keine Rolle
Von klatterflatterpupatterratterkn am Di, 15. September 2009 um 17:10 #
...habe ich mal eben schnell in G**gle eingegeben: "OpenOffice" und das erste Suchergebnis angeklickt: kLiCK_kLaCK_Schabernack Scheint richtig zu sein. Selbst die ganzen Ergebnisse scheinen in Ordnung zusein (golem,heise etc). Hmmm seltsam. Kann mir kaum vorstellen das ein DAUs so Doof ist und erstmal paar Seiten weiterblättert. Oder doch? Naja nicht mein Problem.
* http://open-office.netloadz.de/ Durch die Mitgliedschaft in unserem Downloadportal entstehen Ihnen Kosten von 84 Euro inklusive Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 7 Euro), Abrechnung im Voraus.
* http://openoffice.ladrunter.org/ Durch Drücken des Buttons "Anmelden" entstehen Ihnen Kosten von 96 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 8 Euro). Vertragslaufzeit 2 Jahre.
Von brotsamen am Mi, 16. September 2009 um 09:09 #
Ich finde, hier müsste als erstes die Domain www.openoffice.de eingeklagt werden.
Der erste Schritt bei solchen "Werken" ist doch, wenn man davon gehört hat, dass man als erstes mal die Domain in der einfachsten Form ausprobiert. Und der Otto-Normal-User wird hier in Deutschland sicherlich nicht auf die Idee kommen www.openoffice.org als URL zu probieren, sonder wird erst mal www.openoffice.de in die Adresszeile tippen. Und was hier dann schon als Linkliste kommt, hat's in sich. Ganz zu schweigen von de.openoffice.org. Das ist einfach zu weit weg für den "Normalo".
Da müsste eigentlich nur der Seiteninhalt (Wenn nötig auch Grafik per OCR) analysiert werden - und wenn Sachen wie "entstehen ihnen kosten von..." gefunden werden gibts eine deutlich sichtbare Warnung, zusätzlich vielleicht noch eine Blacklist. Geht ja jetzt schon bei Virenschleuderseiten...
Zumindest bis einschließlich OpenOffice.org 2.x wurde man im Programm nach seinen persönlichen Angaben gefragt (Adresse & Co.).
Das war zwar immer nur freiwillig und man konnte den Teil auch überspringen, aber für MS-Office-Nutzer nicht unbedingt sofort ersichtlich. Bei MS-Office muß man registrieren, warum sollte man OpenOffice.org nicht auch registrieren müssen? Und wenn schon immer im Programm nach der Adresse gefragt wird, dann wundert es auch schon weniger, wenn dann mal kurz vorm Download nach der Adresse gefragt wird.
Und das Eingeben seiner Adresse bei den Abo-Fallen-Seiten ist ja nun gerade einer der Hauptpunkte weshalb sie funktioniweren. Wo sollten sie sonst die Mahnungen und so hinschicken, wenn jemand nicht seine richtige Adresse angibt?
Was Florian Effenberger im Linux-Magazin schreibt, stimmt nur teilweise. Es liegt eine Täuschung vor, und genau hier kann man schon ansetzen. Man kann sozusagen die Erlaubnis zum Verkauf an die Einhaltung der gesetzgeberischen einwandfreien Bedingungen für einen Kaufvertrag binden. Bin kein Jursit, aber ich denke, da liesse sich schon etwas machen.
Den Quelltext mitzuliefern kostet die Abzocker ein müdes Lächeln (sie "Verkaufen" ja nur einen Download - als müssen sie auch die Quellen nur zum Download anbieten). Selbst, wenn eine Lizenzverletzung vorliegen würde, ist es extrem schwer, diese einzuklagen, denn diese Firmen sind schwieriger zu greifen, als ein Aal im Ölbad.
Last not least - ob eine Täuschung im rechtlichen Sinne vorliegt oder nicht, steht uns nicht zu, zu beurteilen. Ich habe dazu eine private Meinung, eine Tatsachenfestellung kann aber nur ein Gericht vornehmen. Und bis das passiert wird fröhlich weiter abgezockt.
Am Besten wäre wohl ein entsprechender TV-Beitrag in einem TV-Magazin mit großer Reichweite. Da gibt es verantwortliche und kühl vorgehende Leute, die sich kein Stück scheuen, bei solchen Typen auch einmal unangemeldet aufzukreuzen und die Bude zu "stürmen".
Da sich bestimmt genügend abgezockte Leute bei Euch melden, dürfte es auch kein Problem sein, einen oder mehrere Protagonisten zu finden.
Ihr müßt IMHO alles tun, dass dieser Sachverhalt rund um die Abzocke mit OpenOffice einem Massenpublikum bekannt wird, also auch Leuten, die gar nicht wissen, was Linux oder prolinux.de ist.
Deren gab es schon so einige. RTL (Akte 09 ...), ZDF, WDR .. hatten alle schon entsprechende Beiträge und standen vor Briefkästen, leeren Wohnungen und Büros oder auf dem Flughafen nach Dubai.
Es gibt glücklicherweise auch Ermittlungen gegen einige Abzocker.
Aber auf einen, gegen den ermittelt wird, kommen drei, die Ihr tun weiter betreiben (und auch fleißig im Internet werben).
Ein Teilerfolg war immerhin, dass einige PC-Magazine auf das Thema hinweisen und in Ihren Online-Angeboten entsprechende Werbelinks unterdrücken. Beschwerden bei Google haben bisher nur zu sehr bescheidenem Erfolg geführt.
> Ihr müßt IMHO alles tun,
OpenOffice.org ist ein freies Projekt - und jeder, der erkannt hat, dass etwas getan werden muss, darf sich auch gerne beteiligen und etwas tun.
"> Ihr müßt IMHO alles tun,
OpenOffice.org ist ein freies Projekt - und jeder, der erkannt hat, dass etwas getan werden muss, darf sich auch gerne beteiligen und etwas tun."
Diese reflexartige Bemerkung finde ich in diesem konkreten Zusammenhang völlig deplaziert.
Dein Anspruchsdenken finde ich in diesem Zusammenhang völlig deplaziert.
Die OOo-Jungs sind Softwareentwickler, keine Anwälte.
Woher Du die Denke nimmst, sie hätten auch noch Typen, die ein schmieriges Geschäft betreiben, das Handwerk zu legen, ist mir ein Rätsel. Mach doch selbst.
Sollen nun aber Privatpersonen wie ich z.B. www.openoffice.de kaufen, damit zukünftigen OpenOffice-Nutzern weniger passiert?
OpenOffice kann hier (hoffentlich) ganz konkret etwas tun, etwas, was ich in diesem konkreten Zusammenhang nicht vermag.
Zurück zu www.openoffice.de:
Die Domain gehörte vor kurzem noch anscheinend dem Autoren des Debiananwenderhandbuches und ist demzufolge vor kurzem (wahrscheinlich direkt an die DENIC) abgegeben worden.
Das Ganze geht mich insofern natürlich nichts an, es sind aber nicht meine Fehler (wenn es im Hinblick auf diese Domain denn überhaupt welche gibt) bzw. nicht mein Pech und die oben von mir als "reflexartig" titulierte Bemerkung thematisierte in diesem konkreten Zusammenhang den Freien Software-Gedanken und das war meiner persönlichen Meinung nach deplaziert.
Meine Mitarbeit könnte die Abzocke z.B. über openoffice.de nicht verhindern. Dafür müßte man eine Stange Geld ausgeben, vielleicht ganzseitige Anzeigen in Tageszeitungen schalten und eben auf der Hand liegende Domains aufkaufen. Nur: Wer soll das bezahlen?
Das OpenOffice-Team tut natürlich Einiges, dafür haben sie meine vollste Anerkennung.
Die zwei Kumpels, die in meinem Bekanntenkreis als letzte Verbliebene noch Windows benutzen, kennen das Problem mittlerweile auch. Mehr kann ich nicht tun.
Die ganze Kampagne, so wichtig und gut sie ist, verliert stark an Wert, wenn solche auf der Hand liegende Domains wie www.openoffice.de in der Hand von Leuten sind, die dort offensichtlich Links auf Abzockerseiten zum Anklicken anbieten.
Das ist wirklich ein Riesenpech für OpenOffice.org.
Wenn ich - so wie ich das bei einem unbedarften Nutzer erwarten würde - www.openoffice.de eingeben, lande ich leider nicht bei http://de.openoffice.org, sondern auf einer anderen, etwas merkwürdigen (?) Seite.
Wurde openoffice.de bis vor kurzem nicht von dem Autoren des Debiananwenderhandbuches mitbenutzt? Auf dessen openoffice.de-Seite gab es jedenfalls immer einen Link auf Euer echtes OpenOffice.de-Angebot und eine Abzockerwarnung.
> Wurde openoffice.de bis vor kurzem nicht von dem Autoren des Debiananwenderhandbuches mitbenutzt?
Ja, war bisher so. Und wir kennen auch die (ehemaligen?) Inhaber. Dass die Domain an einen anderen Inhaber gewechselt ist, war mir neu - aber ich versuch mich, drum zu kümmern.
- verstecken des Preises
- Verzicht auf Widerruf im Häckchen zur Akzeptanz der AGBs
- Verstecktes Impressum
- Drohungen
- offenbar z.T. auch Erstellung einer "Anmeldung" durch den Betreiber selbst aufgrund recherchierbarer Daten.
Wenn man denen nicht einem nach dem anderen den Prozess machen kann, liegt das nicht am nicht können sondern am nicht wollen. Beim einem kürzlichen Versuch hat das Strafgericht offenbar kläglich versagt: Es habe sich so eingebürgert mit Verstecken und Verschleierung Personen über den Tisch zu ziehen. Damit liege das Verhalten im üblichen und der Anwender müsse sich sonst ja auch zruechtfinden.
Ich habe es jetzt etwas lax ausgedrückt, aber das Urteil ist nicht weit davon entfernt.
Es müsste nur noch so Strafanzeigen hageln, dann käme man auch irgendwann durch, denn die Gerichte könnten das dann nicht mehr ignorieren. Bequemlichkeit gibt auch dort vielen Dingen die Bahn vor.
Wäre denn nicht ein Zusatz zur Lizenz erlaubt, der besagen würde, dass im Rahmen eines wie auch immer gestalteten Download-Angebotes der Downloadlink der OpenOffice-Hauptseite (insofern vorhanden) klar und deutlich lesbar angegeben werden muß?
Chip.de z.B. gibt hier im Rahmen seiner kostenlosen Downloads ein gutes, freiwilliges Beispiel:
http://www.chip.de/downloads/OpenOffice_13004346.html
(Werbelinks habe ich jetzt nicht gecheckt.)
Wie sieht es denn mit dem Markenrecht aus? Vielleicht ließe sich ja auf diese Weise eine Seite wie www.openoffice.de aus dem Verkehr ziehen oder übernehmen.
> Wäre denn nicht ein Zusatz zur Lizenz erlaubt, der besagen würde, dass im Rahmen eines wie auch immer
> gestalteten Download-Angebotes der Downloadlink der OpenOffice-Hauptseite (insofern vorhanden) klar und
> deutlich lesbar angegeben werden muß?
Nein - die (L)GPL lässt solche Einschränkungen der Rechte nicht zu.
> Wie sieht es denn mit dem Markenrecht aus? Vielleicht ließe sich ja auf diese Weise eine
> Seite wie www.openoffice.de aus dem Verkehr ziehen oder übernehmen
Das Markenrecht wäre eine Möglichkeit - und daran wird auch gearbeitet. Aber auch das hat ein paar Haken:
Unabhängig davon ist der Zeitraum, der zwischen der Feststellung eines Markenrechtsverstoßes, einleiten der entpsrechenden Schritte und wirksam werden dieser recht lang - in der Zwischenzeit wurden einige 1000 Anwender abgezockt und ein par 100.000 EUR "verdient".
Wirklich helfen kann sich nur jeder selbst - aber dazu muss man sich der Gefahr bewußt sein (und deshalb die Aktion).
"OpenOffice nur echt mit '.org'."
aber den Fallenstellern ensteht ein Schaden (Briefporto).
Wenn nur genug das machen haetten die doch die Schnauze bald voll.
Der Omega13.
zu sagen dass sie niemals reagieren und schon gar nicht zahlen sollen.
Ich wollte niemanden in eine offene Klinge laufen lassen. Selbst
wenn klar ist, dass diese stumpf ist.
;-)
Der Omega13.
Ich habe einen böse Feind und ich kenne seine Adresse...................:-)))
Wenn die Deppen Name und Adresse angeben... Selbst schuld.
Scheint richtig zu sein. Selbst die ganzen Ergebnisse scheinen in Ordnung zusein (golem,heise etc). Hmmm seltsam. Kann mir kaum vorstellen das ein DAUs so Doof ist und erstmal paar Seiten weiterblättert. Oder doch? Naja nicht mein Problem.
Ersten zwei Werbeanzeigen
* http://open-office.netloadz.de/
Durch die Mitgliedschaft in unserem Downloadportal entstehen Ihnen Kosten von 84 Euro inklusive Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 7 Euro), Abrechnung im Voraus.
* http://openoffice.ladrunter.org/
Durch Drücken des Buttons "Anmelden" entstehen Ihnen Kosten von 96 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 8 Euro). Vertragslaufzeit 2 Jahre.
Gib einfach mal www.openoffice.de ein.
Siehe auch den obigen Thread.
Der erste Schritt bei solchen "Werken" ist doch, wenn man davon gehört hat, dass man als erstes mal die Domain in der einfachsten Form ausprobiert. Und der Otto-Normal-User wird hier in Deutschland sicherlich nicht auf die Idee kommen www.openoffice.org als URL zu probieren, sonder wird erst mal www.openoffice.de in die Adresszeile tippen. Und was hier dann schon als Linkliste kommt, hat's in sich. Ganz zu schweigen von de.openoffice.org. Das ist einfach zu weit weg für den "Normalo".
Gruß
brotsamen
Zumindest bis einschließlich OpenOffice.org 2.x wurde man im Programm nach seinen persönlichen Angaben gefragt (Adresse & Co.).
Das war zwar immer nur freiwillig und man konnte den Teil auch überspringen, aber für MS-Office-Nutzer nicht unbedingt sofort ersichtlich.
Bei MS-Office muß man registrieren, warum sollte man OpenOffice.org nicht auch registrieren müssen?
Und wenn schon immer im Programm nach der Adresse gefragt wird, dann wundert es auch schon weniger, wenn dann mal kurz vorm Download nach der Adresse gefragt wird.
Und das Eingeben seiner Adresse bei den Abo-Fallen-Seiten ist ja nun gerade einer der Hauptpunkte weshalb sie funktioniweren. Wo sollten sie sonst die Mahnungen und so hinschicken, wenn jemand nicht seine richtige Adresse angibt?
Die Freiwilligkeit einer Registrierung war also recht deutlich.