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Thema: OpenOffice.org startet Kampagne gegen Download-Abofallen

2 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von André Schnabel am Mi, 16. September 2009 um 14:37 #

> Wäre denn nicht ein Zusatz zur Lizenz erlaubt, der besagen würde, dass im Rahmen eines wie auch immer
> gestalteten Download-Angebotes der Downloadlink der OpenOffice-Hauptseite (insofern vorhanden) klar und
> deutlich lesbar angegeben werden muß?

Nein - die (L)GPL lässt solche Einschränkungen der Rechte nicht zu.

> Wie sieht es denn mit dem Markenrecht aus? Vielleicht ließe sich ja auf diese Weise eine
> Seite wie www.openoffice.de aus dem Verkehr ziehen oder übernehmen

Das Markenrecht wäre eine Möglichkeit - und daran wird auch gearbeitet. Aber auch das hat ein paar Haken:


  • konkret www.openoffice.de hat uns bis vor kurzem nicht gestört. Die Inhaber hatten die Domain schon zu Zeiten, da war OOo im deutschen Raum eher unbekannt, sie haben uns keinen Schaden zugefügt, sie haben auf unserer Seiten weitergeleitet. Auf Markenrechte pochen wäre da eher kontraproduktiv gewesen. (Wie das jetzt aussieht, prüfen wir gerade.)

  • Wenn man genau hinschaut benutzen die dubiosen Anbieter die Marke "OpenOffice.org" nicht. Wir versuchen zwar trotzdem gegene "Open Office" vorzugehen .. ist aber schwierig. (Werbung bei google mit der Marke "OpenOffice.org" ist im Übrigen nichtmer zugelassen - bzw. muss von uns genehmigt werden)

  • Eine zu restriktive Markenpolitik ist sehr heikel, da diese sehr leicht den Ideen freier Software entgegenläuft. Portable Apps und auch Debian bekommen das z.B. für alle Mozilla Applikationen zu spüren. Es wäre nicht wirklichin unserem Sinne, wenn Debian demnächst kein "OpenOffice.org" mitliefert.

Unabhängig davon ist der Zeitraum, der zwischen der Feststellung eines Markenrechtsverstoßes, einleiten der entpsrechenden Schritte und wirksam werden dieser recht lang - in der Zwischenzeit wurden einige 1000 Anwender abgezockt und ein par 100.000 EUR "verdient".

Wirklich helfen kann sich nur jeder selbst - aber dazu muss man sich der Gefahr bewußt sein (und deshalb die Aktion).

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