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Di, 22. September 2009, 08:30

Software::Grafik

Gimp 2.8 soll neue Benutzeroberfläche erhalten

Wie einem Blogeintrag von Peter Sikking entnommen werden kann, planen die Entwickler von Gimp, bereits in der kommenden Version neben der klassischen auch eine Ein-Fenster-Oberfläche einzubauen.

Die neue Oberfläche mit Tabs

mmiworks.net

Die neue Oberfläche mit Tabs

Die Benutzeroberfläche von Gimp ist Grund vieler kontroverser Diskussionen. Befürworter der momentanen Oberfläche, die für jedes Bild ein eigenes Fenster öffnet, loben vor allem die Ergonomie der Arbeit. Gegner bemängeln dagegen ebenso jene Ergonomie, die ihrer Meinung nach komplett anders als die der klassischen Applikationen ausfällt und die Anwender in ihrer Arbeit behindert. Untersuchungen des Gimp-Teams haben ergeben, dass die Hälfte der Anwender die momentane Oberfläche gut finden und sie behalten wollen. Die andere Hälfte wünscht sich allerdings eine Ein-Fenster-Oberfläche. Eine Zahl, die auch ein freies Projekt nicht ignorieren kann.

Um das Dilemma zu lösen, haben die Entwickler deshalb schon vor zwei Jahren einen Aufruf gestartet und die Anwender um Ideen für eine neue Benutzeroberfläche gebeten. Die Resonanz war laut Aussage von Peter Sikking überwältigend. Die Ideen reichten von einer Lösung, die die momentane Verwaltung lediglich in ein eigenes Fenster verfrachten würde, bis zu einer kompletten Neuordnung der UI. Alleinig das enorme Interesse bekräftigte die Entwickler in ihrem Glauben, dass eine Überarbeitung der Oberfläche eine hohe Priorität genießen sollte.

Polaroid-Fenster in einer Tab-Oberfläche

mmiworks.net

Polaroid-Fenster in einer Tab-Oberfläche

Wie nun Sikking in einem Blogeintrag schreibt, könnte die Anwender bereits in der kommenden Version von Gimp eine Revolution erwarten und Gimp mit einer vollständig überarbeiteten Oberfläche erscheinen. Demnach sollen die bis dato als eigenständige Fenster realisierte Toolbox, der Bildbereich und die Layer und Optionsbereiche zu einem einzigen Fenster verschmelzen. Die Umschaltung zwischen verschiedenen geladenen Bildern soll mittels Tabs erfolgen, wobei die Entwickler auf die Anzeige eines Textes verzichten und statt dessen eine Vorschau des Bildes einblenden wollen.

Um Nutzern der Ein-Fenster-Oberfläche weiterhin die Möglichkeit zu geben, trotz nur eines Bildfensters mehrere Bilder miteinander zu vergleichen, sehen die Ideen einen neuen Polaroid-Modus vor. Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich ein separates Fenster, das innerhalb des Hauptfensters verschoben werden kann und lediglich ein anderes Bild anzeigt. Eine Möglichkeit zur Bearbeitung soll es momentan nicht geben.

Technisch gesehen sollen die drei Bereiche der Ein-Fenster-Oberfläche allerdings immer noch als eigenständige Komponenten betrachtet werden, so dass sie auch abgetrennt und in einem separaten Fenster dargestellt werden können. Damit würde Gimp weiterhin auch das klassische Layout unterstützen und jene Anwender zufrieden stellen, die mit der momentanen Oberfläche zufrieden sind und sich keine Änderung wünschen.

Die Arbeiten an einer Neuordnung der Oberfläche sind bereits im Gange, und sollen laut Martin Nordholts noch vor der Freigabe der Version 2.8 erfolgreich zu Ende gebracht werden. Wie die finale Oberfläche allerdings wirklich aussehen wird, steht noch nicht fest. Die bis dato vorgetragenen Ideen stellen lediglich Überlegungen und keine fertig programmierten Lösungen dar.

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Kommentare (Insgesamt: 70 || Alle anzeigen || Kommentieren )
naja (dgrat, Do, 24. September 2009)
Gimp 2.8 Verschlimmbesserung ? (Nordlicht, Mi, 23. September 2009)
Re: Und wann kommt endlich KONSEQUENTE 16Bit Umset (silk, Mi, 23. September 2009)
sehr schön (nummer5, Mi, 23. September 2009)
Re[3]: Es ... ist ... wirklich ... passiert ... (Andi, Di, 22. September 2009)
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