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Di, 22. September 2009, 13:46

Gemeinschaft::Personen

Torvalds: Linux ist fett und aufgebläht

Linux-Schöpfer Linus Torvalds zeigte sich unzufrieden mit der Größe des Kernels, obwohl das Entwicklungsmodell besser als je zuvor funktioniert.

Auf einer Panel-Diskussion der gerade laufenden ersten LinuxCon der Linux Foundation in Portland zitierte James Bottomley eine Studie von Intel, der zufolge der Linux-Kernel mit jeder Version um 2% an Geschwindigkeit verliere. Linus Torvalds sagte dazu, dass er den Kernel inzwischen für fett und aufgebläht halte, nicht mehr dem entsprechend, was er sich vor 15 Jahren vorgestellt hatte. »Ja, das ist ein Problem«, war seine Meinung dazu. Eine Lösung hatte er in dieser Runde nicht anzubieten.

Worauf sich die interne Intel-Studie bezieht, ist noch unbekannt. Klar ist, dass der Kernel mit jeder Version größer wird, wobei mehr als zwei Drittel der Änderungen an Treibern erfolgen. Aber auch neue Features halten mit atemberaubender Geschwindigkeit Einzug in den Kernel, und die Anzahl der Entwickler steigt weiter an. Die neuen Features sind in aller Regel das Ergebnis von Wünschen der Anwender, doch offensichtlich werden viele dieser Features nur von wenigen benötigt. Dennoch glaubt Torvalds nicht, dass Features zu schnell hinzugefügt werden.

So sieht Torvalds das Problem insgesamt auch nicht als so groß an. Es gebe zwar immer Raum für Verbesserungen im Kernel, aber die Stabilität sei sehr gut, Fehler würden schnell beseitigt und das Entwicklungsmodell funktioniere besser als je zuvor. Für ihn persönlich sei es einfacher denn je, die vielen Änderungen zu integrieren. Es laufe so gut, dass er auch wieder Zeit für andere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Kernel finde.

Die Motivation von Torvalds hat sich nach seinen eigenen Angaben im Laufe der Jahre stark verschoben. War es am Anfang ausschließlich die Technologie, die ihn antrieb, ist es heute fast nur noch die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft. Es sei ihm wichtig, zu wissen, dass die Features, die hinzugefügt werden, von den Leuten benötigt werden, betonte Torvalds.

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