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Di, 22. September 2009, 19:44

Software::Kernel

boot.kernel.org nimmt Betrieb auf

Ein neuer Dienst der Kernel-Webseite ermöglicht es, Linux-Live-Distributionen über das Netz zu booten.

Der normale Weg für Benutzer, eine Linux-Live-Distribution auszuprobieren, bestand bisher darin, ein ISO-Image herunterzuladen und es auf ein Medium zu brennen oder andere passende Maßnahmen zu treffen, damit das System gebootet werden kann. boot.kernel.org (BKO) will den Aufwand, der auf der Seite des Benutzers anfällt, minimieren. Der Download eines Images ist nach wie vor nötig, er erfolgt jedoch nach dem Herunterladen eines kleinen Bootimages automatisch.

Der neue Dienst nutzt die Technologie von gPXE. gPXE ist ein nur 56 KB großer Bootloader, der skriptgesteuert weitere Bootimages nachladen kann. Im Gegensatz zu anderen Netzwerk-Boot-Systemen wie PXE stehen nicht nur TFTP, sondern auch FTP und HTTP als Protokolle zur Verfügung. Durch letzteres wird es möglich, das vom Benutzer ausgewählte Image direkt aus dem Internet zu laden und dann zu starten.

Zum Starten von gPXE bietet boot.kernel.org drei kleine Images an, die man herunterladen und mit einfachen Befehlen auf eine Floppy, eine CD oder ein USB-Medium kopieren kann. Die Seite bietet Anleitungen für alle drei Fälle an. Wer das heruntergeladene Image in einer virtuellen Maschine starten will, hat es sogar noch einfacher, wie im FAQ erläutert wird.

Man sollte keine allzu langsame Internet-Anbindung haben, um boot.kernel.org zu nutzen. Der Dienst bietet momentan fünf verschiedene Live-Images an: Debian live, Ubuntu 9.04, Damn Small Linux, Knoppix (Version 5.0.1 Englisch) und Fedora 11 Live. Letztere startet momentan nur im Single User Mode. An der vollständigen Unterstützung wird noch gearbeitet. Weitere Ziele für die Zukunft sind mehr Distributionen, Booten über iSCSI und anderes mehr, je nach Feedback der Benutzer.

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