Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Sa, 26. September 2009, 18:33

Unternehmen

Google geht gegen CyanogenMod vor

Wie das CyanogenMod-Projekt bekannt gab, wurden die Entwickler der Android-Modifikation von Google aufgefordert, ihre Entwicklung einzustellen.

CyanogenMod stellt eine angepasste und optimierte Variante der Android 1.5r3-Plattform dar und beinhaltet zusätzlich Teile der kommenden Android-Version 1.6 »Donut«. Darüber hinaus hat das Projekt Entwicklungen der XDA-Gemeinschaft in ihre Distribution aufgenommen. Unterstützt werden von CyanogenMod sowohl Dream als auch Magic 32B. Zu den weiteren Highlights des CyanogenMod gehören Verbesserungen an der Oberfläche, eine bessere Applikation-Priorisierung und erweiterte Ramdisk-Unterstützung. Die geschätzt 30.000 Anwender schätzen darüber hinaus auch die Anbindung der kommerziellen Beigaben wie der T-Mobile IM-Applikation, Amazon MP3 und Google-Applikationen wie Google Maps, Google Talk und Android Market.

Mit der Einbindung von lizenzierten Applikationen begaben sich die Entwickler allerdings auf ein sehr unbequemes Terrain und so war es lediglich eine Frage der Zeit, bis Google oder ein anderer Anbieter dem Projekt den Vertrieb untersagen würde. Dies passierte nun Ende der Woche, als die Entwickler bekannt gaben, von Google aufgefordert worden zu sein, den momentanen Mod einzustellen. Konkret bemängelt Google, wie bereits vermutet, die Einbindung der kommerziellen Applikationen. Mit weiteren Details hielt sich das Team allerdings bedeckt.

Ein wenig konkreter wurde Google selbst. Wie einem Blog-Eintrag des Android-Entwicklers Dan Morrill entnommen werden kann, bemängelt die Rechtsabteilung von Google nicht die Modifikation als solches, sondern direkte Verstöße gegen das Urheberrecht und den Vertrieb kommerzieller Applikationen durch das CyanogenMod-Projekt. Morrill argumentiert, dass Google gerade durch die Beigaben sich von der Konkurrenz, die ebenfalls die offene Plattform nutzt, abzusetzen versucht und in den Applikationen Teile seines Geschäftes sieht. Werden die Anwendungen durch Modifikationen auf anderen Systemen verfügbar gemacht, schadet es direkt dem Unternehmen.

Das CyanogenMod kann direkt von der Seite des Projektes nicht mehr heruntergeladen werden. Sollte sich das Team nicht mit dem Hersteller einigen oder die kommerziellen Beigaben aus der Modifikation entfernen, wird das CyanogenMod eingestellt werden. Selbst der Hauptentwickler spricht in diesem Fall vom Tod des Projektes.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 36 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: Noch ca. 230 Minuten... (Flying Circus, Mo, 28. September 2009)
Re[4]: Noch ca. 230 Minuten... (Flying Circus, Mo, 28. September 2009)
Re[5]: Noch ca. 230 Minuten... (otti, Mo, 28. September 2009)
Re[4]: Offene Plattform, kommerzielle Applikatione (g4e, Mo, 28. September 2009)
Re[2]: So geht es halt nicht ... (Ich_wer_sonst, Mo, 28. September 2009)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung