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Mi, 30. September 2009, 19:26

Software::Desktop

X.org diskutiert neue Veröffentlichungsstrategie

Wird ein aktueller Vorschlag des X.org-Projektes realisiert, könnte bereits die übernächste Version des Servers einem Linux-ähnlichen Zyklus folgen und feste Veröffentlichungstermine einhalten.

Das X.org-Projekt, das einen X11-Server für Linux und weitere Betriebssysteme erstellt, glänzt nicht gerade durch Pünktlichkeit und die Einhaltung der zuvor angekündigten Ziele. So wies bereits die letzte stabile Version bei der Freigabe einen Verzug von sechs Monaten auf und ließ viele der zuvor angekündigten Funktionen vermissen. Version 1.7, die nach den ursprünglichen Planungen bereits veröffentlicht sein sollte, steht immer noch aus. Kaum verwunderlich deshalb, dass auch die Entwickler nicht mehr mit der momentanen Strategie von X.org zufrieden sind und die bisher verfolgte Veröffentlichungsstrategie ändern wollen.

So hat der X.org-Entwickler Peter Hutterer nun vorgeschlagen, die Strategie an den Linux-Kernel anzulehnen. Demnach sollte auch das X.org-Projekt seine Entwicklung in drei Phasen realisieren. Während in der ersten Phase Neuerungen und Änderungen akzeptiert werden, beschränken sich die Programmierer in der zweiten Phase auf die Korrektur von Fehlern. In der dritten Phase wird der komplette Stand des Projektes eingefroren und exzessiv getestet. Über die Zeiträume, die jede Phase für sich beanspruchen soll, sind sich die Entwickler noch nicht einig. Denkbar wäre allerdings ein halbjährlicher Veröffentlichungszyklus.

Doch auch die Implementierung von größeren Funktionen soll geändert werden. Auch hier wollen die Entwickler den Kernel als Beispiel nehmen und Änderungen, die massive Probleme nach sich ziehen können, erst in einem separaten Zweig entwickeln. Damit soll verhindert werden, dass der Master-Branch nicht mehr funktioniert, wie es momentan oft der Fall ist. Ein weiterer Vorteil wäre für das Team, dass Testversionen erheblich schneller veröffentlicht werden könnten und damit mehr Anwender erreichen.

Die an der Diskussion beteiligten Entwickler zeigten sich gegenüber Hutterers Vorschlag durchaus aufgeschlossen. So schlug Keith Packard, einer der prominentesten X.org-Entwickler, vor, bereits in der kommenden Version 1.8 von X.org den Vorschlag wenigstens probeweise einzuführen. Eine offizielle Entscheidung steht allerdings noch nicht fest.

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