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Di, 13. Oktober 2009, 13:26

Software::Systemverwaltung

RPM-Entwickler diskutieren neue Funktionen

Pavol Rusnak hat die Resultate des im Rahmen der OpenSuse-Konferenz abgehaltenen Treffens der RPM-Entwickler online gestellt.

Im Dezember 2006 hatten sich die Vertreter der verbreitetsten Distributionen, die RPM verwenden, darauf geeinigt, die lange vernachlässigte Projektseite rpm.org zu erneuern und die Entwicklung gemeinsam voranzubringen. Zuvor hatte es monatelang keinen offiziellen Zuständigen für das Programmpaket gegeben, und jede Distribution hatte ihre eigene gepatchte Version, also im Prinzip einen Fork, erstellt.

Nachdem die Entwickler nun ihre Bestrebungen bündeln, kam erstmals auf dem LinuxTag 2009 die Idee eines gemeinsamen Treffens auf. Aus dem ursprünglich angedachten Treffen wurde schlussendlich ein Arbeitstreffen der auf beiden Seiten involvierten Personen. Teilgenommen haben demnach der OpenSuse-RPM-Betreuer Michael Schroeder, die Red Hat-Entwickler Florian Festi und Panu Matilainen, die unter anderem für libzypp verantwortlichen Entwickler Klaus Kaempf und Stanislav Visnovsky, und die YUM-Verantwortlichen Seth Vidal und James Antill.

So diskutierten die Beteiligten neben den größten Problemen des Formats auch die Marschrichtung des Projektes. Demnach sollen die künftigen Versionen von RPM unter anderem über Datei-Trigger verfügen. Die bereits bei Mandriva eingesetzte Funktion wird es Entwicklern ermöglichen, zahlreiche »Scriptlets« zu eliminieren, die beispielsweise dazu genutzt wurden, nach einer Installation den dynamischen Linker zu starten. Inwieweit die momentane Mandriva-Funktionalität allerdings übernommen wird, steht noch nicht fest. Laut Aussage von Panu Matilainen wird sich die offizielle RPM-Version an die Lösung anlehnen, jedoch nicht alle Konzepte des Herstellers übernehmen.

Eine zweite Funktion, die in die offizielle Variante einfließen soll, stellen Soft Dependencies dar. Die von Novell entwickelte Erweiterung schlägt dem eigentlichen Paketmanager zusätzliche Pakete vor, die optional installiert werden können. Während die Funktion bereits im zypp-Stack verfügbar ist, ist noch nicht klar, ob auch Red Hat für YUM die Erweiterung übernehmen wird.

Weitere Änderungen, die in den Funktionsumfang von RPM einfließen sollen, sind die Upgrade-Scriptlets »%preup« und »%postup«, sowie Scriplets-Argumente, die unter anderem auf Änderungen von Konfigurationsdateien besser reagieren können. Ferner wird das Format von CPIO, das auf 8 GB Daten limitiert ist, entweder auf ein neues Format umgestellt, oder CPIO weiter aufgebohrt. Weitere Pläne umfassen Transaktions-Logs, die es der Paketverwaltung erlauben würden, nach einer fehlgeschlagenen Transaktion den Ursprungszustand wieder korrekt herzustellen. Kein fester Bestandteil von PRM werden dagegen Delta-RPMs sein. Es steht noch nicht fest, ob diese Funktionalität eingebunden oder durch einen besseren Algorithmus ersetzt wird.

Eine komplette Liste der besprochenen Themen ist auf der Seite von Pavol Rusnak zu finden.

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