Das muss mir mal jemand erklären. Man nimmt Debian Unstable als neuen Untersatz und will somit mehr Stablilität haben? Warum nicht gleich zu Stable greifen den Unstable ist alles andere als eine stabile Basis für ein eigenes Linux OS.
Von August Meier am Di, 20. Oktober 2009 um 13:52 #
Und?
Sag' mir etwas, was Du im normalen Alltag (nicht beim Spielen) mit den Anwendungen, welche in Debian Lenny oder gar Etch enthalten sind, nicht machen kannst!
Das Problem liegt doch eher daran, das EEEbuntu für Netbooks gedacht ist und die meist aktuelle Kernel zwecks Hardwareerkennung brauchen. Zum anderen wollen die meisten Nutzer nunmal aktuelle Software. Das sieht doch daran, dass die beliebtesten Distributionen oder gar fast alle Distributionen versuchen relativ Bleeding-Edge zu sein.
* Gimp hat Probleme mit "speichern unter" * Rhythmbox friert manchmal einfach ein * multimedia muss aufwändig nachinstalliert werden, flash ist nicht drin, gnash ist alt... * vlc ist kaputt, funktioniert nicht als browser plugin * gnome hängt zwischen vfs und dem anderen virtuellem Dateisystem * wenn ich eine creative USB Soundkarte als 2. Karte einstecke, friert der Lautstärkeregler ein. Ich kann ihn hin und her bewegen, aber er reagiert/folgt erst nach endloser Zeit, und dann schlägt er von ganz leise nach ganz laut, hängt die Mehrklangverbindung aus, so das nur etwas aus einer Box kommt... * OOo ist einfach alt...
Alles was Serveranwendungen angeht, ist prima dokumentiert, meist mit Kurzanleitung, wie man sofort loslegen kann. -> Genial. Aber die "stabilen" Desktopprogramme haben mich einfach nicht überzeugt. Ich habe nicht mehr oder weniger Ecken und Kanten gefunden, also z.B, in Ubuntu, dafür fehlen aber diverse neue Features.
Warum tust du dir sowas an? Es gibt andere Distributionen z.B. PCLinuxOS oder LinuxMint auf denen der ganze Multimediakram keine Probleme macht und Gimp auch bestens funktioniert.
Blödsinn. Mint ist Ubuntu zu Ende gedacht. In der Regel kommt eine neue Mint Version auch später (die KDE Version oft deutlich später) raus als Ubuntu (auf welchem Mint basiert). Da sind oft schon einige Bugs und Sicherheitslöcher gestopft (nicht selten sogar schon auf den Installationsmedien).
wenig aber die entscheidenen sachen; codecs sind vorinstalliert eigenes menu, updater und softwarebrowser
ich finde richtig cool an mint das du es nur installieren musst und fertig, alle software ist dabei (flash, codecs, ooo, gimp, totem, firefox, usw.) man (zumindest ich) muss nichts mehr nachinstallieren für das tägliche arbeiten, bei ubuntu ist das anders!
eine liste der unterschiede http://wiki.ubuntuusers.de/Linux_Mint auch hier http://www.pro-linux.de/berichte/linux-mint.html
Wenn man als Distributor sämtliche Urheberrechts-, Marken- und Patentgesetze verletzen möchte, dann kann man das natürlich genau so machen. Urheberrechtsfragen sind in dieser Hinsicht bestimmt auch für deutsche Privatnutzer relevant. (Unter Umständen sitzt der Mint-Distributor ja in einem Staat, in dem das noch problemlos möglich ist?) Es ist auch davon auszugehen, dass das dem Nutzer selbst bekannt ist, gerade dann, wenn er ein anspruchsvolleres Betriebssystem wie Linux einsetzt, die "Mutterdistribution" Ubuntu kennt und um die Unterschiede zwischen Mint und Ubuntu weiß. Ich rede hier nur von Offensichtlichem, z.B. von proprietären Anwendungen, für die man ein (meist gut bezahltes) Plazet vom jeweiligen Hersteller braucht und unfreie Codecs, für die das Gleiche gilt.
Ich habe bie keinem der vorhin aufgezählten Softwarepakete ein Problem mit der Redistribution gesehen:
- Flash Player wird Adobe gratis zum weiterverteilen hergeben, da wird eine Lizenz dazu nicht schwierig zu haben sein, andernfalls wäre an der Intelligenz des Adobe Managements massiv zu zweifeln. - Bei den Codecs gibt es Patentprobleme in den USA, mir fällt als Österreicher kein Grund ein, warum ich diese Codecs nicht verteilen dürfte, solange sie unter einer freien Lizenz stehen (und das tun sie). Softwarepatente sind in Europa nicht gültig. - OOo, Gimp, Totem, Firefox sind ebenfalls freie oder open source Software, die Lizenz von Firefox erlaubt nur das verändern und weiterverteilen unter dem Namen Firefox nicht. Wenn man ein original Firefox Paket nimmt, dann ist das auch kein Problem.
Ich meinte nicht freie Codecs wie sie zuhauf in Debian vorhanden sind, wie z.B. libmad. Ich meinte wirklich unfreie Codecs der Hersteller, für die es keine freien Pendants gibt.
Um den Flash Player verteilen zu können, muß man vorher nachfragen. Das gilt auch für den Adobe Reader. Adobe stellt dazu auch strenge Regeln auf, die beachtet werden müssen, falls man die Software verteilen möchte. Du kannst nicht einfach hergehen und ohne Erlaubnis Adobes die Produkte dieser Firma verteilen. Das Gleiche gilt für die proprietären ATI- und NVIDIA-Treiber. Bei solcher Software ist das übliche Prozedere, diese als Linux-Distributor wegzulassen und vom Nutzer selbst nachinstallieren zu lassen, z.B. über Nachinstallationsskripte.
Du nimmst per se an, dass die Mint-Macher nicht selbst u.a. bei Adobe, ATI, NVidia, usw. nachgefragt und/oder keine entsprechende Erlaubnis erhalten haben. Woher willst Du das wissen?
Das siehst Du u.a. hieran: "Universal Edition This edition aims to provide the same features as the Main Edition without including proprietary software, patented technologies or support for restricted formats. If you're a magazine, a reseller or a distributor in Japan or in the USA then choose this edition." Siehe http://www.linuxmint.com/download.php Diese Prozedur wäre nicht notwendig, wenn sie die proprietäre Software mit dem Plazet der Hersteller verteilen würden.
- Gimp kann ohne Probleme "speichern unter". Gerade selber noch mal getestet. - das Rhythmbox einfriert ist noch nie passiert. - aufwändig? Also die codecs gehen super schnell per apt. Und Flash ist auch kein Problem. - den Rest muss man nicht weiter kommentieren, weil sie auch nicht aufgetaucht sind. - OO veraltet, wann war der freeze von Lenny
Kurzum Lenny ist super und ohne Problem als Desktop geeignet. Ka was du da falsch gemacht hast.
Das Einfrieren kann mehrere Ursachen haben. Auf einem meiner Rechner half ein acpi=off am Boot-Prompt, um sämtliche Audioprobleme und das damit verbundene Einfrieren von Audioprogrammen zu vermeiden.
Ich arbeite auch auf mehreren Lenny's. Die von dir genannten Probleme sind mir noch nie bewusst geworden. Gimp speichert problemlos, flash muss man halt installieren - geht aber sehr bequem auch für Anfänger mit Synaptic, OOo ist dank Backports überhaupt nicht alt ...
naja, würdest ein release von ubuntu stabil bezeichnen? Wie ich schon mal schrieb verwendet ubuntu immer bleeding edge software für die hauptkomponennten wie xorg, kernel, GNOME. Das führt nicht automatisch zu einer stabileren Distribution. Daherkann man auch direkt debian unstable nehmen.
Nur wird eben an Debian unstable immer gearbeitet. Und das wird dann darin enden, dass die Eebuntu Leute dann mehr Arbeit in die Stabilisierung bringen dürfen was unnötig Arbeit ist. testing oder stable wäre für "stabile" Software schon etwas verständlicher.
Man kann auch auf moderne Netbooks ein System mit Basis "debian-stable" installieren, wenn die Distri vom Entwickler dafür entsprechend "getuned" ist. Beispiel "Kanotix" hat immer einen aktuellen angepassten ubuntu-Kernel und etliche backports, hacks und scripte in der "Werkstatt".
Den Kanotix-Kernel hat die eigentlich ubuntubasierte Distribution "Zevenos" bei ihrem debian-basierten Projekt Zevenos-Neptune übernommen. Da kann man sehen. was debian auch noch im Vergleich zu U ist: schnell
Hauptsache so richtig flamen oder wie? Ja, Debian stable ist wesentlich stabiler als Ubuntu. Und ja Ubuntu hat wesentlich aktuellere Software als Debian. Beide Distrubutionen bedienen auch unterschiedliche Zielgruppen, warum muss man das so hochstilisieren und eine halbe Religion aus seiner Distributionsvorliebe machen?
Da wie richtig bemerkt wurde Ubuntu auf Debian unstable basiert, dürfte Debian unstable nach simpler Logik nicht stabiler sein als Ubuntu. Es sei denn du spichst den Ubuntu-Entwicklern sämtliche Kompetenz ab und behauptest die Änderungen, die an den Paketen seit der unstable-Übernahme vorgenommen werden verschlechtern die Stabilität in der Gesamtheit.
Dann Frage ich mich warum die Debian Kernelmaintainer auf die Hilfe der Ubuntuleute bei der Umstellung des IDE-Treibersystems zurückgreifen? Naja versteht mich nicht falsch, hier wird jetzt ENDLICH mal was von Ubuntu zurückgegeben. Ohne die wirklich hervorragende Distribution Debian gäbe es Ubuntu gar nicht. (Unterstützung von Ubuntu zu Debian gab es zwar bisher auch hin und wieder aber es waren schon eher Kleinigkeiten.) Aber statt diese Entwicklung hin zu mehr Zusammenarbeit zu begrüßen und auch mal die (wenn auch vergleichsweise geringeren) Verdienste von Ubuntu anzuerkennen werden nur Klischees herausposaunt. Ubuntu lockt normale Benutzer/Anfänger und ehemalige Windowsuser an, da hier gewisse Dinge viel einfacher sind. (z.B. aktuelle Grafiktreiber, Xorg oder aktuellen Kernel - ein neuer Computer kann teilweise mit Debian-Stable, was ja auch sehr einfach zu bedienen/installieren ist, gar nicht betrieben werden - und kaum ein Linux-Neuling wird sich die Zeit nehmen um erstmal zu lernen wie man sich neueres Xorg nachinstalliert oder seinen Kernel selbst baut. Ein Verweis auf Testing oder gar unstable kann in Hinsicht auf Stabilität nicht ernstgemeint sein. Ich habe es lange benutzt - es gibt immer mal wieder kleine und größere Problemchen, die für einen erfahreneren Benutzer zwar leicht zu beheben, für einen Anfänger aber das Ende darstellen.)
Wer jetzt meint dass man keine normalen Nutzer und Windowsumsteiger braucht, sollte sich mal überlegen, ob der Treibersupport von einigen Firmen, der gleiche (teilweise nicht vorhandene) ist, wenn der Linux-Desktop 10% Marktanteil hätte. Es hindert euch/uns dann trotzdem keiner daran weiterhin produktive Editoren wie Emacs statt windowsähnlicher einstiegsfreundlicher Editoren wie Kate zu benutzen und Einstellungen in den Konfigurationsdateien statt mit hässlichen Konfigurationsdialogen vorzunehmen.
Das lässt nicht alles so über einen Kamm scheren. Verstehe mich bitte nicht falsch, aber ein Linux-Neuling, der auf einem System mit Intel-Grafikchip Ubuntu Jaunty installiert hatte, war genauso aufgeschmissen und benutzt längst wieder ausschließlich Windows.
Es war für besagte Hardwarekombination wohl auch der ungünstigste Moment, das ausgerechnet mit der zu diesem Zeitpunkt für diesen Zweck kaputtesten Distribution auszuprobieren.
Wenn Ubuntu verbreiteter wäre, hätte dieses Problemchen locker die Ausmaße des Vista-Desasters annehmen können. (Dort war es auch eine Verkettung ungünstiger Umstände, die das System deutlich schlechter dastehen lassen haben, als es in Wahrheit ist)
Ich nehme als Beispiel Venedig. Der Untergrund ist wackelig (unstable). Egal, was ich darauf aufbaue, und wenn es noch so stabil ist, basiert auf einem wackeligen Untergrund. Somit kann Ubuntu nicht stabiler sein als Debian unstable, was Deine Behauptung umkehrt.
Dies könnte höchstens dadurch entkräftet werden, dass Ubuntu an dem Rüstzeug von debian unstable arbeitet und dieses stabiler macht. Ist das so?
Bitte keine persönlichen Beleidigungen oder so etwas, ich kenne mich mit dem Softwareentwicklungsprozess der einzelnen Distris viel zu wenig aus, um hier provozieren zu können. Es ist lediglich eine Verständnisfrage, die ich gerne plakativ und nachvollziehbar beantwortet hätte.
Dafür und die Fairness bereits jetzt herzlichen Dank Suse
Es ist ja nicht so, dass sich Ubuntu am Release-Tag schnell mal das aktuelle Unstable holt und in ein ISO bannt. Der Merge mit Unstable geschieht früher, das ist die Grundlage. Dann wird auf dieser Basis die Distribution aufgebaut, Änderungen aus Unstable werden kontrolliert und nicht automatisch übernommen.
D.h. während Debian Unstable fortlaufend aktualisiert wird und daher auch immer mal wieder Probleme enthält wird in Ubuntu auf Grundlage eines gewissen Unstable-Stands eine stabile Distribution gebaut. Letztendlich genau das, was Debian mit Testing durchführt. Letztendlich muss auch Eeebuntu diese Arbeit dann durchführen.
Siehe auch z.B. https://wiki.ubuntu.com/KarmicReleaseSchedule
stimmt. Macht das nicht. Dafür addieren sie noch eine bazillion instabiler Frickelpatches hinzu, mit dem Ergebniss, daß ubuntu tatsächlich instabiler ist, als Debian unstable.
Sie hängen das Ding doch nicht an die Unstable-Repositories, sondern bedienen sich dort an den Paketen, stabilisieren einen bestimmten Stand und packen den in die Edubuntu-Repositories. Stichwort im Artikel: "basieren"
"Zukünftig soll es nicht mehr alle halbe Jahre ein Distributionsupgrade geben, sondern Änderungen sofort eingepflegt werden (Rolling Releases)."
Das klingt aber weniger nach eigenem Repo sondern tatsächlich nach direkter Einbindung von Unstable wie es auch Sidux macht. Ich kann mir kaum vorstellen das ausschließlich eigene Pakete, die aus Sid kommen verwendet werden.
"Zudem sollen die Zielplattformen erweitert und auch andere Geräte als Netbooks unterstützt werden."
Und nach diesem Satz erhärtet sich für mich der Eindruck als wolle man etwas ähnliches wie Sidux machen.
Der Unstable Tree bei Debian heisst das die Paketstruktur nicht stabil ist, spirch es kommen laufend neuen Pakete hinzu und wenn sie nicht durch den Prüfprozes kommen, fliegen sie wieder raus. Es hat nichts damit zu tun ob ein Paket / Programm stabil ist. Der Unstable Tree ist dazu da um neue Sachen aufzunehmen die dann irgenwann in Testing landen was dann zum nächsten Stable Release führt.
wobei noch zu erwähnen wäre, dass im Allgemeinen Pakete in den unstable gehen sollen, die eine Chance darauf hätten, irgendwann weiterzukommen. Für Experimente, alph-Software gibts noch experimental.
ihr könnt doch nicht einfach diesen ganzen Schwanzlängenvergleichern und Klugscheissern ihre Diskussionen mit Sachargumenten vermiesen! Wie sollen die dann ihre Zeit totschlagen, am Ende geraten sie noch aus Langeweile auf die schiefe Bahn !!!11!
Stabilität bekommt man nur durch automatisierte Testumgebungen. Leider geht man bei Debian diese Weg bislang nicht. Mithilfe statischer Analyse von Code und Testen kann man echte Stabilität erzeugen, wenn man das denn will.
Normalerweise sollte Code so geschrieben werden, dass er in jeder Version der Entwicklung stabil ist.
Du hast offenbar keine Ahnung, wieviel (und auf wie vielen Ebenen) automatisiert getestet wird (bzw. werden muss). Da Debian eine Distribution ist, konzentriert sich das Testen dort sinnvollerweise auf (aufwändige und größtenteils automatisierte) "Integrationstests", und das Zusammenspiel mit unterschiedlichen Hardware- und Betriebssystem-Plattformen (inzwischen Linux, kFreeBSD und Nexenta/OpenSolaris). Die "reale" Laufzeit-Zielumgebung vergisst nämlich ein Software-Theoretiker, der immer nur "statisch" sein eigenes Programm testet, gerne schon mal. Entsprechende Bugs, wenn sie auftauchen, werden dann auch nach Upstream, also zu den Entwicklern, weitergegeben, damit auch andere Distributionen von den Bugfixes profitieren.
Das ist ein Problem, das insbesondere bei unixartigen Systemen auftaucht. Dank Virtualisierung kann man heute ja alles Mögliche testen. "Debian stable" heißt leider nicht, dass die Applikationen stabil sind, sondern nur die Abhängigkeiten, nicht wahr?
Für den Anwender kommt es aber vor allem auf die Stabilität der Anwendung an. Ich verstehe immer noch nicht, warum unter Linux stets veraltete Software mit den "stabilen" Distributionen ausgeliefert wird, statt die neueste Version, in der mehr Bugs gefixt sind.
Weil man weis, dass die "ältere" Version der Software nicht noch zusätzlich 20 andere Programmen den Hintern versohlt .
Und wenn du > 5000 Programme hast, musst du irgendwann einmal sagen: Stopp, keine neuere Software mehr, hier frieren wir den Stand ein, und liefern nur noch Bugfixes der aktuellen Version. Denn wenn von den 5000 Programmen ein komplett neues reinkommt, das dann mit 20 anderen nicht kann, oder einen Rattenschwanz an neueren Libraries nach sich zieht, die auch alle auf was neues gebracht werden müssten, dann kommt nie eine neue Distribution raus.
Ubuntu hat es hier etwas leichter, weil dort eine Klasse von Programmen existiert (OOo, Firefox, Multimedia Zeugs), die gnadenlos auf den neuesten Stand gebracht werden, ohne Rücksicht darauf was sie eventuell anrichten könnten. Meistens geht die Sache gut aus, manchmal aber auch nicht. Dann wird die Distribution rausgeschickt, ohne vorher so intensiv getestet worden zu sein, wie es bei Debian stable der Fall ist. Das führt natürlich dazu, dass die Bugs der Einzelprogramme eher gefixed sind, bzw. mehr Features verfügbar sind, andererseits garantiert einem niemand, dass es nicht zu Problemen nach einem update kommt (wie die Katrastrophe die ein zerschossenes grafisches packagekit-update bei Fedora 9 angerichtet hat).
Ich verwende seit einigen Jahren Debian Stable, und habe noch NIE durch ein update irgend eine Regression erlebt. Bei Mandrake, Mandriva, Fedora aber sehr wohl. Bleeding edge Distributionen haben ihren Platz, Debian stable hat den seinen.
Natürlich gibt es Regressionen. In meinem Fall ist durch das Update von Etch nach Lenny die 3D-Performance meiner Radeon 7500 spürbar schlechter geworden. Noch schlimmer ist es unter OpenSuse 11.1 und Ubuntu Jaunty. Das zeigt aber natürlich auch, dass Lenny wie alle anderen Distros bestimmte Xorg-Probleme nicht vermeiden kann. In Zukunft ist das ohnehin egal, weil Debian die Radeon-Firmware, die meine Grafikkarte für 3D benötigt, aus dem Kernel nehmen und nach non-free verschieben wird. Damit werden zukünftig auch alle Bugreports in punkto "Radeon und 3D" ins Leere laufen, so wie es jetzt schon bei der Meldung von NVidia-Treiber-Bugs der Fall ist.
Wie bringt man denn Xorg Im Fall des Radeon-Treibers dazu, 3D bzw. OpenGL zu deaktivieren, wenn dieses nicht richtig funktioniert? Auch "kaputte" 3D-Beschleunigung ist standardmäßig immer eingeschaltet.
Als root die xorg.conf editieren und das Folgende eintragen: Section "Module" Disable "dri" EndSection Abspeichern, das war's. So einfach wird aus Lenny Gnewsense.
gustl bezog sich auf Updates innerhalb des Releases. Ich setzte Debian Stable seit Jahren ein und hatte bisher ein einziges Mal eine Regression, als bedingt durch ein Security-Update sudo $DISPLAY nicht mehr exportiert hatte. Der trat aber nur in Kombination mit einem selbstgebauten Script auf und konnte dadurch schnell behoben werden, nicht zuletzt durch die sehr gute Dokumentation der Änderung und der Gründe dafür in der Security-Mailingliste. Ich kann mich deshalb der Meinung von gustl nur anschließen, die Debian Stable Releases haben eine sehr hohe Update-Qualität.
Wenn du von einem Stable Release auf das nächste updatest, muss man natürlich mit kleineren Problemen rechnen, trotzdem überrascht mich die Leichtigkeit solcher Updates bei Debian immer wieder. Ich habe früher mal eine zeitlang Suse eingesetzt und da war dies nicht so. Ein Update von 5.3 auf 6.0 zerstörte damals das halbe System (libc5 auf glibc-Umstellung). Nachdem ich dann wieder mein Backup eingespielt und die 6er Versionen komplett übersprungen und Jahre später die 5.3-Sackgasse gegen eine Neuinstallation der 7.3 ersetzt hatte, bin ich erneut in einer Sackgasse gelandet. Denn beim Upgrade auf 8.0 war wieder das halbe System kaputt. Also erneut das Backup eingespielt und die Umstellung auf Debian geplant, welches ich schon seit längerem beobachtet hatte. Diese Leichtigkeit der Upgrades möchte ich seitdem nicht mehr missen und jedes andere System muss sich daran messen lassen.
Übrigens ist X11 auch bereits von Sarge (XFree86) auf Etch (xorg) merkbar langsamer geworden, was aber an der xorg-Entwicklung lag und weniger an Debian. Beim Upgrade auf Lenny habe ich es nicht mehr mitbekommen, denn zwischenzeitlich bin ich auf eine Intel OnBoard-Grafik umgestiegen.
Man nimmt Debian Unstable als neuen Untersatz und will somit mehr Stablilität haben?
Warum nicht gleich zu Stable greifen den Unstable ist alles andere als eine stabile Basis für ein eigenes Linux OS.
Martin
Sag' mir etwas, was Du im normalen Alltag (nicht beim Spielen) mit den Anwendungen, welche in Debian Lenny oder gar Etch enthalten sind, nicht machen kannst!
Grüsse
August Meier
>>Stable ist von Vorgestern.
Zum anderen wollen die meisten Nutzer nunmal aktuelle Software. Das sieht doch daran, dass die beliebtesten Distributionen oder gar fast alle Distributionen versuchen relativ Bleeding-Edge zu sein.
Gruß
http://packages.debian.org/sid/iceweasel -> 3.5.2
http://packages.debian.org/lenny/openoffice.org -> 2.4.1
http://packages.debian.org/sid/openoffice.org -> 3.1.1
* Gimp hat Probleme mit "speichern unter"
* Rhythmbox friert manchmal einfach ein
* multimedia muss aufwändig nachinstalliert werden, flash ist nicht drin, gnash ist alt...
* vlc ist kaputt, funktioniert nicht als browser plugin
* gnome hängt zwischen vfs und dem anderen virtuellem Dateisystem
* wenn ich eine creative USB Soundkarte als 2. Karte einstecke, friert der Lautstärkeregler ein. Ich kann ihn hin und her bewegen, aber er reagiert/folgt erst nach endloser Zeit, und dann schlägt er von ganz leise nach ganz laut, hängt die Mehrklangverbindung aus, so das nur etwas aus einer Box kommt...
* OOo ist einfach alt...
Alles was Serveranwendungen angeht, ist prima dokumentiert, meist mit Kurzanleitung, wie man sofort loslegen kann. -> Genial.
Aber die "stabilen" Desktopprogramme haben mich einfach nicht überzeugt. Ich habe nicht mehr oder weniger Ecken und Kanten gefunden, also z.B, in Ubuntu, dafür fehlen aber diverse neue Features.
Grüße aus dem IE8
Mint ist Ubuntu zu Ende gedacht. In der Regel kommt eine neue Mint Version auch später (die KDE Version oft deutlich später) raus als Ubuntu (auf welchem Mint basiert). Da sind oft schon einige Bugs und Sicherheitslöcher gestopft (nicht selten sogar schon auf den Installationsmedien).
eigenes menu, updater und softwarebrowser
ich finde richtig cool an mint das du es nur installieren musst und fertig, alle software ist dabei (flash, codecs, ooo, gimp, totem, firefox, usw.) man (zumindest ich) muss nichts mehr nachinstallieren für das tägliche arbeiten, bei ubuntu ist das anders!
eine liste der unterschiede
http://wiki.ubuntuusers.de/Linux_Mint
auch hier
http://www.pro-linux.de/berichte/linux-mint.html
(Unter Umständen sitzt der Mint-Distributor ja in einem Staat, in dem das noch problemlos möglich ist?)
Es ist auch davon auszugehen, dass das dem Nutzer selbst bekannt ist, gerade dann, wenn er ein anspruchsvolleres Betriebssystem wie Linux einsetzt, die "Mutterdistribution" Ubuntu kennt und um die Unterschiede zwischen Mint und Ubuntu weiß.
Ich rede hier nur von Offensichtlichem, z.B. von proprietären Anwendungen, für die man ein (meist gut bezahltes) Plazet vom jeweiligen Hersteller braucht und unfreie Codecs, für die das Gleiche gilt.
- Flash Player wird Adobe gratis zum weiterverteilen hergeben, da wird eine Lizenz dazu nicht schwierig zu haben sein, andernfalls wäre an der Intelligenz des Adobe Managements massiv zu zweifeln.
- Bei den Codecs gibt es Patentprobleme in den USA, mir fällt als Österreicher kein Grund ein, warum ich diese Codecs nicht verteilen dürfte, solange sie unter einer freien Lizenz stehen (und das tun sie). Softwarepatente sind in Europa nicht gültig.
- OOo, Gimp, Totem, Firefox sind ebenfalls freie oder open source Software, die Lizenz von Firefox erlaubt nur das verändern und weiterverteilen unter dem Namen Firefox nicht. Wenn man ein original Firefox Paket nimmt, dann ist das auch kein Problem.
Um den Flash Player verteilen zu können, muß man vorher nachfragen. Das gilt auch für den Adobe Reader. Adobe stellt dazu auch strenge Regeln auf, die beachtet werden müssen, falls man die Software verteilen möchte.
Du kannst nicht einfach hergehen und ohne Erlaubnis Adobes die Produkte dieser Firma verteilen. Das Gleiche gilt für die proprietären ATI- und NVIDIA-Treiber.
Bei solcher Software ist das übliche Prozedere, diese als Linux-Distributor wegzulassen und vom Nutzer selbst nachinstallieren zu lassen, z.B. über Nachinstallationsskripte.
Woher willst Du das wissen?
"Universal Edition
This edition aims to provide the same features as the Main Edition without including proprietary software, patented technologies or support for restricted formats. If you're a magazine, a reseller or a distributor in Japan or in the USA then choose this edition."
Siehe http://www.linuxmint.com/download.php
Diese Prozedur wäre nicht notwendig, wenn sie die proprietäre Software mit dem Plazet der Hersteller verteilen würden.
- Gimp kann ohne Probleme "speichern unter". Gerade selber noch mal getestet.
- das Rhythmbox einfriert ist noch nie passiert.
- aufwändig? Also die codecs gehen super schnell per apt. Und Flash ist auch kein Problem.
- den Rest muss man nicht weiter kommentieren, weil sie auch nicht aufgetaucht sind.
- OO veraltet, wann war der freeze von Lenny
Kurzum Lenny ist super und ohne Problem als Desktop geeignet. Ka was du da falsch gemacht hast.
Bei mir läuft Lenny seit ca. einem Jahr, also auch als es noch "testing" war, und ich bin sehr zufrieden !
Du wirst hier "leicht" offtopic.
Wenn man eine aktuelle Programmversion benutzen will (d.h. nicht älter als 2 Jahre), bleibt eigentlich nur dangerous (aka unstable)
Bin selber seit 5 Jahren Debian-Nutzer, aber verstehe die Release-Politik immer noch nicht so ganz.
Axel
Das führt nicht automatisch zu einer stabileren Distribution.
Daherkann man auch direkt debian unstable nehmen.
Und das wird dann darin enden, dass die Eebuntu Leute dann mehr Arbeit in die Stabilisierung bringen dürfen was unnötig Arbeit ist.
testing oder stable wäre für "stabile" Software schon etwas verständlicher.
Martin
Definitiv JA!
Ich hab weder beim Desktop, noch Laptop oder gar bei den 5 OVH-Server stabilitäts Probleme.
Desktop: 9.04
Laptop: 9.10 Beta
OVH-Server: 8.04 LTS
Und die Server idlen nicht rum, die leisten schwerst Arbeit!
Außerdem ist Debian unstable genauso aktuell wie ubuntu.
Dies wird ebenfalls von den Debian Entwicklern empfohlen.
Martin
Den Kanotix-Kernel hat die eigentlich ubuntubasierte Distribution "Zevenos" bei ihrem debian-basierten Projekt Zevenos-Neptune übernommen. Da kann man sehen. was debian auch noch im Vergleich zu U ist: schnell
Ja, Debian stable ist wesentlich stabiler als Ubuntu. Und ja Ubuntu hat wesentlich aktuellere Software als Debian. Beide Distrubutionen bedienen auch unterschiedliche Zielgruppen, warum muss man das so hochstilisieren und eine halbe Religion aus seiner Distributionsvorliebe machen?
Da wie richtig bemerkt wurde Ubuntu auf Debian unstable basiert, dürfte Debian unstable nach simpler Logik nicht stabiler sein als Ubuntu. Es sei denn du spichst den Ubuntu-Entwicklern sämtliche Kompetenz ab und behauptest die Änderungen, die an den Paketen seit der unstable-Übernahme vorgenommen werden verschlechtern die Stabilität in der Gesamtheit.
Dann Frage ich mich warum die Debian Kernelmaintainer auf die Hilfe der Ubuntuleute bei der Umstellung des IDE-Treibersystems zurückgreifen? Naja versteht mich nicht falsch, hier wird jetzt ENDLICH mal was von Ubuntu zurückgegeben. Ohne die wirklich hervorragende Distribution Debian gäbe es Ubuntu gar nicht. (Unterstützung von Ubuntu zu Debian gab es zwar bisher auch hin und wieder aber es waren schon eher Kleinigkeiten.) Aber statt diese Entwicklung hin zu mehr Zusammenarbeit zu begrüßen und auch mal die (wenn auch vergleichsweise geringeren) Verdienste von Ubuntu anzuerkennen werden nur Klischees herausposaunt. Ubuntu lockt normale Benutzer/Anfänger und ehemalige Windowsuser an, da hier gewisse Dinge viel einfacher sind. (z.B. aktuelle Grafiktreiber, Xorg oder aktuellen Kernel - ein neuer Computer kann teilweise mit Debian-Stable, was ja auch sehr einfach zu bedienen/installieren ist, gar nicht betrieben werden - und kaum ein Linux-Neuling wird sich die Zeit nehmen um erstmal zu lernen wie man sich neueres Xorg nachinstalliert oder seinen Kernel selbst baut. Ein Verweis auf Testing oder gar unstable kann in Hinsicht auf Stabilität nicht ernstgemeint sein. Ich habe es lange benutzt - es gibt immer mal wieder kleine und größere Problemchen, die für einen erfahreneren Benutzer zwar leicht zu beheben, für einen Anfänger aber das Ende darstellen.)
Wer jetzt meint dass man keine normalen Nutzer und Windowsumsteiger braucht, sollte sich mal überlegen, ob der Treibersupport von einigen Firmen, der gleiche (teilweise nicht vorhandene) ist, wenn der Linux-Desktop 10% Marktanteil hätte. Es hindert euch/uns dann trotzdem keiner daran weiterhin produktive Editoren wie Emacs statt windowsähnlicher einstiegsfreundlicher Editoren wie Kate zu benutzen und Einstellungen in den Konfigurationsdateien statt mit hässlichen Konfigurationsdialogen vorzunehmen.
Verstehe mich bitte nicht falsch, aber ein Linux-Neuling, der auf einem System mit Intel-Grafikchip Ubuntu Jaunty installiert hatte, war genauso aufgeschmissen und benutzt längst wieder ausschließlich Windows.
Wenn Ubuntu verbreiteter wäre, hätte dieses Problemchen locker die Ausmaße des Vista-Desasters annehmen können. (Dort war es auch eine Verkettung ungünstiger Umstände, die das System deutlich schlechter dastehen lassen haben, als es in Wahrheit ist)
Ach was, ist der Kamm gross genug, und zerrt man ordentlich dran,
laesst sich fast alles ueber einen Kamm scheren!
Die simple Logik versteh ich nicht.
Ich nehme als Beispiel Venedig. Der Untergrund ist wackelig (unstable). Egal, was ich darauf aufbaue, und wenn es noch so stabil ist, basiert auf einem wackeligen Untergrund. Somit kann Ubuntu nicht stabiler sein als Debian unstable, was Deine Behauptung umkehrt.
Dies könnte höchstens dadurch entkräftet werden, dass Ubuntu an dem Rüstzeug von debian unstable arbeitet und dieses stabiler macht.
Ist das so?
Bitte keine persönlichen Beleidigungen oder so etwas, ich kenne mich mit dem Softwareentwicklungsprozess der einzelnen Distris viel zu wenig aus, um hier provozieren zu können. Es ist lediglich eine Verständnisfrage, die ich gerne plakativ und nachvollziehbar beantwortet hätte.
Dafür und die Fairness bereits jetzt herzlichen Dank
Suse
D.h. während Debian Unstable fortlaufend aktualisiert wird und daher auch immer mal wieder Probleme enthält wird in Ubuntu auf Grundlage eines gewissen Unstable-Stands eine stabile Distribution gebaut. Letztendlich genau das, was Debian mit Testing durchführt. Letztendlich muss auch Eeebuntu diese Arbeit dann durchführen.
Siehe auch z.B. https://wiki.ubuntu.com/KarmicReleaseSchedule
Bazillion war mir echt neu.
Nicht immer. Weil ubuntu nimmt auch Software von Debian experimental.
Das klingt aber weniger nach eigenem Repo sondern tatsächlich nach direkter Einbindung von Unstable wie es auch Sidux macht.
Ich kann mir kaum vorstellen das ausschließlich eigene Pakete, die aus Sid kommen verwendet werden.
"Zudem sollen die Zielplattformen erweitert und auch andere Geräte als Netbooks unterstützt werden."
Und nach diesem Satz erhärtet sich für mich der Eindruck als wolle man etwas ähnliches wie Sidux machen.
Wie wäre es mit Deeebian ;o)
Hibernate, Suspend to RAM, Fn-Tasten, WLAN, Kamer, läuft alles sehr zuverlässig auf meinem 900A.
So viel dazu.
ihr könnt doch nicht einfach diesen ganzen Schwanzlängenvergleichern und Klugscheissern ihre Diskussionen mit Sachargumenten vermiesen! Wie sollen die dann ihre Zeit totschlagen, am Ende geraten sie noch aus Langeweile auf die schiefe Bahn !!!11!
mit Plan9 wär' das nicht passiert 9!
MEINER IST DER LÄNGSTE, und SUSIE LINUX IST DOOF.
ÄTSCH !
Normalerweise sollte Code so geschrieben werden, dass er in jeder Version der Entwicklung stabil ist.
Für den Anwender kommt es aber vor allem auf die Stabilität der Anwendung an. Ich verstehe immer noch nicht, warum unter Linux stets veraltete Software mit den "stabilen" Distributionen ausgeliefert wird, statt die neueste Version, in der mehr Bugs gefixt sind.
Und wenn du > 5000 Programme hast, musst du irgendwann einmal sagen: Stopp, keine neuere Software mehr, hier frieren wir den Stand ein, und liefern nur noch Bugfixes der aktuellen Version.
Denn wenn von den 5000 Programmen ein komplett neues reinkommt, das dann mit 20 anderen nicht kann, oder einen Rattenschwanz an neueren Libraries nach sich zieht, die auch alle auf was neues gebracht werden müssten, dann kommt nie eine neue Distribution raus.
Ubuntu hat es hier etwas leichter, weil dort eine Klasse von Programmen existiert (OOo, Firefox, Multimedia Zeugs), die gnadenlos auf den neuesten Stand gebracht werden, ohne Rücksicht darauf was sie eventuell anrichten könnten. Meistens geht die Sache gut aus, manchmal aber auch nicht. Dann wird die Distribution rausgeschickt, ohne vorher so intensiv getestet worden zu sein, wie es bei Debian stable der Fall ist.
Das führt natürlich dazu, dass die Bugs der Einzelprogramme eher gefixed sind, bzw. mehr Features verfügbar sind, andererseits garantiert einem niemand, dass es nicht zu Problemen nach einem update kommt (wie die Katrastrophe die ein zerschossenes grafisches packagekit-update bei Fedora 9 angerichtet hat).
Ich verwende seit einigen Jahren Debian Stable, und habe noch NIE durch ein update irgend eine Regression erlebt. Bei Mandrake, Mandriva, Fedora aber sehr wohl. Bleeding edge Distributionen haben ihren Platz, Debian stable hat den seinen.
In meinem Fall ist durch das Update von Etch nach Lenny die 3D-Performance meiner Radeon 7500 spürbar schlechter geworden. Noch schlimmer ist es unter OpenSuse 11.1 und Ubuntu Jaunty. Das zeigt aber natürlich auch, dass Lenny wie alle anderen Distros bestimmte Xorg-Probleme nicht vermeiden kann.
In Zukunft ist das ohnehin egal, weil Debian die Radeon-Firmware, die meine Grafikkarte für 3D benötigt, aus dem Kernel nehmen und nach non-free verschieben wird. Damit werden zukünftig auch alle Bugreports in punkto "Radeon und 3D" ins Leere laufen, so wie es jetzt schon bei der Meldung von NVidia-Treiber-Bugs der Fall ist.
Auch "kaputte" 3D-Beschleunigung ist standardmäßig immer eingeschaltet.
Section "Module"
Disable "dri"
EndSection
Abspeichern, das war's.
So einfach wird aus Lenny Gnewsense.
Wenn du von einem Stable Release auf das nächste updatest, muss man natürlich mit kleineren Problemen rechnen, trotzdem überrascht mich die Leichtigkeit solcher Updates bei Debian immer wieder. Ich habe früher mal eine zeitlang Suse eingesetzt und da war dies nicht so. Ein Update von 5.3 auf 6.0 zerstörte damals das halbe System (libc5 auf glibc-Umstellung). Nachdem ich dann wieder mein Backup eingespielt und die 6er Versionen komplett übersprungen und Jahre später die 5.3-Sackgasse gegen eine Neuinstallation der 7.3 ersetzt hatte, bin ich erneut in einer Sackgasse gelandet. Denn beim Upgrade auf 8.0 war wieder das halbe System kaputt. Also erneut das Backup eingespielt und die Umstellung auf Debian geplant, welches ich schon seit längerem beobachtet hatte. Diese Leichtigkeit der Upgrades möchte ich seitdem nicht mehr missen und jedes andere System muss sich daran messen lassen.
Übrigens ist X11 auch bereits von Sarge (XFree86) auf Etch (xorg) merkbar langsamer geworden, was aber an der xorg-Entwicklung lag und weniger an Debian. Beim Upgrade auf Lenny habe ich es nicht mehr mitbekommen, denn zwischenzeitlich bin ich auf eine Intel OnBoard-Grafik umgestiegen.