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Do, 29. Oktober 2009, 12:32

Software::Datenbanken

Oracle konkretisiert Zukunft von Sun-Produkten

In einer FAQ erläutert der Datenbankspezialist Oracle die Zukunft der Sun-Produktpalette und verspricht zugleich, viele Entwicklungen weiter am Leben erhalten zu wollen.

Im Zuge der Diskussion um die Zukunft von Sun-Produkten und speziell des freien RDBMS MySQL meldete sich nun auch Oracle zu Wort und veröffentlichte eine mehrseitige Stellungnahme (PDF). Demnach plant der Datenbankspezialist, nach der Übernahme weiterhin in Suns Solaris-Betriebssystem und die SPARC-Architektur zu investieren. Laut Oracle soll das in einer Intensität geschehen, die das Engagement von Sun übertrifft. Die Investitionskosten sollen demnach erhöht werden und Solaris schnellstmöglich um wichtige Kernfunktionen erweitert werden. Um welche es sich allerdings handelt, gab das Unternehmen nicht bekannt.

Bezüglich des Linux-Engagements soll sich auch nach der Übernahme von Sun und damit auch Solaris an der Strategie des Unternehmens nichts ändern. Oracle will demnach laut eigenen Aussagen weiterhin Linux unterstützen. Genauso plant Oracle auch, die Virtualisierungsbestrebungen von Sun fortführen. Demnach sollen sowohl VDI, Secure Global Desktop, Sun Ray und VirtualBox weiterentwickelt werden. Darüber, ob das letztgenannte Produkt weiterhin unter denselben Bedingungen gepflegt wird wie bisher, schweigt sich das Dokument aus.

Laut Oracle ist die Zukunft von MySQL weiter gesichert. Auch hier verspricht der Hersteller, das Engagement zu erhöhen und das freie RDBMS mehr zu unterstützen, als es Sun je getan hat. Das Produkt soll weiterhin im Quellcode veröffentlicht werden und in das Datenbankportfolio des Unternehmens einfließen. Hier verweist Oracle auf die Tatsache, dass der Hersteller seit geraumer Zeit auch schon MySQL anbietet und nun die Gelegenheit erhält, aktiv an der Entwicklung teilnehmen zu können.

Neben MySQL wird Oracle auch die freie Office-Suite OpenOffice.org weiter pflegen. Nach Abschluss der Transaktion plant Oracle, die Entwicklung weiter als Open-Source voranzutreiben und darüber hinaus eine kommerzielle Variante für Unternehmens-Kunden anzubieten.

Doch auch Java-Entwickler sollen von der Übernahme von Sun durch Oracle profitieren. So plant das Unternehmen beispielsweise, NetBeans als eine quelloffene Option zu den bereits bestehenden Oracle JDeveloper- und Oracle Enterprise Pack for Eclipse-Produktlinien weiter fortzuführen. Eine ähnliche Strategie plant das Unternehmen auch bei GlassFish. Auch hier soll die Entwicklung durch Oracle vorangetrieben werden und als Referenzimplementierung der Java Enterprise Edition (Java EE) fungieren.

Die neue FAQ von Oracle versteht sich selbst nicht als ein bindendes Dokument, das alle Aspekte abhandeln kann. Vielmehr will Oracle mit der Publikation die Zukunft der Open-Source-Produkte aus dem Hause Sun umreißen und allem Anschein nach den Kritikern der Übernahme wenigstens einen guten Willen zeigen. Dabei ist eins besonders sichtbar - darf man den Aussagen Glauben schenken, so will Oracle nicht nur weiter in die Sun-Produkte investieren, sondern das Engagement sogar erhöhen.

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Kommentare (Insgesamt: 5 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: office (Barristan, Fr, 30. Oktober 2009)
Fehlerteufel (Bruno, Fr, 30. Oktober 2009)
Halbwertszeit ? (Anonymous, Do, 29. Oktober 2009)
Re: office (Julian Andres Klode, Do, 29. Oktober 2009)
office (ups, Do, 29. Oktober 2009)
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