Ich finde ein Buch in der Hand auch angenehm... solange es nicht knapp 50 kg wiegt und 3 m³ groß ist. Die Javainsel ist ja auch so ein IMO unzumutbarer Monsterklopper. So umfangreiche Bücher sollten - inhaltlich möglichst günstig - geteilt werden.
Von Christopher Roy Bratusek am Fr, 13. November 2009 um 15:44 #
>> ICH BIN SEIT 2002 GENTOO-USER.
Ich habe von Gentoo-Benutzern im das gleiche Bild im Auge:
- Äußerst geduldig, Nerven wie Drahtseile (Dank Emerge Forte N600) - Mehr soziale Kontakte als Nicht-Sourceler (Da man sich während eines emerge vom PC lösen kann (wenn ich nichts mache, dann ist mehr Leistung zum kompilieren frei)) - Eine Wohung in der alles minutiös aufgeteilt/eingerichtet ist (USEFLAGS+="mplayer" -> FLEX+="Linke Flügeltür /dev/mapper/LIVINGROOM-CUPBOARD") - Kennen jeden billigen Stromanbieter im Umkreis von 150 km - Wundern sich über Leute, die so seltsame "Binärpakete" oder wie diese Dinger heißen "installieren" - Schmächtig, mittellange, mittel- bis dunkelblonde Haare, evtl. Zopf, 127.0.0.1 T-Shirt.
Von Dread_Lord am Fr, 13. November 2009 um 16:06 #
Hm - Zeit für eine Selbstüberprüfung
> - Äußerst geduldig, Nerven wie Drahtseile (Dank Emerge Forte N600) > - Mehr soziale Kontakte als Nicht-Sourceler
Möglich... das müssen andere beurteilen.
> - Eine Wohung in der alles minutiös aufgeteilt/eingerichtet ist
Nö. Das Problem ist ja grad, dass man für die Wohnung keine schön automatisierten Verwaltungstools hat. Resultat: Wohnung ist regelmäßig ein Saustall. Was fehlt ist ein: # emerge --depclean misc-housing/kitchen misc-housing/bath misc-housing/living-room misc-housing/bedroom
> - Kennen jeden billigen Stromanbieter im Umkreis von 150 km
Eigentlich nicht, aber vielleicht sollt ich mich mal informieren.
> - Wundern sich über Leute, die so seltsame "Binärpakete" oder wie diese Dinger heißen "installieren"
hey. schmächtig, hellblond, lange Haare. Naja Zopf hat sich nicht eingebürgert, T-shirt wird mit Gentoo Button kompensiert. mehr soziale Kontakte ..... meine freundin würde das anders sehen, aber die tatsache dass ich eine hab sollte dafür sprechen. Und aufgeräumte wohnung geht ja mal garnich.
Von Ex Gentoouser am Sa, 14. November 2009 um 11:23 #
Also, Als ich hatte Gentoo 2000 entdeckt und bis 2005 genutzt, dann kam ein HD Crash mir in die Quere. 2008 nochmal versucht mit der Installations LiveCD Gentoo zu installieren und nochmal Daten weg, dank toller LiveCD. Danach auf Arch umgesattelt und bis jetzt dabei geblieben. Was mich irgnendwie immer noch nach Gentoo zieht, das Gefühl seinem Prozessor alle Möglichkeiten ab zu verlangen und sein "Mehr" Potenziel in die Programme mit ein zu Compilieren. Was mich mitlerweile an Rolling Release Distr. ankozt, ist wenn ein Update schiefgeht bzw. gravierende Änderungen im System gemacht wurden(z.B. xorg umstellung), dann darf man erst mal wieder durch die Foren Joggen und hoffen das ein gleichgesinnter Leidensgenosse eine Lösung Postet. Und das kann schon mal Tage dauern. Und solange ist das System nicht nutzbar.Ok, ich habe viel mehr Gefühl für die internen Belange im System bekommen, aber in dem Moment wo es passiert, verfluche ich ein Updatesystem was erst beim Nutzer zeigt ob es geklappt hat oder nicht. Z.B bei Arch und ein Update von Xorg liest das X-System nicht mehr starten weil eine Option aus der Xorg.conf auskommentiert werden musste. Unbedarfte habe da erst mal ein Problem, Ex-Gentooer lesen sich die Fehlermeldung(wenn sie wissen wo sie stehen) durch und versuchen durch Probieren(frickeln) es weg zu bekommen. Was nicht heisst, das sie dabei ruhig und besonnen sind, nein ich für mein Teil mach es mit einem Puls von 180 und wilden Flüchen....
Von Jürgen Hamel am Sa, 14. November 2009 um 23:21 #
Hallo, leider ist das mit xorg nicht auf Arch beschränkt, ich habe mir gestern grade mein Gentoo System geschossen. Ich benutze Gentoo schon viele Jahre und bin eigentlich recht zufrieden, wirklich. Aber ich bin ebenfalls froh, das ich eine freie 60 GB Partion habe und /home sowie alle anderen relevanten Partitionen getrennt sind. So schreibe ich jetzt von Karmic Koala aus und bin froh, das es Ubuntu gibt ! Ich habe in Gentoo den xorg-server von 1.6 auf 1.7 upgedatet und als Ergebnis ein vollständig eingefrorenes System, keine Tastatur oder Mouse, keine Möglichkeit zur Konsole zu gelangen. Also immer ausmachen, neu starten, versuchen etwas zu ändern und x starten, dann Strom aus, um das Ding wieder auszukriegen. Das hatte ich nicht mal mit Suse 5.0 ! Ich habe versucht, mit use flag -hal und den üblichen Sachen in der xorg.conf oder leerer xorg.conf, mit hal rules, nichts hilft bisher. Falls also einer von euch eine Idee hat, ich bin für jeden Tipp dankbar. Sonst probiere ich morgen wieder zur 1.6 Version zu wechseln.
Von Marcus Schätzle am So, 15. November 2009 um 14:17 #
Wenn ich das richtig sehe, ist derzeit aber noch für alle Architekturen die 1.7-Version als unstable markiert, insofern kann man Gentoo nicht wirklich einen Vorwurf machen. Ich selbst habe zumindest immer eine Gentoo-Isntallation mit ausschließlich als stabil markierten Paketen, da ich Gentoo aber lediglich virtualisiert betreibe ist so etwas zugegebenermaßen einfacher zu handhaben.
Also ich habe für solche Fälle immer eine Zweitinstallation (lässt sich aus einem der regelmäßigen System-tarballs ja einfach erstellen). Von der aus kann ich jedes Problem einfachst lösen.
Von Suseberlin am Mo, 16. November 2009 um 15:16 #
Ist zwar nicht das richtige Forum dafür, aber nach dem Kompilieren von xorg-server-1.7 sollte Dich emerge darauf hingewiesen haben, dass Du die x11-drivers neu kompilieren musst. Also einfach die x11-drivers/xf86-input-keyboard und was Du da noch so im Einsatz hast.
Von Thomas Schütz am Mo, 16. November 2009 um 07:00 #
Geht mir genau so, gentoo habe ich einige Jahre genutzt, das war unheimlich interessant und ich habe viel gelernt, aber de facto kostet es Unmengen an Zeit, Nerven, Strom und Rechenleistung, das System selber zu kompilieren - und wofür? Damit die Programme 1% schneller laufen? Lachhaft! Die meisten Programme dümpeln doch eh' nur rum und warten auf User-Eingabe! Das mag Hilfreich sein, wenn ich Filme oder Audio kodiere oder 3D-Filme berechne, was auch immer. Aber das sind alles nicht so die Sachen, die ich 10 Stunden am Tag mache. Und das Bisschen an Geschwindigkeitsgewinn hole ich locker rein, wenn ich mir die Zeit zum Kompilieren spare... Auch ich bin irgendwann zu Arch gewechselt, welches eine ähnliche Philosophie hat wie Gentoo, allerdings auf Binaries setzt. Ich glaube, ich werde langsam alt, hab' einfach keine Lust mehr, an einem System rumzufrickeln... Wahrscheinlich lande ich irgendwann bei Ubuntu oder so...
Hatte fast 3 Jahre lang Gentoo - und mochte es echt bis auf die vermaledeiten hoffnungslos übertriebenen Update-Compile-Orgien: Wenn ich mich recht erinnere: - Zuerst kam ne neue Version der glibc: Kompletten Rechner neu kompilieren: Schei... - Dauer: ca. 12 h - 2 Tage später ein neuer Kernel: Schei... - Tags darauf gabs ne neue Version des gcc: Schei... - - Der Abschuss war Ende der Woche dann ne neue Java (!) Version: Zum vierten mal in der Woche das komplette System neu kompilieren!! Warum??? In dem Moment riss mir der Geduldsfaden und ich bin heute wieder glücklich bei meiner (Open-) Susi
Ich weiß nicht, ob es heute noch so schlimm ist wie damals, aber es ist echt schei... wenn ne Distri nicht zwischen Patches, (gesammelten !!!) Updates und Upgrades unterscheiden kann - und den Eindruck hatte ich damals - sehr schmerzlich.
Also besonders schlimm war auch die fast wöchentlich Kompiliererei von Firefox und Co. was auch jedesmal nen viertel Tach gedauert hat. Leute sagen, sie wollen mit Gentoo das letzte aus ihrem Prozessor rausholen: Super, wenn zu 80 % der Rechenzeit der gcc auf Volllast läuft
Super bei Gentoo fand ich die Hilfen, wie man was macht; das ist IMHO echt einzigartig gut!
ach so: Ein Gutes hatten die Update-Orgien: Seit damals schau ich meinem Computer nicht mehr zu, wenn er was lange macen muss, sonder beschäftige mich mit etwas anderem Sinnvollem. Davor durfte mir ja keine Statusmeldung oder gar ne Warnung auskommen Sehr heilsam
Vorweg gesagt: Ich will Dich nicht anmachen! Du hast allerdings ein paar Sachen ganz offenbar nicht kapiert.
> Der Abschuss war Ende der Woche dann ne neue Java (!) Version: Zum vierten mal in der Woche das komplette System neu kompilieren!! Ja, da fragt man sich...
Für ein java-update kompiliert man eigentlich *gar nichts* neu. Beim Kernel gilt selbiges. Selbst beim gcc und der glibc ist komplettes Neukompilieren nicht wirklich immer nötig. Beim Wechsel von gcc3.3 auf 3.4 war es nötig und es gab auch eine eigene Anleitung aber man muss ja auch nicht jedes Update immer gleich mitnehmen. Mein Arbeitsrechner rennt immernoch mit einem gcc3 und einer glibc2.6 und ich werde die Updates - wie Du das forderst - gesammelt auf einen Schlag installieren, wenn ich es nötig finde. Will sagen: Die Verwendung von gentoo verlangt ein gewisses Augenmaß vom User. Dafür gibt es extra den Ordner etc/portage, in dem man sich eine lokale Konfiguration erstellt (eine eigene package.mask zB), die vom sync auch unangetastet bleibt. Für viele große packages wie openoffice oder firefox gibt es auch ebuilds, die nichts kompilieren, sondern die Binärpakete von der jeweiligen Projekthomepage installieren.
Die wahren Probleme von gentoo sind eher im Hype und dem anschließenden Userschwund zu suchen. Der Hype brachte irre viele neue User zu gentoo, von denen auch einige zu Entwicklern wurden aber viele dieser Leute sind mittlerweile wieder weg. Die Anzahl der packages in portage ist in dieser Zeit unheimlich angewachsen und das mittlerweile deutlich kleinere Team kommt leider kaum noch hinterher, das alles in Schuss zu halten. Dadurch entstehen schnell mal größere Probleme beim Updaten, sodass gentoo heute noch mehr Augenmaß vom User verlangt als früher. Es ist halt keine Massentaugliche Distro sondern eher etwas für LFS-User, die keine Zeit haben, wirklich ALLES von Hand zu machen. Schönen Sonntag noch!
Nochmal zur Neukompilierung... Ein Kernel hat afaik keinen Einfluss auf den generierten Code. Eine neukompilierung des Systems ist nicht nur unnötig, sondern völlig überflüssig. Nicht umsonst kann man Gentoo von jedem beliebigen System aus installieren. Auch mit anderem Kernel etc. Ein glibc-Update hat mein Gentoo-System mehrmals problemlos weggesteckt, ohne Neukompilierung. Ich habe gcc mehrmals geupdated (4.1-4.2-4.3) und eine rekompilierung des Systems war nie nötig. Auch nicht bei einem wechsel auf hardened. Lediglich bei einem gcc-downgrade (4.2 auf 4.1) (ja, ich bastele ab und zu), musste ich das System rekompilieren, weil C++-Programme nicht mehr funktionierten. Das war eine Aktion, die ich niemandem empfehlen würde. Und bei java? wo hast du das denn her? Erstens besteht nur ein kleiner Teil des Systems aus Java-Software (xulrunner, firefox, openoffice, vuze, eclipse fallen mir da grad ein, von den lower-level-programmen aber kein einziges, auch die meiste Desktop-Software für GNOME und KDE ist in C oder C++ geschrieben) und zweitens hat java keine Probleme mit updates. Ein Wechsel zwischen Versionen und auch zwischen Distributionen (icedtea6, sun-jdk-1.6) schadet da nicht. Wieso eigentlich neu kompilieren, wenn noch alles funktioniert? Sobald nichts mehr geht, kann man es ja immer noch versuchen...
Von Sascha Wüstemann am Mo, 16. November 2009 um 14:47 #
Also, für meine verschiedenen Kisten kommen verschiedene Linuxe in Betracht.
- auf den schwachbrüstigen Lappis Puppy Linux, das einmal installiert und konfiguriert zuverlässig läuft bis irgendwann mal eine neue Release herauskommt.
- auf dem bisherigen Hauptrechner für daily business Debian stable, damit ich sicher unterwegs bin und die wenigen security updates verändern an stable auch nix. Damit kann ich arbeiten.
- auf dem Spielerechner, wo parallel Windows eben dafür drauf ist, ist Gentoo auch, weil da das Kompilieren nicht so lange dauert und genug RAM für Virtualbox drauf ist zum experimentieren und so.
- auf dem Server ist Gentoo, damit die CPU das zu tun kriegt, was sie kann.
...und natürlich nehme ich Debian da, wo es funktionieren muss und ich keine Zeit verplempern will, um etwas fertig zu kriegen. ...und weil das der Natur nach langweilig ist, habe ich selbstverständlich Gentoo dafür, dass auch mal was nicht funktioniert, damit ich mal was zum rumfummeln kriege.
Gruss an alle, die auch schon entdeckt haben, dass man mit Linux genau das machen kann, wofür man es braucht!
Lohnt sich das für den verlag überhaupt?
Übrigens: Gentoo ist super und ich hoffe das Buch zieht noch mehr Interessierte an
Erst wurde es sowas von gehypt, dass man fast glauben konnte, Debian (im speziellen) und andere Distris verloeren taeglich 1000 Benutzer an Gentoo.
Und heute? Ja heute hat man Angst zuzugeben, dass man Gentoo benutzt
Hat man? Also ich nicht...
ICH BIN SEIT 2002 GENTOO-USER. Mit einer kleinen Unterbrechung (Kubuntu) als 7 peinliche Jahre bisher
Ich habe von Gentoo-Benutzern im das gleiche Bild im Auge:
- Äußerst geduldig, Nerven wie Drahtseile (Dank Emerge Forte N600)
- Mehr soziale Kontakte als Nicht-Sourceler
(Da man sich während eines emerge vom PC lösen kann (wenn ich nichts mache, dann ist mehr Leistung zum kompilieren frei))
- Eine Wohung in der alles minutiös aufgeteilt/eingerichtet ist
(USEFLAGS+="mplayer" -> FLEX+="Linke Flügeltür /dev/mapper/LIVINGROOM-CUPBOARD")
- Kennen jeden billigen Stromanbieter im Umkreis von 150 km
- Wundern sich über Leute, die so seltsame "Binärpakete" oder wie diese Dinger heißen "installieren"
- Schmächtig, mittellange, mittel- bis dunkelblonde Haare, evtl. Zopf, 127.0.0.1 T-Shirt.
Aber da gibts sicher auch schwarze Schafe.
> - Äußerst geduldig, Nerven wie Drahtseile (Dank Emerge Forte N600)
> - Mehr soziale Kontakte als Nicht-Sourceler
Möglich... das müssen andere beurteilen.
> - Eine Wohung in der alles minutiös aufgeteilt/eingerichtet ist
Nö. Das Problem ist ja grad, dass man für die Wohnung keine schön automatisierten Verwaltungstools hat. Resultat: Wohnung ist regelmäßig ein Saustall. Was fehlt ist ein:
# emerge --depclean misc-housing/kitchen misc-housing/bath misc-housing/living-room misc-housing/bedroom
> - Kennen jeden billigen Stromanbieter im Umkreis von 150 km
Eigentlich nicht, aber vielleicht sollt ich mich mal informieren.
> - Wundern sich über Leute, die so seltsame "Binärpakete" oder wie diese Dinger heißen "installieren"
*g*
> - Schmächtig, mittellange, mittel- bis dunkelblonde Haare, evtl. Zopf, 127.0.0.1 T-Shirt.
Hellblond. Und das T-Shirt geht mir noch ab.
CU,
Dread_Lord
So'n "--depclean apartment" wäre echt mal ne feine Sache. Aber ein langhaariger Ökolatschen-Träger mit Nerd-Shirt bin ich nu wirklich nicht. *ggg*
Naja Zopf hat sich nicht eingebürgert, T-shirt wird mit Gentoo Button kompensiert.
mehr soziale Kontakte ..... meine freundin würde das anders sehen, aber die tatsache dass ich eine hab sollte dafür sprechen.
Und aufgeräumte wohnung geht ja mal garnich.
Als ich hatte Gentoo 2000 entdeckt und bis 2005 genutzt, dann kam ein HD Crash mir in die Quere.
2008 nochmal versucht mit der Installations LiveCD Gentoo zu installieren und nochmal Daten weg, dank
toller LiveCD. Danach auf Arch umgesattelt und bis jetzt dabei geblieben.
Was mich irgnendwie immer noch nach Gentoo zieht, das Gefühl seinem Prozessor alle Möglichkeiten ab zu verlangen und sein "Mehr" Potenziel in die Programme mit ein zu Compilieren.
Was mich mitlerweile an Rolling Release Distr. ankozt, ist wenn ein Update schiefgeht bzw. gravierende Änderungen im System gemacht wurden(z.B. xorg umstellung), dann darf man erst mal wieder durch die Foren Joggen und hoffen das ein gleichgesinnter Leidensgenosse eine Lösung Postet. Und das kann schon mal Tage dauern. Und solange ist das System nicht nutzbar.Ok, ich habe viel mehr Gefühl für die internen Belange im System bekommen, aber in dem Moment wo es passiert, verfluche ich ein Updatesystem
was erst beim Nutzer zeigt ob es geklappt hat oder nicht.
Z.B bei Arch und ein Update von Xorg liest das X-System nicht mehr starten weil eine Option aus der Xorg.conf auskommentiert werden musste. Unbedarfte habe da erst mal ein Problem, Ex-Gentooer lesen sich die Fehlermeldung(wenn sie wissen wo sie stehen) durch und versuchen durch Probieren(frickeln) es weg zu bekommen. Was nicht heisst, das sie dabei ruhig und besonnen sind, nein ich für mein Teil mach es mit einem Puls von 180 und wilden Flüchen....
leider ist das mit xorg nicht auf Arch beschränkt, ich habe mir gestern grade mein Gentoo System geschossen. Ich benutze Gentoo schon viele Jahre und bin eigentlich recht zufrieden, wirklich. Aber ich bin ebenfalls froh, das ich eine freie 60 GB Partion habe und /home sowie alle anderen relevanten Partitionen getrennt sind. So schreibe ich jetzt von Karmic Koala aus und bin froh, das es Ubuntu gibt !
Ich habe in Gentoo den xorg-server von 1.6 auf 1.7 upgedatet und als Ergebnis ein vollständig eingefrorenes System, keine Tastatur oder Mouse, keine Möglichkeit zur Konsole zu gelangen. Also immer ausmachen, neu starten, versuchen etwas zu ändern und x starten, dann Strom aus, um das Ding wieder auszukriegen.
Das hatte ich nicht mal mit Suse 5.0 !
Ich habe versucht, mit use flag -hal und den üblichen Sachen in der xorg.conf oder leerer xorg.conf, mit hal rules, nichts hilft bisher. Falls also einer von euch eine Idee hat, ich bin für jeden Tipp dankbar. Sonst probiere ich morgen wieder zur 1.6 Version zu wechseln.
Tschüss
und einen schönen Abend noch,
Jürgen
Viele Grüße,
Suse
Auch ich bin irgendwann zu Arch gewechselt, welches eine ähnliche Philosophie hat wie Gentoo, allerdings auf Binaries setzt. Ich glaube, ich werde langsam alt, hab' einfach keine Lust mehr, an einem System rumzufrickeln... Wahrscheinlich lande ich irgendwann bei Ubuntu oder so...
Gruß,
Thomas
Wenn ich mich recht erinnere:
- Zuerst kam ne neue Version der glibc: Kompletten Rechner neu kompilieren: Schei... - Dauer: ca. 12 h
- 2 Tage später ein neuer Kernel: Schei...
- Tags darauf gabs ne neue Version des gcc: Schei... -
- Der Abschuss war Ende der Woche dann ne neue Java (!) Version: Zum vierten mal in der Woche das komplette System neu kompilieren!! Warum??? In dem Moment riss mir der Geduldsfaden und ich bin heute wieder glücklich bei meiner (Open-) Susi
Ich weiß nicht, ob es heute noch so schlimm ist wie damals, aber es ist echt schei... wenn ne Distri nicht zwischen Patches, (gesammelten !!!) Updates und Upgrades unterscheiden kann - und den Eindruck hatte ich damals - sehr schmerzlich.
Also besonders schlimm war auch die fast wöchentlich Kompiliererei von Firefox und Co. was auch jedesmal nen viertel Tach gedauert hat. Leute sagen, sie wollen mit Gentoo das letzte aus ihrem Prozessor rausholen: Super, wenn zu 80 % der Rechenzeit der gcc auf Volllast läuft
Super bei Gentoo fand ich die Hilfen, wie man was macht; das ist IMHO echt einzigartig gut!
Sehr heilsam
Du hast allerdings ein paar Sachen ganz offenbar nicht kapiert.
> Der Abschuss war Ende der Woche dann ne neue Java (!) Version: Zum vierten mal in der Woche das komplette System neu kompilieren!!
Ja, da fragt man sich...
Für ein java-update kompiliert man eigentlich *gar nichts* neu.
Beim Kernel gilt selbiges.
Selbst beim gcc und der glibc ist komplettes Neukompilieren nicht wirklich immer nötig.
Beim Wechsel von gcc3.3 auf 3.4 war es nötig und es gab auch eine eigene Anleitung aber man muss ja auch nicht jedes Update immer gleich mitnehmen.
Mein Arbeitsrechner rennt immernoch mit einem gcc3 und einer glibc2.6 und ich werde die Updates - wie Du das forderst - gesammelt auf einen Schlag installieren, wenn ich es nötig finde.
Will sagen: Die Verwendung von gentoo verlangt ein gewisses Augenmaß vom User.
Dafür gibt es extra den Ordner etc/portage, in dem man sich eine lokale Konfiguration erstellt (eine eigene package.mask zB), die vom sync auch unangetastet bleibt.
Für viele große packages wie openoffice oder firefox gibt es auch ebuilds, die nichts kompilieren, sondern die Binärpakete von der jeweiligen Projekthomepage installieren.
Die wahren Probleme von gentoo sind eher im Hype und dem anschließenden Userschwund zu suchen. Der Hype brachte irre viele neue User zu gentoo, von denen auch einige zu Entwicklern wurden aber viele dieser Leute sind mittlerweile wieder weg. Die Anzahl der packages in portage ist in dieser Zeit unheimlich angewachsen und das mittlerweile deutlich kleinere Team kommt leider kaum noch hinterher, das alles in Schuss zu halten.
Dadurch entstehen schnell mal größere Probleme beim Updaten, sodass gentoo heute noch mehr Augenmaß vom User verlangt als früher. Es ist halt keine Massentaugliche Distro sondern eher etwas für LFS-User, die keine Zeit haben, wirklich ALLES von Hand zu machen.
Schönen Sonntag noch!
Ein Kernel hat afaik keinen Einfluss auf den generierten Code. Eine neukompilierung des Systems ist nicht nur unnötig, sondern völlig überflüssig. Nicht umsonst kann man Gentoo von jedem beliebigen System aus installieren. Auch mit anderem Kernel etc.
Ein glibc-Update hat mein Gentoo-System mehrmals problemlos weggesteckt, ohne Neukompilierung.
Ich habe gcc mehrmals geupdated (4.1-4.2-4.3) und eine rekompilierung des Systems war nie nötig. Auch nicht bei einem wechsel auf hardened. Lediglich bei einem gcc-downgrade (4.2 auf 4.1) (ja, ich bastele ab und zu), musste ich das System rekompilieren, weil C++-Programme nicht mehr funktionierten. Das war eine Aktion, die ich niemandem empfehlen würde.
Und bei java? wo hast du das denn her? Erstens besteht nur ein kleiner Teil des Systems aus Java-Software (xulrunner, firefox, openoffice, vuze, eclipse fallen mir da grad ein, von den lower-level-programmen aber kein einziges, auch die meiste Desktop-Software für GNOME und KDE ist in C oder C++ geschrieben) und zweitens hat java keine Probleme mit updates. Ein Wechsel zwischen Versionen und auch zwischen Distributionen (icedtea6, sun-jdk-1.6) schadet da nicht.
Wieso eigentlich neu kompilieren, wenn noch alles funktioniert? Sobald nichts mehr geht, kann man es ja immer noch versuchen...
- auf den schwachbrüstigen Lappis Puppy Linux, das einmal installiert und konfiguriert zuverlässig läuft bis irgendwann mal eine neue Release herauskommt.
- auf dem bisherigen Hauptrechner für daily business Debian stable, damit ich sicher unterwegs bin und die wenigen security updates verändern an stable auch nix. Damit kann ich arbeiten.
- auf dem Spielerechner, wo parallel Windows eben dafür drauf ist, ist Gentoo auch, weil da das Kompilieren nicht so lange dauert und genug RAM für Virtualbox drauf ist zum experimentieren und so.
- auf dem Server ist Gentoo, damit die CPU das zu tun kriegt, was sie kann.
...und natürlich nehme ich Debian da, wo es funktionieren muss und ich keine Zeit verplempern will, um etwas fertig zu kriegen.
...und weil das der Natur nach langweilig ist, habe ich selbstverständlich Gentoo dafür, dass auch mal was nicht funktioniert, damit ich mal was zum rumfummeln kriege.
Gruss an alle, die auch schon entdeckt haben, dass man mit Linux genau das machen kann, wofür man es braucht!