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Mo, 16. November 2009, 14:16

Unternehmen

Suns JDK 7 sorgt für Unmut in der Gemeinschaft

Die Veröffentlichung des fünften Java 7-Meilensteins sorgte im Kreise der Gemeinschaft für massive Verstimmung, da Sun das Paket laut Mark Wielaard, Projekt-Maintainer von GNU Classpath, nicht als Open Source freigegeben hat.

Die Entwicklung von Java sorgt bereits seit geraumer Zeit für Unstimmigkeiten. Nicht zuletzt wegen diverser Streitigkeiten haben sich diverse Gruppen in der Vergangenheit einer freien Variante von Java verschrieben. So hat zum Beispiel die Apache Foundation, die mittlerweile nicht nur Apache, sondern zahlreiche Web- und Java-Technologien entwickelt, das Projekt Harmony im Mai 2005 gegründet. Auch unter anderen Namen werden zahlreiche freie virtuelle Maschinen und ein SDK für Java-Programme entwickelt. Ziel der Projekte ist es, ein freies Äquivalent zu Suns Java zu schaffen, für die VM ebenso wie für die umfangreichen Klassenbibliotheken.

Gerade im Umkreis von GNU Classpath haben sich viele freie Softwareprojekte angesiedelt. Ein Teil davon sind virtuelle Maschinen in verschiedenen Ausprägungen. Daneben gibt es aber noch Spracherweiterungen, ein Betriebssystem sowie klassische Java-Sprachbindungen. Trotz der angekündigten Freigabe von Java treibt das Projekt weitgehend unabhängig von Sun die Entstehung einer Alternative voran.

Für Unmut in der GNU Classpath-Gemeinschaft sorgte nun die Freigabe des fünften Java 7-Meilensteins. Den Hauptgrund dabei stellte nicht die Freigabe als solche, sondern die Lizenz, unter der die aktuelle Veröffentlichung herausgegeben wurde, dar. Sun versprach in der Vergangenheit, mit JDK 7 die erste Version zu veröffentlichen, die vollständig auf das freie OpenJDK aufbaut und weitestgehend Open Source ist. Zwischen OpenJDK 7 und JDK 7 sollte es kaum Unterschiede geben.

Wie Mark Wielaard, Projektverantwortlicher von GNU Classpath, in seinem Blog schreibt, kann JDK 7 Milestone 5 durch seine restriktive Lizenz immer noch nicht als freie Software bezeichnet werden. Demnach kann der Entwickler nach eigenen Angaben seine Arbeit, die er und andere bei OpenJDK und IcedTea eingereicht haben, nicht miteinander vergleichen. Als »asozial« bezeichnet dabei Wielaard die Limitierungen der Lizenz und fordert Sun auf, diese »proprietäre Mauer« einzureißen.

Bereits zuvor hatten sich auch andere Entwickler über die Limitierungen der Lizenz von Java 7 beschwert. So äußerte beispielsweise Vishal Sikka, Chief Technology Officer (CTO) bei SAP, Anfang dieses Monats in seinem Blog Kritik an Suns zaghaftem Vorgehen bei der Öffnung. Laut Sikka wird Java weiterhin durch Sun dominiert. Aus diesem Grund sehe der Manager nur einen Ausweg - Sun sollte Java ähnlich Eclipse in eine eigenständige Organisation überführen und dadurch auch die Industrie an der Entwicklung beteiligen. Das Unternehmen setzt bereits seit 2001 auf Java und erachtet die Sprache als strategisch wichtig. Im Falle einer weitgehenden Öffnung wäre deshalb auch SAP bereit, nicht nur finanziell, sondern auch personell Java stärker zu unterstützen.

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