Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 25. November 2009, 08:49

Software::Desktop::KDE

KDE definiert sich neu

Der Begriff KDE soll künftig für die KDE-Gemeinschaft stehen, während die Veröffentlichungen als KDE Software Compilation bezeichnet werden.

KDE-Komponenten nach der neuen Terminologie

KDE

KDE-Komponenten nach der neuen Terminologie

Im Lauf der Jahre hat sich das KDE-Projekt nach Ansicht der Entwickler von einer reinen Desktop-Umgebung zu einer viel umfassenderen Lösung entwickelt. Der Begriff KDE wurde immer weniger eindeutig. Er konnte sowohl das Projekt als auch den Desktop oder die Entwicklungsplattform bezeichnen. Das KDE-Team will mit dieser Unklarheit nun Schluss machen. KDE soll nicht mehr als Desktop-Umgebung bezeichnet werden. Darüber hinaus ist KDE nach Ansicht der Entwickler inzwischen auch zu umfassend, um als Projekt bezeichnet zu werden.

So soll nach den Plänen der KDE-Gemeinschaft KDE künftig nicht mehr für »K Desktop Environment« stehen, sondern für die Gemeinschaft der Personen, die zu der Software beitragen. Die Softwareveröffentlichungen werden ab der kommenden Version 4.4 zur »KDE-Software-Zusammenstellung«. »KDE ist nicht mehr Software, die von Leuten geschrieben wurde, sondern Leute, die Software schreiben«, fasst das Team die Neudefinition zusammen.

Der Name »K Desktop Environment« soll künftig gar nicht mehr verwendet werden. Das Kürzel KDE besitzt in Zukunft zwei Bedeutungen. Zum einen steht es für die Gemeinschaft, die freie Software für Endanwender schreibt, zum anderen dient es als Oberbegriff für die erstellte Software. Was früher als KDE bezeichnet wurde, wird nun mit dem Zusatz KDE genauer definiert. Statt einem Desktop gibt es künftig mehrere Varianten, die als Workspaces bezeichnet werden. Zur Zeit gibt es die beiden Varianten »KDE Plasma Desktop« und »KDE Plasma Netbook«. Die Technologien, die den Anwendungen zugrunde liegen, werden »KDE Platform« genannt. Im Zusammenhang mit der Entwicklung kann sie auch »KDE Development Platform« genannt werden. Zur Plattform gehören beispielsweise Akonadi, Phonon und viele andere Bibliotheken.

Die Anwendungen bleiben »KDE Applications«. Ihnen kann in Fällen, in denen die Zugehörigkeit zu KDE unklar ist, ein »KDE« vorangestellt werden, so dass Dolphin auch als »KDE Dolphin« erscheinen kann. Die Benutzer können sich auf die Veröffentlichung der »KDE Software Compilation 4.4« im Januar 2010 freuen, kurz als »KDE SC 4.4« oder einfach 4.4 bezeichnet.

Die Diskussion über die Namensänderungen wurde seit etwa einem Jahr geführt und führte schließlich zur jetzt veröffentlichten Position. Weitere Einzelheiten sind in dem Dokument »Repositioning the KDE brand« sowie im Blog von Stuart Jarvis zu finden.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung