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Mi, 25. November 2009, 11:18

Software::Distributionen::Canonical

Ubuntu stellt Unterstützung für die Low-Power Intel Architecture ein

Ubuntu stellt nach nur zwei Jahren die 2007 vorgestellte Unterstützung für die Low-Power Intel Architecture ein.

Im August 2007 hatte Ubuntu im Rahmen von »Ubuntu Mobile« eine neue Architektur eingeführt - LPIA, die Low-Power Intel Architecture für portable Internet-Geräte mit x86-Architektur. Am 22. August 2007 gab Matthias Klose in einer E-Mail an die Entwickler-Mailingliste die Verfügbarkeit der neuen Architektur bekannt. LPIA verwendet herkömmliche i386-Instruktionen, durch einige Anpassungen (hauptsächlich Compiler-Flags) werden die Pakete allerdings speziell für die von Intel entwickelten LPIA-CPUs, wie etwa den Atom, zugeschnitten. Michael Larabel von Phoronix konnte bei einem Benchmark auf einem Samsung NC10 Netbook eine Laufzeitverlängerung von über 10% gegenüber Ubuntu Netbook Remix (ohne LPIA-Optimierungen) messen.

Spätestens seit der Freigabe von Ubuntu 9.10 sind die Pakete der LPIA-Architektur allerdings größtenteils unbenutzbar. In einer E-Mail an die Entwickler-Mailingliste fasst Steve Kowalik den aktuellen Stand zusammen. Demnach wären große Anstrengungen von allen Seiten notwendig, um die weitere Entwicklung sicherzustellen. Intel zufolge werden alle LPIA-Prozessoren auch weiterhin vollständig kompatibel zu der handelsüblichen IA32-Architektur sein, die Entwickler wollen sich daher drauf konzentrieren, Performance-Unterschiede zwischen i386 und LPIA zu ermitteln und gewonnene Erkenntnisse in die i386-Architektur einfließen zu lassen.

Auf dem vergangenen Lucid Lynx Developer Summit (16. bis 20. November 2009 in Dallas, Texas) beschloss die anwesende Entwickler-Mannschaft daher einstimmig, die LPIA-Architektur abzukündigen. Für existierende Installationen soll noch eingeschränkter Support verfügbar sein, jedoch wird es keine zukünftigen Versionen von Ubuntu mehr geben.

LPIA reiht sich damit in eine Reihe von Architekturen ein, die Ubuntu für einen gewissen Zeitraum offiziell unterstützt hat, nach wenigen Jahren allerdings wieder abkündigte: Ubuntu 6.06 war noch für i386, amd64, PowerPC (Mac) und SPARC verfügbar, PowerPC wurde allerdings bereits mit Ubuntu 6.10 und SPARC auf Druck von Sun mit Ubuntu 8.04 entfernt. Seit Ubuntu 9.04 existiert eine ARM-Portierung, diese wird derzeit allerdings nur auf zwei Entwickler-Boards von Marvell und FreeScale unterstützt.

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Kommentare (Insgesamt: 21 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[6]: Druck von Sun ? (AR, Do, 26. November 2009)
Re[6]: Druck von Sun ? (zos, Do, 26. November 2009)
Re[5]: Druck von Sun ? (Sich wundernder, Do, 26. November 2009)
Ubuntu/Kubuntu für PowerPC (Mac und IBM), PS3, SPA (Walter, Do, 26. November 2009)
Wieso die Aufregung, es ist ein logischer Schritt. (AR, Do, 26. November 2009)
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