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Mo, 30. November 2009, 16:00

Software::Virtualisierung

VirtualBox 3.1 erschienen

Sun hat die Virtualisierungslösung VirtualBox in Version 3.1 mit Live-Migration und gesteigerter Geschwindigkeit fertiggestellt.

VirtualBox ist eine Desktop-Virtualisierungslösung, die es ermöglicht, einen virtuellen PC in einem Fenster ablaufen zu lassen. Sie funktioniert ähnlich wie VMware und KVM.

VirtualBox 3.1 ist ein größeres Update. Zu den wichtigsten Neuerungen gegenüber der Version 3.0 zählt die »Teleportation«, über die sich Sitzungen virtueller Maschinen auf andere Rechner migrieren lassen. Diese Live-Migration, die ohne Unterbrechung der Netzwerkverbindungen vonstatten geht, soll auch funktionieren, wenn der Zielrechner eine andere CPU und ein anderes Betriebssystem als der ursprüngliche Rechner hat.

Sun hat nach eigenen Angaben die Geschwindigkeit gesteigert und weitere Unternehmens-Funktionen hinzugefügt. Der Status virtueller Maschinen kann von beliebigen Schnappschüssen statt nur vom letzten wieder hergestellt werden. Anwender dürfen Schnappschüsse von vorhandenen Schnappschüssen erstellen (verzweigte Schnappschüsse). Windows-Gastsysteme können für 2D-Beschleunigung auf die Grafikhardware des Hosts zugreifen und der Netzwerk-Attachment-Typ lässt sich ändern, während die betreffende virtuelle Maschine läuft. CD- und DVD-Laufwerke lassen sich beliebigen Controllern zuordnen, und es kann jetzt mehr als eines definiert werden.

Für Solaris-Hosts implementierten die Entwickler eine experimentelle USB-Unterstützung, welche die USB-Weiterentwicklungen in Solaris Nevada 124 und neuer nutzt. Experimentell wird zudem EFI (Extended Firmware Interface) unterstützt. Durch die Verwendung von paravirtualisierten Netzwerktreibern (virtio-net) wurde auch die Netzwerkleistung nochmals verbessert.

VirtualBox 3.1 kommt weiterhin in einer Open-Source-Edition und einer proprietären Version, die einige Features mehr aufweist. Binärpakete von VirtualBox 3.1 sowie der Quellcode der Open-Source-Edition stehen zum Download bereit.

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