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Di, 1. Dezember 2009, 17:20

Software::Netzwerk

FreeNAS 0.8 wechselt zu Linux-Basis

Der Hauptentwickler von FreeNAS will die kommende Version 0.8 vollständig neu auf Basis von Debian erstellen.

FreeNAS ist eine minimale FreeBSD-Distribution, die NAS (Network-Attached Storage)-Dienste bereitstellt, darunter CIFS, FTP und NFS. Als BSD-lizenzierte Distribution ermöglicht sie auch die Verwendung des Dateisystems ZFS. Sie kann von Compact Flash oder CD-ROM gebootet und betrieben werden und besitzt eine vollständige webbasierte Konfigurationsoberfläche.

Während die aktuelle Version von FreeNAS allmählich recht ausgereift ist und lediglich noch Dokumentation missen lässt, sieht der Hauptentwickler des Projekts einige Mängel im aktuellen System. Er begründet dies in der Diskussion damit, dass er Feature-Wünsche der Benutzer mit FreeBSD nicht erfüllen könne. Nur eine Neuimplementation könne das Problem beheben. Diese vollständige Neuimplementation entsteht derzeit als CoreNAS. Die Beschreibung von CoreNAS ist rudimentär: Ein NAS, das auf Debian beruht. Es ist ein temporäres Projekt, das zu FreeNAS 0.8 werden soll.

Der Entwickler sieht eine Reihe von Vorteilen in dem Wechsel. Das textbasierte und das grafische Installationsprogramm können gut angepasst werden, was die bekannten Probleme mit den bisherigen Installations-Skripten beseitigen soll. Wake-On-LAN (WOL) würde funktionieren. Ferner bietet Linux ein funktionierendes Hardware-Sensor-Framework (lmsensors), das in FreeNAS bisher schmerzlich vermisst wird. Die Geschwindigkeit von Samba soll besser sein, und es können Hochverfügbarkeits-Funktionen und NFSv4 verwirklicht werden. Updates des Systems wären einfach zu machen, und die Treiberunterstützung wäre generell besser. Ein Nachteil wäre das Fehlen des Solaris-Dateisystems ZFS, das möglicherweise durch ein FUSE-Dateisystem ersetzt werden könnte. Wahrscheinlicher ist jedoch die Option, btrfs zu verwenden, auch wenn dieses erst 2010 stabil werden dürfte.

Viele Benutzer sind über die bevorstehende Änderung nicht besonders glücklich. Dagegen sollten sich Linux-Anwender mit einem Linux-basierten System wesentlich leichter anfreunden können. Ein Fork des FreeBSD-basierten FreeNAS scheint unnötig, da die bald erscheinende Version 0.7 noch einige Jahre gepflegt werden soll. Dies würde die zahlreichen Benutzer zufrieden stellen, die ZFS als wichtigstes Argument für FreeNAS nennen. Das neue FreeNAS wird dem Autor zufolge veröffentlicht, wenn es fertig ist, ein Zeitplan existiert nicht. Er zeigt sich aber vom Umstieg auf Debian und dem bisherigen Fortschritt begeistert. Er bezeichnet die umfangreiche Debian-Infrastruktur als »verdammt cool« und will sie in vollem Umfang nutzen. Bis zum Ende des Jahres soll ein Prototyp vorliegen.

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