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Do, 3. Dezember 2009, 14:38

Software::Systemverwaltung

X-Konfigurationsprogramm SaX2 soll eingestellt werden

Das viele Jahre in SUSE Linux enthaltene X11-Konfigurationsprogramm SaX2 ist nach Ansicht der Verantwortlichen nicht mehr nötig.

Unter dem Titel »The Future of SaX2« schreibt der SUSE- und X11-Entwickler Egbert Eich, dass sich die Technologie um den X-Server weiterentwickelt habe: Durch die Möglichkeit, Ein- und Ausgabegeräte dynamisch hinzuzufügen und zu entfernen, sei eine statische Konfiguration nicht mehr sinnvoll. Alles, was SaX2 bisher erledigte, könne automatisch konfiguriert werden. Weitere Änderungen in der Konfiguration kann man direkt in der X11-Sitzung vornehmen. Eine statische Konfiguration, wie sie SaX2 erzeugte, sei zwar immer noch möglich, würde aber nicht gut mit der dynamischen Umkonfiguration zusammenarbeiten.

Eine Anpassung von SaX2 an die neue Situation sei Novell zu aufwendig, daher hat das Unternehmen entschieden, die Entwicklung einzustellen. Künftig will sich Novell ganz auf die oben beschriebenen Alternativen verlassen. Dazu soll in Desktop-Applets investiert werden, um die dynamischen Änderungen noch komfortabler zu machen. So hat Federico Quintero für GNOME bereits gnome-display-properties geschrieben.

So ist bereits in der aktuellen Version openSUSE 11.2 SaX2 keine Konfigurationsoption mehr, obwohl es immer noch standardmäßig installiert wird. Trotz gewisser Bedenken, dass die noch junge automatische Konfiguration nicht immer funktionieren würde, wird Novell keine Arbeit mehr in SaX2 investieren. Tot ist das Programm damit aber noch nicht, denn es ist freie Software und kann von Interessenten, die es weiter in openSUSE oder in anderen Distributionen sehen wollen, weiterentwickelt werden. In der Tat fordert Eich die Interessenten auf, jetzt mit der Weiterentwicklung von SaX2 zu beginnen, das aufgrund der Änderungen in X11 massive Änderungen benötige. Das Projekt ist auf BerliOS zu finden.

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