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Thema: Open-Source-Forum auf der CeBIT sucht Referenten

4 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von T. Gross am Fr, 4. Dezember 2009 um 11:02 #
Da stimme ich zu! Als Administrator einer Schule, die auf allen PCs wahlweise WinXP und Linux booten lässt, haben wir da auch Erfahrung gesammelt. Das Problem sind nicht die Schüler (erst gestern haben wir mit 26 Schülern der 8. Klassen gemeinsam Linux mit Compiz installiert und konfiguriert - und die waren begeistert) sondern die KollegInnen, die zum großen Teil aus Erfahrungsmangel und Unkenntnis scheuen von Windows umzusteigen.
OpenSource in der Schule voranzubringen ist ein hartes Brot - nicht nur, weil die Schulträger Rahmenverträge mit Firmen eingehen, die natürlich ausschließlich Windows und dazugehörige proprietäre Software supporten. Den Schulen bleibt da leider kaum Mitspracherecht, sie sehen sich zum Teil mit den Ausstattungen konfrontiert, die keine Möglichkeit für zwei Betriebssysteme lassen. (Siehe auch die Artikel in LinuxUser 09/2009 und 12/2009)

Wir sind da im Umkreis die eine der Ausnahmen (die einzige mit Linux-Clients) - und beim Träger deswegen nicht sehr beliebt...
Dennoch haben wir Grund ein wenig stolz zu sein: zum ersten Mal haben wir an der Schule einen Leistungskurs Informatik und die Schüler programmieren Java wahlweise unter Linux oder Windows - so stelle ich mir persönlich auch Schule mit OpenSource vor.

Mehr unter: Ricarda-Huch-Schule Dreieich

Traurig ist daneben leider, dass Fortbildungsangebote zu OpenSource von Lehrkräften nur wenig wahrgenommen werden (auch wenn ich das bei der Arbeitsbelastung verstehen kann). Angebote gibt es jedenfalls - wenn auch wie in unserem Fall auf regionaler Ebene.
Siehe: Linux-Workshop

Falls interessierte Lehrkräfte diese lesen, bin ich gerne bereit, weitere Schulungen (auch für externe) anzubieten!

Thorsten Groß

  • Score: 3 Von M. Junker am Sa, 5. Dezember 2009 um 14:04 #
    Toll was sie dort leisten, Respekt ! Bitte weiter so.
    Ich habe mich vor kurzem noch mit einem Schulleiter unterhalten, der mir die gleichen Problem schilderte.
    Sehen sie es bitte nicht als Kritik an, auch wenn Lehrkräfte vllt. einen pragmatischen Ansatz bevorzugen, würde ich mir
    wünschen, dass den Schülerinnen und Schülern grundsätzlich freie Software nahegebracht wird, z. B. im Bereich GNU/ Linux.

    Denn wenn sich die die Philosophie, die hinter freier Software steht, bei unseren Kindern durchsetzt wird, das heilende
    Ansätze in allen Bereichen unserer Gesellschaft bringen.

    • Score: 3 Von Thorsten Gross am Sa, 5. Dezember 2009 um 18:34 #
      Ich bin ganz Ihrer Meinung, Herr Junker, daher auch mein Engagement.
      Die Philosophie von GNU verstehen bestenfalls die Schüler der Mittel- und Oberstufe.
      Derzeit platzt meine Linux-AG aus den Nähten, weil ich den jüngeren Schülern optische Spielereien nahebringe (Compiz und co). Einen Würfel auf den Desktop zu bringen fasziniert einen 11jährigen eben mehr, als freien Quellcode zur Verfügung zu haben. Mir geht es dabei in erster Linie darum, Linux überhaupt bekannt zu machen und den Schülern die Möglichkeit einer Wahlalternative mit allen Programmen vor Augen zu führen.
      Dennoch, solange vor allem Eltern bei den Schulträgern nicht nachdrücklich einfordern, dass OpenSource auf dem Unterrichtsplan steht, bleiben wir weiterhin das kleine Dorf im von Microsoft besetzten "Gallien".
      Ich überlege mir schon seit einiger Zeit, wie sich die Eltern motivieren lassen könnten - für Ideen bin ich da aufgeschlossen.
      Einige wenige Kollegen von mir haben sich auch schon mit Linux angefreundet (vor allem nach heftigsten Virenproblemen unter Windows), die große Masse bleibt jedoch bei dem, was sie kennt - das gilt auch für Schüler.

      Nebenbei, bei dem "call for papers" werde ich mitmachen. Meine Informatikkollegen haben mir auch schon Unterstützung signalisiert. Vielleicht sehen wir uns ja auf der CeBIT?

      Beste Grüße

      Thorsten Groß

      • Score: 3 Von M. Junker am Mo, 7. Dezember 2009 um 12:13 #
        Was soll ich sagen ? Sie sprechen mir aus der Seele und könnten ein "Bruder" von mir sein ...
        Ich benutze natürlich auch Eye-Catcher und danach erst die Position und Möglichkeiten freier Software dazu,
        Interessierte dazu zu bewegen, einmal etwas anderes auf ihrem Rechner zu erleben. Auch habe ich meinen
        "Bekannten-Support" für andere OS eingestellt !

        Gerade deswegen müssen/ sollen (mein Wunsch) Kinder von Anfang an auf den "richtigen" Weg gebracht werden.

        Es wäre wirklich schön, wenn wir uns auf der CEBIT sehen würden.

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