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Fr, 31. März 2000, 09:11

Hardware

Linux auf dem S/390 Mainframe

Während es PCs möglich ist, mit Hilfe von VMWare zwei oder auch 3 Kopien von Linux zugleich laufen zu lassen, erreichen IBMs Mainframes ganz andere Dimensionen.

Es gibt drei Möglichkeiten, Linux auf der S/390 laufen zu lassen: als einziges Betriebssystem, innerhalb einer logischen Partition (LPAR) und unter VM/ESA. Unter LPAR nimmt Linux einen Teil der Hardware exklusiv in Anspruch, doch können mehrere Linux-Instanzen unabhängig voneinander laufen. Unter VM/ESA läuft Linux in einer virtuellen Maschine. Hier können fast beliebig viele Instanzen von Linux parallel arbeiten. David Boyes stellte damit einen Rekord auf: Er ließ 41400 Instanzen von Linux gleichzeitig laufen, wobei jede einzelne ein voll funktionsfähiges Multi-User-System mit Netzwerkanschluß war. Dabei wurde das System zwar langsam, es gab jedoch keinen Crash.

Die meisten S/390 User, die Linux einsetzen, wollen dies offenbar unter VM/ESA tun. Ein großer Vorteil eines solchen Vorgehens ist die Platzersparnis. Statt Dutzende von PCs aufzustellen, was einen großen Platzbedarf und damit einige logistische Probleme bedeutet, hat man nur einen Mainframe zu warten. Besonders groß wird der Vorteil, wenn damit NT-Server ersetzt werden können, da der typische NT-Server geradezu lächerlich überdimensionierte Hardware erfordert.

Natürlich ist Linux nicht für jeden Einsatzzweck die richtige Wahl. Es fehlen noch ein paar Treiber sowie spezielle Software. Bei nur leichter Belastung sind PC-Server zudem schneller. Doch ist der Mainframe unter hoher Last jedem PC weit überlegen.

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