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Mo, 14. Dezember 2009, 13:20

Software::Datenbanken

Oracle verspricht freie Verfügbarkeit von MySQL

Wie einer Mitteilung von Oracle entnommen werden kann, will der US-Softwarehersteller gegenüber der EU-Kommission diverse Zugeständnisse machen und sich unter anderem dazu verpflichten, die Entwicklung von MySQL weiter zu fördern und die Verfügbarkeit unter einer offenen Lizenz zu garantieren.

Noch vor dem Auslaufen der Frist hat der US-Softwarehersteller Oracle der EU-Kommission im Streit um die Übernahme von Sun und damit auch MySQL eine Reihe von Vorschlägen und Zugeständnissen gemacht. Laut einer Medienmitteilung hat der Hersteller der Kommission zugesichert, das Datenbanksystem MySQL weiterhin zu fördern. Insgesamt will das Unternehmen in den kommenden drei Jahren mehr Geld in die Entwicklung der freien relationalen Datenbank investieren als Sun. Der momentane Besitzer von MySQL hat laut Oracle im vergangenen Jahr 24 Millionen US-Dollar für die Entwicklung des Systems ausgegeben.

Spätestens sechs Monate nach der Übernahme plant Oracle ein Gremium einrichten, das über die weitere Entwicklung und den Fortbestand von MySQL wacht. Darüber hinaus sollen Kunden, die bereits bei Sun Supportdienste erworben haben, weiterhin ihre Pakete nutzen können. Oracle plant den Support der kommerziellen Version zu den bekannten Konditionen zu übernehmen.

Doch auch Anbieter von alternativen Storage-Engines sollen von den Verbesserungen von MySQL nicht ausgeschlossen werden. Laut Oracle will das Unternehmen die Plugin-Architektur weiter ausbauen und den Anwendern so die Möglichkeit geben, von einer Fülle alternativer Engines zu profitieren. Dazu wird die Dokumentation weiter öffentlich zugänglich gemacht. Ferner wird Oracle als Copyright-Inhaber nicht seine Rechte durchsetzen und von Anbietern von kommerziellen Erweiterungen keine Lizenzgebühren verlangen. Diese müssen nun auch nicht zwangsläufig unter der GPL veröffentlicht werden.

Gleichzeitig bekräftige Oracle, die freie Datenbank weiter im Quellcode anbieten zu wollen. Demnach wird das Unternehmen zeitgleich mit der Freigabe einer Enterprise-Version auch eine freie Version veröffentlichen, die direkt von der Verbesserungen der kommerziellen Variante profitieren soll. Lizenzgebühren für den Erhalt der Quellen soll es weiterhin nicht geben.

Die Vorschläge des US-Softwareherstellers stießen in der Europäischen Kommission auf Wohlwollen. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zeigte sich in einer Stellungnahme optimistisch. Demnach fallen mit Oracles Zugeständnissen die Auswirkungen der Übernahme in dem europäischen Datenbankmarkt nicht mehr negativ aus. Die Kommission will die Übernahmepläne bis zum 27. Januar prüfen. Die US-Kartellaufsicht hat die Transaktion, die ein Volumen von über sieben Milliarden US-Dollar aufweist, bereits genehmigt.

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