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Mo, 3. April 2000, 08:17

Software::Datenbanken

NetLedger betreibt größte Oracle-Datenbank unter Linux

Ungewöhnliche Schritte mußte NetLedger, ein Anbieter von Online-Buchhaltungs-Dienstleistungen, vollführen, um seinen enormen Bedarf an Datenbank- und Netzwerkleistung zu befriedigen.

Man startete mit der Anforderung, Oracle als Datenbank einzusetzen, und evaluierte Server von Sun und HP und Intel-basierte Server. Schnell wurde klar, daß die PC-Server schneller waren als der Netra T1 von Sun und besser skalierbar als HP. Die Wahl des Betriebssystems fiel dann auf Linux, weil es die Konkurrenten Solaris und Windows NT an Performance deutlich übertraf. Bei Windows NT kam noch die graphische Oberfläche hinzu, die nur Ressourcen verschwendet hätte. Zudem war Linux wesentlich preisgünstiger - das gesamte Datencenter mit 500 PCs kostete zwischen 3 und 5 Millionen US-Dollar, einschließlich der Router, Switches und NFS-Server.

Alle Datenbank-Dateien werden auf spezialisierten NFS-Servern gehalten. Diese verfügen über einen extrem schnellen Cache und steigern so die Performance. Zudem sind sie redundant ausgelegt. Zur weiteren Performance-Steigerung wurden die Server mit Karten für Hardware-basierte Verschlüsselung ausgerüstet. Dadurch werden die CPUs um 50% entlastet, dementsprechend niedriger ist die Zahl der benötigten Server.

Linux konnte allerdings nicht unmodifiziert verwendet werden. Zum einen wurde der Patch eingesetzt, der Dateien größer als 2 GB zuläßt, zum anderen wurde der NFS-Client verbessert. Beides wird im Kernel 2.4 Standard sein.

Für NetLedger hat sich Linux als eine extrem zuverlässige, beliebig skalierbare und zudem noch preiswerte Lösung erwiesen. Probleme, deren Lösung bei anderen Systemen Jahre dauern kann (bis zum nächsten Release) können mit Linux in Stunden behoben werden.

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