Von catconfuser am Mi, 23. Dezember 2009 um 06:32 #
>Man braucht noch nicht mal einen Computer.<
Naja, hier im Büro sind mittlerweile alle so von dem Rechenknecht abhängig, dass keiner mehr weiß, was er machen soll, wenn mal die Netzwerkverbindung abkackt und kein Zugriff auf Outlook und den Dateiserver mehr möglich ist. Insofern....
Doch, es gibt unzählige proprietäre Lösungen und Fachanwendungen die nur in ein MS Office Format exportieren bei denen alles mit Makros oder wilden Formatierungen und Grafik-Imports zugeschissen ist. Da hilft nur MS Office.
Der Punkt ist eher, wenn man merkt, dass man wegen sowas von einer Lösung abhängig ist, hat man definitiv Fehler gemacht und sollte handeln bevor es noch mehr Abhängigkeiten werden.
und trotzdem machen sich hochbezahlte Leistungswegträger auch Entscheider genannt immer noch weiter von dem Dr..k abhängig obwohl es solange ich damit zu tun habe durchaus die Möglichkeiten gibt genau das Selbe mit mehr oder weniger offenen Lösungen um einiges eleganter zu erreichen. Ein Entscheider sollte nicht merken sondern so weit von seinem Job Ahnung haben dass man so etwas nicht tut.
Von mingeSichtderDinge am Di, 22. Dezember 2009 um 20:32 #
immer dieselben Missverständnisse über Entscheider
GNU/Linux (und Applikationen unter selbigem) verlangt Hingabe und Zeit bis man eine optimale Lösung gefunden hat
selber kochen ist auch billiger, gesünder und man weiß genau was drin ist, trotzdem kaufen die meisten Menschen Fertiggerichte (die einen mehr die anderen weniger)
ein Entscheider will schnell eine Lösung für ein Problem finden - er kauft ein Auto - er mietet ein Gebäude - er kaut fremde Dienstleistungen und Kompetenz ein, damit sich das Unternehmen ganz und gar und optimal auf seine eigenen Fähigkeiten konzentrieren kann (die vielbeschworene Kernkompetenz)
natürlich kommt es vor, dass man von A nach B preiswerter vielleicht sogar schneller gelangt, wenn man den kurvenreichen Weg durch die Innenstadt wählt, trotzdem benutzen die meisten die Umgehungsstrasse, nicht weil sie zwingend schneller ist oder der Spritverbrauch geringer, sondern weil es bequemer ist, man fährt in sanfter Kurve, kann sein Gehirn abschalten und kommt auch ans Ziel so sind die Menschen nun mal - und Linux bedient diese Bequemlichkeit der Halblaien bis heute nur unvollkommen
als überzeugter Linuxer weiß ich nicht, ob ich diesen Mangel wirklich bedauern soll vielleicht sollte jeder, der Linux gerne verwendet, damit glücklich sein und aufhören die Welt missionieren zu wollen wenn andere Menschen lieber Windows verwenden und dafür teures Geld ausgeben - bitte sehr, sollen sie doch
mit der Idee allen Menschen das (selbsterkannte) Heil aufzuzwängen sind in der Geschichte schon ganz andere gescheitert
wäre Linux etwas für alle, dann wäre es durchschnittlicher Mainstream
Das ist falsch. Ein Entscheider soll nicht schnell eine Lösung finden sondern er soll eine möglichst gute Lösung finden. Wenn man schnell eine Lösung finden muss wurden vorher schon Fehler gemacht. Ein Entscheider der für den Kauf von IT zuständig ist sollte grundsätzlich einmal darüber Bescheid wissen was es im großen Ganzen für Programme mit welchen Lizenzen es gibt (soviele sind es genau genommen gar nicht die man im jeweiligen Bereich in dem man normalerweise arbeitet benötigt) und über solche Grundlagen wie das man sich niemals nicht wenn es nicht unumgänglich ist nur an einen einzigen Lieferanten ketten sollte.
> wenn andere Menschen lieber Windows verwenden und dafür teures Geld ausgeben - bitte sehr, sollen sie doch
eigentlich nicht weil das Geld in der Firmenkasse aus der Du bezahlt werden sollst nacher fehlt oder Du darfst die Steuern bezahlen
Von romantic gorilla am Di, 22. Dezember 2009 um 22:07 #
> aufhören die Welt missionieren zu wollen. wenn andere Menschen lieber Windows > verwenden und dafür teures Geld ausgeben - bitte sehr, sollen sie doch
es ist doch gar nicht relevant, ob irgendein linuxer die windows-user missionieren will. in der praxis läuft es doch genau umgekehrt. hast du noch nie in einer firma gearbeitet, wo die entwicklungsabteilung windows benutzen musste, weil die anderen abteilungen ms office und outlook "brauchen"? also, lassen wir die ruhig ihr windows benutzen - aber lassen die uns linux benutzen?
>vielleicht sollte jeder, der Linux gerne verwendet, damit glücklich sein und aufhören die Welt missionieren zu wollen
Hast Du Kinder? Sollen die in einer homogenen Windows-Klick-Mich-Doof Umgebung aufwachsen? Liebst Du die anfällige Monokultur? Willst Du die IT Entwicklung ausschliesslich einem machthungrigen und Geldgeilen Konzern überlassen? Erfreust Du dich nicht an einem ständig anwachsenden Angebot an wirklich guter (Qualität) Software die nicht unbedingt eine Redmonder Unterbau zum störungsfreien Betrieb benötigt?
Hey Du, lieber heute "missionieren" als morgen den Staub der Straße schlucken zu müssen.
Also wir brauchen in unser Firma schon seit 6 Jahren Openoffice.org. Da nie es eine Schulung auf Office gab, wurde gerade auf Openoffice.org geschult. Einige Windowsprogramme wurden auf dem Terminal Server installiert und mit rdesktop zugegriffen. So sind wir auf Linux und es gibt einen Server Windows bis auch die Steinzeitloesungen client/server auf Webserver programmiert wird, so dass wir dann Betriebsystemunabhaengig sind. Natuerlich wird nicht auf asp.net migriert sondern auf Java.
Anders gesagt - der Wert Deiner Aussage ist gleich Null.
Naja, hier im Büro sind mittlerweile alle so von dem Rechenknecht abhängig, dass keiner mehr weiß, was er machen soll, wenn mal die Netzwerkverbindung abkackt und kein Zugriff auf Outlook und den Dateiserver mehr möglich ist. Insofern....
Der Punkt ist eher, wenn man merkt, dass man wegen sowas von einer Lösung abhängig ist, hat man definitiv Fehler gemacht und sollte handeln bevor es noch mehr Abhängigkeiten werden.
> Der Punkt ist eher, wenn man merkt,
GNU/Linux (und Applikationen unter selbigem) verlangt Hingabe und Zeit bis man eine optimale Lösung gefunden hat
selber kochen ist auch billiger, gesünder und man weiß genau was drin ist,
trotzdem kaufen die meisten Menschen Fertiggerichte (die einen mehr die anderen weniger)
ein Entscheider will schnell eine Lösung für ein Problem finden
- er kauft ein Auto
- er mietet ein Gebäude
- er kaut fremde Dienstleistungen und Kompetenz ein, damit sich das Unternehmen ganz und gar und optimal auf seine eigenen Fähigkeiten konzentrieren kann (die vielbeschworene Kernkompetenz)
natürlich kommt es vor, dass man von A nach B preiswerter vielleicht sogar schneller gelangt, wenn man den kurvenreichen Weg durch die Innenstadt wählt, trotzdem benutzen die meisten die Umgehungsstrasse, nicht weil sie zwingend schneller ist oder der Spritverbrauch geringer, sondern weil es bequemer ist, man fährt in sanfter Kurve, kann sein Gehirn abschalten und kommt auch ans Ziel
so sind die Menschen nun mal - und Linux bedient diese Bequemlichkeit der Halblaien bis heute nur unvollkommen
als überzeugter Linuxer weiß ich nicht, ob ich diesen Mangel wirklich bedauern soll
vielleicht sollte jeder, der Linux gerne verwendet, damit glücklich sein und aufhören die Welt missionieren zu wollen
wenn andere Menschen lieber Windows verwenden und dafür teures Geld ausgeben - bitte sehr, sollen sie doch
mit der Idee allen Menschen das (selbsterkannte) Heil aufzuzwängen sind in der Geschichte schon ganz andere gescheitert
wäre Linux etwas für alle, dann wäre es durchschnittlicher Mainstream
> wenn andere Menschen lieber Windows verwenden und dafür teures Geld ausgeben - bitte sehr, sollen sie doch
eigentlich nicht weil das Geld in der Firmenkasse aus der Du bezahlt werden sollst nacher fehlt oder Du darfst die Steuern bezahlen
> verwenden und dafür teures Geld ausgeben - bitte sehr, sollen sie doch
es ist doch gar nicht relevant, ob irgendein linuxer die windows-user missionieren will.
in der praxis läuft es doch genau umgekehrt. hast du noch nie in einer firma gearbeitet, wo die entwicklungsabteilung windows benutzen musste, weil die anderen abteilungen ms office und outlook "brauchen"?
also, lassen wir die ruhig ihr windows benutzen - aber lassen die uns linux benutzen?
Hast Du Kinder?
Sollen die in einer homogenen Windows-Klick-Mich-Doof Umgebung aufwachsen?
Liebst Du die anfällige Monokultur?
Willst Du die IT Entwicklung ausschliesslich einem machthungrigen und Geldgeilen Konzern überlassen?
Erfreust Du dich nicht an einem ständig anwachsenden Angebot an wirklich guter (Qualität) Software die nicht unbedingt eine Redmonder Unterbau zum störungsfreien Betrieb benötigt?
Hey Du, lieber heute "missionieren" als morgen den Staub der Straße schlucken zu müssen.
(My 2 Cent.)