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Mo, 4. Januar 2010, 14:38

Software::Desktop

Opera 10.5 unter Linux verzichtet auf Qt

Die kommende Version des Browsers Opera der gleichnamigen norwegischen Softwareschmiede wird bereits in der kommenden Version eine eigene grafische Bibliothek mit sich bringen und Qt oder GTK+ nur noch benutzen, wenn die Bibliotheken vorhanden sind.

Opera 10.5

Mirko Lindner

Opera 10.5

Nachdem Opera Software vor knapp zwei Wochen eine erste Vorschau auf die künftige Version 10.5 von Opera für Windows und Mac OS X veröffentlicht hatte, liefert das Unternehmen nun auch eine Vorschau für Linux und FreeBSD nach. Die Liste der Änderungen ist gewohnt lang. Die wohl größte Änderung betrifft Anwender, die bis Dato nicht gewillt waren, Qt zu installieren. So lässt sich die Vorschau nun auch auf Systemen einrichten, die bisher auf die freie Bibliothek verzichtet haben. Statt dessen nutzt Opera eine eigene grafische Lösung. Werden Qt oder GTK+ gefunden, benutzt Opera diese, darüber hinaus nutzt es die Funktionen der eingesetzten Desktop-Umgebung.

Neu in der Unix-Version ist auch die Unterstützung des HTML-Video-Elements. Zur Wiedergabe von Videos greift die Software auf das Gstreamer-Framework zurück. Damit sollte die Software, korrekte Plugins für Gstreamer vorausgesetzt, faktisch alle unter Linux unterstützten Codes abspielen können.

Die neue Version von Opera wird in der kommenden Version weitere wesentliche Änderungen mit sich bringen. Einen besonderen Wert haben die Programmierer auf Geschwindigkeit gelegt. Unter anderem wird die Software eine neue JavaScript-Engine unter dem Namen »Carakan« einsetzen, die laut Aussage des Herstellers die alte Lösung in der Geschwindigkeit um Längen schlagen soll. Wie der Hersteller allerdings schreibt, wurde die Lösung bisher nur für Windows optimiert. Eine Geschwindigkeitsanpassung für andere Plattformen steht noch aus.

Auch unter den freien Betriebssystemen setzt Opera nun auch auf die neue grafische Bibliothek Vega. Die eigentlich nur aus dem Wunsch, eine schnelle SVG-Bibliothek zu erstellen, initiierte Entwicklung wird sich künftig um die Anzeige aller grafischen Inhalte unter Opera kümmern. Auch hier soll der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der alten Lösung drastisch sein. Vor allem komplexe Grafiken sollen sich um den Faktor 4 schneller laden lassen. Doch auch die eigentliche Rendering-Engine wurde weiter ausgebaut. Presto 2.5 soll laut Opera nun vollständig CSS 2.1 unterstützen und viele Funktionen von CSS3 sowie HTML5 enthalten.

Weitere Änderungen betreffen die Suche, die nun nicht mehr in einem eigenen Fenster erscheint, und den Privat-Modus, der nun auf das Speichern von Cookies und Verlaufsdaten verzichtet. Unter KDE4 wird nun auch der Dateibrowser der Umgebung eingebunden.

Opera 10.5 steht vorerst in einer Testversion zum Download bereit. Das Paket ist für FreeBSD und Linux verfügbar und unterstützt die x86- und die x86_64-Architektur.

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