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Fr, 15. Januar 2010, 10:38

Software::Büro

OpenOffice 3.2 RC2 fertiggestellt

Die OpenOffice-Entwickler haben den zweiten Veröffentlichungskandidaten der Version 3.2 ihrer freien Bürosoftwaresammlung zum Download bereitgestellt. Verglichen mit der vorhergehenden Version gibt es neben vielen Fehlerbereinigungen auch eine Menge Neuerungen.

Hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit haben die Entwickler die Startzeit verkürzt. Die Tastenkombination CTRL+F11, die bisher den Style-Katalog aufrief, wurde an die Style-ListBox gebunden, wodurch sich Gestaltungselemente aktivieren lassen, ohne die Maus benutzen zu müssen. OOo 3.2 kann passwortgeschützte Microsoft-Office-XML-Dateien importieren und der MediaWiki-Filter ist nicht mehr Teil der OpenOffice.org-Installation, sondern kann als Erweiterung installiert und so unabhängig aktualisiert werden. Die standardmäßig eingestellte Dokumentensprache wird über die entsprechenden im Betriebssystem hinterlegten Variablen ermittelt, so dass dieser Punkt beim ersten Start nicht mehr von den Anwendern bearbeitet werden muss.

Es lassen sich PostScript-basierte Open-Type-Schriften sowie Graphite-Schriften verwenden und die minimale Passwortlänge für ODF-Dokumente wurde abgeschafft. Das neue OpenOffice prüft beim Start, ob alle Erweiterungen mit der aktuellen Version zusammenspielen, und lädt nur noch kompatible Erweiterungen. Writer kann verschlüsselte MS Word-Dokumente exportieren (97/2000/XP), das als »Notizen« bezeichnete Feature für Anmerkungen wurde in »Kommentare« umbenannt. Impress und Draw wurden um das Textfeld »Seitenanzahl« erweitert und unterstützen nun ebenfalls Kommentare.

Die CONVERT_ADD-Funktion in Calc wurde um etliche Faktoren für die Dokumentenkonvertierung erweitert. Zellen, die sich in der Mitte zusammengefügter Zellen (merged cells) befinden, können ohne Fehlermeldung gelöscht bzw. in zusammengefügte Zellen eingefügt werden. Der Sortierdialog fragt den Nutzer, wie er mit leeren Zellen umgehen soll, und aufgrund einer Interpretation von FORMULAR-Ausdrücken lassen sich Strings in numerische Werte konvertieren. Es gibt eine Autofüllfunktion (Autoincrement) für Zellen mit Nummern an Beginn und Ende, etwa IP-Adressen, und die Zellumrandungen lassen sich für eine Mehrfachauswahl anpassen.

In der Datenbankkomponente hat sich ebenfalls viel getan, z.B. verwendet sie nun konfigurationsbasierte Datenbanktreiber. Werden Anfragen von einer Datenbank A in eine Datenbank B kopiert, wird der Wechsel erkannt, und entsprechende Ausdrücke werden automatisch in der kopierten Anfrage umgewandelt. Der Tabellenkopier-Wizard (RTF- oder HTML-Tabellen in die DB) enthält nun eine zusätzliche Checkbox, mit welchem sich die erste Zeile als Spaltenname benutzen lässt, und der Report-Wizard unterstützt Binary-Datentypen. Die Release Notes listen alle Neuerungen samt weiterführenden Links auf.

Die finale Version 3.2 der freien Bürosoftware OpenOffice.org ist noch für Januar geplant, Gerüchte nennen den 20.01. als Termin. Wer es nicht bis dahin aushält, kann sich den in über 30 Sprachen verfügbaren zweiten Veröffentlichungskandidaten herunterladen. Dieser ist für neben Linux (verschiedene Paketformate) auch für Mac OS X (Intel), Solaris und MS Windows verfügbar.

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