Von SilenceMessiah am Di, 26. Januar 2010 um 09:34 #
Ich lese gerade mal die ersten Zeilen und entdeckte direkt 2 Fehler, die schon richtig weh tun. "Christoph er Blizzard" soll sicher "Christopher Blizzard" und mit dem Video Portal "Video" ist sicher "Vimeo" gemeint.
Was soll das? Bin ich der erste, dem das auffällt? Wieso ist das noch nicht korrigiert?
Ich versteh ja, dass in meiner Tageszeitung solche Fehler nicht mehr beseitigt werden können, aber hier geht das doch.
Wenn Theora mit einem DRM daherkommt, dann steht seiner Akzeptanz nichts mehr im Wege, und da Theora frei ist lässt sich DRM ja jederzeit mit einfachsten Mitteln aushebeln.
Betrachten wir das Ganze einmal von der kryptografischen Seite:
Für eine erfolgreiche Entschlüsselung braucht der Empfänger 3 Sachen: Die Verschlüsselte "Botschaft", den Entschlüsselungsalgorithmus, und einen Schlüssel.
Wenn der Empfänger den Film also ansehen können soll, dann muß der irgendwo auf seiner Seite entschlüsselt werden. Die "offizielle" Theora Bibliothek könnte also durchaus so programmiert werden, dass sie "DRM" beachtet, allerdings wird niemand daran gehindert, die Bibliothek so umzuschreiben und neu zu kompilieren, dass die Restriktionen NICHT beachtet werden, schließlich ist das Beachten von Kopierverboten jedermanns Privatsache.
Vielleicht hilft es, wenn du dich mal informierst, wie DRM wirklich funktioniert. So wie du es beschreibst jedenfalls nicht, zumal man dann wohl auch recht einfach proprietäre DRM Implementierungen patchen könnte, damit sie DRM "ignorieren".
"Wenn Theora mit einem DRM daherkommt, dann steht seiner Akzeptanz nichts mehr im Wege, und da Theora frei ist lässt sich DRM ja jederzeit mit einfachsten Mitteln aushebeln."
Unsinn, warum sollte sich DRM bei freier Software 'mit einfachsten Mitteln aushebeln' lassen?
GPG ist auch frei. Kannst Du jetzt auch meinen privaten GPG Schlüssel 'mit einfachsten Mitteln' aushebeln?
Der Vergleich ist gut. Stell Dir vor, Du müßtest GnuPG auf einem Rechner nutzen, der nicht unter Deiner Kontrolle ist. Würdest Du nicht wollen, z.B. weil jemand einfach Dein Paßwort während der Eingabe mitliest.
Bei DRM ist's im Prinzip genauso, der Rechner steht unter der Kontrolle des Benutzers - je offener das Betriebssystem, desto mehr. Um so schwieriger wird es, gegen den Benutzer mit DRM vorzugehen. Denn man muß ja das Geheimnis (den Schlüssel) geheim halten.
"Mit einfachsten Mitteln" stimmt natürlich nicht, aber es ist einfacher als auf einem System, das nicht vollständig unter der Kontrolle des Benutzers steht.
Als Seitenbetreiber möchte man doch möglichst viele Menschen erreichen und wenn es nun mit html5 wieder so ein Formatwirrwar wie mit Realplayer vs Quicktime vs WMA gibt, dann werden die meisten weiterhin bei flash bleiben und lediglich alternativ html5 anbieten.
Es war ein Fehler, dass man bei html5 nicht das Format mit festgelegt hat, weil was nützt mir das jetzt?
Evtl. kommt Microsoft dann auf die Idee WMA mit html5 zu kombinieren und wir haben nichts gewonnen.
Performancetechnisch konnte ich bis jetzt auch keine Verbesserung sehen, ob das jetzt das Flashplugin abspielt, oder der Browser, machte keinen Unterschied.
Aber warum sollte google denn einlenken? Wollen sie nicht die Verbreitung ihres eigenen Browsers vorantreiben? Was böte sich da besser an, als dies mit der eigenen Marktmacht (youtube) durchzusetzen.
Von OGT hat dank FF gute Chancen am Di, 26. Januar 2010 um 12:16 #
... dann werden die meisten weiterhin bei flash bleiben und lediglich alternativ html5 anbieten. Früher oder später wird sich ein -Tag durchsetzen, weil es einfacher ist und auch von jedem Hobby-Coder verwendet werden kann.
Es war ein Fehler, dass man bei html5 nicht das Format mit festgelegt hat, weil was nützt mir das jetzt?
Evtl. kommt Microsoft dann auf die Idee WMA mit html5 zu kombinieren und wir haben nichts gewonnen.
So schlimm ist das vielleicht gar nicht. FF unterstützt ja von Haus aus OGT. Wenn jetzt H264 und WMV ebenfalls von verschiedenen Seiten eingeführt wird können z.B. nur Windows-Nutzer zusätzlich diese Codecs sehen. Jetzt kann ein Anbieter entscheiden, ob er einen Codec benutzen will, den alle sehen können, oder ob er (wieder) auf Codecs setzen will, mit denen er nur 80% der Nutzer brauchen können. Es macht für den Anbieter im Prinzip keinen Unterschied ob OGT oder WMA. Daher könnten sich viele entscheiden den freien Codec zu nutzen. Wichtig ist, dass OGT wirklich konkurrenzfähig zu H264 und WMV ist und dass viele von vorne herein auf OGT setzen. Dadurch, dass FF wesentlich höhere Marktanteile als Chrome oder Safari dürfte dies bereits ein Punkt für OGT sein. MS bringt erst in einem Jahr den IE9. Bis dahin könnte der Zug schon abgefahren sein. Dank der Popularität des FF und etwas Glück könnte sich tatsächlich der freie Codec durchsetzten.
Performancetechnisch konnte ich bis jetzt auch keine Verbesserung sehen, ob das jetzt das Flashplugin abspielt, oder der Browser, machte keinen Unterschied. Bei mir schon. OGT läuft wesentlich performanter.
Wer setzt sich durch, ein Browser, den ich schnell ersetzen kann oder eine Videoplattform, die weit vor den anderen liegt, was Inhalte angeht.
Safari unterstützt ja z. B. auch kein ogg, der IE unterstüzt dank html5 plugin von Google H264.
Auch ist die Qualität von H264 bei unabhängigen Tests besser.
Wie hat denn beispielsweise xiph getestet? Sie laden ein Video auf youtube hoch, laden es gleich wieder runter und nehmen das als Referenz für H264 lol.
Wer setzt sich durch, ein Browser, den ich schnell ersetzen kann oder eine Videoplattform, die weit vor den anderen liegt, was Inhalte angeht. So leicht lässt sich der FF nicht ersetzten. Mit was den? IE?: Wer vom IE weg ist will ihn nicht mehr Safari, Chrome?: Bieten (noch) nicht die Features des FF. Opera?: Vielleicht.
H264 und WMV lässt sich unter MS-Windows (auch Linux) mit dem FF nutzen. Also stellt sich diese Entscheidungsfrage gar nicht, wenn Youtube auf H264 setzt.
Safari unterstützt ja z. B. auch kein ogg, der IE unterstüzt dank html5 plugin von Google H264. Für beide ist OGT nachinstallierbar. Genauso wie es ein HTML5-Plugin für h264 gibt könnte es ein HTML-Plugin für OGT geben. Beides muss nachinstalliert werden. Ich denke aber, dass viele IE-Nutzer gleich den ganzen Browser wechseln werden, wenn Videos nicht per default abspielen. Ich glaube den meisten ist der Begriff FF geläufiger als HTML5-Plugin, gerade wenn sie hören, dass der FF das kann.
Auch ist die Qualität von H264 bei unabhängigen Tests besser. Das ist der einzige Nachteil von OGT. Ich kann es nicht sagen, weil ich sie nie selber verglichen habe. Vom hörensagen soll h264 besser sein, was ich auch glaube. Zudem hat Youtube die meisten Videos bereits mit h264 codiert und verwenden Flash nur als Container. Trotzdem ist OGT nicht so schlecht, dass man es nicht nutzen könnte und wird Verwendung finden. Wenn beide Standards verwendet werden und OGT verbessert werden kann, dann könnte sich irgendwann die Frage stellen, ob man weiter Lizenzen für h264 zahlen sollte. Soviel ich weiß gibt es bereits einen Nachfolger für OGT, mit höherer Kompression bei gleicher Qualität.
Die Chancen sind nicht die schlechtesten und mit etwas Glück ...
Es geht hier um Videowiedergabe mittels html5 ohne Playerplugins. Firefox unterstützt html5 nur mit ogg, nicht mit H264.
Dass man mittels Video Player Plugins alles abspielen kann, weiß ja jeder.
Firefox bringt den OGT-Codec mit. Ist der Codec auf dem Rechner installiert, kann er auch vom Browser genutzt werden (ist wohl noch nicht möglich). Den h264 Codec könnte man theoretisch auch per Add-On vertreiben, so wie den Flash-Player. Mozilla darf das aber nicht ohne Lizenz und die würde 5Millionen US-Dollar kosten außerdem ist h264 mit Patenten belegt.
Hier kann man nachlesen, dass es durchaus möglich ist System-Codecs zu nutzen, aber es aus verschiedenen Gründen ungern getan wird. Wenn alle auf h264 setzen gibt es sozusagen eine hässliche Fallback-Lösung. Abgesehen davon wären immer noch Add-Ons möglich (die aber nicht von Mozilla selber kommen werden). Mal sehen wie stark die Popularität von FF ist, oder ob jetzt alle zu Safari, Chrome und IE wechseln.
Von Qualitätsliebhaber am Di, 26. Januar 2010 um 13:57 #
Außerdem gibt es noch Ogg Theora, das nach Untersuchungen von Mozilla in der Praxis genauso gut, wenn nicht besser als H.264 ist Also bei den Tests die ich bisher gelesen hatte und aus eigener Erfahrung halte ich diese Behauptung für falsch. H.264 kodierte Filme haben in der Regel bei gleicher Bitrate eine deutlich bessere Qualität als Theora. Auch nicht unterschätze sollte man, das H.264 decoding inzwischen in dedizierter Hardware (GPUs, Broadcoms Crystal HD chip) durchgeführt werden kann.
> Auch nicht unterschätze sollte man, das H.264 decoding inzwischen in dedizierter Hardware (GPUs, > Broadcoms Crystal HD chip) durchgeführt werden kann.
Sag mir mal ein Linux-Programm, welches das macht.
Außerdem geht es bei diesem Streit nicht um die Technik, sondern um Lizenzen. Mozilla gedachte mit der HTML5-Fähigkeit des Firefox den Einsatz offener Videoformate (weg von Flash) voranzutreiben und dann kommen auf einmal Youtube und Vimeo daher und nehmen einen patentierten, lizenzpflichtigen Codec. Das war nicht Sinn der Sache.
Grueße Ignatz
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 26. Jan 2010 um 21:13.
Ja wieso nicht? Wenn Mozilla nicht so stur wäre, dann würden sie die Systemcodecs nehmen und das, was nicht in den Browser gehört, aus dem Browser draussen lassen. Dazu gehört [b]auch[/b] ein Videocodec. Ich habe die nicht aus Jux und Tollerei in meinem System für alle Anwendungen verfügbar.
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass es mir fast egal ist, was da passiert. Solange die Seiten nicht auf den grausligen Theoracodec wechseln, soll es mir egal sein.
Nur weil etwas frei ist, ist es leider noch lange nicht gut.
Ja, ich verstehe auch nicht, warum der Browser nochmal seine eigene Implementierung für die Videocodec mitbringen muss - gerade unter Linux wird ja sonst jeders Programm fein säuberlich paketiert und peinlichst darauf geachtet, das keine Bibliothek doppelt vorhanden ist - warum also den videocodec zwei mal in den Speicher laden (angenommen man schaut auch noch ein paar lokale Videos)
Aha, und was macht der Anbieter, der auf seiner Webseite ein Video einbinden will (z.B. zur Produktvorstellung)? Der muss ebenfalls dann zwingend eine Lizenz für H.264 haben. Dass dies dann auf einmal recht teuer für einen kleinen Anbieter werden kann, wurde ja bereits dargelegt. Klar das dich das als Nutzer erstmal weniger betrifft, aber der Anbieter ist mitunter weg vom Fenster (und damit auch das Angebot, welches durchaus mal hätte interessant sein/werden können).
"Christoph er" => "Christopher"
"Video-Portale Video" soll "Video-Portale Vimeo" heißen?
ist es doch schon jemandem aufgefallen
Na ja, vielleicht unterstützt mein Kommentar ja diesen hier ^^
Liebe Nokia-Pfeifen, in diesem Satz ist entweder das Wort "kein" oder das "nicht" zu viel. Bitte überlegt Euch, was davon ihr streiten wollt.
Gruß, LX
"bezeichneten aber freie Formate, die kein DRM unterstützen, als nicht akzeptabel."
Keine Ahnung, was "die Nokia Pfeifen" da falsch formuliert haben sollen, ich versteh jedenfalls, was die hier wollen...
er meinte natürlich dass nur die gegenteilige Aussage akzeptabel ist z.b.:
"bezeichneten aber freie Formate, die [...] DRM unterstützen, als nicht akzeptabel."
Die haben das schon so gemeint, wie's da steht.
Genau das stört LX ja. Mich auch.
Ich lese gerade mal die ersten Zeilen und entdeckte direkt 2 Fehler, die schon richtig weh tun. "Christoph er Blizzard" soll sicher "Christopher Blizzard" und mit dem Video Portal "Video" ist sicher "Vimeo" gemeint.
Was soll das? Bin ich der erste, dem das auffällt? Wieso ist das noch nicht korrigiert?
Ich versteh ja, dass in meiner Tageszeitung solche Fehler nicht mehr beseitigt werden können, aber hier geht das doch.
P.S. "das" schreibt man in diesem Fall so: "dass"
"Was soll das? Wieso ist das noch nicht korrigiert?"
Sind das deine Angestellten oder was? Also echt, was sich manche Leute so rausnehmen...
Geh doch lieber in den welt.de-Foren rumtrollen, da bist du unter deinesgleichen.
Wenn Theora mit einem DRM daherkommt, dann steht seiner Akzeptanz nichts mehr im Wege, und da Theora frei ist lässt sich DRM ja jederzeit mit einfachsten Mitteln aushebeln.
Betrachten wir das Ganze einmal von der kryptografischen Seite:
Für eine erfolgreiche Entschlüsselung braucht der Empfänger 3 Sachen: Die Verschlüsselte "Botschaft", den Entschlüsselungsalgorithmus, und einen Schlüssel.
Wenn der Empfänger den Film also ansehen können soll, dann muß der irgendwo auf seiner Seite entschlüsselt werden.
Die "offizielle" Theora Bibliothek könnte also durchaus so programmiert werden, dass sie "DRM" beachtet, allerdings wird niemand daran gehindert, die Bibliothek so umzuschreiben und neu zu kompilieren, dass die Restriktionen NICHT beachtet werden, schließlich ist das Beachten von Kopierverboten jedermanns Privatsache.
Vielleicht hilft es, wenn du dich mal informierst, wie DRM wirklich funktioniert. So wie du es beschreibst jedenfalls nicht, zumal man dann wohl auch recht einfach proprietäre DRM Implementierungen patchen könnte, damit sie DRM "ignorieren".
So funktioniert DRM nicht
http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung
http://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Computing
http://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Platform_Module
http://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Computing_Group
DRM ist wirklich das Letzte das ein freies Internet brauchen kann.
Grüße.
"Wenn Theora mit einem DRM daherkommt, dann steht seiner Akzeptanz nichts mehr im Wege, und da Theora frei ist lässt sich DRM ja jederzeit mit einfachsten Mitteln aushebeln."
Unsinn, warum sollte sich DRM bei freier Software 'mit einfachsten Mitteln aushebeln' lassen?
GPG ist auch frei. Kannst Du jetzt auch meinen privaten GPG Schlüssel 'mit einfachsten Mitteln' aushebeln?
Der Vergleich ist gut. Stell Dir vor, Du müßtest GnuPG auf einem Rechner nutzen, der nicht unter Deiner Kontrolle ist. Würdest Du nicht wollen, z.B. weil jemand einfach Dein Paßwort während der Eingabe mitliest.
Bei DRM ist's im Prinzip genauso, der Rechner steht unter der Kontrolle des Benutzers - je offener das Betriebssystem, desto mehr. Um so schwieriger wird es, gegen den Benutzer mit DRM vorzugehen. Denn man muß ja das Geheimnis (den Schlüssel) geheim halten.
"Mit einfachsten Mitteln" stimmt natürlich nicht, aber es ist einfacher als auf einem System, das nicht vollständig unter der Kontrolle des Benutzers steht.
Als Seitenbetreiber möchte man doch möglichst viele Menschen erreichen und wenn es nun mit html5 wieder so ein Formatwirrwar wie mit Realplayer vs Quicktime vs WMA gibt, dann werden die meisten weiterhin bei flash bleiben und lediglich alternativ html5 anbieten.
Es war ein Fehler, dass man bei html5 nicht das Format mit festgelegt hat, weil was nützt mir das jetzt?
Evtl. kommt Microsoft dann auf die Idee WMA mit html5 zu kombinieren und wir haben nichts gewonnen.
Performancetechnisch konnte ich bis jetzt auch keine Verbesserung sehen, ob das jetzt das Flashplugin abspielt, oder der Browser, machte keinen Unterschied.
Aber warum sollte google denn einlenken? Wollen sie nicht die Verbreitung ihres eigenen Browsers vorantreiben? Was böte sich da besser an, als dies mit der eigenen Marktmacht (youtube) durchzusetzen.
... dann werden die meisten weiterhin bei flash bleiben und lediglich alternativ html5 anbieten.
Früher oder später wird sich ein -Tag durchsetzen, weil es einfacher ist und auch von jedem Hobby-Coder verwendet werden kann.
Es war ein Fehler, dass man bei html5 nicht das Format mit festgelegt hat, weil was nützt mir das jetzt?
Evtl. kommt Microsoft dann auf die Idee WMA mit html5 zu kombinieren und wir haben nichts gewonnen.
So schlimm ist das vielleicht gar nicht. FF unterstützt ja von Haus aus OGT. Wenn jetzt H264 und WMV ebenfalls von verschiedenen Seiten eingeführt wird können z.B. nur Windows-Nutzer zusätzlich diese Codecs sehen. Jetzt kann ein Anbieter entscheiden, ob er einen Codec benutzen will, den alle sehen können, oder ob er (wieder) auf Codecs setzen will, mit denen er nur 80% der Nutzer brauchen können. Es macht für den Anbieter im Prinzip keinen Unterschied ob OGT oder WMA. Daher könnten sich viele entscheiden den freien Codec zu nutzen.
Wichtig ist, dass OGT wirklich konkurrenzfähig zu H264 und WMV ist und dass viele von vorne herein auf OGT setzen. Dadurch, dass FF wesentlich höhere Marktanteile als Chrome oder Safari dürfte dies bereits ein Punkt für OGT sein. MS bringt erst in einem Jahr den IE9. Bis dahin könnte der Zug schon abgefahren sein. Dank der Popularität des FF und etwas Glück könnte sich tatsächlich der freie Codec durchsetzten.
Performancetechnisch konnte ich bis jetzt auch keine Verbesserung sehen, ob das jetzt das Flashplugin abspielt, oder der Browser, machte keinen Unterschied.
Bei mir schon. OGT läuft wesentlich performanter.
Schöne Grüße.
Wer setzt sich durch, ein Browser, den ich schnell ersetzen kann oder eine Videoplattform, die weit vor den anderen liegt, was Inhalte angeht.
Safari unterstützt ja z. B. auch kein ogg, der IE unterstüzt dank html5 plugin von Google H264.
Auch ist die Qualität von H264 bei unabhängigen Tests besser.
Wie hat denn beispielsweise xiph getestet? Sie laden ein Video auf youtube hoch, laden es gleich wieder runter und nehmen das als Referenz für H264 lol.
Wer setzt sich durch, ein Browser, den ich schnell ersetzen kann oder eine Videoplattform, die weit vor den anderen liegt, was Inhalte angeht.
So leicht lässt sich der FF nicht ersetzten. Mit was den?
IE?: Wer vom IE weg ist will ihn nicht mehr
Safari, Chrome?: Bieten (noch) nicht die Features des FF.
Opera?: Vielleicht.
H264 und WMV lässt sich unter MS-Windows (auch Linux) mit dem FF nutzen. Also stellt sich diese Entscheidungsfrage gar nicht, wenn Youtube auf H264 setzt.
Safari unterstützt ja z. B. auch kein ogg, der IE unterstüzt dank html5 plugin von Google H264.
Für beide ist OGT nachinstallierbar. Genauso wie es ein HTML5-Plugin für h264 gibt könnte es ein HTML-Plugin für OGT geben. Beides muss nachinstalliert werden. Ich denke aber, dass viele IE-Nutzer gleich den ganzen Browser wechseln werden, wenn Videos nicht per default abspielen. Ich glaube den meisten ist der Begriff FF geläufiger als HTML5-Plugin, gerade wenn sie hören, dass der FF das kann.
Auch ist die Qualität von H264 bei unabhängigen Tests besser.
Das ist der einzige Nachteil von OGT. Ich kann es nicht sagen, weil ich sie nie selber verglichen habe. Vom hörensagen soll h264 besser sein, was ich auch glaube. Zudem hat Youtube die meisten Videos bereits mit h264 codiert und verwenden Flash nur als Container.
Trotzdem ist OGT nicht so schlecht, dass man es nicht nutzen könnte und wird Verwendung finden. Wenn beide Standards verwendet werden und OGT verbessert werden kann, dann könnte sich irgendwann die Frage stellen, ob man weiter Lizenzen für h264 zahlen sollte. Soviel ich weiß gibt es bereits einen Nachfolger für OGT, mit höherer Kompression bei gleicher Qualität.
Die Chancen sind nicht die schlechtesten und mit etwas Glück ...
Grüße
Es geht hier um Videowiedergabe mittels html5 ohne Playerplugins. Firefox unterstützt html5 nur mit ogg, nicht mit H264.
Dass man mittels Video Player Plugins alles abspielen kann, weiß ja jeder.
Es geht hier um Videowiedergabe mittels html5 ohne Playerplugins. Firefox unterstützt html5 nur mit ogg, nicht mit H264.
Dass man mittels Video Player Plugins alles abspielen kann, weiß ja jeder.
Firefox bringt den OGT-Codec mit. Ist der Codec auf dem Rechner installiert, kann er auch vom Browser genutzt werden (ist wohl noch nicht möglich).
Den h264 Codec könnte man theoretisch auch per Add-On vertreiben, so wie den Flash-Player. Mozilla darf das aber nicht ohne Lizenz und die würde 5Millionen US-Dollar kosten außerdem ist h264 mit Patenten belegt.
Schöne Grüße.
Hier kann man nachlesen, dass es durchaus möglich ist System-Codecs zu nutzen, aber es aus verschiedenen Gründen ungern getan wird. Wenn alle auf h264 setzen gibt es sozusagen eine hässliche Fallback-Lösung. Abgesehen davon wären immer noch Add-Ons möglich (die aber nicht von Mozilla selber kommen werden). Mal sehen wie stark die Popularität von FF ist, oder ob jetzt alle zu Safari, Chrome und IE wechseln.
http://weblogs.mozillazine.org/roc/archives/2009/06/directshow_and.html
Grüße.
Außerdem gibt es noch Ogg Theora, das nach Untersuchungen von Mozilla in der Praxis genauso gut, wenn nicht besser als H.264 ist
Also bei den Tests die ich bisher gelesen hatte und aus eigener Erfahrung halte ich diese Behauptung für falsch.
H.264 kodierte Filme haben in der Regel bei gleicher Bitrate eine deutlich bessere Qualität als Theora.
Auch nicht unterschätze sollte man, das H.264 decoding inzwischen in dedizierter Hardware (GPUs, Broadcoms Crystal HD chip) durchgeführt werden kann.
> Auch nicht unterschätze sollte man, das H.264 decoding inzwischen in dedizierter Hardware (GPUs,
> Broadcoms Crystal HD chip) durchgeführt werden kann.
Sag mir mal ein Linux-Programm, welches das macht.
Außerdem geht es bei diesem Streit nicht um die Technik, sondern um Lizenzen. Mozilla gedachte mit der HTML5-Fähigkeit des Firefox den Einsatz offener Videoformate (weg von Flash) voranzutreiben und dann kommen auf einmal Youtube und Vimeo daher und nehmen einen patentierten, lizenzpflichtigen Codec. Das war nicht Sinn der Sache.
Grueße
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 26. Jan 2010 um 21:13.Ignatz
"Sag mir mal ein Linux-Programm, welches das macht."
kein Problem...
http://xbmc.org/davilla/2009/12/29/broadcom-crystal-hd-its-magic/
Ja wieso nicht? Wenn Mozilla nicht so stur wäre, dann würden sie die Systemcodecs nehmen und das, was nicht in den Browser gehört, aus dem Browser draussen lassen. Dazu gehört [b]auch[/b] ein Videocodec.
Ich habe die nicht aus Jux und Tollerei in meinem System für alle Anwendungen verfügbar.
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass es mir fast egal ist, was da passiert. Solange die Seiten nicht auf den grausligen Theoracodec wechseln, soll es mir egal sein.
Nur weil etwas frei ist, ist es leider noch lange nicht gut.
Ja, ich verstehe auch nicht, warum der Browser nochmal seine eigene Implementierung für die Videocodec mitbringen muss - gerade unter Linux wird ja sonst jeders Programm fein säuberlich paketiert und peinlichst darauf geachtet, das keine Bibliothek doppelt vorhanden ist - warum also den videocodec zwei mal in den Speicher laden (angenommen man schaut auch noch ein paar lokale Videos)
Aha, und was macht der Anbieter, der auf seiner Webseite ein Video einbinden will (z.B. zur Produktvorstellung)? Der muss ebenfalls dann zwingend eine Lizenz für H.264 haben. Dass dies dann auf einmal recht teuer für einen kleinen Anbieter werden kann, wurde ja bereits dargelegt. Klar das dich das als Nutzer erstmal weniger betrifft, aber der Anbieter ist mitunter weg vom Fenster (und damit auch das Angebot, welches durchaus mal hätte interessant sein/werden können).
Nur weil etwas frei ist, ist es leider noch lange nicht gut.
Ich weiß, das sehe ich an gnash und date. Ogg Vorbis ist aber meiner Meinung nach nicht übel.
Grueße
Ignatz