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Mi, 27. Januar 2010, 13:34

Unternehmen

Sourceforge sperrt Anwender aus »Schurkenstaaten«

Anwender freier Software aus Iran, Kuba, Nordkorea, Sudan oder Syrien haben neuerdings Probleme, an ihre Software zu kommen, denn die wohl größte Hostingplattform für freie und quelloffene Projekte, Sourceforge, sperrt neuerdings den HTTP-Verkehr aus diesen Ländern.

Passé scheinen die Zeiten zu sein, als sich Sourceforge selbst als eine weltweite Verbindung für die Open Source-Gemeinde mit mehr als 110.000 Open Source-Projekten und über 1,2 Millionen eingetragenen Benutzern verstand. Wie der Community Editor Lee Schlesinger in einem Blog-Eintrag bestätigte, sperrt die Plattform seit kurzer Zeit Zugriffe auf die Server der freien Projekte aus verschiedenen Staaten. Betroffen sind von der Restriktion Länder wie Iran, Kuba, Nordkorea, Sudan oder Syrien. Alle genannten verbindet eine Gemeinsamkeit – sie stehen als sogenannte »Schurkenstaaten« auf der Liste der von der US-Regierung mit Sanktionen belegten Länder.

Wie Schlesinger schreibt, wurde die Plattform durch eine bereits seit etlichen Jahren durch das Department of the Treasury veröffentlichte Liste dazu gezwungen, den Zugang komplett zu sperren. Während in der Vergangenheit lediglich kein schreibender Zugriff auf die Projektseiten aus den genannten Ländern möglich war, musste die Plattform auf Drängen des Außenministeriums nun auch das Herunterladen von Dateien sperren.

Sourceforge bedauert laut eigenen Aussagen die Sperrung und ist über die momentane Situation auch nicht glücklich. »Wir bedauern zutiefst, dass diese Sanktionen unter Umständen auch Menschen treffen, die keine böse Absichten hegen. [..] Allerdings, trotz unseres Engagements in der Open-Source-Gemeinschaft, leben wir auch in der realen Welt, in der die Gesetze des Landes gelten, in dem wir uns befinden«, so Schlesinger. Auch Sourceforge müsse sich an die Gesetzte halten. »Die möglichen Strafen für Verstöße gegen die Gesetze umfassen Geld- oder Gefängnisstrafen«.

Solange die Gesetzgebung der USA Sourceforge vorschreibt, alle sanktionierten Staaten zu sperren, und die besagten Länder die Praktiken, die sie auf diese Liste brachten, nicht ändern, seien der Plattform die Hände gebunden. Folglich bleiben diese Länder auch weiterhin gesperrt.

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