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Do, 28. Januar 2010, 17:56

Unternehmen

FSF warnt vor Apples iPad

Die Vorstellung des Tablet-PCs iPad durch Apple wird von der Free Software Foundation wegen der darin benutzten DRM-Funktionen heftig kritisiert.

»Schon bei der Auslieferung defekt« - so unegfähr bezeichnet die Kampagne »Defective by Design« der Free Software Foundation (FSF) Hardware, die die Möglichkeiten der Benutzer beschneidet, die darauf laufende Software zu modifizieren oder die darin gespeicherten Daten nach Belieben zu verwenden. Das gerade erst von Apple vorgestellte iPad verstößt laut FSF gleich in beiden Punkten gegen diese Möglichkeiten, die von der FSF quasi als Grundrecht jedes Computernutzers angesehen werden. Die FSF bezeichnet das iPad als »iBad for Freedom«, da es in einem für universale Rechner bisher nicht gekannten Umfang von DRM (Digital Rights Management) Gebrauch macht, und warnt vor seiner Benutzung.

Das iPad nutzt DRM laut FSF auf zwei Arten, um den Benutzern Rechte zu nehmen. Zum einen lässt sich auf dem Gerät nur Software installieren, die aus Apples offiziellen App-Store kommt. Via Updates über die Netzwerkverbindung kann Apple jederzeit neue Funktionen hinzufügen oder Funktionen wegnehmen. Außerdem unterliegen alle von iTunes erworbenen Videos DRM-Beschränkungen. Lediglich Musik von iTunes ist mittlerweile keinen Beschränkungen mehr unterworfen.

Äußerlich ist das iPad Apples Versuch, das bisher gefloppte Konzept eines Tablet-PCs wiederzubeleben. Auf dem Gerät, das einen ARM-Prozessor besitzt, läuft kein Mac OS X, sondern ein einfacheres, aber proprietäres Betriebssystem. Dass die Hardware gut für den Einsatz von Linux geeignet wäre, steht außer Frage, da die Spezifikationen sich nicht sehr von denen ARM-basierter Netbooks unterscheiden.

Für die FSF steht fest, dass jeder Benutzer die vollständige Kontrolle über die Hardware haben sollte, die er gekauft hat. Mit DRM wird ihm diese Kontrolle entzogen. Überdies wird jeder Anbieter, der Inhalte für das iPad publizieren will, laut FSF dazu gezwungen, DRM einzusetzen. Das gelte selbst für Anbieter, die Inhalte unter freien Lizenzen zur Verfügung stehen wollen. Apple gefährdet somit die Freiheit der Anwender um des Profits Willen, schreibt die FSF. Auf der Webseite der Kampagne »Defective by Design« hat sie daher eine Petition gestartet, in der sie die Entfernung aller DRM-Maßnahmen von den Geräten fordert.

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