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Do, 18. Februar 2010, 13:25

Software::Wissenschaft

Zotero 2.0.0 freigegeben

Zotero, eine freie Bibliografie-Software, die als Erweiterung für Firefox vertrieben wird, ist in Version 2.0.0 erschienen.

Style Manager in Zotero 2.0

zotero.org

Style Manager in Zotero 2.0

Zotero wurde von Professor Daniel J. Cohen an der George Mason University entwickelt und erfreut sich in wissenschaftlichen Kreisen großer Beliebtheit. Die Firefox-Erweiterung wurde nach Angaben des Autors bereits mehrere Millionen mal heruntergeladen. Sie wird von diversen Institutionen gefördert und in zahlreichen Bibliotheken eingesetzt. Es gibt eine ganze Reihe von freien und proprietären Alternativen zu Zotero, wovon einige auch für Linux verfügbar sind, aber Zotero wird vielfach als beste Option angesehen.

Bekanntheit außerhalb der wissenschaftlichen Zirkel erlangte Zotero Anfang Oktober 2008, als Thomson Reuters die George Mason University wegen einer angeblichen Verletzung seiner Rechte und Bedrohung seines Geschäftsmodells auf Zurückziehung von Zotero und Zahlung von 10 Millionen US-Dollar Schadensersatz verklagte. Reuters ist der Autor von Endnote, einem proprietären Bibliografie-Programm, das zu den nicht für Linux verfügbaren zählt. Der weitere Fortgang der Angelegenheit geriet bei Pro-Linux wohl ebenso wie den meisten anderen Publikationen schnell aus dem Fokus des Interesses. Vier Wochen nach der Klage bekräftigte die Universität ihre Unterstützung für Zotero und kündigte an, die Lizenzen für Endnote nicht mehr zu verlängern. Von Anfang an wurden der Klage wenig Aussichten auf Erfolg eingeräumt, und so wurde sie im Juni 2009 vom Gericht auch abgewiesen. Die Begründung geht aus der Mitteilung der Universität nicht klar hervor, aber das Gericht sah offenbar keinen Gesetzesverstoß und damit keine Grundlage für ein Verfahren.

Die jetzt erschienene Version 2.0.0 von Zotero kann von der Homepage des Projekts heruntergeladen werden. Sie bringt große Neuerungen im Bereich der Vernetzung und des Datenaustauschs mit sich, aber auch andere neue Funktionen. Sammlungen von Literaturstellen können nun mit anderen Rechnern synchronisiert werden. Ein kostenloses automatisches Backup der Daten auf die Projektserver von Zotero ist möglich. Eine weitere Möglichkeit ist die automatische Synchronisation der Daten auf einen WebDAV-Server.

Zotero-Nutzer können auf der Projektseite eine eigene Webseite anlegen, auf der sie ihre Biografie und ihr Arbeitsgebiet angeben und ihre eigenen Sammlungen zum Zugriff für andere freigeben können. Dort können sie auch Neuigkeiten zu ihrer Arbeit publizieren und sich über die Arbeit von anderen informieren. Sie können öffentliche oder private Gruppen bilden, die Materialien gemeinsam nutzen können.

Weitere Verbesserungen sind die automatische Erkennung von Metadaten in PDF-Dateien, ein Papierkorb mit Wiederherstellungs-Funktion, Anmerkungen mit Textformatierung, ein Style-Manager für die Ausgabe von bibliografischen Referenzen, der auf tausende von Styles auf zotero.org zugreifen kann, und Unterstützung von Stilen, die von Endnote exportiert wurden.

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