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Mo, 22. Februar 2010, 12:00

Software::Business

LTSP 5.2 freigegeben

Das Linux Terminal Server Projekt (LTSP) hat Version 5.2 sowie LDM 2.1 und LTSPfs 0.6 freigegeben.

LTSP ist eine Linux-Lösung für Server und Thin Clients. Die Clients beziehen ihre gesamte Software vom Server. Es kann sich dabei um relativ leistungsschwache Rechner handeln, die anderswo ausgemustert wurden, oder echte Thin Clients, die über nahezu wartungsfreie Hardware verfügen. In beiden Fällen kann gegenüber normalen Client/Server-Systemen einigen an Kosten gespart werden.

Zugleich mit LTSP 5.2 wurden auch LDM (LTSP Display Manager) 2.1 und LTSPfs 0.6 veröffentlicht. Die neuen Versionen weisen nach Angaben der Entwickler so viele Änderungen auf, dass es viele Seiten füllen würde, sie zu beschreiben. Sie zählen daher nur einige Dinge auf, die mit LTSP jetzt möglich sind. So lässt sich eine Umgebung mit Debian, Fedora, Gentoo oder Ubuntu mit PXE booten und mittels SSH und X11 mit einem Anwendungsserver verbinden. Man kann die gesamte Sitzung auf dem Anwendungsserver laufen lassen, aber auch einzelne Anwendungen lokal ausführen, um die Fähigkeiten spezifischer Hardware oder 3D-Fähigkeiten zu nutzen. Wenn man LTSP unter Ubuntu nutzt, kann man auch alle Programme lokal laufen lassen (Fat Client) und nur ausgewählte remote.

LTSP unterstützt auch RDP-Sitzungen mittels rdesktop. Lokale Blockgeräte wie Festplatten, Disketten und CD-ROMs können mittels ltspfs auch dann genutzt werden, wenn man auf einem Anwendungsserver arbeitet. Eine Plugin-Infrastruktur sorgt für unbegrenzte Erweiterbarkeit. Das System ist fast vollständig mehrsprachig. Es kann mittels LTSP-Cluster auf tausende von Clients skaliert werden. Vollständige Dokumentation steht im LTSP-Handbuch zur Verfügung, zudem kann man bei Problemen auf die Unterstützung durch die Gemeinschaft auf Mailinglisten und im IRC vertrauen.

LTSP ist seit Version 5, die gründlich überarbeitet wurde, tief in die Linux-Distributionen integriert und wird nicht mehr als eigenständiger Download angeboten. Die Nutzer sollten daher auf Distributions-Pakete mit der neuesten Version warten. In der aktuellen Entwicklerversion von Ubuntu 10.04 »Lucid Lynx« sind die neuen Pakete bereits enthalten, für Ubuntu 9.10 sind sie auf der Launchpad-PPA-Seite eines der Entwickler zu finden. Der Quellcode befindet sich ebenfalls in Launchpad. Die vor fast vier Jahren erschienene Version 4.2, die als letzte noch separat installiert wurde, gilt als obsolet.

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