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Do, 25. Februar 2010, 13:49

Software::Entwicklung

Was kostet die Entwicklung des Kernels 2.6.30?

Eine neue Untersuchung der Forscher der University of Oviedo will herausgefunden haben, dass die Entwicklung des Kernels 2.6.30 über 14 Jahre bei einer Entwicklerstärke von über 900 Personen gedauert hätte und über eine Milliarde Euro kosten würde.

Was würde ein Unternehmen die Entwicklung des Kernels kosten? Diese und andere Fragen stellte sich ein Team der University of Oviedo und will sie in einer neuen Publikation beantworten. Seit 2005 haben sich demnach über 5000 verschiedene Entwickler aus fast 100 verschiedenen Nationen an der Verbesserung des Kernels beteiligt. Zeitgleich mit dem Anstieg des Kernels stiegen auch die Kosten der Entwicklung. Wäre im Jahre 2005 die Entwicklung des Kernels von der Version 2.6.11 auf 2.6.16 noch mit knapp über 80 Millionen Euro zu Buche geschlagen, würde bereits 2008 der Sprung von 2.6.25 auf 2.6.30 ein Unternehmen fast 230 Millionen Euro kosten. Insgesamt hätte die Entwicklung des Kernels 2.6.30 von Grund auf ein Unternehmen über eine Milliarde Euro gekostet und bei einer Entwicklerzahl von 985 Personen über 167 Monate (14 Jahre) gedauert.

Die Berechnungsgrundlage stellt eine als »Intermediate COCOMO81« getaufte Methode dar und basiert auf Daten von David A. Wheeler. Nach Berechnungen von Wheeler aus dem Jahre 2001 würde die Entwicklung eines Systems wie Red Hat ohne freiwillige Programmierer und Open Source ein einzelnes Unternehmen über eine Milliarde US-Dollar kosten. Weit mehr hätte schon 2004 die Erstellung von Debian gekostet, wie Juan Jose Amor, Gregorio Robles und Jesus M. Gonzalez-Barahona im Jahre 2004 herausfanden. Demnach würde das System über 6 Milliarden USD verschlingen. Auch die Linux Foundation berechnete den Wert des freien Betriebssystems und kam 2008 zum Schluss, dass die Entwicklung von Fedora 9 über 10 Milliarden USD und die des Kernels 1,4 Milliarden USD kosten würde.

Doch nicht nur die Berechnung der Kosten war dem Forscherteam der University of Oviedo wichtig. Vielmehr wollten die Autoren Jesus Garcia-Garcia und Isabel Alonso de Magdaleno den Vorteil von freier Software in der öffentlichen Wahrnehmung verstärken. »Sie ist eine Unternehmens-Chance für den europäischen Informations- und Kommunikationssektor«, so die Autoren.

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Kommentare (Insgesamt: 24 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Was nichts kostet taugt nichts (trallala, Fr, 26. Februar 2010)
Re: flop (Anonymous, Do, 25. Februar 2010)
Re[3]: Was nichts kostet taugt nichts (Francesco, Do, 25. Februar 2010)
Re[2]: Was nichts kostet taugt nichts (Lehrer, Do, 25. Februar 2010)
Re: flop (Christopher Roy Bratusek, Do, 25. Februar 2010)
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