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Di, 2. März 2010, 09:16

Software::Groupware

Kolab Systems will Groupware Kolab voranbringen

Das frühere Kolab Konsortium wurde zur Kolab Systems AG. Das neu gegründete Unternehmen will kommerziellen Support der freien Groupware anbieten.

Georg Greve

Mirko Lindner (demon)

Georg Greve

Fast zehn Jahre ist es jetzt her, dass auf Initiative des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die freie Groupware Kolab gestartet wurde. Seit mehreren Jahren ist die Software in vielen größeren und kleineren Installationen im Einsatz. Dabei besteht sie aus einem Server-Teil, der auf bekannten freien Programmen wie OpenLDAP, Postfix, SpamAssassin und anderen beruht, dem KDE-Client Kontact, wodurch eine enge Verzahnung mit dem KDE-PIM-Unterprojekt gegeben ist, und einer Anbindung an MS Outlook.

Schon vor fast fünf Jahren war die Nachfrage nach Kolab so groß, dass die an der Entwicklung beteiligten Unternehmen Intevation GmbH und Klarälvdalens Datakonsult AB das Kolab-Konsortium gründeten. Das Konsortium kümmerte sich um die Weiterentwicklung des Kolab-Servers und der Kolab-Klienten für den professionellen Einsatz. Das Qualitätsmanagement zählt zu seinen wichtigsten Aufgaben. Der entwickelte oder korrigierte Code wurde stets dem Kolab-Projekt zugeführt. Neben Entwicklung und Beratung zielte das Kolab-Konsortium vor allem darauf ab, Wartungsverträge für Support zu verkaufen. Die Kunden sicherten sich damit die Weiterentwicklung, Sicherheitsupdates und den reibungslosen Einsatz von Kolab.

An die Stelle des Kolab Konsortiums tritt nun die Kolab Systems AG. Die Aufgaben und Ziele der AG werden sich nicht wesentlich von denen des Konsortiums unterscheiden. Jedoch ist die Arbeit mehr auf Partnerschaften ausgelegt. So will Kolab Systems keine bestehenden Kunden von Firmen abwerben, die Kolab-Support leisten, sondern hauptsächlich den Support der zweiten oder dritten Stufe übernehmen. Ein Artikel auf KDE News erläutert die Hintergründe der Neugründung. Unter anderem arbeiten Intevation und KDAB hauptsächlich projektorientiert und konnten daher den Support-Anforderungen von Kolab-Nutzern nicht entsprechen.

Geschäftsführer der neuen AG wurde Georg Greve, Mitgründer und ehemaliger Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE). Chief Operating Officer (COO) wird Dr. Paul J. Adams. Die in Zürich angesiedelte Firma soll unabhängig von den Firmen Intevation und KDAB und den Idealen freier Software verpflichtet sein. Große Chancen sehen die Kolab-Beteiligten in der Portierbarkeit der KDE-PIM-Anwendungen auf mobile Plattformen, Windows und Mac und die damit verbundenen Möglichkeiten, mit Kolab an einer Stelle und unabhängig von proprietären Anbietern alle Daten zu synchronisieren.

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