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Mi, 3. März 2010, 09:17

Unternehmen

Übernahmeangebot an Novell

Die Hedgefonds-Firma Elliott Associates hat den Novell-Aktionären ein Kaufangebot unterbreitet. Der Aktienkurs von Novell stieg daraufhin nach Börsenschluss um 29% an.

Ronald W. Hovsepian, Präsident und Geschäftsführer von Novell

Novell

Ronald W. Hovsepian, Präsident und Geschäftsführer von Novell

Das Angebot von Elliott Associates beläuft sich derzeit auf 5,75 US-Dollar pro Aktie, 20% über dem letzten offiziellen Kurs. Nach Bekanntgabe des Angebots stieg der Kurs jedoch deutlich über diese Marke hinaus, was darauf schließen lässt, dass die Novell-Aktionäre ein noch höheres Angebot erwarten.

Elliott Associates ist ein Hedgefonds-Verwalter und nach den vorliegenden Informationen eine sehr kleine Firma, die Werte von rund 16 Mrd. US-Dollar verwaltet. Das Angebot an Novell hat einen Wert von etwa einer Mrd. US-Dollar. Als Grund für das Angebot nennt die Firma, dass sie den Versuch von Novell in den letzten sieben Jahren, sich zu diversifizieren, unter anderem durch Firmenübernahmen, für weitgehend erfolglos hält. Dadurch sei die Novell-Aktie weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, was auch Elliott Associates trifft, das nach eigenen Angaben bereits 8,5% der Novell-Aktien hält.

Laut Elliott Associates stellen die kurzfristig verfügbaren Reserven von Novell in Höhe von knapp einer Milliarde US-Dollar 60% des Unternehmenswertes dar. Der Investor glaubt aber, dass ein Großteil davon außerhalb der USA angelegt und daher nicht »steuereffizient« auszahlbar ist. Nach einem eventuellen Kauf will der Investor den größtmöglichen Wertzuwachs für die Novell-Aktionäre erzielen; wie das zu erreichen ist, lässt er jedoch offen.

Novell hat den Empfang des Schreibens von Elliott Associates bestätigt. Der Vorstand des Unternehmens wird sich mit dem Angebot beschäftigen, weitere Aussagen machte Novell bisher nicht.

Erst vor wenigen Tagen hatte Novell die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2010 vorgelegt. Neben einem Nettogewinn von 20 Mio. US-Dollar wurde auch eine höhere Gewinnspanne für das Jahr 2010 in Aussicht gestellt. Einen guten Teil der Einnahmen erzielte Novell mit der Linux-Distribution SUSE Linux Enterprise. Daneben hält Novell aber weiterhin stark an proprietärer Software fest.

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